Der American Way of Life 2022: Eine Kritik am globalisierten American Dream


Veröffentlicht am 01.01.2022 in der Kategorie Wachstumskritik von Axel Mayer

Der American Way of Life zerstört Amerika und die Welt / Eine Kritik am globalen American Dream


Der Unternehmer Christoph Kolumbus erreichte am 12. Oktober 1492 Amerika, wo vor der Ankunft der Europäer ungefähr 60 Millionen Menschen lebten. Er brachte die damaligen "Westliche Werte", Religion & Gier. Innerhalb eines Jahrhunderts waren ca. 90 Prozent der damaligen amerikanischen Bevölkerung ausgerottet.


Amerika war tatsächlich aber auch einmal das Land der Hoffnung für Unterdrückte, Arme und Verfolgte
Massenweise strömten Menschen aus der ganzen Welt mit der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Amerika. Allerdings ging die Kolonisierung Amerikas auch mit einer Massenversklavung von Afrikanern einher, die als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden konnten.

Die Welt träumt den Traum vom globalisierten "American Way of Life", doch dieser Traum ist ein unerfüllbarer Albtraum.
Der amerikanische Traum ist der weltweit unerfüllbare Traum vom unbegrenzten Wachstum im begrenzten System Erde und der Traum jederzeit vom Tellerwäscher zum verschwenderischen Millionär werden zu können. Er schafft die Illusion, dass wir alle "verhinderte Millionäre" sind. Doch tatsächlich sind gerade in den USA und überall wo dieser Traum geträumt wird, einige Menschen extrem reich und viele Menschen extrem arm. Großer Reichtum beruht häufig auf Ausbeutung. Aber der Traum vom universellen, persönlichen Reichtum, der eines Tages kommen wird, sichert Gehorsam und Unterwerfung. Der neoliberale Traum der Gier hat die Welt infiziert und ist eine Hauptursache von Artenausrottung, Klimawandel, Atommüllproduktion, Kriegsgefahr, Weltvermüllung, Umweltzerstörung und weltweit wachsender soziale Ungleichheit.

Der tägliche Rohstoff- und Primär-Energiebedarf der Menschen in den USA ist im Weltvergleich unglaublich hoch
Doch die globalen Metastasen des American Dream wuchern schneller als der ursprüngliche Krebs. Das erhöht die globale Kriegsgefahr. Für das Jahr 2020 gibt BP einen mittleren Primär-Energieverbrauch der Welt pro Kopf der Bevölkerung von 71,4 GJ an, was einem Wert von 54 kWh pro Person und Tag entspricht. Die Weltbevölkerung betrug 7,8 Milliarden Menschen. Wenn die Bevölkerung bis 2050 erwartungsgemäß auf etwa 10 Milliarden ansteigt, und alle Länder zum USA-Verbrauch aufrücken würden, wäre fast die fünffache Energieerzeugung erforderlich.


Die amerikanische Realität, abseits des American Dream:




Insektensterben, Vogelsterben, globale Artenausrottung, Klimawandel, Atommüllproduktion, Weltvermüllung, Umweltzerstörung und wachsende soziale Ungleichheit
sind Symptome einer Krankheit, die Wachstumszwang heißt. Etwa 5- bis 10 Million Menschen lebten vor 10 000 Jahren auf der Erde. Heute sind es 7,8 Milliarden Menschen, die alle so verschwenderisch leben wollen wie die Menschen in den USA und wir in Deutschland. Es ist nur logisch, dass dieses explosionsartige Wachstum für andere Lebewesen verheerende Folgen hat. Kaum jemand bestreitet noch, dass derzeit auf der Welt ein gigantisches Massensterben läuft, ähnlich dem vor 66 Millionen Jahren, als die Dinosaurier von der Erdoberfläche verschwanden. Der American Way of Life ist ein System der globalisierten, neoliberalen Gier, das scheinbar nur funktioniert, wenn es unbegrenzt wächst und dabei erstaunlicherweise die Menschen immer unzufriedener macht.

Das gute Leben in Freiheit für alle Menschen ist möglich, auch in den USA.

Axel Mayer
Nachtrag:
Das superreiche eine Prozent der amerikanischen Bevölkerung, das in so vielen Bereichen die Definitionsmacht hat, definiert eine „ablehnende Haltung gegenüber Gesellschaftssystem, Politik und Lebensstil der USA“ als antiamerikanisch. Doch dieser Beitrag ist nicht für dieses reiche eine Prozent geschrieben, sondern für die Mehrheit der Normalverdienenden, der Wenigverdienenden und der Armen. Sie stellen auch in den USA die Bevölkerungsmehrheit. Darum ist dieser Beitrag proamerikanisch.


(Diese Seite entsteht gerade und ist noch eine Baustelle!)




Was wäre, wenn nicht nur wir hoch industrialisierten Länder einen hohen Lebensstandard hätten, sondern die ganze Welt? Im folgenden Aufsatz soll durch einfache Hochrechnungen für einige Lebensbereiche gezeigt werden, welche Auswirkungen es auf die Erde hätte, wenn die gesamte Erdbevölkerung so leben würde wie die US- Amerikaner. Zum Vergleich werden die Auswirkungen gezeigt, wenn alle Menschen nach deutscher Lebensart leben würden.

Wenn alle Menschen auf der Erde nach dem American Way of Life leben würden, dann würde

*der Erdölverbrauch auf mehr als das Fünffache steigen,

*der CO2- Ausstoß sich mehr als verfünffachen,

*der Papierverbrauch ebenfalls auf das Fünffache steigen,

*der Fleischkonsum sich verdreifachen,

*die weltweiten Rüstungsausgaben sich beinahe verzehnfachen,

*die Zahl der weltweit in Gefängnissen einsitzenden Menschen auf das Fünffache steigen,

*die Anzahl der Morde pro Jahr 275.000 betragen,

*Angststörungen bei 18% der Bevölkerung auftreten,

*Depressionen bei 7% der Bevölkerung vorliegen.

Quelle: https://menschengerechtewirtschaft.de/american-way-of-life-fur-alle-traum-oder-alptraum

Lesenswert: NZZ: Amerika war einmal ein Versprechen – heute ist das Land eine Warnung


"Westliche Werte" im Westen durchzusetzen! Freiheit für Julian Assange, Chelsea Manning und Edward Snowden

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Axel Mayer,Mitwelt am Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)


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