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Westwall Bunker: Geldverschwendung am Rhein

hier ein kurzer Leserbrief zum Beitrag
"Die Sorge vor Hochwasser" in der Badischen Zeitung vom Donnerstag, 5. Juni 2008


Ärgerliche Geldverschwendung am Rhein

Im lesenswerten Beitrag "Die Sorge vor Hochwasser" in Rheinhausen steht die folgende Aussage: "Als Schutz für das Wild werden im Rheinwald Inseln angelegt, auf die sich die Tiere flüchten können".
Diese geplanten Aufschüttungen im Rheinwald, als Wildschutz in Hochwassersituationen sind absolut sinnvoll, nützlich, wichtig und dennoch ist es ärgerlich, dass sie jetzt angelegt werden müssen. Ich erinnere mich an die Zeit vor über 30 Jahren, als wir zum Schutz der Heimat viele Tage und Nächte im Wyhler Wald verbrachten. Damals gab es überall in den Rheinauen noch die teilweise gesprengten Bunker des Westwall aus dem zweiten Weltkrieg. Mit unseren Steuergeldern (alleine 35 Mio. Euro in den letzten Jahren!) wurden diese Bunker im Auftrag der Bundesvermögensverwaltung in den letzten Jahrzehnten abgebrochen.
Die Naturschutzverbände waren immer gegen den Abruch. Die alten Westwall - Bunker waren wichtige Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen. Sie waren "DENKMÄLER" im Sinne des Wortes Denk Mal! Sie erinnerten an ein dunkles Kapitel unserer Geschichte.Und kostengünstig, mit ein wenig Erde zugeschüttet, wären sie jetzt nützliche Schutzinseln für das Wild bei Hochwasser gewesen. Meine Kritik gilt nicht den jetzigen Planern und Behörden. Sie gilt der Bundesvermögensverwaltung für ihren Schildbürgerstreich.

Axel Mayer, Kreisrat, BUND-Geschäftsführer, Endingen





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Dieser Artikel wurde 936 mal gelesen und am 6.3.2010 zuletzt geändert.