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Kloster Tennenbach: Gefährdung des Tennenbacher Tals durch Strassenbau (Sind Kompromisse möglich?)


Kloster Tennenbach: Die Verscheußlichung eines der letzten schönen Täler im Landkreis Emmendingen (Sind Kompromisse möglich?)

(Dieses schöne Motiv gibt´s als kostenlose Postkarte beim BUND in der Freiburger Wilhelmstr.24a, 79098 Freiburg und auch an vielen Stellen im Landkreis)


Aktueller Einschub:


In einem Beitrag aus "Der Sonntag" vom 19.02.2017 sagt Ex-Bürgermeister Niemann in seinem typischen Charme, dass der BUND "zum Befürworter des jetzt geplanten Ausbaus mutiert sei". Es gibt eine einfache Möglichkeit den "Wahrheitsgehalt" dieser Niemann-Aussage zu prüfen. Lesen Sie einfach die folgenden Texte...


Gefährdete Klosterkapelle Tennenbach & Tennenbacher Tal: BUND sucht Kompromisse

  • Wenn es nach den alten Plänen der Kreisverwaltung im Landkreis Emmendingen geht, dann wird die Straße im Tennenbacher Tal massiv ausgebaut und PKW und LKW fahren zukünftig mit hoher Geschwindigkeit direkt an der schönen Kapelle vorbei.
  • Wenn es nach einer kleinen Gruppe um den Emmendinger Ex-Bürgermeister Uli Niemann ginge, dann würde an Stelle der bisherigen Straße eine neue, naturzerstörende Straße oben am Wald gebaut. Wie Intoleranz eine Bürgerinitiative "schrumpfen" lassen kann, zeigt der nachvollziehbare Rücktritt der Sprecherin des Bürgerforums Tennenbacher Tal.


Der BUND will für menschen-, landschafts- und naturgerechte Kompromisse in Sachen Tennenbacher Tal werben. Kompromisse, die den Menschen in Freiamt und den Straßenbenutzern nur wenige Sekunden Zeitverzögerung abverlangen, die gleichzeitig aber Respekt für Natur, Landschaft, Kapelle und eines der landschaftlich schönsten Täler in Südbaden aufzeigen.

Mehr Infos zur BUND-Initiataive finden Sie unten auf dieser Seite.


Das Kloster Tennenbach war eine ehemalige Zisterzienserabtei,
gelegen bei Freiamt im Landkreis Emmendingen. Das Kloster existierte in der Zeit von 1160 bis 1807. Tennenbach war eines der bedeutendsten und größten Klöster im südwestdeutschen Raum. Nach dem Abriss sind die einzigen vorhandenen Reste der Chor der Hospitalkapelle und ein ehemaliges Ökonomiegebäude, das heutige Gasthaus Engel. Die hübsche, kleine, immer noch genutzte Kapelle liegt in einem der landschaftlich schönsten und reizvollsten Täler im Landkreis Emmendingen und ist in einer Zeit ungehemmten Flächenverbrauchs ein winziges, überiggebliebenes Fragment von Heimat.

Jetzt wird die Straße verbreitert und zukünftig sollen PKW mit Tempo 100 direkt an der Kapelle vorbeifahren dürfen und die Straße wird für den Schwerlastverkehr geöffnet.


Warum entzündet sich beim geplanten Straßenbau an dieser kleinen schönen Kapelle ein solcher Widerstand?
  • Weil in den letzten Jahrzehnten im Landkreis Emmendingen durch einen explodierenden Flächenverbrauch immer mehr schöne Gebiete und Naturgebiete zerstört wurden.
  • Weil immer mehr Natur und Heimat zwischen den Fingern zerrinnt.

    Die Verscheußlichung eines der letzten schönen Täler im Landkreis Emmendingen
    Am 7. Oktober 2014 hat der Kreistag Emmendingen beschlossen, die Straße auszubauen und zu verbreitern. Die ursprünglich vorgesehene Planvariante, die noch massivere Eingriffe und Zerstörungen bedeutet hätte, wurde abgelehnt. Doch auch die jetzt gefundene "Alternative" bringt massive Zerstörungen für das Landschaftsbild und Gefährdungen für das wertvolle Kulturdenkmal.
    (Es ist für mich als Kreisrat schrecklich, schlechten Kompromissen zustimmen zu müssen, um ganz entsetzliche Varianten zu verhindern.)

    Die Gefährdung der Kapelle
    Die schöne, immer noch genutzte Kapelle hat Jahrhunderte überdauert, allerdings treten seit Jahren verstärkt Schäden auf. Es gibt Schäden im Gewölbebereich und Risse an den Fenstern. Die Schäden sind, gemessen am Alter der Kapelle, sehr neu. Zukünftig sollen jetzt PKW mit Tempo 100 direkt an der Kapelle vorbeifahren dürfen und die Straße wird für den Schwerlastverkehr geöffnet.



    Auf der kleinen Straße vor der Kapelle durften bisher nur Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren. Die unschöne Realität zeigen die Bilder von Hans-Jürgen Günther. Jeder dieser Lastwagen, der verbotenerweise an der Kapelle vorbeifährt, ist für die Kapelle ein kleines Erdbeben. Zukünftig ist die Straße für den Schwerlastverkehr offen.


    Kleine Erfolge des bisherigen Protestes
    • Bei den ursprünglichen Planungen des nicht ganz billigen Straßenausbaus wurden die Belange der Fußgänger überhaupt nicht berücksichtigt. Fußgänger, vom weit entfernten Parkplatz kommend, hätten auf einer "beschleunigten" Straße zwischen den Leitplanken zur Kapelle gehen müssen. Jetzt wird zumindest ein kleiner Fußweg vom Parkplatz zur Kapelle gebaut. Die Straßenbaubehörde im Landratsamt Emmendingen (die leider immer noch in den Kategorien des letzten Jahrhunderts denkt und plant) hat endlich gemerkt, dass es auch Fußgänger gibt und wird deren Belange jetzt berücksichtigen...
    • Die Straße wird zumindest auf einer Teilstrecke nicht ganz so hoch gebaut wie geplant, sondern abgesenkt.
    • In kleinen Teilbereichen wird auf eine Leitplanke verzichtet.


    Straßenausbau und Verkehrssicherheit
    Das Argument der Verkehrssicherheit auf der schmalen Straße wurde von den Befürwortern des Straßenausbaus immer wieder ins Gespräch gebracht. Doch bisher gab es sehr wenige, leichte Unfälle auf der kleinen Straße. Wir haben es im Landkreis Emmendingen immer wieder erlebt, dass Unfälle auf ausgebauten, beschleunigten, erhöhten und begradigten Straßen zugenommen und die Unfallfolgen sich verstärkt haben.

    In Sachen Tennenbacher Tal müssten aufbauend auf der jetzt beschlossenen Variante immer noch kluge Kompromisse möglich sein, die neben dem Schutz der Kapelle und der Landschaft auch die Interessen der Menschen in Freiamt berücksichtigen.(siehe offener Brief unten im Text)

    Die bisher geplanten Eingriffe in die Landschaft
    werden das Tennenbacher Tal nicht total verändern. Auch für kommende Kreis-Kalender wird es noch Fotografier-Perspektiven geben. Das Problem, nicht nur im Landkreis Emmendingen, sind die unendlich vielen kleinen und großen Eingriffe und Veränderungen. Manche Veränderungen sind gut und nützlich, manche sind notwendig und manches ist einfach nur Verscheußlichung. Sie kommt und quillt einfach überall aus allen Ritzen und springt als betongewordene Realität ins Auge. Es scheint weltweit ein Nivellierungsprinzip zu geben, nach dem die wertvollen, einzigartigen Landschaften so lange vermarktet und verändert werden, bis aus Schönheit Mittelmaß (oder weniger) wird.
    Wenn zukünftig PKW und LKW mit Höchstgeschwindigkeit direkt an diesem Kleinod vorbeifahren dürfen, dann zeigt das den mangelnden Respekt vor Kultur, Landschaft, Natur und Geschichte.

    In Manchem erinnert die aktuelle Debatte an längst überwunden geglaubte Konflikte aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Im Straßenverkehrsamt im Landratsamt Emmendingen herrscht noch der Geist der "autogerechten Innenstadt" des letzten Jahrhunderts.

    Die Vorgehensweise des Landkreises erinnert mich an lang zurückliegende Jahrzehnte in der (nicht nur) in meiner Heimatgemeinde Teningen der Dorfbach für teures Geld in unterirdische große Röhren gelegt wurde. Jahre später wurde, wiederum für teures Geld, der Dorfbach wieder an´s Tageslicht geholt.

    Ich bin mir sicher, dass wir in wenigen Jahren oder Jahrzehnten, wenn Respekt vor Kultur, Natur, Landschaft und Geschichte zunehmen und in der Politik die notwendige Sensibilität einzieht, die jetzt im Tennenbacher Tal errichteten Tatsachen in Kapellennähe beseitigt werden, so wie wir uns heute mit Freude von vielen städtebaulichen Scheußlichkeiten des letzten Jahrhunderts verabschieden.

    Axel Mayer, Kreisrat
    (Was sind das für Zeiten, wo GRÜNE Kreisräte schwarze Reden für katholische Kapellen halten müssen)


    Nachtrag


    „Die wenigen erhalten gebliebenen, historischen Altstädte und die restlichen Naturschutzgebiete am Oberrhein verbindet eines: Sie sind zunehmend Inseln in einem Meer von Scheußlichkeit.“




    Kloster Tennenbach - "Vorher - Nachher?"


    Zugegeben, die "Froschperspektive" des "Nachherfotos" ist ein wenig gemein. Sie berücksichtigt allerdings nicht, dass die Straße zukünftig beidseitig eine Leitplanke erhalten und verbreitert und erhöht werden soll. Die Verbreiterung der ganzen Straße und die Begradigung der Kurven wird den Charakter des ganzen schönen Tales verändern. Aber nur verbreitert und begradigt gibt´s den Zuschuss vom Land...
    Die Kapelle hat Jahrhunderte überdauert, allerdings treten seit Jahren verstärkt Schäden auf, die Experten auch auf den LKW- und PKW-Verkehr auf der noch kleinen Straße zurückführen. Der Straßenbau brächte mehr, schnelleren und schwereren Verkehr.


    BUND-Brief & Kompromissvorschlag


    Tennenbacher Tal: Für kluge Kompromisse und gegen verhärtete Fronten

    Der dauerhafte Konflikt um eines der schönsten Täler und eines der wertvollsten Baudenkmäler im Landkreis Emmendingen nimmt nach unserem Eindruck an kompromissloser Härte zu.

    Da gibt es einerseits nur kleine Fortschritte und eine zunehmend verärgerte Verwaltung, die zu wenig Kompromisse eingehen will und und andererseits eine Bürgerinitiative, die statt der alten Talstraße eine neue Straße oben am Waldrand am Gasthaus Engel fordert. Dies wäre ein Projekt, das neue, andere ökologische Probleme bringen würde.

    Eine Beteiligung des BUND und der Naturschutzverbände an diesem Verfahren (die wir immer noch einfordern) hätte hier auch Konflikte vermeiden können.

    In einer Zeit, die zunehmend dadurch geprägt ist, dass auf den unterschiedlichsten politischen Ebenen immer Alle Alles fordern, möchte der Bund für Umwelt und Naturschutz einen Kompromissvorschlag in dieses verfahrene Thema einbringen:

    In Sachen Tennenbacher Tal sollten kluge Kompromisse möglich sein, die neben dem Schutz der Kapelle und der Landschaft auch die Interessen der Menschen in Freiamt berücksichtigen.

    • Auch eine reparierte, leicht verbreiterte Straße sollte -wie bisher- in leichten Kurven und unbegradigt durchs Tal schwingen. Der Wunsch nach "der möglichst geraden Linie" ist Denken aus dem vorigen Jahrhundert.

    • Ein respektvoller Abstand der neuen Straße zur alten Kapelle wäre wichtig. Die Straßenachse bei der Kapelle könnte man ohne weiteres um 2 Meter Richtung Süden verlegen. Ein noch größerer, respektvoller Abstand wäre wünschenswert.

    • Auch ein Tieferlegen der K 5138 bei der Kapelle um 60 cm wäre machbar.

    • Ein Tempolimit vor der Kapelle ist unabdingbar. Wenn die Kreisverwaltung sagt, das gehe aus formalen Gründen nicht, dann sollten einfach zwei Fußgängerüberwege installiert werden und dann haben wir den formalen Grund.
      (Wenn die Freiämter eine bessere Straße bekommen, dann ist ein Zeitverlust von wenigen Sekunden auch kein Problem, denn auch die Freiämter schätzen Kultur, Geschichte und Landschaft.)

    • Die Umgebung der Kapelle sollte so gestaltet werden, dass sie der Würde und dem Wert des Gebäudes entspricht.

    • Wenn sich die hässlichen Leitplanken aus Gründen des Trinkwasserschutzes tatsächlich nicht überall verhindern lassen, dann sollten sie zumindest dauerhaft durch "leitplankenhohe" kleine Hecken versteckt werden. (Der BUND steht für Denkmal- und Grundwasserschutz)

    • Nicht nur im direkten Umfeld der Kapelle müssen die Aspekte des Naturschutzes stärker als bisher berücksichtigt werden.

    • Ein großes Problem bleibt der Schwerlastverkehr. Hier sollten (menschenschonende) Ausweichrouten geprüft werden.



    Mit freundlichen Grüßen
    Axel Mayer, Regionalgeschäftsführer / Renate Hund, Kreisvorstand


    Verteiler:
    • Frau Regierungspräsidentin Schäfer
    • Herrn Landrat Hurth,
    • Frau Bürgermeisterin Reinbold-Mench
    • Bürgerinitiative Tennenbacher Tal
    • Öffentlichkeit und Medien



    Hier kommen einige "ältere" Text und Anfragen zum Themenkomplex Tennenbacher Tal.



    Offene Fragen zur Gefährdung der Klosterkapelle Tennenbach durch den geplanten Straßenausbau
    Sonntag, 19. Januar 2013
    Sehr geehrter Herr Landrat Hurth,

    am 16.12.2013 hat eine Mehrheit im Kreistag Emmendingen den Ausbau der kleinen Straße im Tennenbacher Tal beschlossen. Die Straße im Tal wird nicht repariert (was unbedingt notwendig ist), sondern ausgebaut, verbreitert, begradigt und auch direkt vor der Kapelle mit Leitplanken versehen. 21 Kreistagsmitglieder stimmten für einen solchen Ausbau, 16 waren dagegen und zwei enthielten sich. Typisch und erfreulich für den Kreistag, war das „fraktionsunabhängige“, breit gestreute Abstimmungsverhalten.

    Jetzt, nach der Abstimmung gibt es neue Informationen und viele offene Fragen.

    • 1) Gefährdung der Kapelle durch den Straßenausbau
      Das Kleinod im Tennenbacher Tal hat Jahrhunderte überdauert, allerdings treten seit Jahren verstärkt Schäden auf, die von Tennenbach-Kennern auch auf den LKW- und PKW-Verkehr auf der noch kleinen Straße zurück geführt werden.
      Die ausgebaute Straße wird mehr Verkehr anziehen, beschleunigen und rückt auch näher an die kleine, immer noch genutzte, denkmalgeschützte Kapelle im Landschaftsschutzgebiet heran. Dadurch werden auch die Erschütterungen zunehmen. (siehe angehängte Information von Herrn Hans-Jürgen Günther, Emmendingen)

      Fragen und Forderungen:
      Noch gibt es keine „offiziellen Gutachten“ zur Gefährdung der Kapelle durch das jetzige Verkehrsaufkommen und keine Prognosen über die Weiterentwicklung der Schäden durch die Folgen des Straßenausbaus.

      - Vor Beginn des Straßenausbaus sollten die Fachbehörden (Landesdenkmalamt) informiert und Gutachten eingeholt werden.-
      - Da sich die Erstellung solcher Gutachten hinziehen kann, sollten bereits jetzt notwendige, verkehrstechnische Schutzmaßnahmen im direkten Kapellenbereich konkret geprüft und umgesetzt werden, um das Kulturdenkmal zu schützen.

    • 2) Offene Fragen des Fußgängerschutzes vom Parkplatz zur Kapelle
      Die Kapelle wird immer noch genutzt und viel besucht. Stellen Sie sich vor, Sie müssten zukünftig vom weit entfernten Parkplatz auf einer "beschleunigten" Straße zwischen den Leitplanken zur Kapelle gehen. Heute springen Sie noch problemlos auf´s Bankett der Straße. Für Ältere und Menschen mit Kinderwagen dürfte dies zukünftig ein wenig schwerer werden. Mit dieser Frage haben wir uns im Vorfeld der Abstimmung nicht beschäftigt.

      Frage:
      Wurde diese Frage bei der Planung bedacht und wie wird nach dem Ausbau der Straße die Sicherheit der Fußgänger gewährleistet?

    • 3) Warum wurde die Stellungnahme und das Anschreiben des Schwarzwaldvereines an die Kreisräte nicht an uns weiter geleitet?
      Bereits am 16. Mai 2013 hat der Schwarzwaldverein Emmendingen eine kluge und sehr kritische Stellungnahme zum Ausbau der Kreisstraße 5138 im Tennenbacher Tal geschrieben. Das Anschreiben war an Sie, Herr Landrat, aber deutlich erkennbar auch an uns Kreisräte gerichtet. Hätten alle Kreisräte dieses Schreiben bekommen, dann wäre die Abstimmung möglicherweise anders ausgefallen.

      Frage:
      Wurde das Anschreiben des Schwarzwaldvereines an alle Kreisräte weiter geleitet und wenn nein, warum nicht?


    Es gibt im Zusammenhang mit dem Ausbau K 5138 noch eine Vielzahl von wichtigen, ungeklärten Fragen (Nichtbeteiligung der Verbände am Verfahren, Straßenbau im Wasserschutzgebiet...), doch die Frage Eins nach der Sicherung und Bewahrung eines der wichtigsten Kulturdenkmäler im Landkreis steht für unsere Fraktion erst einmal im Vordergrund.

    Mit freundlichen Grüßen
    für die Kreistagsfraktion von Bündnis 90 Die GRÜNEN
    Axel Mayer, Dr. Irene Kunz-Woestmann,


    Anlage:
    Mail von Herrn Hans-Jürgen Günther, Emmendingen auf eine kurze Anfrage:

    Lieber Herr Mayer,

    zu Ihren Fragen:
    • 1. Es gibt Schäden im Gewölbebereich und Risse an den Fenstern der Straßen- wie an denen der Bergseite. Selbst meine "Gelegenheitsbilder" zeigen diese Schäden. Es sind nur die daheim beim Auswerten der Bilder gefundenen. Systematisch habe ich diesbezüglich die Kapelle noch nicht fotografiert, z.B. auch nicht die Wände.
    • 2. Die Schäden sind, gemessen am Alter der Kapelle, sehr neu. Auf Initiative(1994) einiger Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Bonifatius (unter Pfarrer Saible) wurde die Kapelle im Januar 1998 (Zeitungsbericht vom 17. Januar1998) gänzlich - innen und außen - renoviert der Pfarrgemeinde wieder übergeben. Die Kosten betrugen 175.000 DM! Ich kann mich gut an den makellosen Zustand nach der Übergabe erinnern. Die jetzt aufgetretenen Schäden sind also maximal knapp 16 Jahre alt.
      Notabene: Vor allem während der Umbauzeit der Straße Keppenbach-Reichenbach (vor etwa 2 Jahren) fuhren auch schwerere Fahrzeuge unmittelbar an der Kapelle vorbei.
    • 3. Es gibt meiner Kenntnis nach noch keine amtlichen Studien zu den Schäden. Ich gehe davon aus, dass man sie sonst den Kreisräten zur Kenntnis gebracht hätte. Herr Landrat Hurth wusste beim Gespräch mit Hanna Lettgen und mir am 23.12.2013 noch nichts davon.
    • 4. Was sonst?
      Wenn durch das stille Tal nicht so nahe an der Kapellenwand - keine 2 Meter! - so viel und z.T.so schwerer Verkehr vorbeiführe, gäbe es nach knapp 16 Jahren mit Sicherheit nicht diese Schäden. Seit Klosters Gründungszeiten - vor über 800 Jahren hat sich an den Untergrunds-Verhältnissen nichts geändert.
      Durch Erschütterungen wurde das Bauwerk erst geprüft, seitdem gegen Ende des 19. Jahrhunderts die jetzige Straße angelegt wurde. Die damaligen Ochsenkarren werden die Wände noch verkraftet haben. Es ist davon auszugehen, dass in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten die Belastungen deutlich gesteigert wurden, weil da der Verkehr merklich anstieg.


    Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

    Hans-Jürgen Günther, Emmendingen
    (die Fotos mit den Rissen in der Kapelle, von Hans-Jürgen Günther, finden Sie auf der Homepage der Badischen Zeitung)







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    Redemanuskript eines zu "zwei Dritteln" gehaltenen Redebeitrages aus der Kreistagssitzung vom 16.12.2013

    Die kleine Klosterkapelle in Tennenbach, eingebettet in einem wunderschönen Tal, ist ein Kleinod in einem hässlicher werdenden Landkreis

    Wir nähern uns dem Jahresende 2013 und überall werden schöne, neue, regionale Kalender verkauft

    Die Bilder in der Kalendern über den Oberrhein werden von Jahr zu Jahr schöner

    Die Realität am Oberrhein und im Landkreis Emmendingen ist Verscheußlichung

    Zum Straßenausbau im Tennenbacher Tal liegt ein Vorschlag der Kreisverwaltung vor

    Und eine teure Alternative, die keine Alternative ist, weil sie das Grundwasser gefährden könnte und viel zu teuer ist
    (War es Ziel der vorgelegten Alternative keine Alternative zu sein?)

    Eine dritte Möglichkeit hat keine Chance

    Diese dritte Alternative wäre das Teilstück vor der Kapelle gut und dauerhaft zu reparieren und ein kurzes Straßenstück mit Tempolimit, aus Wasserschutzgründen, einzuführen

    Tempolimit:
    • Was für ein garstiges Wort in unserer beschleunigten Zeit
    • Was für eine entsetzliche Einschränkung der Freiheit


    Und das nur für ein kleines Stück stille Schönheit im Landkreis

    Nein, das Tennenbacher Tal wird sich nicht total verändern.
    Auch für die kommenden Kreis-Kalender wird es noch eine Fotografier-Perspektive geben.
    Es gibt keine "großen-heftigen-brutalen" Verscheußlichungen im Kreis.
    Die unendlich vielen kleinen Veränderungen die zur Verscheußlichung führen, kommen und quellen einfach nur überall aus allen Ritzen und springen mir als betongewordene
    Realität ins Auge.

    Was haben wir dem Autoverkehr schon alles geopfert:
    Ich erinnere an die Idee der autogerechten Innenstadt

    Das "gut reparieren und zumindest auf hundert Meter langsamer fahren" passt natürlich nicht in die Zeit, in der ein Koalitionsvertrag Allen immer mehr verspricht.

    Irgendwann werden wir einsehen, dass weniger, langsamer, besser und schöner wichtiger ist als die stetige Beschleunigung und das ständige immer Mehr.

    Vorher werden wir die letzten Reste an Schönheit auf dem Altar eines rückwärtsgewandten Fortschrittsglaubens opfern.

    Die wenigen, erhalten gebliebenen, historischen Altstädte, Kulturdenkmäler und die restlichen Naturschutzgebiete am Oberrhein und im Landkreis Emmendingen verbindet eines: Sie sind zunehmend Inseln in einem Meer von Scheußlichkeit.



    Diese Rede wurde nur zu ungefähr "zwei Dritteln" gehalten. Der Tagesordnungspunkt war einer von vielen auf der Tagesordnung. Ich hatte mir (leider) nur einige wenige Notizen gemacht und Stichwörter aufgeschrieben, weil ich nicht im entsprechenden Ausschuss sitze. Einige Aspekte fallen einem dann "nach der Rede" ein...

    Axel Mayer, Kreisrat


    Mein Dank geht stellvertretend für die anderen Aktiven an Altoberbürgermeister Ulrich Niemann, der sich gegen die Zerstörung des Tales engagiert.


    Links:
    • Eine sehr beeindruckende Visualisierung des Klosters Tennenbach im Jahr 1715 gibt´s auf youtube
    • Alle wichtigen Infos zum Kloster auf wikipedia
    • Mehr Infos zum Thema Flächenverbrauch am Oberrhein
    • Einige unkonventionelle Gedanken zum Thema Heimat
    • Für die "Nicht-Ortskundigen" die Zufahrtsbeschreibung zum Gasthaus Engel, in der Näher der Klosterkapelle Hier





    Stellungnahme des Schwarzwaldverein Emmendingen e.V. zum Ausbau der Kreisstraße 5138 im Tennenbach – Tal


    Schwarzwaldverein Emmendingen e.V. Emmendingen, 16. Mai 2013
    Der Vorstand
    Gartenstraße 48, 79312 Emmendingen


    An Herrn Landrat Hanno Hurth
    und die Damen und Herren Kreisräte des Landkreis Emmendingen
    Landratsamt
    Bahnhofstraße 2 -4
    79312 Emmendingen


    Sehr geehrter Herr Landrat Hurth,
    sehr geehrte Damen und Herren Kreisräte,

    zu den satzungsgemäßen Aufgaben des Schwarzwaldvereins gehören Wandern, Naturschutz und Landschaftspflege sowie Denkmalschutz und Denkmalpflege. Für den Schwarzwaldverein steht die Erhaltung der vielfältigen Kulturlandschaft mit ihren natürlichen Lebensräumen aber auch mit ihrem kulturellen und geschichtlichen Erbe im Vordergrund.
    In der Sorge um nachteilige Auswirkungen durch die geplante Straßenbaumaßnahme hat sich der Vorstand des Schwarzwaldverein Emmendingen in seiner Sitzung am 16.5.2013 mit dem geplanten Ausbau der Kreisstraße 5138 bei Tennenbach befasst und die nachfolgende Stel-lungnahme beschlossen.

    Stellungnahme des Schwarzwaldverein Emmendingen e.V. zum Ausbau der Kreisstraße 5138 im Tennenbach – Tal

    • 1. Zur Bedeutung des Tennenbach-Tales im Bereich des ehemaligen Klosters

      Das Tennenbach-Tal mit der Kapelle des ehem. Klosters und dem Gasthaus Engel gehört seit dem Aufkommen des Wanderns als Erholungs- und Freizeitaktivität der Bevölkerung Ende des 19. Jahrhunderts zu den beliebtesten Ausflugs- und Wanderzielen im nördlichen Breisgau.
      Von Emmendingen, Freiamt und Sexau führen insgesamt sechs Wanderwege nach Tennen-bach. Mit dem großen Wanderparkplatz, dem Gasthaus Engel, Wandertafeln für Emmendingen und Freiamt und Rastmöglichkeiten verfügt Tennenbach über eine gute Wanderinfrastruktur. Im Gelände ausgeschilderte und in der Radwanderkarte des Landkreises dargestellte Radwege führen gleichfalls nach Tennenbach.
      Die Besonderheit und Einmaligkeit des Ortes liegt jedoch in dem Zusammentreffen einer hoch-wertigen Natur- und Kulturlandschaft, dem wunderschönen von Wald umschlossenen Wiesental mit einem sehr bedeutenden „Geschichts-Orts“, dem Standort des ehemaligen Zisterzienser-klosters Porta Coeli. Nicht von ungefähr gehört das Tennenbach-Tal zu den ältesten Land-schaftsschutzgebieten (Schutzgebietsverordnung von 1938) im Landkreis Emmendingen. Land-schaftsschutz und Denkmalschutz kommt in Tennenbach eine gleichrangig hohe Bedeutung zu.
      Bemerkenswert ist ferner, dass alle einschlägigen Veröffentlichungen (Bücher, Bildbände, Bür-ger- und Tourismusinformationen) über den Landkreis, die Stadt Emmendingen und die Ge-meinde Freiamt ein Bildmotiv des Tennenbach-Tales mit seiner Kapelle enthalten; Tennenbach ist einer der besonderen Orte, mit denen für unsere Landschaft touristisch geworben wird. Da-bei fällt auf, dass die Bildaufnahmen meist so gefertigt wurden, dass die Kreisstraße nicht ins Auge fallen soll. Es ist offensichtlich, dass die jeweiligen Fotografen die an der Kapelle vorbei-führende Kreisstraße als störend und nicht zum Bildmotiv passend bewertet haben.

    • 2. Positionen des Schwarzwaldverein Emmendingen zur geplanten Straßenbaumaßnahme

      2.1. Grundsätzlich ist bei allen baulichen Maßnahmen auf die geschilderte und allseits bekannte
      Bedeutung des Tennenbach-Tales – hinsichtlich Landschafts- und Denkmalschutz sowie
      Regionalgeschichte – besondere Rücksicht zu nehmen.

      2.2. Zu einer Erneuerung der Fahrbahndecke bzw. zu einem moderaten Ausbau der K 5138,
      d.h. einer angemessenen Verbreiterung der Straße und dem Neubau einer Brücke über
      das Tennenbächle, bestehen keine Einwände. Im Hinblick auf das sehr geringe Verkehrs-
      aufkommen mit einem gänzlich bedeutungslosen Schwerverkehrsanteil – die Wochen-
      zeitung Emmendinger Tor nennt in ihrem Bericht vom 24. April etwa 1200 bis 1300 Kfz pro
      Tag – sollte sich der Ausbau auf einen minimal notwendigen Umfang beschränken.
      Ergänzend ist zu vermerken, dass gemäß Wasserschutzgebietsverordnung vom
      22.3.2013 in der Schutzzone II, in der sich eine Teilstrecke der K 5138 befindet, der Neu-,
      Um- und Ausbau von Straßen im Generellen verboten und nur unter bestimmten Maßga-
      ben zulässig ist.

      2.3. Die Höherlegung der Fahrbahn gegenüber dem heutigen Niveau der Straße sollte unter-
      bleiben. Statt dessen sollte die Gradiente der Straße im Bereich der Kapelle soweit wie
      möglich abgesenkt werden.
      Eine Höherlegung der Straße würde die landschaftsästhetische und architektonische
      Situation des Kapellenareals beeinträchtigen.
      Nach der Sitzungsvorlage für den Ausschuss für Umwelt und Technik vom 10.4.2013 wäre
      eine Absenkung der Gradiente der Straße realisierbar.

      2.4. Entschieden abgelehnt wird die Montage von Leitplanken beidseits der Fahrbahn der
      K 5138, dies insbesondere im Umfeld der Tennenbach-Kapelle.
      Leitplanken betonen die Straßengeometrie und schneiden die Straße gewissermaßen aus
      dem umgebenden Wiesenland heraus.
      Leitplanken würden zu einer nachteiligen optischen Trennung des Wiesentales mit einer
      Südseite und Nordseite führen. Der Blick auf die Kapelle würde durch Leitplanken ganz
      erheblich beeinträchtigt.
      Es ist nicht nachvollziehbar, dass nach vielen Jahrzehnten des wohl konfliktfreien gleichzei-
      tigen Nebeneinanders der Straße mit Kfz-Verkehr einerseits und den Wasserschutzbelan-
      gen für die Trinkwasserversorgung andererseits nun zum Schutz der Trinkwasserversor-
      gung Leitplanken längs der Straße montiert werden sollen.

      2.5. Die teerhaltigen Materialien in der vorhandenen Straßendecke sollten als Beitrag zu einer
      nachhaltigen Umweltschutzmaßnahme entfernt werden.

      2.6. Die gemäß Presseberichten in der Sitzung des Ausschuss für Umwelt und Technik ins
      Gespräch gebrachte Variante des Neubaues einer Straße am erhöhten Südrand des Tales
      (gleichzeitig Waldrand) und unmittelbar am Gasthaus Engel vorbeiführend wird als nicht
      realisierbar bewertet, zumal bei einer solchen Variante erhebliche neue Konflikte auftreten
      würden.

    Wir bitten Sie, die vorgetragenen Positionen im weiteren Planungs- und Entscheidungsprozess zu berücksichtigen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Vorstand des Schwarzwaldverein Emmendingen e.V.

    Original am 16.5.2013 unterzeichnet von:
    Ratold Moriell, Jörg Liebenow, Winfried Scherer, Konrad Fisch, Dagmar Reber, Erika Gremmelsbacher, Isolde Andlauer




    Noch ein Dank:
    Es gibt im Umwelt- und Naturschutz in allen Verbänden eine Gruppe von Menschen die eine weitgehend unbeachtete, stille, ungeheuer wichtige Arbeit leistet (siehe oben). Diese Menschen sitzen in ihrer Freizeit am Computer und verfassen Stellungnahmen zu umwelt- und naturschutzrelevanten Planungen. Sie stehen nicht im Vordergrund und sind dennoch unersetzlich. Manches falsche, problematische umwelt- und naturgefährdende Projekt konnte von diesen Menschen gestoppt, oder mensch- und naturverträglich optimiert werden. Ihnen gebührt ein Dank!
    Axel Mayer





    Briefe an die Denkmalämter...


    Bündnis 90 Die GRÜNEN Kreistagsfraktion
    Axel Mayer, Venusberg 4, 79346 Endingen



    Regierungspräsidium Freiburg
    Referat 26 Denkmalpflege
    Sternwaldstr. 14
    79102 Freiburg im Breisgau

    Landesamt für Denkmalpflege
    im Regierungspräsidium Stuttgart
    Berliner Straße 12
    73728 Esslingen am Neckar

    Sonntag, 19. Januar 2013

    Gefährdung der Klosterkapelle Tennenbach durch geplanten Straßenausbau


    Sehr geehrte Damen und Herren in der Denkmalpflege,

    am 16.12.2013 hat eine Mehrheit im Kreistag Emmendingen den Ausbau der kleinen Straße im Tennenbacher Tal beschlossen. Die Straße im Tal wird nicht repariert (was unbedingt notwendig ist), sondern ausgebaut, verbreitert, begradigt und auch direkt vor der Kapelle mit Leitplanken versehen.

    Jetzt, nach der Abstimmung gibt es neue Informationen und viele offene Fragen.

    Gefährdung der Kapelle durch den Straßenausbau.
    Das Kleinod im Tennenbacher Tal hat Jahrhunderte überdauert, allerdings treten seit Jahren verstärkt Schäden auf, die von Tennenbach-Kennern auch auf den LKW- und PKW-Verkehr auf der noch kleinen Straße zurück geführt werden.

    Die ausgebaute Straße wird mehr Verkehr anziehen, beschleunigen und rückt auch stärker noch an die kleine, immer noch genutzte, denkmalgeschützte Kapelle im Landschaftsschutzgebiet heran. Dadurch werden auch die Erschütterungen zunehmen. (siehe angehängte Information von Herrn Hans-Jürgen Günther, Emmendingen)

    Noch gibt es keine „offiziellen Gutachten“ zur Gefährdung der Kapelle durch das jetzige Verkehrsaufkommen und keine Prognosen über die Weiterentwicklung der Schäden durch die Folgen des Straßenausbaus.

    • - Vor Beginn des Straßenausbaus sollten unbedingt Fachgutachten erstellt werden.
    • - Da sich die Erstellung solcher Gutachten hinziehen kann, sollten bereits jetzt notwendige, verkehrstechnische Schutzmaßnahmen im direkten Kapellenbereich konkret geprüft und umgesetzt werden um das Kulturdenkmal zu schützen.
    • - Eine Gefährdung der Klosterkapelle durch einen Straßenausbau sollte ausgeschlossen werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    für die Fraktion
    Axel Mayer,





    Kloster Tennenbach: Kapelle & Landschaft in Gefahr - Die geplante Verscheußlichung eines der letzten schönen Täler im Landkreis Emmendingen





    BUND-Brief & Kompromissvorschlag


    Tennenbacher Tal: Für kluge Kompromisse und gegen verhärtete Fronten

    Der dauerhafte Konflikt um eines der schönsten Täler und eines der wertvollsten Baudenkmäler im Landkreis Emmendingen nimmt nach unserem Eindruck an kompromissloser Härte zu.

    Da gibt es einerseits nur kleine Fortschritte und eine zunehmend verärgerte Verwaltung, die zu wenig Kompromisse eingehen will und und andererseits eine Bürgerinitiative, die statt der alten Talstraße eine neue Straße oben am Waldrand am Gasthaus Engel fordert. Dies wäre ein Projekt, das neue, andere ökologische Probleme bringen würde.

    Eine Beteiligung des BUND und der Naturschutzverbände an diesem Verfahren (die wir immer noch einfordern) hätte hier auch Konflikte vermeiden können.

    In einer Zeit, die zunehmend dadurch geprägt ist, dass auf den unterschiedlichsten politischen Ebenen immer Alle Alles fordern, möchte der Bund für Umwelt und Naturschutz einen Kompromissvorschlag in dieses verfahrene Thema einbringen:

    In Sachen Tennenbacher Tal sollten kluge Kompromisse möglich sein, die neben dem Schutz der Kapelle und der Landschaft auch die Interessen der Menschen in Freiamt berücksichtigen.

    • Auch eine reparierte, leicht verbreiterte Straße sollte -wie bisher- in leichten Kurven und unbegradigt durchs Tal schwingen. Der Wunsch nach "der möglichst geraden Linie" ist Denken aus dem vorigen Jahrhundert.

    • Ein respektvoller Abstand der neuen Straße zur alten Kapelle wäre wichtig. Die Straßenachse bei der Kapelle könnte man ohne weiteres um 2 Meter Richtung Süden verlegen. Ein noch größerer, respektvoller Abstand wäre wünschenswert.

    • Auch ein Tieferlegen der K 5138 bei der Kapelle um 60 cm wäre machbar.

    • Ein Tempolimit vor der Kapelle ist unabdingbar. Wenn die Kreisverwaltung sagt, das gehe aus formalen Gründen nicht, dann sollten einfach zwei Fußgängerüberwege installiert werden und dann haben wir den formalen Grund.
      (Wenn die Freiämter eine bessere Straße bekommen, dann ist ein Zeitverlust von wenigen Sekunden auch kein Problem, denn auch die Freiämter schätzen Kultur, Geschichte und Landschaft.)

    • Die Umgebung der Kapelle sollte so gestaltet werden, dass sie der Würde und dem Wert des Gebäudes entspricht.

    • Wenn sich die hässlichen Leitplanken aus Gründen des Trinkwasserschutzes tatsächlich nicht überall verhindern lassen, dann sollten sie zumindest dauerhaft durch "leitplankenhohe" kleine Hecken versteckt werden. (Der BUND steht für Denkmal- und Grundwasserschutz)

    • Nicht nur im direkten Umfeld der Kapelle müssen die Aspekte des Naturschutzes stärker als bisher berücksichtigt werden.

    • Ein großes Problem bleibt der Schwerlastverkehr. Hier sollten (menschenschonende) Ausweichrouten geprüft werden.



    Mit freundlichen Grüßen

    Axel Mayer, Regionalgeschäftsführer / Renate Hund, Kreisvorstand


    Verteiler:

    Frau Regierungspräsidentin Schäfer

    Herrn Landrat Hurth,

    Frau Bürgermeisterin Reinbold-Mench

    Bürgerinitiative Tennenbacher Tal

    Öffentlichkeit und Medien







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    Dieser Artikel wurde 6509 mal gelesen und am 20.2.2017 zuletzt geändert.