Kriegsgewinnler & Kriegsprofiteure im Ukraine-Krieg!


Veröffentlicht am 03.01.2024 von Axel Mayer

2023 / Kriegsgewinnler & Kriegsprofiteure im Ukraine-Krieg: Ölkonzerne, Rüstungskonzerne, Agro-Chemie-Lobby, Spekulanten, Atom- und Rüstungs-Konzerne, Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, USA, & US-LNG-Fracking-Konzerne, Shell, BP, RWE, E.ON, Gazprom & keine Übergewinnsteuer ...


Aktueller Einschub: (Eine Milliarde sind tausend Millionen!)


Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass 2022 knapp 2000 Milliarden US-Dollar an Gewinnen und zusätzlich noch einmal 2000 Milliarden US-Dollar Übergewinne aus der weltweiten Öl- und Gasförderung ­anfallen. UNO-Generalsekretär António Guterres warf den Energiefirmen im August 2022 denn auch eine «groteske Gier» vor und sagte, es sei «unmoralisch, dass die Öl- und Gaskonzerne auf dem Rücken der ärmsten Menschen und Gemeinschaften Rekordgewinne aus der Energiekrise ziehen, und das zu massiven Kosten für das Klima».


Es ist beeindruckend und beängstigend, wie es rechts-libertäre Medien wie die BILD-Zeitung gemeinsam mit FDP und CDU schaffen, dass das Thema Kriegsgewinne und Übergewinnsteuer in Deutschland nicht diskutiert wird.


[b]Es ist gut, richtig und wichtig im Krieg auf die Opfer zu schauen. Wir sollten dabei aber auch die Kriegsgewinnler und Profiteure des Krieges nicht aus den Augen verlieren. Jeden Tag spüren, sehen, hören und lesen wir, wie die Preise steigen. Wir hören allerdings nicht, wer an dieser Krise verdient und noch reicher wird.

Kriegsgewinnler sind Personen, Firmen und Organisationen, die Notsituationen in Kriegszeiten ausnutzen, um überproportional hohe Profite zu erwirtschaften.


Kriegsverlierer






Die Profiteure des Ukraine-Krieges in Deutschland, die Kriegsgewinnler, Konzerne und Milliardäre haben keine Übergewinnsteuer zu befürchten. Die wirtschaftsliberalen Schutzheiligen der Konzerne sitzen mit der FDP in der Regierung und mit CDU, CSU & AfD auch in der Opposition.





Kriegsgewinnler und Klimakatastrophenverantwortliche: Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, USA, US-LNG - Gas - Fracking-Konzerne, Shell, BP, RWE, E.ON, Gazprom ...

Kriegsgewinnler Ölkonzerne (nicht nur) Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar & USA




Übergewinn-Steuer?
Mehrere Länder arbeiten dazu an einer "Windfall Tax", auf Deutsch etwa "Zufallsgewinn-Steuer". Spanien hat schon im vergangenen Herbst eine eingeführt. Italien hat sie inzwischen beschlossen. Die EU-Kommission hat bereits - unter einer Reihe einschränkender Bedingungen - grundsätzlich grünes Licht für eine zeitlich begrenze Sondersteuer für die Energiebranche gegeben. Wirtschaftsminister Robert Habeck brachte die Idee einer Übergewinn-Steuer schon im März 2022 ins Spiel, als der die "Abschöpfung von Übergewinnen" ein "wichtiges Thema" nannte. CDU; CSU und Finanzminister Christian Lindner lehnen die Idee einer Übergewinnsteuer kategorisch ab. Mit dem deutschen Steuerrecht sei das nicht vereinbar und politisch nicht sinnvoll, sagte der Konzern-Lobbyist der FDP.

Axel Mayer, Kreisrat, (Alt-)BUND-Geschäftsführer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Kriegsgewinnler & Profiteure im Ukraine-Krieg: Ölkonzerne, Rüstungskonzerne, Agro-Chemie-Lobby, Spekulanten, Atom-Konzerne, Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, US-Fracking-Konzerne, Shell, BP, RWE, E.ON, Gazprom...





Nachtrag: Wer hat die Pipeline Nord-Stream gesprengt?


Anschläge haben die beiden Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und 2, die von Russland nach Deutschland verlaufen, nahe der Insel Bornholm massiv beschädigt. Es ist beeindruckend wie schnell einige Medien und Politiker wissen, wer die Täter waren: Die Russen waren's, sagen die einen. Die Amis waren's, wissen definitiv die anderen. Wer es tatsächlich war, werden wir vermutlich erst in einigen Jahrzehnten wissen, wenn das öffentliche Interesse an diesem Thema längst erloschen ist. Polens früherer Verteidigungs- und Außenminister Radosław Tomasz Sikorski macht die USA für die Gas-Lecks von Nord Stream 1 und Nord Stream 2 verantwortlich. Auf Twitter schrieb der polnische Politiker unter ein Foto von einem der drei Gaslecks: „Thank you, USA“ (Danke, USA).
Eine entscheidende Frage wird in der aufgeregten öffentlichen Debatte in Kriegszeiten selten gestellt. Wem schadet die Sprengung politisch und ökonomisch und wem schadet sie?

Wem schadet die Sprengung von Nord Stream?
* Sie schadet eindeutig dem Aggressor Russland, dem Energiekonzern Gazprom, aber auch Deutschland und einigen europäischen Staaten

Wem nutzt die Sprengung von Nordstream politisch und ökonomisch?
* Greta Thunberg, Fridays for Future und die Klimaschutzbewegung hätten zwar ein deutliches ökologisches Interesse an einer Sprengung. Erfreulicherweise sind diese Gruppen allerdings gewaltfrei.
* Die Ukraine, Polen und die baltischen Staaten haben Nordstream I & II immer schon massiv abgelehnt.
* An den explodierenden Gas- und Energiepreisen verdienen die Kriegsgewinnler unglaubliche Milliardensummen. Dies sind u.a. die großen Energiekonzerne Shell, BP, RWE, E.ON und US-Fracking-Konzerne und die Öl- und Gas-Länder Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, USA, Norwegen und Venezuela. Doch nicht alle diese Länder sind politisch gewillt (Norwegen ...) oder technisch in der Lage solche Anschläge durchzuführen. Eine lange Tradition in solchen Interventionen haben die USA, wie der Wikipedia-Beitrag "Liste der Militäroperationen der Vereinigten Staaten" deutlich zeigt.

Wer war's? Wir wissen es nicht. Wir weren es vermutlich erst mit Jahrzehnten Verspätung erfahren.

Ein klugerBeitrag kommt von Alexander Männer vom "Infosperber" aus der neutralen Schweiz:Wer steckt hinter dem Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines?




Übersicht & Links: Krieg & Frieden auf Mitwelt.org



Abnutzungskrieg Russland Ukraine: Wer oder was wird abgenutzt?

Der bei gutem Willen verhinderbar gewesene, dumme, unnötige und völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands, unter dem die Menschen in der Ukraine so schrecklich leiden, führt dazu, dass die globalen Ausgaben zur Kriegsvorbereitung massiv steigen. Alleine Deutschland wird 100 Milliarden Euro zusätzlich für die Kriegsvorbereitung ausgeben. (Eine Milliarde sind tausend Millionen)
Was in der gut gelenkten Aufrüstungsdebatte fehlt, ist der Hinweis darauf, dass die Rüstungsausgaben der NATO das 14-Fache der Rüstungsausgaben Russlands betragen. Auch ohne die Militärausgaben der USA gab die NATO im Jahr 1922 355 Milliarden Dollar für die Rüstung aus und Russland 86,4 Milliarden.
Zu den größten Problemen der Menschheit zählt die Apokalypse-Blindheit und die Unfähigkeit, aus vergangenen Kriegen und menschengemachten Katastrophen zu lernen. Kriegszeiten sind Zeiten größtmöglicher Dummheit, Irrationalität und selektiver Wahrnehmung, in denen menschliches Denken und Handeln und die Berichterstattung in den Medien von stammesgeschichtlich erklärbaren, steinzeitlichen Reflexen geprägt ist. In Kriegszeiten spielen Fakten keine Rolle.









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  • 3) Im Zweifel, gerade in Kriegszeiten, ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.


Getragen von der kleinen Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)



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