Weltraumtourismus & Kritik 2021: Umwelt, Klima, Klimawandel & Kosten - Elitärer, umweltzerstörender Milliardärs - Weltraumtourismus (Wikipedia-einseitig)


Veröffentlicht am 07.01.2021 in der Kategorie Wachstumskritik von Axel Mayer

Weltraumtourismus & Kritik: Umwelt, Klima & Kosten - Elitärer, umweltzerstörender Milliardärs - Weltraumtourismus (Parteiische Wikipedia)


In Zeiten des Klimawandels, Artensterbens und der absehbaren Endlichkeit der Rohstoffe
ist elitärer, umweltzerstörender Milliardärs - Weltraumtourismus pervers, passt allerdings gut ins zerstörerische Zeitalter des Anthropozän! Weltraumtourismus zerstört die Umwelt und das Klima. Weltraumtourismus ist das zukünftige (endlich mal ungestörte) Hobby für das reichste Prozent der Weltbevölkerung (70 Millionen Menschen), das über so viel Vermögen verfügt wie der ganze Rest (sieben Milliarden Menschen) zusammen. Die Kosten für den Ausflug ins All könnten höher als 100 Millionen Dollar (92 Millionen Euro) liegen.
Ende 2019 litten fast 690 Millionen Menschen unter chronischem Hunger, weitere 135 Millionen Menschen waren von einer akuten Ernährungskrise betroffen. Im Krisenjahr 2020 hat sich die Situation noch verschlimmert. In einer Zeit in der Menschen auf der Welt nicht genug zu essen haben, stellt sich nicht nur beim Thema Weltraumtourismus die Frage, ob an den richtigen Themen geforscht wird. Doch in einer Zeit globaler Umweltzerstörung und wachsender weltweiter Gefährdungen haben Themen wie "Tourismus im All" auch etwas geschickt Ablenkendes. Je schneller die wirtschaftliche, finanzielle, ökologische und soziale Krise wächst, desto schneller dreht auch die große, perfekte Illusionsmaschine...

Die unkritische Berichterstattung
über den Weltraumtourismus ist zumeist eine Mischung aus Technikbesoffenheit, Heldenverehrung und rückwärtsgewandtem Fortschrittsglauben. Es ist erstaunlich und erschreckend wie einseitig und unkritisch Wikipedia und die Mehrzahl der Medien den privaten Weltraumflug bejubeln und gleichzeitig den Klimawandel beklagen. Auch das Internet ist voll mit einseitigen, unkritischen Jubelberichten zum Tourismus im All. Es ist ein gezielt ablenkender Traum: "Irgendwann mit Raumschiffen die zerstörte Welt hinter uns lassen und neuen, unverbrauchten Planeten und neuen Mythen entgegen fliegen..." Wenn Milliardäre es schaffen ihre umweltzerstörenden Aktivitäten zu Menschheitsträumen zu machen, dann haben sie gewonnen.

Die Umweltbewegung muss sich in Sachen Klimaschutz fragen,
ob der bisherige, stark individuelle, appellierende Ansatz: "Du musst Energiesparen, stell dein Auto an der Ampel ab, du sollst weniger fliegen, dreh die Heizung runter..." tatsächlich zielführend ist. Alle diese Appelle sind hübsch, nutzen aber wenig. Denn gleichzeitig werden regional und weltweit neue Straßen, Überschallflugzeuge, Kohle- und Atomkraftwerke gebaut und China und Indien übernehmen mit rasender Geschwindigkeit unser wucherndes, zerstörerisches Verschwendungssystem. Dazu passt gut der gut organisierte Traum vom Weltraumtourismus. Im globalen Maßstab wachsen Ressourcenverschwendung und Umweltprobleme exponentiell. Wenn zum individuellen Ansatz nicht eine massive Veränderung der Politik und der Strukturen kommen, wenn Klimaschutz isoliert von den Problemen der Raubbauwirtschaft diskutiert wird, dann nützen die individuellen Ansätze wenig. Es muss darum gehen die Strukturen anzugehen, die Klimaschutz verhindern. (Weltraumtourismus, neue Straßen, viel zu billige Flugpreise...) Die Umweltbewegung muss wieder politischer werden und stärker global agieren, um echte Nachhaltigkeit zu erreichen. Weltraumtourismus und Klimawandel sind "nur" Symptome der globalen ökologischen Krise.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
Unten auf dieser Seite tragen wir die wenigen, kritischen Beiträge zum Thema Weltraumtourismus zusammen


Weltraumtourismus & Kritik: Umwelt, Klima & Kosten - Elitärer, umweltzerstörender Milliardärs - Weltraumtourismus








Weltraumtourismus Umwelt & Kritik: Elitärer, umweltzerstörender Millionärs - Weltraumtourismus

Nachtrag zum 50igsten Jahrestag der Mondlandung:
"...Um 3.51 Uhr deutscher Zeit, in den USA ist noch der Abend des 20. Juli, fliegt ein Müllsack auf den Mond. Darin Lebensmittelverpackungen, Urinbeutel und anderer Unrat. Was für ein Zeichen: Die Menschheit landet auf dem Mond. Doch noch bevor Menschen ihre ersten Fußabdrücke im Staub hinterlassen, ist der Müll schon da. Kurz darauf klettert Neil Armstrong etwas unbeholfen die Leitersprossen der Mondfähre hinunter..."
Quelle: Deutschlandfunk



Nachtrag:


Es gibt sie, die gute sinnvolle Technik die Mensch und Umwelt nützt. Der medizinische Fortschritt hat die Pocken ausgerottet. In wenigen Jahrzehnten hat es im Bereich Windendergie, Tiefengeothermie und Photovoltaik ungeheure Fortschritte gegeben, so dass die zukunftsfähigen Energien nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch kostengünstiger als die atomar-fossilen Energiequellen sind. Wir hätten das Wissen und die Technik um mit einem wesentlich verringerten Input von Energie, Rohstoffen und Arbeitszeit, allen Menschen der Welt ein gutes Leben zu ermöglichen. Es ist unsere Aufgabe Fortschritt und Zukunft menschengerecht zu gestalten. Dennoch gilt auch heute noch der Satz von Mahatma Ghandi: "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."


Kritische Internet Beiträge zum Thema Weltraumtourismus (Pro und Contra) sind eine Seltenheit und der Wikipedia-Beitrag zum Thema ist bisher erschreckend parteiisch, einseitig und ein reiner Jubelbeitrag. Die Wikipedia-Seite zum Weltraumtourismus ist fest in Händen einer Lobbygruppe.









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  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.
  • Axel Mayer, Mitwelt Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)




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