IN MUEDERS STÜBELE von Walter Mossmann (Eines von vielen Wyhl-Liedern)


Veröffentlicht am 06.01.2010 in der Kategorie Kultur von Axel Mayer

Walter Mossmann
IN MUEDERS STÜBELE


In Mueders Stübele, do goht der hm hm hm
In Mueders Stübele, do goht der Wind.
Der Wind sait d’Wohret, nit äso wie d’Zittig sait
Der Wind sait d’Wohret, ich loos em Wind.
Der Wind sait, d’Büre, de hän jetz hm hm hm
Der Wind sait, d’Büre, de hän jetz Kriag.
Der Kriag, der dundret nit, kunnt nit vum Üsland här
Der Kriag, der kunnt üs dinem aigne Land.
Sin nit d’Franzose, s’isch’s große hm hm hm
Sin nit d’Franzose, s’isch’s große Geld.
Die riiche Herre hän d’Büre üsbrücht
Die brüche Arwetslitt fir in d’Fabrik.
Wel der Atomstrom, der git viel hm hm hm
Wel der Atomstrom git viel Profit.
Zerscht kunnt’s Atomkraftwerk, un dann kunnt d’Großchemie
Un bis dü «Au!» g’sait häsch, isch’s Ländle hi.
So gosch zur Arwet fir klaine hm hm hm
So gosch zur Arwet fir klaine Lohn.
Din Lohn isch immer klai, isch der Profit au groß
Un kunnt die Krise, bisch arwetslos.
Do bisch di Arwet los un bisch de Acker los,
Un dini Herre bliebe riich un groß.
So goht im Elsaß un in Bade hm hm hm
So goht im Elsaß un in Bade Kriag.
In Mueders Stübele goht erscht en andre Wind,
Wenn mange Litt emol erscht uffgwacht sind!



(Einen aktuellen Rückblick auf den Wyhl-Konflikt und eine umfangreiche Wyhl-Chronik finden Sie hier)









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