wandern, gehen, laufen, reisen: zitate, gedichte, kurzprosa


Veröffentlicht am 10.11.2019 in der Kategorie Kultur von Axel Mayer

wandern, gehen, laufen, reisen: zitate, gedichte, kurzprosa


(Diese Seite entsteht gerade und ist noch eine unsortierte Textbaustelle)

Auf einer geteerten Straße kann man den richtigen Weg nicht finden.
You can't find the right roads when the streets are paved.
Bob Marley


Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Freiherr Alexander von Humboldt

(...)wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten
an keinem wie an einer Heimat hängen
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen
er will Stuf' um Stuf' uns heben, weiten
kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen (...)

Auszug aus dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse


(...)Seltsam im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Auszug aus dem Gedicht "Nebel" von Hermann Hesse, Eine Fußreise im Herbst


Ich höre nachts die Lokomotiven pfeifen, sehnsüchtig schreit die Ferne,
und ich drehe mich im Bett herum und denke: "Reisen..."

Kurt Tucholsky


Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.

Kurt Tucholsky


Es gibt Zeiten, wo ich zu meinem armen Herzen sage: Du bist ein Narr, so müssig umherzuschweifen! Warum bliebest du nicht zu Hause und studierest etwas Rechtes, da du doch die Wissenschaft zu lieben vorgiebst? – Und das auch ist eine Täuschung, denn ich athme doch durch alle Poren zu allen Momenten neue Erfahrungen ein; und von der Wissenschaft abgesehen, wir werden an meiner Reise Stoff auf lange Zeit zu sprechen haben, wenn schon die alten Anekdoten zu welken beginnen.

(Adelbert von Chamisso, Reise um die Welt)


Bei Nacht im Freien unterwegs zu sein, unter dem schweigenden Himmel, an einem still strömenden Gewässer, das ist stets geheimnisvoll und regt die Gründe der Seele auf.
Hermann Hesse, Schön ist die Jugend



reisen




Ladakh...

verzweifelter versuch
schneller zu sein
als die uns umgebende zerstörung
den virus mit uns tragend

in die letzten ecken
die noch nicht
blitzend, blinkend, blendend
rummelplatz und supermarkt
geworden

dem lärm und der hektik
betäubende stille
kargheit
wüste und gebirge
entgegenhalten

laufen, loslaufen, freilaufen
grenzenlose weite
ruhe
illusion von freiheit
schönheit, mühen und schmerz

und abschiednehmende trauer
denn was wir berühren
im fremden land
wird geld und beton


text & bilder: axel mayer



























Corsika


(Axel Mayer)
es gibt sie noch
einsame Pfade zwischen Palmen und Schnee
sandige Buchten und Schneeberge
Nächte unter dem Mond
sternenbestreut und wolkenverhangen
Tau auf der Haut
die blühende Machia
Sterne auf Dornen
betäubende Stille
und die Geräusche der Natur
der Specht, die Meise, der Wind
nur gelegentlich
das Flugzeug am Himmel
erinnert an Heimat
an Mickymausien, das Bausparland
wo der fürsorgliche Staat
neue schnelle Straßen baut
schnelle Straßen
für schnelle Fluchten


Axel Mayer



Alemannisch, Badisch, Elsässisch, Schweizerdeutsch, Dialekt & "Hoch"deutsch:
Kritische Texte und Gedichte aus Südbaden, Elsass, Nordschweiz und dem Rest der Welt


In diesen Zeiten der Barbarei, Gier, Krieg und Gewalt stärkt Dummheit Dummheit und Intoleranz verstärkt Intoleranz. In diesen Jahren der Umwelt- und Innenweltverschmutzung stehen nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch Sprachen und Dialekte auf der Liste der bedrohten Arten. Der Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der an einem altsprachlichen Eliteinternat Latein lernte und gerade seine undemokratischen Weltmachtträume realisiert, hält Sprache für eine veraltete Software, die schon bald obsolet sein wird. Mehr als die Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen drohen in naher Zukunft zu verschwinden – und damit ein wertvoller Teil unseres kulturellen Gedächtnisses. Allein 600 dieser insgesamt rund 3.660 gefährdeten Sprachen könnten sogar schon in wenigen Jahren vollständig ausgestorben sein. Darum finden Sie auf mitwelt.org kritische und engagierte Texte, alemannisch, schwyzerdütsch, elsässisch und hochdeutsch. Doch wir wissen, dass bedrohte Tierarten nicht in der Genbank und bedrohte Sprachen nicht im Museum und im Internet überleben.
Menschen, die neue Straßen, Überschallflugzeuge, unbegrenztes Wachstum, Atomenergie, Agrargifte, Freihandel und Weltraumtourismus für Fortschritt und die Hitparade der Volksmusik für Kultur halten, die Gedichte über das "Blümelein", das "Bächelein" und das "Brünnelein" suchen, wird diese Seite nicht gefallen.
Dialekt ist bunte, kluge, kulturelle Vielfalt und nicht monokulturelle Einfalt. Dialekt ist immer auch „regionale Identität“ und steht gegen die „Kolonisierung der Lebensweltin der Megamaschine“ und gegen die zunehmende Kommerzialisierung aller Lebensbereiche.

Wir danken den vielen Autorinnen & Autoren, die uns schon erlaubt haben, Texte hier einzustellen. Auf Wunsch löschen wir Texte aber auch sofort.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein




Kein Gedicht:Ein längerer Text über die Natur im Elsass & in Baden und die verloren gehende Vielfalt am Oberrhein





Textsammlung: Wichtige Texte der Menschheit





Alemannische Reden von Axel Mayer


Wir suchen weitere kritische und engagierte Texte, Gedichte und Kurzprosa in alemannisch, schwyzerdütsch, elsässisch und hochdeutsch, aus Südbaden, dem Elsass und der Nordschweiz für diese Homepage.E-mail



























































































































































































































































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