US-Drohnenkrieg = legaler Mord: Du sollst nicht töten


Veröffentlicht am 28.09.2020

US-Drohnenkrieg = legaler Mord: Du sollst nicht töten


Du sollst nicht töten


Dies gilt für den russischen Geheimdienst dem die Ermordung politischer Gegner vorgeworfen wird. Dies gilt für die "befreundete Diktatur" Saudi Arabien, die den regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi in ihrer Botschaft ermorden ließ. Das gilt aber gerade auch für uns selber. Bei völkerrechtswidrigen amerikanischen Drohnenangriffen in Afghanistan, Pakistan, Irak, Syrien, Somalia, Jemen und Libyen wurden in den letzten 20 Jahren tausende von Zivilisten, darunter viele Kinder als so genannter Kollateralschaden getötet und es gibt eine deutsche Mitverantwortung für dieses Morden. Die USA nutzen für ihre Drohnenangriffe "technische Einrichtungen auf der Air Base Ramstein. Das öffentliche Schweigen zum Drohnenkrieg dröhnt in meinen Ohren. "Du sollst nicht töten" ist unser Auftrag und wir sollten dies nicht nur diskutieren, wenn es den ökonomischen Interessen amerikanischer Fracking-Konzerne dient.

Die Bundesregierung musste im Jahr 2016 zugeben, dass die Bedeutung der US-Basis in Ramstein für den Drohnen-Krieg der USA von zentraler Bedeutung ist. Auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten André Hunko teilte das Auswärtige Amt mit, laut US-Angaben unterstütze die Air Base im rheinland-pfälzischen Ramstein die "Planung, Überwachung und Auswertung von zugewiesenen Luftoperationen".
Aus der Zeit von US-Präsident Barack Obama sind 542 Drohnen-Einsätze gegen mutmaßliche Terroristen bekannt. Dabei kamen offenbar 3797 Menschen ums Leben, 324 von ihnen waren Zivilisten. Die Zahlen hatte der Politologe Micah Zenko in einer Notiz 2017 auf der Seite des Rats für Auswärtige Beziehungen veröffentlicht. Viele Nicht-Regierungsorganisationen fürchten, die Zahl ziviler Opfer aus dieser Zeit sei noch viel höher.

US-Präsident Trump will Deutschland mit dem Abzug von Soldaten abstrafen, weil wir aus seiner Sicht zu wenig Geld für Rüstung ausgeben. Wenn die US-Truppen gehen, sollten sie die amerikanischen Atomwaffen in Büchel gleich mitnehmen und auch die militärische Infrastruktur in Ramstein, mit der von deutschem Boden aus weltweit Kriegsverbrechen begangen werden. Die aktuelle Debatte zum Truppenabzug in Friedenszeiten wird gerade von allen deutschen Parteien mit peinlicher Unterwürfigkeit geführt. Wir Deutschen neigen einerseits zu entsetzlichem Nationalismus, andererseits aber auch zu peinlicher Unterwürfigkeit. Einen Mittelweg, kluge, differenzierte, friedlich-weltoffene Souveränität scheint es nicht zu geben. 75 Jahre, also fast drei Generationen nach Ende des Zweiten Weltkriegs sollte so ein Truppenabzug eine wünschenswerte Selbstverständlichkeit sein.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein


Weitgehend unbeachtet von der internationalen Öffentlichkeit führen die USA seit Jahren einen Drohnenkrieg in zahlreichen Ländern. Terrorverdächtige werden dabei ohne Anklage und Gerichtsverfahren getötet, regelmäßig kommen auch Zivilisten zu Tode. Der österreichische Journalist und Blogger Emran Feroz hat nun ein Buch veröffentlicht, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

Die einzelnen Drohnenangriffe, bei denen jeweils kleine Gruppen von Menschen getötet werden, schaffen es selten in die internationalen Schlagzeilen. Die US-Regierung veröffentlicht keine Zahlen über ihren seit 2001 laufenden Drohnenkrieg. Durchgeführt werden die Operationen derzeit laut dem Buch in mindestens sieben Staaten: Afghanistan, Pakistan, Irak, Syrien, Somalia, Jemen und Libyen. Während die USA im Irak, in Syrien und in Afghanistan auch offiziell Krieg führen, finden die Tötungsmissionen in den anderen Ländern als "Schattenkrieg" statt. Das Bureau of Investigative Journalism (BIJ) in London hat insgesamt zwischen 6.800 und 9.900 Tote durch Drohnenangriffe gezählt, darunter rund 1.500 Zivilisten. Feroz geht davon aus, dass die tatsächliche Opferzahl viel höher ist. Denn Drohnenangriffe passieren oft in abgelegenen Gegenden, wo kaum Journalisten und Menschenrechtsaktivisten zugegen sind. Oft könnten die Opfer auch schlicht nicht identifiziert werden.

Quelle: Salzburger Nachrichten vom 20. November 2017

Drohnenangriffe in Pakistan

Bei den Drohnenangriffen in Pakistan handelt es sich um eine seit 2004 von der CIA verdeckt durchgeführte Kampagne im Rahmen des Kriegs gegen den Terror. Dabei greifen ferngesteuerte, unbemannte Drohnen Ziele in Pakistan an, meist um von den US-Behörden identifizierte Terrorverdächtige gezielt zu töten. Vor allem die ehemaligen Stammesgebiete unter Bundesverwaltung, seit 2018 Teil der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, sind davon betroffen. Die Einsätze unterstehen strikter Geheimhaltung seitens der Vereinigten Staaten. Erst am 30. Januar 2012 bestätigte der US-amerikanische Präsident Barack Obama die Angriffe offiziell.

Die völkerrechtliche Basis für die Angriffe ist umstritten. US-Juristen haben die Praxis in offiziellen Anhörungen teilweise als „klaren Bruch des Völkerrechts“ bezeichnet.[5] Unter anderem führt die Tatsache, dass bei den Angriffen mit von den Drohnen abgefeuerten Hellfire-Raketen bereits mehrere Hundert Unbeteiligte getötet wurden, darunter auch zahlreiche Kinder, zu anhaltender Kritik sowohl aus den USA als auch aus anderen Ländern.

Quelle: Wikipedia




Aktueller Einschub:


Die deutsche Luftwaffe trainiert im September 2020 mit Nato-Partnern das atomare Inferno, die "Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen". So hat dpa-Informationen zufolge in dieser Woche eine geheime Bündnisübung mit dem Namen "Steadfast Noon" begonnen. Dabei wird unter anderem der Einsatz von Jagdbombern trainiert, die im Kriegsfall mit Nuklearwaffen bestückt werden könnten. Ein Schauplatz der Übung ist in diesem Jahr der Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen. Er gilt als möglicher Ausweichstandort für die taktischen US-Atomwaffen vom Typ B61, die nach offiziell unbestätigten Angaben im rheinland-pfälzischen Büchel lagern. In Büchel läuft derzeit gleichzeitig die Übung "Resilient Guard", bei der die Luftwaffe trainiert, den dortigen Fliegerhorst gegen einen möglichen Angriff zu verteidigen. Nach Angaben der Bundeswehr wird dazu unter anderem der Einsatz des Flugabwehrraketensystems Patriot in schwierigem Gelände geübt.

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Aktuell & Wichtig:


Peinliche Friedensfahnen bei peinlichen Corona-Demos
Es ist beschämend, peinlich und dumm bei Corona-Demos Friedensfahnen zu schwenken. Wer zusammen mit rechten Feinden der Freiheit unter Reichskriegsflaggen für Freiheit demonstriert, sollte seinen Urlaub in Belarus verbringen oder Julian Assange, Chelsea Manning und Edward Snowden mal nach Freiheit fragen.


Massive Aufrüstung in Deutschland 2020 / Rüstungsausgaben NATO - Russland
Insgesamt lagen die Militärausgaben der 29 NATO-Mitgliedsstaaten 2019 bei etwa 1.035 Milliarden US-Dollar (circa 958 Milliarden Euro). Zum Vergleich: Russlands Ausgaben lagen im selben Jahr bei 65,1 Milliarden US-Dollar.
2019 gab es laut dem internationalen Friedensforschungsinstitut in Stockholm den höchsten Anstieg der weltweiten Militärausgaben seit 2010 auf weltweit 1.917 Milliarden US-Dollar. Das sind sind 2,2 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts oder rund 2.400 Dollar pro Kopf der Erdbevölkerung. Mit einer Steigerungsrate der Militärausgaben von über 10 Prozent gegenüber 2018 ist Deutschland der aktuelle Aufrüstungsweltmeister.
Die Rüstungsausgaben der Bundesrepublik stiegen unter den größten 15 Rüstungsnationen weltweit innerhalb der Jahresfrist am meisten: Von 2018 bis 2019 um rund zehn Prozent auf 49,3 Milliarden Dollar.
Mit den zusätzlichen Rüstungskosten in einem einzigen Jahr ließe sich die Grundrente fast drei Jahre finanzieren. Aber für die Grundrente ist "kein Geld" da, sagen Konservative & Liberale.
Mehr Infos: Aufrüstung

Übersicht 2020: Krieg und Frieden auf Mitwelt.org (Iran, Afghanistan, Irak, Syrien, Drohnenkrieg...)


Mitwelt: Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur und Umwelt












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  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern & Verschwörungstheoretikern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.
  • Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)




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