2024 / UN-Klimakonferenz COP 29 in der Öl- & Gas-Diktatur Aserbaidschan / Eine Kritik / "It's a rich man's world"


Veröffentlicht am 14.12.2023 in der Kategorie Energie von Axel Mayer


UN-Klimakonferenz COP 29 in der Öl- & Gas-Diktatur Aserbaidschan / Eine Kritik / "It's a rich man's world


Einen umfassenden Rückblick auf die UN-Klimakonferenz COP 28 in Dubai, im Milliardärs-Biotop der Vereinigten Arabischen Emirate finden Sie hier.



Die COP 29 Aserbaidschan bringt Nationen und Interessengruppen in Zeiten der Klimakatastrophe zur Bekämpfung des Klimawandels zusammen. Ziel ist es, den Klimawandel und seine Ursachen zu bekämpfen und gemeinsam daran zu arbeiten, eine nachhaltige und klimaresistente Zukunft zu schaffen. Manche der anreisenden Staaten und Lobbygruppen haben ein tatsächliches Interesse, die global anschwellende Klimakatastrophe zu beenden und ihre Ursachen zu bekämpfen. Andere Lobbyisten haben andere Interessen.
Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass 2022 knapp 4000 Milliarden US-Dollar an Gewinnen und davon 2000 Milliarden US-Dollar Übergewinne aus der weltweiten Öl- und Gasförderung ­anfallen. (Eine Milliarde sind tausend Millionen!) Dazu kommen noch die globalen Profite der Kohle- und Atom-Konzerne.
Ein satter Anteil dieser Übergewinne und Kriegsgewinne ist nach Aserbaidschan geflossen.

Mit einem Teil dieser Profite und Waffen aus der Türkei hat Aserbaidschan die Enklave Bergkarabach erobert, die mehrheitlich von Armeniern bewohnt worden war. Ein Großteil der Armenier wurde vertrieben. Aserbaidschan ist seit 1992 geprägt vom autoritären Führungsstil der Präsidenten und durch Korruption unterminiert. Laut Demokratieindex des Economist gehörte Aserbaidschan 2020, wie schon in den Jahren zuvor, zu den autoritären Regimen.
Doch für Deutschland und den Westen zählt Aserbaidschan zu den "guten, nützlichen" Diktaturen. Wer entscheidet eigentlich, was eine "böse" Diktatur ist, die wir bekämpfen und was eine "gute" Diktatur ist, mit der wir zusammen arbeiten?
Die UN-Klimakonferenz COP 29 in der Öl- & Gas-Diktatur Aserbaidschan zeigt mehr als deutlich die Machtverhältnisse dieser Welt und unsere "Westlichen Werte". "It's a rich man's world"


Die global agierenden fossilen Seilschaften und die Ausrichter der UN-Klimakonferenz COP 29 in Aserbaidschan haben vier zentrale Anliegen:


[quote]

Die UN-Klimakonferenz 2024 in Aserbaidschan, im Land des Klimaterrorismus


Das Landgericht München hat die Klimaschützer der „Letzte Generation“ als kriminelle Vereinigung eingestuft! In einer rechtskräftigen Entscheidung wurden die militanten Aktivisten als kriminell bezeichnet. Aserbaidschan produziert Öl und Gas und bekämpft aktiv alle Maßnahmen zu einem tatsächlichen Klimaschutz. Wer ist Teil einer kriminellen Vereinigung? Die Klimaschützenden oder die Erdölproduzenten?

Die globale Umweltbewegung muss die COP 29 nutzen, um den Zusammenhang zwischen Diktaturen und Klimazerstörung aufzuzeigen.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein.
Der Autor ist seit 50 Jahren in der Umweltbewegung aktiv und war 30 Jahre lang BUND-Geschäftsführer in Freiburg


Ausblick: UN-Klimakonferenz COP 29 in der Öl- & Gas-Diktatur Aserbaidschan




Klimaterrorismus!





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Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.


Getragen von der kleinen Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)



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