thetext
druckenSeite zurück     druckenDiesen Artikel drucken (Druckansicht)

Volksbegehren Artenvielfalt in Baden-Württemberg - "Pro Biene" Hoffnungsfroh-Illusionslos" Unterschriftenliste


Volksbegehren Artenvielfalt in Baden-Württemberg - "Pro Biene" Hoffnungsfroh-Illusionslos" Unterschriftenliste


In Baden-Württemberg wird am 19. Mai 2019, ähnlich wie in Bayern, ein Volksbegehren unter dem Motto „Rettet die Bienen!“ zu starten. Nicht nur in Bayern nimmt das Artensterben dramatische Ausmaße an. Der Rückgang von Bienen, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien, Fischen, Vögeln, Kleinsäugern und Wildkräutern ist auch in Baden-Württemberg alarmierend. Bayern hat gezeigt, dass Bürgerinnen und Bürger einen Wandel im Umgang mit unserer Lebensgrundlage wollen und dafür Verantwortung übernehmen.

Ab dem 20.5.19 finden Sie hier Unterschriftenlisten zum Volksbegehren Artenvielfalt in Baden-Württemberg - "Pro Biene"



Hoffnungsfroh-illusionslos wird auch diese Mitwelt-Seite das kommende Volksbegehren in Baden-Württemberg unterstützen. Hoffnungsfroh, weil das bayrische Volksbegehren die Politik aufgerüttelt hat. Illusionslos weil in Baden Württemberg viele Forderungen des bayrischen Volksbegehrens schon umgesetzt sind und die Arten dennoch auch bei uns schwinden.
Das Volksbegehren und Deine Unterschrift sind wichtig. Sie werden das Artensterben allerdings nur entschleunigen. Schon dies ist in dieser Zeit des großen globalen Artensterbens ein Fortschritt.
Axel Mayer


Die Ursachen für das große globale und regionale Artensterben & Insektensterben


und für den Klimawandel sind vielfältig und doch lassen sie sich zu einem Bild zusammenfügen. Wir leben in einer Zeit der global organisierten Gier und einer Endzeit exponentiellen wirtschaftlichen Wachstums im begrenzten System Erde und verwandeln die vielfältige Welt in eine große einheitliche Fabrik. In eine Agrar-Fabrik, eine Fabrik-Fabrik, eine Konsum-Fabrik und eine Wohn-Fabrik, in der zunehmend übersättigte Menschen immer unzufriedener werden. Wir zerstören die Erde für dummen Überkonsum und der Rest der Welt will genauso verschwenderisch leben wie wir. Die meisten der angebotenen Problemlösungsansätze von Politik und Medien sind "putzig" angesichts der Dimension der Probleme. In Friedenszeiten werden in Deutschland die Rüstungsausgaben auf 85 Milliarden Euro (85.000.000.000) verdoppelt und die Überlebensausgaben (Artensterben, Klimakatastrophe) werden vernachlässigt.

Rettet die Bienen: Volksbegehren in Baden-Württemberg


Gemeinsamer Kommentar
von BUND und NABU in Baden-Württemberg

zur Pressemitteilung von proBiene vom 9. Mai 2019
„Rettet die Bienen“ startet in Baden-Württemberg

Rettet die Bienen!
BUND und NABU unterstützen als die beiden größten Naturschutzverbände Baden-Württembergs das Volksbegehren von proBiene



Stuttgart. Das Volksbegehren in Baden-Württemberg ist eine konsequente Reaktion der Zivilgesellschaft auf das Insektensterben vor unserer Haustür. „Es summt und brummt immer weniger. Wie Studien belegen, ist die Biomasse der Fluginsekten in den vergangenen dreißig Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. Dies verdeutlicht: Der Handlungsbedarf ist enorm. Auch wenn Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren schon viel getan hat, muss noch mehr passieren, um das Artensterben zu stoppen“, erklären Brigitte Dahlbender und Johannes Enssle, Landesvorsitzende von BUND und NABU. „Daher unterstützen die beiden größten Naturschutzverbände im Land das Volksbegehren Rettet die Bienen.“

Die Verbandsspitzen von BUND und NABU haben sich in den vergangenen Wochen mehrfach mit den Initiatoren des Volksbegehrens von proBiene über die inhaltlichen Forderungen für einen Gesetzentwurf ausgetauscht. Zentrale Forderungen des Volksentscheids sind beispielsweise das Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten und die zwingend notwendige Umsetzung des Biotopverbunds.

„Die Forderungen an die Politik sind klar und deutlich“, so Enssle und Dahlbender. „Wir können die biologische Vielfalt nur erhalten, wenn es uns gelingt, den Pestizideinsatz im Land mindestens zu halbieren, die naturverträgliche Landbewirtschaftung auszubauen und mehr Blütenvielfalt als Nahrungsgrundlage für Insekten und andere Tiere zu schaffen“, erklären die beiden Landesvorsitzenden. Und: „Nur wenn Lebensräume von Tieren und Pflanzen miteinander verbunden und Wander- und Ausbreitungsbarrieren überwunden werden, kann die Artenvielfalt langfristig erhalten werden.“

Das Insektensterben erfordert aber auch Antworten von Unternehmen und Gesellschaft. „Viele Maßnahmen richten sich dabei explizit an die aktuelle landwirtschaftliche Praxis, deren Intensivierung ein großer Teil des Problems ist. NABU und BUND betonen aber auch, dass Verbraucherinnen und Verbraucher durch ihr Einkaufsverhalten einen Schlüssel zur Problemlösung in der Hand halten. Enssle sagt dazu: „Ökologischer Anbau und Artenvielfalt haben ihren Preis“.


Mitmachen! Appell an die Mitglieder von BUND und NABU



Die Landesspitzen von NABU und BUND bitten ihre zusammen genommen fast 200.000 Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer im Land schon jetzt, mit ihrer Unterschrift das Volksbegehren auf den Weg zu bringen. Das Formular zur Unterstützung des Volksbegehrens und der Gesetzesentwurf stehen ab 19. Mai auch auf den Verbändeseiten www.NABU-BW.de und www.BUND-BW.de bereit. Für die erste Phase des Volksbegehrens werden 10.000 Unterstützerstimmen benötigt.


Aktueller Einschub vom 6.5.19:
Uno-Bericht Eine Million Arten vom Aussterben bedroht


Ziel der UN - IPBES-Studie war es, eine solide wissenschaftliche Grundlage zu schaffen, auf der knapp 200 Regierungen in den kommenden eineinhalb Jahren über ein neues Uno-Rahmenabkommen zur Bewahrung der biologischen Vielfalt verhandeln. Das Abkommen soll, falls es zustande kommt, im Oktober 2020 beim Weltnaturschutzgipfel im chinesischen Kunming beschlossen werden.

Hier einige der verheerenden Aussagen des UN-Berichts:
  • 85 Prozent der Feuchtgebiete sind bereits zerstört
  • Seit dem späten 19. Jahrhundert sind rund die Hälfte aller Korallenriffe verschwunden
  • Neun Prozent aller Nutztierrassen sind ausgestorben
  • Zwischen 1980 und dem Jahr 2000 wurden 100 Millionen Hektar tropischer Regenwald abgeholzt - weitere 32 Millionen Hektar allein zwischen 2010 und 2015
  • 23 Prozent der Landfläche des Planeten gelten als ökologisch heruntergewirtschaftet und können nicht mehr genutzt werden
  • Der Verlust von Bestäuberinsekten bedroht Nahrungsmittelproduktion im Wert von 235 bis 577 Milliarden Dollar pro Jahr
  • Durch die Zerstörung von Küstengebieten wie Mangrovenwäldern ist die Lebensgrundlage von bis zu 300 Millionen Menschen gefährdet
  • Allein die vom Menschen verursachte Erderhitzung könnte rund fünf Prozent der Arten auslöschen, wenn der Schwellenwert von zwei Grad Celsius globaler Temperaturerhöhung überschritten werde
  • Die globale Rate des Artensterbens ist mindestens um den Faktor zehn bis Hunderte Male höher als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre, und sie wächst


Aktueller Einschub:


Das erfolgreiche Volksbegehren Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern war ein kleiner, winziger Hoffnungsschimmer. Es ging um:

  • einen wachsenden Anteil an Grünland an den landwirtschaftlichen Flächen,
  • die naturnahe Bewirtschaftung der staatlichen Wälder,
  • das Ziel von 10 % der Wiesenfläche, die erst nach dem 15. Juni gemäht wird,
  • das Ziel der Vergrößerung des Biotopverbunds auf 15 %,
  • das Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten und sonstigen geschützten Flächen,
  • den Schutz von Alleen und von Streuobstgebieten (über 2500 m²),
  • das Verbot von neuen Leuchtanlagen im Außenbereich,
  • den verbindlichen Schutz von Gewässerrandstreifen in der Breite von 5 m,
  • verbesserte Bildungsangebote zum Naturschutz in Schule und Berufsausbildung,
  • das Ziel der Ausdehnung der vom Ökolandbau bewirtschafteten Fläche auf 30 % im Jahr 2030 und
  • die Verpflichtung der Staatsregierung zu jährlichen Berichten über den Erfolg der Maßnahmen.




Auf dieser Seite gibt es in Kürze mehr Infos zu diesem Thema




Infos zum Schmetterlingssterben / Insektensterben / Artensterben 2019


Aktueller Einschub:
Eine Studie des DLR aus dem Jahr 2019 besagt, dass pro Jahr ca. 1.200 Tonnen Insektenbiomasse in Deutschland an Windrotoren verloren gehen und die Kohle- Atom- und Agrarchemielobbyisten (Die Welt!) greifen das Thema begierig auf. Das ist lesenswert und doch gemessen an den Hauptursachen des Insektensterbens tatsächlich nur ein Rand- und Nischenthema. Alleine in deutschen Wäldern fressen Vögel 400.000 Tonnen Insektenbiomasse im Jahr! Das Ganze erinnert an die gelenkte Debatte um zu den jährlich ca.100.000 von Windrädern getöteten Vögeln, die verhindern soll, dass über die 18 Millionen Vögel diskutiert wird, die in Deutschland an Glasscheiben sterben. Strom aus Kohlekraftwerken und neuen AKW ist nicht nur gefährlich, sondern auch auch viel teurer als Strom aus Windenergie. Gerade darum bekämpfen die Lobbyisten die erneuerbaren Energien mit gezielt vorgeschobenen Scheinargumenten. Während die Medien über dieses absolute Nischenthema berichten erlaubt Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner neue insektenmordende Agrargifte.


Schmetterlingssterben / Insektensterben / Artensterben

Dieses Grafikmotiv gibt´s als Banner (200cm x 66,65 cm) für Demo & Balkon für 10 nur Euro im BUND-Laden.





Axel Mayer, BUND-Regionalgeschäftsführer



Infosammlung 2019: Natur, Naturschutz & Naturgebiete, in Südbaden, im Elsass und am Oberrhein












Interessieren Sie sich für Naturschutzthemen am Südlichen Oberrhein?
Dann können Sie sich hier in den regionalen BUND-Naturschutz-Newsletter eintragen! Einfach das Motiv rechts anklicken und sich dann in die Mailingliste Naturschutz eintragen.












Mitwelt-Warnungen 2019 & Hinweise zu diesen Seiten...


  • 1) Diese Mitwelt-Internetseiten sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleine Minderheit, die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
  • 3) Im Zweifel ist die-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)






Aktuelles ganz zum Schluss



Artensterben 2019: Ursache = menschengemachte Artenausrottung!










Richtig wichtig! Ihnen gefällt diese Seite? Legen Sie doch einen Link:
<a href="http://www.mitwelt.com/volksbegehren-artenvielfalt-baden-wuerttemberg.html">Volksbegehren Artenvielfalt in Baden-Württemberg - "Pro Biene" Hoffnungsfroh-Illusionslos" Unterschriftenliste</a>

Teilen über:
Twitter Facebook

Dieser Artikel wurde 203 mal gelesen und am 19.5.2019 zuletzt geändert.