Fracking-Gas & Gier: Klimaschädlich wie Kohle (Fracking, Umweltvergiftung, Trump, Nord Stream 2 & freedom-gas...)


Veröffentlicht am 11.10.2020 in der Kategorie Energie von Axel Mayer

Fracking-Gas & Gier: Klimaschädlich wie Kohle (Fracking, Umweltvergiftung, Trump, Nord Stream 2)


Aktueller Einschub:


11. Oktober 2020
Die Bundesregierung stuft Flüssiggas, das mittels Fracking gefördert wird, ähnlich klimaschädlich ein wie Kohle.

Das meldet das RedaktionsNetzwerk Deutschland unter Berufung auf das Bundesumweltministerium. Die Grünen-Bundestagsfraktion hatte demnach um eine Stellungnahme gebeten.
In dem Schreiben heißt es, grundsätzlich könne Erdgas den emissionsintensiveren Einsatz von Kohle und Erdöl in einer Übergangsphase ersetzen. Um die Klimawirkung zu ermitteln, müssten allerdings auch jene Emissionen berücksichtigt werden, die im Rahmen der Gewinnung und des Transportes von Erdgas anfielen. Nach Europa transportiertes Fracking-Gas habe im Vergleich zur Kohle nur geringe Emissionseinsparungen zur Folge. Im Vergleich zu leitungsgebundenem Erdgas schneide es deutlich schlechter ab.

In Deutschland wird seit Längerem über die Bezugsquellen der Erdgasversorgung diskutiert. Unter anderem die USA wenden sich gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2, durch die russisches Erdgas nach Deutschland geleitet werden soll. Zeitgleich drängt Washington auf die Öffnung des deutschen Marktes für amerikanisches Flüssiggas aus Fracking-Quellen.
Quelle: DLF



Streit um Nord Stream 2 / Trump und Fracking-Gas


Beim aktuellen Streit um Nord Stream 2 geht es nicht nur um den alten Russland-USA Konflikt. Es geht dem präsidentgewordenen Öl-Lobbyisten Trump, um den Verkauf von amerikanischem Fracking-Gas in Europa. Fracking ist wohl der zerstörerischste Weg Gas zu erzeugen. Die eingesetzten Chemikalien haben in den USA an vielen Stellen zu einer Verunreinigung des Trinkwassers geführt und die Entsorgung des vergifteten Abwassers ist ein großes Problem.

Einschub:



Fracking-Gas = "freedom gas"
"Die Pressemitteilung des US-Energieministeriums hätte außer Branchenexperten wohl kaum jemand beachtet. Die Behörde gibt darin bekannt, dass über eine neue Anlage an der Küste des Bundesstaates Texas in Zukunft mehr Flüssiggas (LNG) ins Ausland exportiert werden kann. Konkret geht es um den vierten Produktionsstrang des Unternehmens Freeport LNG, der ab dem Jahr 2023 seine Arbeit am Golf von Mexiko aufnehmen soll. Zusammen mit den anderen drei Anlagen am Standort können dann insgesamt 20 Millionen Tonnen Erdgas pro Jahr auf minus 164 Grad abgekühlt und damit verflüssigt werden. Dadurch sinkt das Volumen um den Faktor 600 - und ein Export per Schiff lohnt sich. So weit die nüchternen Fakten.
Größere Aufmerksamkeit als üblich bekam die Mitteilung des Ministeriums aber, weil darin zwei bemerkenswerte sprachliche Formulierungen verwendet werden: Zum einen referiert Staatssekretär Mark Menezes über "freedom gas", also "Freiheitsgas", zum anderen spricht der ebenfalls zitierte Abteilungsleiter Steven Winberg von "molecules of freedom", also "Moleküle der Freiheit".
Quelle: Der Spiegel

Das "Gas der Freiheit" aus dem "Land der Freien". Was Salvador Allende, Julian Assange, Chelsea Manning und Edward Snowden wohl dazu sagen würden?


Fracking, Umweltzerstörung & Gier


Die Griechen und Römer haben vor dem Zusammenbruch ihrer Reiche beinah den gesamten Mittelmeerraum abgeholzt, um damit ihre Kriegs- und Handelschiffe zu bauen. Menschengemachte Verwüstung ist häufig ein Vorzeichen zusammenbrechender Hochkulturen.

Es wäre vermessen, den globalisierten "American way of life" als Hochkultur zu bezeichnen. Und doch gibt es in der aktuellen, globalen Endphase eines enthemmten, unbegrenzten Wachstums einige Parallelen zur Endzeit der griechischen und römischen Hochkultur. Unsere Gesellschaften und insbesondere die USA sind energiesüchtig.

Ein Beispiel für die Energiesucht ist die Tatsache, dass trotz der Reaktorkatastrophen in Fukushima und Tschernobyl weiter Atomkraftwerke betrieben werden.

"In einem Jahr verbrauchen wir gerade weltweit so viele fossile Rohstoffe, wie die Erde innerhalb einer Million Jahre herausgebildet hat" sagt die Studie: Zukunftsfähiges Deutschland.
Angesichts von Peak-Erdöl, Peak-Erdgas und dem drohenden Peak-Everything werden jetzt mit einem ungeheuren zerstörerischen Aufwand mit Fracking die letzten Reserven aus der Erde geholt.

Beim Fracking werden Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck
in tiefliegende Gesteinsschichten gepresst, um für wenige Jahre die letzten Gas- oder Ölreserven zu fördern. Die eingesetzten Chemikalien haben in den USA an vielen Stellen zu einer Verunreinigung des Trinkwassers geführt und die Entsorgung des vergifteten Abwassers ist ein großes Problem. Dennoch schauen die Lobbyisten der Gier und des Wachstums (vom rechten, linken & neoliberalen Lager) neidvoll auf den Frackingboom in den USA und wollen das Zerstörungsmodell imitieren. Und warum werden diese Zerstörungen in Kauf genommen? Um noch einige wenige zusätzliche Jahre Energie, Rohstoffe und menschliche Arbeitskraft für immer kurzlebigere, dümmere und unnötigere Produkte zu verschwenden, in einer Zeit, in welcher der anschwellende, scheinbare Güterzuwachs immer mehr Unzufriedenheit, Einsamkeit, Krisen und Kriege auslöst.
Es spricht nichts dagegen, irgendwann einmal in ferner Zukunft, mit zukünftig umweltfreundlicheren Methoden auch fossilen Reserven zu erschließen. Auch zukünftige Generationen werden diese Stoffe brauchen um Medikamente und andere Überlebensgüter zu produzieren. Der heutige, durch Fracking verstärkte Verschwendungsboom des "Schneller kaufen - Schneller wegwerfen" ist ein Verbrechen an der Zukunft.

Parallelen zu den niedergegangenen römischen und griechischen Kulturen
oder zur Selbstzerstörung der Hochkultur auf der Osterinsel sind unvermeidlich. So gesehen passt Fracking hervorragend in unsere Zeit. Sowohl die Griechen als auch die Römer hätten ihre Wälder nicht abholzen müssen und auch wir haben umweltfreundliche, nachhaltige Alternativen zu Fracking, Atomkraft und Klimawandel.
Doch es scheint eine gewisse Unfähigkeit beim Menschen zu geben, aus der Vergangenheit zu lernen.

Wer MORGEN Fracking-Gas verkaufen und die Laufzeitverlängerung von Atom- und Kohlekraftwerken will, der lässt HEUTE die Energiewende, Stromtrassen, Solarstrom und Windräder verhindern. Der Widerstand gegen Energiewende und Windräder wird gezielt genutzt, um vollkommen andere, menschen- und naturfeindliche Ziele durchzusetzen.

Axel Mayer, (Alt-)BUND-Geschäftsführer, Mitwelt Stiftung Oberrhein




Hier finden Sie eine Vielzahl von Infos zu dem Themen Klimawandel, Fridays for Future, globaler Klimastreik, Klimawandelleugner, Klima, Kohle, Feinstaub & Atomkraft



Professionelle Klimawandelleugner sind verantwortlich für Tod und Leid von Millionen Menschen!


Nein, ich meine nicht die kleinen, unbedarften, uninformierten, manipulierten Menschen, die den Klimawandel abstreiten, und ich meine auch nicht die Menschen, die immer noch offene Detailfragen wissenschaftlich in Zweifel ziehen. Ich meine wohl aber die Spitzen der großen Öl- und Kohlekonzerne und ihre globalen Netzwerke, die seit Jahrzehnten mit gezielter PR, mit Macht und Geld, den ihnen bekannten menschengemachten Klimawandel und seine Folgen leugnen, verharmlosen und herunter spielen, und die bezahlten Mietmäuler dieser Konzerne in Wissenschaft, Politik, industriegelenkten Initiativen und PR-Agenturen. Ihre Aktivitäten werden millionenfaches Leid und Tod verursachen. Schon der Hitzesommer 2003, ein Vorgeschmack kommender Hitzesommer, hat ca. 70.000 Tote nur in Europa gefordert. Es ist an der Zeit die Dinge beim Namen zu nennen.
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein











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  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.
  • Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)




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