China, Wachstum 2021 um 8,1 Prozent: Umwelt, Wachstumskritik & Kriegsgefahr


Veröffentlicht am 27.01.2022

China, Wachstum 2021 um 8,1 Prozent, Umwelt, Wachstumskritik & Kriegsgefahr


Die chinesische Wirtschaft ist dank eines starken ersten Quartals im Jahr 2021 kräftiger gewachsen als erwartet. Chinas Wirtschaft ist im abgelaufenen Jahr nach offiziellen Angaben um 8,1 Prozent gewachsen, wie das Pekinger Statistikamt mitteilte.

Die chinesische Wirtschaft wuchs 2021 "nur noch" mit 8,1% und die Anhänger der globalen Wachstumsreligion jammern. Doch genau hinter solchen Zahlen verbergen sich die globalen Probleme von Klimakatastrophe und Artenausrottung. Ein Bruttosozialprodukt, das „nur“ mit 8,1% wuchert, verdoppelt sich nach 9 Jahren. Und eine Menge, die exponentiell wächst, vertausendfacht sich jeweils nach der zehnfachen Verdopplungszeit. Der einzelne Flug, der SUV oder die Kreuzfahrt verursachen nicht das Klima-Problem, sondern der globale Zwang zu wachsen und der weltweit geträumte "American Dream", der zumindest in Sachen Konsum in China gerade realisiert wird. Es ist ein unrealistischer Wunsch so verschwenderisch wie bisher weiterzuleben und dieses System der Gier weltweit zu übertragen. Wenn die USA von China ökonomisch immer mehr "abgehängt" werden, erhöht sich auch die globale Kriegsgefahr.

Es ist erfreulich, dass es China in den letzten Jahrzehnten geschafft hat unglaublich viele Menschen aus der Armut zu befreien. Doch der nicht nur in China geträumte Traum von einem Leben in verschwenderischem "Wohlstand", mit Villen, Yachten, Überschallflugzeugen und Weltraumtourismus für jeden Menschen ist schlicht zerstörerisch und die Ursache für Klimakatastrophe, Artenausrottung, Atommüllproduktion und Übernutzung aller Ressourcen.

Dauerhaftesexponentielles Wachstum einer Wirtschaft im begrenzten System Erde ist nicht möglich und führt zwangsläufig zu Klimakatastrophe, Umweltverschmutzung, Artenausrottung und Selbstzerstörung. Hier müssen wir weltweit, aber gerade auch in Deutschland, ansetzen und das gute Leben ohne Wachstumszwang angehen.

Kriegsursache: Der Niedergang der Weltmacht USA und der Aufstieg der Einparteiendiktatur China
Hinter dem aktuellen, vermeidbar gewesenen, dummen, mörderischen Ukraine Krieg steht noch eine ganz andere Kriegsgefahr. China und USA sind auf Konfrontationskurs und in diesem Konflikt geht es nur scheinbar um Uiguren und Tibeter. Das chronische Defizit in der US-Handelsbilanz ist im Jahr 2020 so hoch ausgefallen wie noch nie. Die Importe übertrafen die Exporte um mehr als 859 Milliarden Dollar. Das Defizit mit China stieg 2020 um 45 Milliarden auf gut 355 Milliarden Dollar. In puncto "Nettovermögen" hat China laut dem "McKinsey Global Institut" in Zürich die Führung von den USA übernommen. Die zwei größten Wirtschaftsmächte ringen um die Vorherrschaft und das erhöht die globale Weltkriegsgefahr. Wenn eine aufstrebende Macht eine im Niedergang befindliche alte Supermacht herausforderte, hat dies in der Geschichte immer wieder zu Kriegen um Macht und Einfluss geführt, doch in der Vergangenheit standen den Kontrahenten nicht so viele Atomwaffen zur Verfügung. So gesehen ist der Ukraine-Krieg auch ein mörderischer Stellvertreterkrieg.


Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein


China, Wachstum 2021 um 8,1 Prozent, Umwelt & Wachstumskritik