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Piepsende, laute, schrille Bahn-Türen


Lärm! Piepsende, laute, schrille Bahn-Türen



Herrn
Landrat Hurth
Landratsamt
79312 Emmendingen

12.1.19

Unerträglicher Lärm beim Schließen und Öffnen der Türen der neuen Regio-S-Bahn
Sehr geehrter Herr Landrat und Vorsitzender des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF),


herzlichen Dank für Ihre aktuellen, schriftlichen Informationen zu den massiven Problemen der S-Bahn-Linie 1. Als regelmäßiger Nutzer der Linie von Endingen nach Freiburg zähle ich selber zu den vielen Betroffenen und Verärgerten.

Das aktuelle Trauerspiel gibt einen kleinen Vorgeschmack auf die vor uns liegenden Probleme nach der Einweihung des viel zu kleinen und zu eng getakteten, falsch geplanten und überteuerten Bahnhofs in Stuttgart.

Einen umfangreichen Sachstandsbericht zur Breisgau-S-Bahn-Linie 1 erhalten wir in der Kreistagssitzung am Montag, 27. Januar 2020 durch den ZRF- Geschäftsführer Uwe Schade.

Ich bitte Sie, dass Herr Schade nicht nur zu den Problemlösungen bei den Fahrplanproblemen berichtet, sondern auch zu einem anderen wichtigen Thema und Problem Stellung bezieht.

Die schönen, neuen Züge haben ein unerträgliches Lärmproblem. Nicht nur ich, sondern auch viele andere Reisende sind von den extrem lauten und schrillen Piepstönen bei jeder der vielen Haltestelle genervt. Es ist tatsächlich unerträglich.

Mit einer Antwort: „Der Lärm entspricht einer EU-Norm, da können wir nichts machen“ wäre ich äußerst unzufrieden.

Ich vermute, dass der extrem schrille Piepston Sehbehinderten erleichtern soll, die Tür zum Ausstieg zu finden und für diese Menschen auch die Sicherheit erhöhen soll.

Doch da sollten sich, in enger Absprache mit den Verbänden der Sehbehinderten Lösungen finden lassen, welche die täglichen Bahn-NutzerInnen nicht quälen.

In einem Artikel der Frankfurter Rundschau findet sich zu diesem Problem auch ein spannendes Zitat.
„Pro-Bahn-Sprecher Wilfried Staub stellt jetzt in den Raum, dass es sich um ein Missverständnis handeln könnte oder vielleicht auch um einen Übersetzungsfehler. „Die Vorschrift ist ganz offensichtlich für Eisenbahnwaggons gedacht, die zwei vom Fahrgastraum abgetrennte Einstiegsbereiche aufweisen“, sagt Staub der Frankfurter Rundschau. Also um Schnellzüge, die im Schnitt lediglich einmal pro Stunde halten.“

Ich bitte Sie Herr Landrat, darauf hinzuwirken, dass schnellstmöglich das Piepsen auf den niedrigsten möglichen Level und auf eine erträgliche Frequenz eingestellt wird.

Meine konkreten Fragen:
  • Wie laut ist das Signal aktuell und wie laut ist es im Vergleich mit aktuellen Lärmschutzvorschriften?
  • Widerspricht das aktuelle Signal nicht den Lärmschutzvorschriften, insbesondere für empfindliche Kinder und Kleinkinder?
  • Wie wurde und wird das Problem in anderen Verkehrsverbünden angegangen?
  • Was wird konkret getan um das Problem zu lösen oder zumindest zu mindern?


Auch manche gut gemeinten, schlecht gemachten EU-Vorschriften sind nicht in Stein gemeißelte Wahrheiten.

Wir brauchen gute Lösungen, die dem Sicherheitsbedürfnis der Sehbehinderten entgegen kommen und die die Lebensqualität der Bahnfahrenden nicht zu sehr einschränken.

Wir brauchen einen qualitativ hochwertigen, pünktlichen, lärmarmen ÖPNV. Die neue Regio-S-Bahn ist ein stolpernder, wichtiger Schritt in die richtige Richtung, doch in Sachen Pünktlichkeit und Lärmvermeidung gibt es noch viel zu tun..

Mit freundlichen Grüßen

Axel Mayer, Kreisrat












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Dieser Artikel wurde 144 mal gelesen und am 13.1.2020 zuletzt geändert.