Erweiterung Nationalpark Schwarzwald? Na endlich! Säger, Jäger, FDP & CDU gegen Natur & Naturschutz


Veröffentlicht am 22.07.2026 in der Kategorie Natur & Naturschutz von Axel Mayer

Erweiterung Nationalpark Schwarzwald? Na endlich! Säger, Jäger, FDP & CDU gegen Natur & Naturschutz

Die winzige Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald ist nach unendlich mühsamen Konflikten umgesetzt. Säger, Jäger, FDP & CDU, die schon generell gegen den Nationalpark waren, haben wieder gegen die Erweiterung gekämpft. Warum ist Naturschutz kein konservatives Thema für die Konservativen?

Dennoch: Teilerfolg


Zum 1. Januar 2026 wurden die beiden bislang getrennten Nationalparkteile durch einen rund 2.600 Hektar großen Lückenschluss miteinander verbunden. Das Schutzgebiet umfasst nun insgesamt rund 11.300 Hektar und bildet erstmals ein zusammenhängendes Nationalparkgebiet. Die neuen Grenzen und die konkreten Regelungen für die angrenzenden Orte wurden im Beteiligungsprozess weiter ausgearbeitet; wichtige Grenzverläufe etwa bei Zwickgabel, Erbersbronn und Herrenwies wurden am 19. März 2026 im Nationalparkrat festgelegt

Alle Parteien in Baden-Württemberg lieben im Wahlkampf Natur, Nationalparks und bedrohte Arten. Doch manche Parteien mögen Nationalparks in Afrika und Südamerika einfach mehr als solche in ihrer Heimat. Und die bedrohten Arten sollten schon möglichst weit von Baden-Württemberg und seinen Sägewerken entfernt bedroht sein.

Nach unglaublichen, gut organisierten Konflikten wurde am 1. Januar 2014 im Schwarzwald der erste Nationalpark in Baden-Württemberg gegründet. Die FDP und fast die gesamte CDU (mit einer einzigen Ausnahme!) stimmten im Landtag gegen Natur und Nationalpark. Ähnlich wie beim Streit um die ersten Nationalparks in den USA oder bei aktuellen Nationalparkkonflikten in Amazonien wurde der Park von ökonomischen Nutzungsinteressen, von Sägern und Jägern massiv bekämpft.

Der winzige, zweigeteilte Nationalpark (100,62 km²) liegt am Hauptkamm des Nordschwarzwalds überwiegend zwischen der Schwarzwaldhochstraße und dem Tal der Murg. Er besteht aus zwei etwa 3,5 Kilometer voneinander getrennten Einzelbereichen am Ruhestein (7.615 Hektar) und Hoher Ochsenkopf/Plättig (2.447 Hektar). Die Verbindung dieser beiden Teile ist unbedingt erforderlich. Zu kleinen Nationalparks droht die Verrummelung durch Besuchermassen.

Doch erneut kämpfen Säger, Jäger, CDU und FDP gegen die notwendige Erweiterung des putzigen, kleinen Nationalparks. Und wie es sich heutzutage gehört, werden gerne vorgeschobene "scheingrüne" Argumente genutzt, um die ökonomischen Interessen mit Greenwash zu bemänteln. Am erfolgreichsten sind Kampagnen aber immer, wenn Lobbyisten der örtlichen Bevölkerung erfolgreich einreden, ihnen würde etwas weggenommen.

In einer Zeit massiven Flächenverbrauchs und zunehmender Artenausrottung sind Nationalparks ein winziges Trostpflaster für die geschundene Natur. Nicht mehr und nicht weniger. Wir brauchen sie hier bei uns.
Doch endlich ist jetzt eine positive Vorentscheidung gefallen: Zehn von elf Kommunen haben im Nationalparkrat für eine Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald gestimmt. Ihre Zustimmung ist wichtig für die abschließende Entscheidung im Landtag.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
Der Autor ist seit 50 Jahren in der Umwelt- und Naturschutzbewegung aktiv und war 30 Jahre lang BUND-Geschäftsführer in Freiburg.


Mosolf - Nationalpark Schwarzwald / Zum Vergleich:
Das wuchernde gigantisch-flächenfressende Mosolf-Logistikzentrum in Kippenheim, auf dem tausende von Autos stehen, ist fast 1 km² groß. Das entspricht einem Prozent der Fläche des winzigen Nationalparks Nordschwarzwald.






Der Streit um die Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald: Säger, Jäger, FDP & CDU gegen Natur & Naturschutz




Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald: Gegen Säger, Jäger, FDP & CDU










[b]Erweiterung Nationalpark Schwarzwald: Holzlobby, CDU, AfD & FDP contra Natur
Manchmal schau ich auf mein altes Plakat von 2012, denke an die zunehmende Verscheußlichung meiner Heimat und bin unzufrieden. Der Text ist defensiv und schwach. Axel Mayer





Wo sind die vielen NaturschützerInnen & BiologInnen
in den wichtigen, aktuellen Naturschutzkonflikten am Oberrhein? Es gibt am Oberrhein eine Vielzahl von Menschen mit einem großen Wissen und Sachverstand in Sachen Natur und Umwelt. Doch in den großen Konflikten um unsere bedrohte Restnatur, sei es beim Nationalpark Nordschwarzwald, beim IRP, bei den Themen Flächenverbrauch und Zersiedelung halten sie sich meist "vornehm" und schüchtern zurück und überlassen die öffentliche Debatte & Leserbriefe den gut organisierten Lobbyisten und dem Stammtisch. Manche Spezialisten sehen auch nur ihr "Lieblingsbiotop" und vergessen darüber den großen Zusammenhang. Nur gemeinsam können wir die aktuellen Zerstörungsprozesse bremsen!







Naturschutz in Südbaden Infos hier



Der 28. November 2013 ist ein guter Tag für Baden-Württemberg



Der Landtag von Baden-Württemberg beschließt endlich das Gesetz zur Einrichtung eines Nationalparks im Schwarzwald mit 71 zu 63 Stimmen. Die FDP und fast die ganze CDU stimmen gegen Mensch, Natur und Nationalpark. GRÜNE und SPD stimmen dafür.

Hier das Abstimmungsergebnis im Landtag:
S:\Plenum\PL084\Namentl-M 84. Plenum, TOP 3 a, 15/4127 1 Nationalpark






Infosammlung: Natur, Naturschutz & Naturgebiete, in Südbaden, im Elsass und am Oberrhein





Klimawandel,Feuer, Waldbraende, Artensterben,Windenergie
Immer mehr Klimawandelleugner und Energiewendegegner argumentieren mit gezielt vorgeschobenen "Artenschutz-Argumenten" gegen Energie aus Wind & Sonne. Bei den großen, klimawandelbedingten Bränden sterben Milliarden Tiere auf eine entsetzliche Art und Weise. Die menschengemachte Klimakatastrophe wird die globale Artenausrottung und das Waldsterben massiv beschleunigen. Diese Fakten müssen, auch wenn's uns Naturschützern manchmal schwerfällt, bei allen regionalen Planungsvorhaben in die immer notwendige Artenschutz-Betrachtung einbezogen werden.

Genau in dieser Frage unterscheiden sich gemeinwohlorientierte Naturschutzverbände von egoistischen Bürgerinitiativen.














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  • 3) Im Zweifel, gerade in Kriegszeiten, ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.


Getragen von der kleinen Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)



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