Kein Insektensterben 2020? Schmetterlingssterben?? Bienensterben??? Krisenkommunikation & Greenwash der Konzerne "Angeblicher Insektenschwund"


Veröffentlicht am 21.07.2017 in der Kategorie Natur & Naturschutz von Axel Mayer

Kein Insektensterben? Schmetterlingssterben? Bienensterben? Krisenkommunikation & Greenwash der Konzerne "Angeblicher Insektenschwund"


Mit Neonicotinoiden, Glyphosat und anderen Giften machen Konzerne wie Bayer, Monsanto und Syngenta satte Gewinne und die Debatte um das Insektensterben gefährdet diese Gewinne massiv. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die PR-Abteilungen der Agrochemie-Multis zur Gegenoffensive blasen...

Es ist beeindruckend zu sehen,
wie (häufig auch industrienahe) Windkraftgegner und Energiewendegegner es geschafft haben "Windenergierotoren" als mögliche Ursache des Insektensterben im entsprechenden Wikipedia-Beitrag einzuschleusen. Wikipedia-Manipulation gehört heute zu den klassischen Aufgaben von PR-Firmen.

Auf Wikipedia stand am 6.8.17:
"Der Begriff Insektensterben bezieht sich auf einen postulierten (jedoch nicht nachgewiesenen) allgemeinen Rückgang der Populationen von Insekten. Der Begriff wurde vor allem im Rahmen des Bundestagswahlkampfes 2017 in Deutschland von NGOs, Politikern und Medien verwendet. Dabei häufig zitiert ist ein Rückgang von 80 %. Die Zahl wurde manchmal auf ganz Deutschland bezogen, manchmal nur auf bestimmte Regionen, teilweise war von 80 %, teilweise von bis zu 80 % die Rede. Die Zahl geht zurück auf eine Veröffentlichung von Krefelder Hobbyforschern von 2013. Diese betreiben seit Jahrzehnten Dutzende Messstellen in Nordrhein-Westfalen. An zwei Messstellen wurde ein Rückgang der Insekten-Biomasse von 80 % festgestellt. Die Zahl wurde jedoch von vielen Berichterstattungen aus dem Zusammenhang gerissen und insbesondere von den Grünen für den Wahlkampf genutzt."

So sah die Wikipedia-Seite zum Glück nur kurzzeitig aus. Insektensterben-Leugner haben gezielt versucht, die Wikipedia-Seite zu manipulieren. Nachdem ein aufmerksamer Nutzer mangelnde Neutralität kritisiert hatte, wurde der Artikel von Wikipedia geprüft, so wie er oben steht entfernt und neu geschrieben. Dennoch läuft weiterhin seit der Veröffentlichung von Mansfelds Beitrag bei dem Insektensterben-Beitrag in Wikipedia ein Kampf um die "Deutungshoheit". Fast täglich werden von verschiedenen Nutzern Änderungen vorgenommen, so dass der Artikel mal weitestgehend objektiv ist, mal von deutlich subjektiver Meinung geprägt ist. Der Link zum Mansfeld-Beitrag war zwischenzeitlich entfernt, wurde aber auch wieder hinzugefügt.






Infos zum Schmetterlingssterben / Insektensterben / Artensterben




Aktuell:


Insektenrückgang weltweit - in Deutschland besonders stark


Eine Analyse weltweiter Langzeitstudien im Jahr 2020 zeigt, dass die Zahl landlebender Insekten zurückgeht. Sie sank in 30 Jahren um fast ein Viertel. Zu diesen Ergebnissen kommt die bislang umfassendste Meta-Analyse von Insektenbeständen an 1676 Orten weltweit. Die Studieist in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Science" erschienen.
Ein internationales Forscherteam stellte Daten aus 166 Langzeitstudien an weltweit 1676 Orten zusammen, um Veränderungen der Insektenzahlen (Individuen, nicht Arten) zu untersuchen. Diese Daten wurden im Zeitraum zwischen 1925 und 2018 erhoben. Die komplexe Analyse offenbarte große Unterschiede in den lokalen Trends - selbst zwischen nahe gelegenen Orten. So gab es in Ländern mit vielen Langzeitstudien wie Deutschland, Großbritannien oder den USA sowohl Orte mit Rückgängen als auch Orte mit wenig Veränderungen oder sogar Zunahmen. 
Im globalen Durchschnitt gingen landlebende Insekten wie Schmetterlinge, Heuschrecken oder Ameisen um 0,92 % pro Jahr zurück.
Erstautor Dr. Roel van Klink, der bei iDiv und der UL forscht, sagt: "0,92 Prozent klingt vielleicht nicht nach viel, aber es bedeutet 24 Prozent weniger Insekten über 30 Jahre und sogar eine Halbierung über 75 Jahre. Der Rückzug der Insekten findet leise statt - in nur einem Jahr bemerken wir das nicht. Es ist wie wenn man an den Ort zurückkehrt, wo man aufgewachsen ist. Nur wenn man jahrelang nicht dort war, bemerkt man, wie viel sich tatsächlich verändert hat - leider oft zum Schlechteren."
Die Insekten-Rückgänge waren in Teilen der USA sowie in Europa, insbesondere in Deutschland, am stärksten. In Europa verstärkten sich die negativen Trends in den letzten Jahren - die größten Rückgänge wurden seit 2005 beobachtet.
Quelle: www.sonnenseite.com



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Axel Mayer, BUND-Regionalgeschäftsführer








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  • Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

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