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Rente mit 73 oder 99? Rentendebatte & Renteneintritt / Wohin verschwinden Effizienzrendite & Produktivitätssteigerung?


Rente mit 73 oder 99? Rentendebatte & Renteneintritt / Wohin verschwinden Effizienzrendite & Produktivitätssteigerung?


Die Rentendebatte wird in Deutschland und Europa gerade mit großer Heftigkeit geführt. Von Konzernen, Industrieverbänden und von CDU, CSU, AfD & FDP kommen immer verwegenere Vorschläge. Auch nach dem Willen von AfD-Chefin Frauke Petry sollen die Bürger in Deutschland länger als bisher arbeiten und zudem Einschnitte bei den Renten hinnehmen. "An einer weiteren Verlängerung der Lebensarbeitszeit führt kein Weg vorbei", sagte Petry der "Welt am Sonntag". Außerdem werde man "vermutlich über eine weitere Kürzung der Renten reden müssen".

Noch vor wenigen Jahren lag das Renteneintrittsalter für Männer bei 65 und für Frauen bei 60 Jahren. Es gab Vorruhestandsregelungen und der CDU-Minister Norbert Blüm versprach, "die Rente ist sicher". Kurz darauf kam die Renten-Wende und die Politik behauptete das Gegenteil. Gut getarnte Lobbyisten der Versicherungswirtschaft wie Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaft an der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität, redeten der Politik die private "Riester-Rente" ein, von der die Versicherungen mehr profitierten als die Rentner. In der Tarnorganisation der Industrie, der so genannten "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" wirkt Herr Raffelhüschen als Erfüllungsgehilfe der Arbeitgeber bei ihrem Bemühen, ihre anteiligen Lohnnebenkosten zu senken.

Im Jahr 2016 ist ein regelrechter Überbietungswettbewerb in Sachen Renteneintrittsalter losgebrochen. Im April 2016 sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, das Renteneintrittsalter müsse noch weiter hinaufgesetzt werden. Der Junge-Unions-Vorsitzende Paul Ziemiack nannte der Rheinischen Post dafür die vorläufige Zielzahl 70. Die Bundesbank brachte die Rente mit 69 ins Spiel und das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW), brachte die Rente mit 73 in die Debatte.

Ein zentraler Aspekt wird allerdings nicht diskutiert


Seit Jahrzehnten arbeiten die Deutschen Jahr für Jahr immer effektiver und produktiver ohne dass sich das beim Gehalt und Lohn allzu sehr bemerkbar macht. Die Arbeitsproduktivität wächst seit Jahrzehnten beständig an (was mit immer mehr Stress, Belastung und Hektik verbunden ist). Pro Arbeitsstunde werden ständig mehr Waren und Dienstleistungen produziert. Doch unser inflationsbereinigter Stundenlohn wächst weit weniger stark als unsere Produktivität.

Wohin verschwindet die Effizienzrendite & Produktivitätssteigerung?
Sie geht an die Superreichen in Ost und West und an Großkonzerne, die im Gegensatz zu unserem Mittelstand bei uns fast keine und in armen Ländern gar keine Steuern zahlen. Apple darf (dank Politikern wie Herrn Söder von der CSU) auf seine Gewinne in Europa nur noch 0,005 Prozent Körperschaftsteuer entrichten.
Die Gewinne aus der steigenden Produktivität gehen an das eine Prozent der Weltbevölkerung (70 Millionen Menschen), das über so viel Vermögen verfügt wie der ganze Rest (sieben Milliarden Menschen) zusammen. 62 Menschen verfügen über ebenso viel Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – also 3,5 Milliarden Menschen.

Die Lösung der Rentenfrage ist einfach aber ungeheuer schwer durchzusetzen.
Mit einem gerechten Steuersystem und mit einem Mehr an sozialer Gerechtigkeit ließe sich nicht nur das Rentenproblem lösen.


Doch der eskalierende Streit um die Rente soll auch von den Verursachern des Problems ablenken. Bertolt Brecht hat dies sehr schön beschrieben: "Unsere Herrn, wer sie auch seien, sehen unsre Zwietracht gern, denn solang sie uns entzweien, bleiben sie doch unsre Herrn."

Ein persönlicher Meinungsbeitrag von Axel Mayer, Kreisrat


Rente mit 73 oder 99? Rentendebatte & Renteneintritt / Wohin verschwinden Effizienzrendite & Produktivitätssteigerung?




"Beträgt der Produktivitätsfortschritt in den nächsten 50 Jahren durchschnittlich nur ein Prozent – und das ist eine sehr pessimistische Prognose für unsere Wettbewerbswirtschaft – so würden im Jahr 2060 in jeder Arbeitsstunde zwei Drittel mehr als heute hergestellt. Damit wäre ein Arbeitnehmer in der Lage, seinen Anteil für die gesetzliche Rente auf 20 Prozent zu verdoppeln und hätte trotzdem noch fast 50 Prozent mehr in der Tasche."
Quelle: www.deutschlandradiokultur.de




Übersicht: Mensch, Menschenrechte, Soziale Frage und Umwelt auf Mitwelt.org

Der neue US-Präsident Donald Trump


hat sich wieder einmal positiv zur umstrittenen Verhörmethode des Waterboarding geäußert. "Ich finde, dass es funktioniert", sagte Trump im Interview mit dem US-Sender ABC. (...)
Im Wahlkampf hatte Trump gesagt: "Waterboarding ist schön, aber es ist noch längst nicht genug." Er werde noch "weit Schlimmeres als Waterboarding" einführen. Die "New York Times" berichtete derweil über einen dreiseitigen Gesetzesentwurf zur Wiedereinführung der sogenannten Black Sites, geheime CIA-Gefängnisse. In diesen Gefängnissen wurden Verdächtige nach den Anschlägen am 11. September 2001 gefangen gehalten und den umstrittenen Verhörmethoden ausgesetzt.
Quelle: n-tv

Waterboarding ist Folter Herr Trump!







Warnung:
Wenn Sie hier Die Wahrheit suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie ab und zu den viel zu engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen. Denken könnte nützen.
Axel Mayer






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Dieser Artikel wurde 513 mal gelesen und am 17.12.2016 zuletzt geändert.