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Afghanistan-Krieg 2018: Der verlorene & verlogene Krieg in Afghanistan (1979 bis 2019 = vierzig Jahre Krieg)


Afghanistan-Krieg 2018: Der verlorene & verlogene Krieg in Afghanistan (1979 bis 2019 = vierzig Jahre Krieg)


"Nichts ist schwerer, als der Rückzug aus einer unhaltbaren Position" sagte Carl Philipp Gottlieb von Clausewitz gest. 1831 in Breslau (und beschrieb damit mehr als treffend die heutige Situation der NATO und der amerikanischen Hilfstruppe Bundeswehr in Afghanistan)

Aktueller Einschub
Die Zahl der in Afghanistan getöteten Zivilisten hat im ersten halben Jahr 2018 einen Höchststand erreicht. Die meisten starben durch Bomben. Auch am Sonntag wurden bei einem Anschlag in Kabul wieder Menschen getötet.
Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2009 sind noch nie so viele Zivilisten in Afghanistan getötet worden wie zurzeit. Nach einem Bericht der UN-Mission Unama wurden im ersten Halbjahr 2018 mindestens 1692 Zivilisten getötet - ein Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.


Die aktuelle Situation in Afghanistan


"Wir sind in Afghanistan am Ende. Am Ende mit unseren militärischen wie zivilen Plänen, am Ende auch mit unserer Geduld. Sechs Bundesregierungen in Folge haben sich vergeblich dem Kampf gegen die Taliban angeschlossen und versucht, einen demokratischen Staat aufzubauen, mit desaströsem Ergebnis. Der Krieg am Hindukusch dauert bereits länger als beide Weltkriege zusammen und geht jetzt in sein siebzehntes Jahr. 150.000 Menschen starben bislang auf allen Seiten. Die Taliban haben große Teile des Landes wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Die westlich gestützte Regierung besteht aus vielen unterschiedlichen Lagern, die sich zerfleischen und in einem Sumpf an Korruption versinken. Mafiabosse und Warlords haben große Teile des Parlaments übernommen. In dieses innere Chaos drängt der IS, drängen der Iran und verstärkt wieder Pakistan. Die "Islamische Republik Afghanistan" existiert nur in den größeren Städten, und auch dort zerfällt sie zusehends."
Quelle: Die Zeit vom 10. März 2018


Seit dem Jahr 2001 wird von der USA, Deutschland und anderen amerikanischen Hilfstruppen in Afghanistan ein längst verlorener, nicht gewinnbarer Krieg geführt, ein weiterer Krieg in einer fast vierzigjährigen Geschichte blutiger Kriege im Land am Hindukusch. (1979 bis 2019 = vierzig Jahre Krieg) Und in Deutschland wird im Jahr 2018 massiv aufgerüstet. Warum will der verhaltensoriginelle amerikanische Präsident Trump, dass seine europäischen Hilfstruppen so massiv aufrüsten? Ist massive deutsche Aufrüstung (insgesamt mehr als 60 Milliarden Euro -60.000.000.000- für das Militär) tatsächlich die einzige Lehre, die wir aus dem längst verlorenen Krieg in Afghanistan gezogen haben? Warum unterwirft sich sich die deutsche Politik, insbesondere CDU & CSU, Herrn Trump?

Afghanistankrieg: Haben wir das falsche Land überfallen?
Können Sie sich noch an den Beginn des Afghanistankrieges erinnern? Hat das kleine Afghanistan Europa oder die USA überfallen? Der NATO-Rat hatte am 12. September 2001 die Anschläge des 11. September 2001 als Angriff auf einen der NATO-Staaten erklärt. Damit war erstmals in der Geschichte der NATO der Bündnisfall nach Artikel 5 NATO-Vertrag eingetreten, wonach „ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen wird“ und daraufhin „in Ausübung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung“ Beistand geleistet wird. Nach einer Logik, die noch aus der Steinzeit stammt und die uns mehr prägt als wir für möglich halten, muss ein angegriffenes „mächtiges Land“ wie die USA nach einem solchen Angriff irgend ein anders Land angreifen. Wer die traurige Menschheitsgeschichte analysiert wird immer wieder auf ähnliche Machtrituale stoßen.

Doch die Spur des Terrors der Anschläge vom 11. September führt eigentlich eher nach Saudi-Arabien als nach Afghanistan. 15 der 19 Flugzeug-Entführer waren Staatsbürger Saudi-Arabiens, und von dort kam auch das Geld, doch die Saudis sind "unsere gute Diktatur", ein Land, das ökonomisch besonders gute Beziehungen zu den USA hat und darum auch von Deutschland mit Waffen beliefert wird. Haben wir evtl. das falsche Land überfallen?

Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 29. April 2018 zu den vorgeschobenen Kriegsgründen
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wäre ein internationaler, gut bewaffneter polizeilicher Einsatz gegen den in Afghanistan versteckten Saudi Osama bin Laden und al-Qaida angemessen gewesen. Weil das aber die verletzte amerikanische Seele nicht befriedigt hätte, votierten Präsident George W. Bush und seine Ratgeber ad hoc für einen Krieg. Dieser Krieg der USA und der Nato war zwar nicht völkerrechtswidrig, beruhte aber auf einer falschen Prämisse: denn der Staat Afghanistan hatte die USA nicht angegriffen.


Um den Krieg am Hindukusch im Zusammenhang zu verstehen, sollten Sie sich einmal auf Wikipedia die Liste der Militäroperationen der Vereinigten Staaten ansehen.

Der wichtigste Grund für die deutsche Beteiligung am Afghanistan-Feldzug
war die erfreuliche Nichtbeteiligung von Rot – GRÜN am Irak Krieg. Damals „brauchte“ es eine politische Demutsgeste gegenüber den Vereinigten Staaten und dafür bot sich die deutsche Beteiligung am Krieg in Afghanistan an. Nach und nach bekam diese Demutsgeste eine immer politischere und gefährlichere Dimension. Die erste Abstimmung über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr im Bundestag verknüpfte der damalige Kanzler Schröder noch mit der Vertrauensfrage um rot-grün auf Linie zu bringen.

Eines haben die Afghanen in ihrer langen Geschichte immer wieder gezeigt.
Fremdbestimmung und fremde Truppen im eigenen Land wollen sie nicht. Das galt in der Vergangenheit für die Soldaten des britischen Empire, für die sowjetischen Truppen und dies gilt auch für die aktuelle Besetzung. Langfristig werden landesfremde Taliban aber auch nicht geduldet werden.

Machen wir uns nichts vor: In diesem Land, dessen archaische Kultur wir nicht verstehen, sind deutsche und westliche Soldaten ungefähr so beliebt wie es afghanische Besatzungssoldaten in Bayern wären. Fünfmal sind in den letzten 200 Jahren ausländische Mächte in Afghanistan eingedrungen und viermal wurden sie besiegt. Jetzt geht die fünfte Macht geschlagen nach Hause. Die Taliban sagen: "Ihr habt die Uhren und wir haben die Zeit."


Afghanistankrieg: Eine aktuelle, private Kleinanzeige von Axel Mayer in der Badischen Zeitung



Ein schrecklich aktuelles Ergebnis dieses dummenn, amerikanischen Krieges ist das Erstarken des IS, des internationalen Terrors und eine massive Flüchtlingswelle.
Bei einem Selbstmordanschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS)im Juni 2018 auf ein Friedenstreffen von Taliban, Sicherheitskräften und Zivilisten in Ostafghanistan sind nach offiziellen Angaben 20 Menschen getötet worden. 16 weitere seien verletzt worden, sagte der Sprecher der Provinz Nangarhar. Ein Provinzratsmitglied sagte, die Menschen hätten in einem Park im Rodat-Bezirk die Eid-Feiertage und die Waffenruhe gefeiert. Der IS bekannte sich zu der Tat über sein Sprachrohr Amak, ohne weitere Details zu nennen.


Der afghanische Krieg
dem so viele Menschen zum Opfer gefallen sind und der völkerrechtswidrige Drohnenkrieg haben kein einziges Problem gelöst, sondern den Hass auf den Westen verstärkt und erschreckenderweise den, von Saudi-Arabien mit unserem Ölgeld finanzierten, Terrorismus im Irak, Syrien, Lybien und Afghanistan massiv gestärkt. Unrecht und ungerechtfertigte Kriege haben eine Spirale der Gewalt ausgelöst, eine Spirale die sich jetzt ständig weiter dreht und nicht nur den sehr Nahen Osten bedroht.

Die Sicherheitslage in Afghanistan
hat sich erheblich verschlechtert, seit die US-Soldaten und ihre Alliierten nach 2014 das Land (langsam) verlassen hatten. Darum hat im August 2017 US-Präsident Trump angekündigt, das Truppenkontingent für Afghanistan aufzustocken. Im US-Verteidigungshaushalt sind fast fünf Milliarden Dollar für den Afghanistan-Einsatz eingeplant. Die Nato hat im Herbst 2017 Planungen für eine deutliche Verstärkung ihres Afghanistan-Einsatzes bestätigt. Nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg soll die Zahl der Soldaten zur "Ausbildung" afghanischer Sicherheitskräfte im kommenden Jahr von etwa 13.000 auf rund 16.000 steigen. Etwa die Hälfte der zusätzlichen Kräfte werde von den USA gestellt werden, sagte er.

Wieder mehr deutsche Truppen im dummen amerikanischen Afghanistankrieg
Eigentlich sollte die Bundeswehr schon lange nicht mehr in Afghanistan sein, wo der Krieg längst verloren ist. Nun wird ihr Einsatz verlängert - und die Truppengröße aufgestockt. Statt höchstens 980 sollen nun 1300 Soldaten am Hindukusch stationiert werden und sich an der "Ausbildungsmission" der NATO beteiligen. Das hat der Bundestag entschieden. 447 Abgeordnete stimmten dafür - und damit deutlich mehr als die Regierungsmehrheit von Union und SPD, die 399 Sitzen entspricht.

Die deutsche Regierung will mehr Geld für die Rüstung und für den afghanischen Krieg, auch weil der Rüstungslobbyist und US-Präsident Trump es so will. Der deutsche Verteidigungshaushalt soll massiv aufgestockt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannte sich nach den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen ausdrücklich zu dem Nato-Ziel, zwei Prozent für das Militär auszugeben. Deutschland liegt zurzeit bei 1,2 Prozent - bis 2020 soll der Verteidigungsetat von 34,3 auf 39,2 Milliarden Euro steigen. Um das Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen, müsste Deutschland aber mehr als 60 Milliarden Euro für das Militär ausgeben. Diese freiwillige Unterwerfung unter den Willen der USA ist unerträglich und politisch gefährlich. Jetzt laufen die PR-Kampagnen um den Menschen Angst zu machen, damit sie Aufrüstung und die dumme Beteiligung an amerikanischen Kriegen (Afghanistan) akzeptieren.


Bisher kamen über 3.470 Koalitionssoldaten ums Leben,
darunter 54 Soldaten der Bundeswehr und drei deutsche Polizisten. Die Anzahl gestorbener afghanischer Soldaten und Aufständischer ist, wie zu erwarten "unbekannt." Kosten des Krieges

Afghanistan Krieg & Kosten
Wikipedia schreibt im Mai 2018: "Die Kosten für die Vereinigten Staaten belaufen sich auf etwa 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Da die Vereinigten Staaten etwa 70 Prozent aller Truppen stellen, kann vermutet werden, dass bei ihnen auch nur 70 Prozent der anfallenden Kosten auflaufen. Damit würde der OEF/ISAF-Einsatz pro Jahr etwa 143 Milliarden US-Dollar kosten. Von 2003 bis 2014 hat der Krieg in Afghanistan die International Security Assistance Force (ISAF) und die USA gut eine Billion Dollar gekostet, so Wolfgang Koschnick. Er gehe davon aus, dass noch mehrere hundert Milliarden Dollar an Kosten folgen werden.

Der deutsche Anteil beträgt etwa ein Hundertstel des amerikanischen Beitrags: „Die offiziellen Kosten für die Bundeswehrmission in Afghanistan wurden bei jeder der 13 Mandatierungen durch den Bundestag seit 2001 festgeschrieben. Im ersten Jahr waren es 436 Millionen Euro, inzwischen hat sich diese Summe mehr als verdoppelt: Im Mandatstext von Januar 2011 wurde erstmals etwas mehr als eine Milliarde Euro veranschlagt.“[133] Darin enthalten sind Kosten für Personal, Infrastruktur und Material. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet darüber hinaus auch Kosten durch Tod oder Verwundung von Soldaten sowie die Investitionen von Entwicklungsministerium und Auswärtigem Amt zu den gesellschaftlichen Gesamtkosten und kommt so auf eine Summe von 17 Milliarden Euro über zehn Jahre. Jedes weitere Jahr koste nach Rechnung des DIW dreimal mehr als die offiziell veranschlagte 1 Milliarde Euro pro Jahr.[Die vielen zivilen Opfer werden nicht gezählt."


Und wohin fließt unser Steuergeld? Afganistan zählt mit dem Sudan, Nordkorea und Somalia zu den vier korruptesten Ländern der Welt.
"Hochrangige Posten in der afghanischen Polizei und Armee werden meistbietend versteigert, die tatsächliche Truppenstärke ist weitaus geringer als abgerechnet: Korruption und Seilschaften prägen Afghanistan noch immer. Ein Bericht der Recherchegruppe von Afghanistan Analysts Network zeigt jetzt, in wie vielen Bereichen und Facetten das Problem sich manifestiert." berichtet der Deutschlandfunk 2017

Der Dauerkrieg und die politische Stille im Land
brüllt seit Kriegsbeginn in meinen Ohren. Zwar waren die Linke, Teile der SPD und die GRÜNE Basis dagegen, dass Deutschland von den USA nach und nach in einen großen Krieg gezogen wurde. Doch die Mehrzahl der SPD Abgeordneten und mehr als die Hälfte der GRÜNEN Bundestagsfraktion war für den Kriegseinsatz. Diese alte, falsche Entscheidung prägt leider auch heute noch das peinliche Verhalten vieler Abgeordneten von SPD und GRÜNEN. Die Parteibasis sieht das zwar zumeist anders, schweigt aber noch. Das "Rumgeeiere" der rot-grünen Funktionäre in Sachen Afghanistan-Krieg ist unerträglich. (Als GRÜNER Kreisrat fällt es mir nicht leicht dies zu schreiben)

Peter Strucks Satz, "unsere Sicherheit werde am Hindukusch verteidigt", stellt die Realität auf den Kopf. Unsere Sicherheit wird durch den Afghanistankrieg gefährdet. Alle Politiker wissen das. "Wer Aufständische mit Bomben bekämpft, tötet immer auch Unschuldige. Mit jedem unschuldig Getöteten wächst der Terror nicht nur in Afghanistan, sondern weltweit. In Deutschland muss der Innenminister Terroristen jagen, die der deutsche Verteidigungsminister durch das Töten afghanischer Zivilisten züchtet. Wir betreiben in Afghanistan ein Terrorzuchtprogramm." Zitat: Jürgen Todenhöfer ehemaliger CDU MdB in der TAZ


Immer wieder wurde zu Beginn des Krieges gesagt,
wir würden "Kultur, Zivilisation und Entwicklung" nach Afghanistan bringen. Nach Wounded Knee, Hiroshima, Auschwitz, My Lay, Bhopal, Fukushima und Tschernobyl stellt sich die Frage für welche Kultur die Interventionstruppen stehen? Guantanamo und die (frühere?) Folterpraxis der USA (waterboarding) stehen nicht unbedingt für "Westliche Werte".
Und ist unser mitweltzerstörendes Raubbausystem tatsächlich ein Vorbild der Entwicklung für den Rest der Welt?
"Kultur, Zivilisation, Frauenrechte und Entwicklung..." wurde mit solchen Argumenten nicht auch das Kolonialsystem und der Genozid an den Indianern begründet?

Die wirklichen Werte auf die wir stolz sein können,
die Aufklärung oder die Menschenrechte, werden in asymetrischen Kriegen nicht verteidigt, sondern mit Füßen getreten. Folter und Mord gehört zum "Kriegshandwerk" und auch die Unterstützung von Folterpraktiken "befreundeter Truppen" ist ein Verbrechen. Die Kriegsverbrechen der USA, zu Beginn des Feldzuges in Afghanistan und die Folterpraktiken unserer Verbündeten unter Präsident Bush waren nie ein Thema in Deutschland.

Was können wir glauben?
Die offene und umfassende Berichterstattung in den Medien, der allabendliche Fernsehkrieg und die unzensierten Bilder über die Gräuel des Krieges in Vietnam hatten den Widerstand der Friedensbewegung weltweit angefacht, und dieser Widerstand war mit ein Grund für den Rückzug und die Niederlage der Amerikaner. Die Militärs haben ihre Lektion gelernt. Der nur scheinbar saubere Krieg in Afghanistan, den Werbeagenturen im Armeeauftrag inszenieren, ist nicht zuletzt das Ergebnis der verlorenen Medienschlacht in Vietnam. Was können wir glauben, nach dem Kriege wie der im Irak mit Lügengeschichten begonnen und geführt wurden?

Die weltweite Durchsetzung der Menschenrechte
und der Genfer Konventionen gehört zu den großen Aufgaben der Menschheit. Mit der Unterstützung von Streubomben, Folter und Krieg, bei denen die Menschenrechte nur vorgeschoben werden, um andere Kriegsziele zu tarnen, wird dieses Ziel nicht erreicht. Nicht nur in Diktaturen müssen Demokratie und Menschenrechte durchgesetzt und dauerhaft gesichert werden. Demokratie ist stets auch ein Übergangszustand. Wohin die Reise geht, liegt an uns.

ein persönlicher Meinungsbeitrag von Axel Mayer, Kreisrat, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident TRAS





Ergänzungen...



Krieg in Afghanistan:









wichtige Links zum Krieg in Afghanistan:





Afghanistan Krieg: Der längst verlorene Afghanistankrieg


Von diesem Afghanistankrieg-Motiv habe ich aus eigener Tasche 2000 kleine A3 Plakate und 1000 Auto-Aufkleber drucken lassen. Wenn Sie mir einen Unkostenbeitrag von ca. 10 Euro in einem Brief zusenden, dann schicke ich Ihnen 30 Kleinplakate und 10 Aufkleber. Wer wenig Geld hat und die Plakate tatsächlich auch aufhängt, kann diese Aktion auch mit einem kleineren Beitrag unterstützen. Dieser Unkostenbeitrag ist nicht kostendeckend aber das ist kein Problem...)
(Axel Mayer, Venusberg 4, 79346 Endingen, Absender nicht vergessen! Keine Spendenquittung möglich)


Afghanische Trauerrede (kurzer Auszug aus einem sehenswerten Beitrag von Georg Schramm, den Siehier auf YouTube sehen können)
"Kameraden. Liebe Angehörigen. Wir alle kennen den Satz 'Das erste was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit'. Lassen sie uns deshalb hier den Krieg draussenhalten und bleiben wir für einen Augenblick bei der Wahrheit.
Der Tod ist der denkbare Abschluß eines soldatischen Arbeitstages. Diese Männer sind in Ausübung ihres Berufes gestorben und der Tod ist die logische Konsequenz soldatischen Handelns; auch wenn wir das gerne verdrängen und zur Tarnung merkwürdige Namen erfinden, wie gefallen, verloren, im Feld geblieben. Letztlich wird in der Fachliteratur alles gleich behandelt, nämlich unter der Rubrik 'Weichzielverlust'.
Wir hier versuchen, dem Tod des Einzelnen einen Sinn zu geben. Aber geben wir der Wahrheit die Ehre. Ein sterbenswerter Sinn für das was wir in Afghanistan tun, ist nicht mehr erkennbar.
Die Kinder winken nicht mehr, wenn wir auf Patrouille gehen, die von uns gebauten Schulen sind geschlossen, für jeden von uns erschossenen Zivilisten melden sich 10 Freiwillige bei den Taliban, die mittlerweile vielen schon als das kleinere Übel gelten, und selbst der von uns gekaufte Präsident Karzai sieht unseren Abzug lieber heute als morgen.
Wir sind nur noch dort und kämpfen, weil wir nicht den Mut haben, zuzugeben, daß wir gescheitert sind. Eine Kultur des Scheiterns ist in unserem westlichen moralischen Wertekatalog nicht mehr vorgesehen.
Vielleicht hat Clausewitz deshalb geschrieben: Nichts ist schwerer, als der Rückzug aus einer unhaltbaren Position. Deshalb, lassen sie uns mutig sein und das Schwere tun - lassen sie uns das Kühne wagen, lassen sie uns das Scheitern eingestehen; denn nur wer das Scheitern eingesteht, ist der wirklich Starke. Und wenn wir dann nach draußen gehen, mit diesem Gedanken, dann hat der Tod dieser Männer vielleicht doch noch einen Sinn gehabt." Zitatende



Nein zum Afghanistankrieg




Mitwelt Links zum Themenbereich Krieg, Frieden, neuer Kalter Krieg & Aufrüstung 5/2018



Der nächste amerikanische Krieg gegen den Iran hat schon im August 1953 begonnen. Der demokratisch gewählte iranische Premier Mossadegh wurde vom Militär aus dem Amt geputscht. Hintergrund waren die westlichen Öl-Interessen. "Die amerikanische CIA bestätigt jetzt ihre führende Teilhabe an der Aktion" schreibt Die Welt.

  • Mehr Infos zum drohenden Krieg Iran - USA- Israel hier













  • Mitwelt-Warnungen 8/2018 & Hinweise zu diesen Seiten...


    • 1) Diese Mitwelt-Internetseiten sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen sondern wenden uns an die kleine Minderheit die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
    • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
    • 3) Im Zweifel ist die-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.


    Axel Mayer

    (Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung)











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    Dieser Artikel wurde 84778 mal gelesen und am 3.8.2018 zuletzt geändert.