Insektensterben-Lüge? Kein Insektensterben? Schmetterlingssterben?? Bienensterben??? Krisenkommunikation & Greenwash der Konzerne "Angeblicher Insektenschwund"
Veröffentlicht am 21.08.2026 in der Kategorie Natur & Naturschutz von Axel Mayer
Insektensterben-Lüge? Kein Insektensterben? Schmetterlingssterben? Bienensterben? Krisenkommunikation & Greenwash der Konzerne "Angeblicher Insektenschwund"
Mit Neonicotinoiden, Glyphosat und anderen Giften machen Konzerne wie Bayer, Monsanto und Syngenta satte Gewinne und die Debatte um das Insektensterben gefährdet diese Gewinne massiv. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die PR-Abteilungen der Agrochemie-Multis zur Gegenoffensive blasen ... Und sie arbeiten nach dem Vorbild der Fossil-Industrie und der Tabak-Industrie mit Desinformation, Fake-News und konzernnahen Initiativen. Wer denkt, Bayer, Monsanto und Syngenta würden im eigenen Namen Pressearbeit machen, der verkennt die neuen Methoden der sogenannten Krisenkommunikation. „Die Kernfrage ist nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können“, sagt dazu Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton.
Die professionelle, industriegelenkte Leugnung von Umweltgefahren hat eine lange, erfolgreiche Tradition, nicht nur in Deutschland. Bei Asbest, beim Tabak und beim Klimawandel fordert diese Leugnung Millionen von Opfern.
Der dreimal mit dem deutschen PR-Preis ausgezeichnete ehemalige FDP-Kandidat für die Europawahl und Glyphosat-LobbyistHasso Mansfeld, machte im Sommer 2017 den Aufschlag für die Gegenkampagne. Der Text des Lobbyisten "Medienprofis Mansfeld", der schon im Titel mit einer gezielt platzierten Verschwörungstheorie (Fake-News) beginnt, erinnert an Strategien der Klimawandelleugner:
Rufe Zweifel am Thema und an Studien hervor.
Stelle die Motive und die Integrität von Aktiven und WissenschaftlerInnen infrage.
Herr Mansfeld bezweifelt die Übertragbarkeit einer wichtigen Studie zum Insektensterben aus Nordrhein-Westfalen auf den Rest der Bundesrepublik und schreibt vom "Angeblichen Insektenschwund". Dass der massive bundesweite Rückgang der Insekten aktuell von immer mehr unabhängigen Insektenforschern bestätigt wird, verschweigt er. Die bundesweit "saubere Windschutzscheibe" ist kein wissenschaftlicher Beweis, wohl aber ein wichtiges, zusätzliches Indiz für das ökologische Problem. Er versucht das Insektensterben als "Wahlkampftrick" der GRÜNEN darzustellen. So versuchen auch marktradikal-neoliberale Netzwerke mit Fake-News den Wahlkampf zu beeinflussen.
Die Krefelder Studie der Insektenforscher aus Krefeld zählt zu den wichtigsten wissenschaftlichen Untersuchungen zum Rückgang der Insekten in Deutschland. Sie basiert auf langfristigen Messungen in insgesamt 63 Schutzgebieten, die über viele Jahre hinweg mit standardisierten Fallen durchgeführt wurden. Dabei wurde insbesondere die sogenannte Biomasse fliegender Insekten erfasst, also das Gesamtgewicht aller gefangenen Insektenarten.
Die Ergebnisse sind alarmierend: Zwischen 1989 und 2016 nahm die Insektenbiomasse im Durchschnitt um etwa 76 Prozent ab. Besonders deutlich zeigte sich der Rückgang in den Sommermonaten, in denen die Aktivität der Insekten normalerweise am höchsten ist. Hier wurden sogar Verluste von bis zu 82 Prozent festgestellt. Diese Zahlen bedeuten, dass heute nur noch ein Bruchteil der früheren Insektenmenge in den untersuchten Gebieten vorhanden ist.
Die Studie machte erstmals in dieser Deutlichkeit sichtbar, dass es sich nicht um lokale Einzelfälle handelt, sondern um einen großflächigen und langfristigen Trend. Insekten spielen jedoch eine zentrale Rolle in Ökosystemen: Sie bestäuben Pflanzen, dienen als Nahrung für viele andere Tiere und tragen zur Zersetzung organischer Stoffe bei. Ihr Rückgang hat daher weitreichende Folgen für die biologische Vielfalt und die Stabilität von Lebensräumen.
Als Ursachen werden unter anderem der Einsatz von Pestiziden, der Verlust von Lebensräumen durch intensive Landwirtschaft, der Rückgang blütenreicher Flächen sowie der Klimawandel diskutiert. Die Krefelder Studie hat weltweit große Aufmerksamkeit erregt und gilt als wichtiger wissenschaftlicher Weckruf für den Naturschutz und die Agrarpolitik.
Es ist beeindruckend zu sehen, wie (häufig auch industrienahe) Windkraftgegner und Energiewendegegner es geschafft haben "Windenergierotoren" als mögliche Ursache des Insektensterbens im entsprechenden Wikipedia-Beitrag einzuschleusen. Wikipedia-Manipulation gehört heute zu den klassischen Aufgaben von PR-Firmen.
Auf Wikipedia stand am 6.8.17: "Der Begriff Insektensterben bezieht sich auf einen postulierten (jedoch nicht nachgewiesenen) allgemeinen Rückgang der Populationen von Insekten. Der Begriff wurde vor allem im Rahmen des Bundestagswahlkampfes 2017 in Deutschland von NGOs, Politikern und Medien verwendet. Dabei häufig zitiert ist ein Rückgang von 80 %. Die Zahl wurde manchmal auf ganz Deutschland bezogen, manchmal nur auf bestimmte Regionen, teilweise war von 80 %, teilweise von bis zu 80 % die Rede. Die Zahl geht zurück auf eine Veröffentlichung von Krefelder Hobbyforschern von 2013. Diese betreiben seit Jahrzehnten Dutzende Messstellen in Nordrhein-Westfalen. An zwei Messstellen wurde ein Rückgang der Insekten-Biomasse von 80 % festgestellt. Die Zahl wurde jedoch von vielen Berichterstattungen aus dem Zusammenhang gerissen und insbesondere von den Grünen für den Wahlkampf genutzt."
So sah die Wikipedia-Seite zum Glück nur kurzzeitig aus. Insektensterben-Leugner haben gezielt versucht, die Wikipedia-Seite zu manipulieren. Nachdem ein aufmerksamer Nutzer mangelnde Neutralität kritisiert hatte, wurde der Artikel von Wikipedia geprüft, so wie er oben steht entfernt und neu geschrieben. Dennoch läuft weiterhin seit der Veröffentlichung von Mansfelds Beitrag bei dem Insektensterben-Beitrag in Wikipedia ein Kampf um die "Deutungshoheit". Fast täglich werden von verschiedenen Nutzern Änderungen vorgenommen, so dass der Artikel mal weitestgehend objektiv ist, mal von deutlich subjektiver Meinung geprägt ist. Der Link zum Mansfeld-Beitrag war zwischenzeitlich entfernt, wurde aber auch wieder hinzugefügt.
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