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Öko-Optimismus & industriegelenkte Öko-Optimisten? Atomlobbyisten und Klimawandelleugner als "Neue Ökos"?


Öko-Optimismus & industriegelenkte Öko-Optimisten?
Atomlobbyisten und Klimawandelleugner als "Neue Ökos"?


„Nach den Apokalyptikern kommen jetzt die Öko-Optimisten. In der Ökobewegung zeichnet sich eine Trendwende ab. Die neue Devise lautet: Weg von düsteren Untergangsprognosen, hin zu pragmatischem Ökorealismus.“ schrieb „die Zeit“ am 26. April 1996 und lobt die beiden Hauptvertreter des Ökorealismus, die Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Heutige Vertreter dieser "industrienahen" Lobby-Richtung sind auch die Journalisten Matthias Horx und Daniel Dettling.

Jetzt lösen also „Öko Optimisten die Apokalyptiker“ ab, findet auch „die Welt“, die rechtspopulistische Schweizer Weltwoche und das neoliberale Netzwerk „Achse der Guten“.

Da ist es lohnend einmal zu schauen, wer „die Apokalyptiker“ und wer die „realistischen „Okö Optimisten“ sind:

  • Die Apokalyptiker sind die „alte Umweltbewegung“ also BUND, GREENPEACE, NABU, BBU, die Anti-Atom-Bewegung und die Aktiven der Energiewende.
    Apokalyptiker sind die Menschen und Organisationen, die in den letzten Jahrzehnten erfolgreich gegen Luft- und Wasservergiftung gegen menschengefährdende Atomkraftwerke, Asbest, Holzschutzmittelgifte, FCKW, Klimawandel, Gentechnik und Ozonloch und gegen die zunehmend demokratiegefährdende Macht der Großkonzerne gekämpft haben. Menschen und Organisationen, die sich heute für eine nachhaltige Zukunft und für zukunftsfähige, umweltfreundliche Energien einsetzen, die das Monopol der alten Kohle- und Atomkonzerne brechen.

  • Die Hauptvertreter des Ökorealismus, sind die Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch und industrienahe neoliberale Netzwerke. Dirk Maxeiner und Michael Miersch sind gute Beispiele für die Kolonialisierung des Journalismus. Als "offizielle" Vertreter der Kohle-, Öl-, Auto-, Gen- und Atomindustrie würden die beiden gut getarnten Industrielobbyisten wesentlich weniger wahrgenommen werden. Es geht den Öko-Optimisten und Dirk Maxeiner & Michael Miersch darum, positiv besetzte Begriffe wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ökologie anzugreifen, Zukunftsfähigkeit zu diskreditieren und die Umweltbewegung in die politische Nähe von Sekten zu stellen.

    Die Journalisten Maxeiner und Miersch entlarven "Öko-Irrtümer", die gar keine sind, berichtet "Die Zeit" am 31/1998. Die beiden "Journalisten" schreiben für die gut organisierten Klimawandelleugner und sorgten vor dem Atomunfall in Fukushima dafür, dass die Pro-Atom- und Laufzeitverlängerungskampagnen von EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON in den Medien (FAZ & Welt) umgesetzt wurden. Nach dem Supergau in Fukushima schrieben Dirk Maxeiner & Michael Miersch in der Online Ausgabe der Zeitschrift "Welt" zum Atomausstieg: "Einen Weg unumkehrbar einzuschlagen ist das größte Risiko von allen." So wie vor Fukushima "Atomkraft toll für die Umwelt" war, so werben die Ökooptimisten heute mit vorgeschobenen Umweltargumenten für die Gentechnik und damit natürlich auch für Bayer und Monsanto. Das Umweltbundesamt nennt die beiden in einer Broschüre „Klimawandelskeptiker“. (die auf diese Veröffentlichung folgende, gut organisierte Hasskampagne gegen das Umweltbundesamt zeigt die vernichtende Macht dieser Netzwerke).


Maxeiner und Miersch haben vor Fukushima massiv für die Gefahrzeitverlängerung von AKW geschrieben. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima schrieben die beiden "Öko-Optimisten" und Atom-Lobbyisten am 19.5.2011 in „Der Welt“: „Der unumkehrbare Atom-Ausstieg ist das größte Risiko“.

„Wer der Welt Gutes tun möchte, dem raten die Öko-Optimisten Maxeiner und Miersch, im Supermarkt nach gentechnisch veränderten Produkten Ausschau zu halten und den ganzen Biokram links liegenzulassen. Die Gentechnik verringere schließlich den Einsatz von Pestiziden, sorge für mehr Ertrag und damit für weniger Flächenbedarf.“ schreibt die FAZ unter der dazu passenden Überschrift „Dem Klima geht's prima!“ in einer Rezension eines der vielen Lobby-Bücher der beiden Atom-, Gen-, und Kohle-Lobbyisten.

Der Begriff Freiheit zählt sicher zu den wichtigsten Wörtern der Menschheit und Freiheit ist auch ein zentraler Begriff des organisierten ÖKO-Optimismus.
Es geht aber weniger um die unendlich wichtige Freiheit der Menschen, sondern um die uneingeschränkte Freiheit der Konzerne.
"Wenn alle Völker nicht mehr wie bislang dem Markt Zügel anlegen, sondern dem Staat, wenn Steuern gesenkt werden und die Konzerne die uneingeschränkte "Freiheit" bekommen Menschen auszubeuten und die Umwelt zu zerstören, dann wird sich das Los und der Wohlstand aller Menschen der Erde verbessern – sogar das der allerärmsten. Sie brauchen sich bloß vollkommen den selbstregulierenden geheimnisvollen Kräften des Marktes anvertrauen." Nicht nur die große Krise, die weltweite Umweltverschmutzung und fast eine Milliarde hungernder Menschen zeigen, dass diese Ideologie zutiefst menschenverachtend war und ist. Noch vor drei Jahrhunderten wäre dieser Freiheitsbegriff die Freiheit der Sklavenhalter gewesen, denen kein Mensch und kein Staat in ihr Geschäftsmodell hätte hineinregieren dürfen.

"Ökooptimismus" ist eine industrienahe/industriegelenkte, neoliberale Kampagne (Alles wird gut und die Industrie löst alle Probleme) und stammt ursprünglich aus den USA.

Michael Miersch: Neuer Geschäftsführer von "Forum Bildung Natur"


Michael Miersch, Lobbyist des industrienahen Öko-Optimismus hat im Jahr 2014 die Geschäfte des "Forum Bildung Natur" übernommen. Das "Forum Bildung Natur" ist in die "Deutsche Wildtier Stiftung" übergegangen. Alleinvorstand der "Deutschen Wildtier Stiftung" ist Prof. Dr. Fritz Vahrenholt. Er war in der Vergangenheit Vorstandsmitglied der Deutschen Shell AG und Geschäftsführer einer Tochter des Atom- und Kohlekonzerns RWE. Kein Wunder dass sich Herr Vahrenholt für eine Laufzeitverlängerung der deutschen AKW und für die Weiterentwicklung und den Bau von Kugelhaufenreaktoren aussprach und den menschengemachten Klimawandel bezweifelt. Die "Deutsche Wildtier Stiftung" bekämft jetzt "ökooptimistisch" die Energiewende und die zukunftsfähigen Energien.


Die Übernahme der Umweltbildung war immer schon ein wichtiges Ziel von umweltgefährdenen Konzernen.
So hatte vor einigen Jahren der ANU-Bundesvorstand einen Sponsoringvertrag mit dem Atomkonzern E.ON-AG für die Durchführung des bundesweiten Fortbildungsprojektes „Leuchtpol“ abgeschlossen. 27 Mio. Euro war dem Atomkonzern dieser Versuch der Einflußnahme wert.

Industriegelenkte Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen und Umweltbildungsinitiativen
nehmen nach amerikanischem Vorbild immer stärker zu. Da gibt es den "Umweltverband" "Entlang des Rheins - aufildurhin", den die Energiekonzerne EDF und EnBW ins Leben gerufen haben, um Akzeptanz für das altersschwache AKW Fessenheim zu schaffen. Der Verein "Bürger für Technik (BfT)" arbeitet getarnt als unabhängige Bürgerinitiative und verbreitet Lobeshymnen über die Kernkraft. Energiekonzerne und Aluminiumindustrie "unterstützen" auch einige Bürgerinitiativen gegen Windkraft. Organisationen wie "Waste Watcher", "Aktionskreis Energie e.V", "Informationskreis Kernenergie", das "Forum Grüne Vernunft" Nuclear Pride, oder "Genepeace" sind vergleichbare Scheininitiativen und Lobbyorganisationen.











Übersicht 2019: Greenwash, Kriegspropaganda, Propaganda, Krisenkommunikation, Klimawandelleugner, Umweltlügen


Klimawandelleugner sind Mörder!
Nein, ich meine nicht die kleinen, unbedarften, uninformierten, manipulierten Menschen, die den Klimawandel abstreiten, und ich meine auch nicht die Menschen, die immer noch offene Detailfragen wissenschaftlich in Zweifel ziehen. Ich meine wohl aber die Spitzen der großen Öl- und Kohlekonzerne, die seit Jahrzehnten mit gezielter PR, mit Macht und Geld, den ihnen bekannten menschengemachten Klimawandel und seine Folgen leugnen, verharmlosen und herunter spielen, und die bezahlten Mietmäuler dieser Konzerne in Wissenschaft, Politik und PR-Agenturen. Ihre Aktivitäten werden millionenfaches Leid und Tod verursachen. Es ist an der Zeit die Dinge beim Namen zu nennen.
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Leitartikel:
  • Greenwash, Kriegspropaganda, Klimawandelleugner, PR und neue Durchsetzungsstrategien für Umweltzerstörung, Atomkraftwerke und Krieg









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    • 3) Im Zweifel ist die-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

    Axel Mayer

    Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)












    Übersicht 2019: Greenwash, Kriegspropaganda, Propaganda, Krisenkommunikation, Klimawandelleugner, Umweltlügen


    Klimawandelleugner sind Mörder!
    Nein, ich meine nicht die kleinen, unbedarften, uninformierten, manipulierten Menschen, die den Klimawandel abstreiten, und ich meine auch nicht die Menschen, die immer noch offene Detailfragen wissenschaftlich in Zweifel ziehen. Ich meine wohl aber die Spitzen der großen Öl- und Kohlekonzerne, die seit Jahrzehnten mit gezielter PR, mit Macht und Geld, den ihnen bekannten menschengemachten Klimawandel und seine Folgen leugnen, verharmlosen und herunter spielen, und die bezahlten Mietmäuler dieser Konzerne in Wissenschaft, Politik und PR-Agenturen. Ihre Aktivitäten werden millionenfaches Leid und Tod verursachen. Es ist an der Zeit die Dinge beim Namen zu nennen.
    Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

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  • Greenwash, Kriegspropaganda, Klimawandelleugner, PR und neue Durchsetzungsstrategien für Umweltzerstörung, Atomkraftwerke und Krieg






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    Dieser Artikel wurde 2591 mal gelesen und am 15.3.2019 zuletzt geändert.