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Erfolg für Mensch, Natur und Umwelt: Von frühen Kämpfen und aktuellen Konflikten (und von einer Niederlage)


Erfolg für Mensch, Natur und Umwelt: Von frühen Kämpfen und aktuellen Konflikten (und von einer Niederlage)



Wir leben in einer zerstörerischen Endzeit exponentiellen Wachstums, in Zeiten von massiver Naturzerstörung, von Klimawandel, beschleunigtem Artensterben, Überkonsum, Hunger, undemokratischer Konzernmacht, Demokratiegefährdung, Nationalismus, massiver und wachsender Aufrüstung und Kriegsgefahr.
Und dennoch haben die Umweltbewegung und der BUND (nicht nur am südlichen Oberrhein) eine Vielzahl von kleinen und großen Erfolgen erzielt und die globalen Zerstörungsprozesse zumindest entschleunigt. Es lohnt, sich zu engagieren.

Auf dieser Seite möchten wir beginnen, diese Erfolge aufzulisten.


Der Erfolg hat immer viele Väter und Mütter und der Großteil der Erfolge lässt sich nicht einer Person oder einem Verband alleine zuschreiben. So waren die frühen Erfolge: die Verhinderung des Bleichemiewerks in Marckolsheim und der AKW in Wyhl, Gerstheim und Kaisersaugst das Werk der grenzüberschreitenden Umweltbewegung am Oberrhein. Der BUND war nur eine von vielen Initiativen. Der Konflikt um die Usine Kaysersberg, der letzten großen Papierfabrik am Rhein ohne Kläranlage, wurde vom BUND Regionalverband alleine getragen. Und da sind auch die stillen Erfolge, da ist immer auch jeder Frosch und jede Kröte, die von Umweltaktiven im nächtlichen Einsatz über die Straße getragen wurde. Und so steht am Beginn der Auflistung auch der große Dank an alle Aktiven, die sich für Mensch, Natur, Frieden, Gerechtigkeit und Umwelt engagiert haben.

Die Umweltbewegung wird für das gelobt, was sie in der Vergangenheit getan und erreicht hat und sie wird dafür kritisiert, was sie aktuell fordert und durchsetzen will.

Axel Mayer

Noch ist diese Seite aber eine Idee und Textbaustelle.




Erfolge für Natur & Umwelt (nicht nur) am Oberrhein:



  • Die frühen Kämpfe um saubere Bäche und Flüsse
    Nicht erst nach dem bisher letzten Weltkrieg waren viele Bäche und Flüsse am Oberrhein zu stinkenden Kloaken geworden. Die Abwässer der Papierfabrik Neustadt führten immer wieder zu Fischsterben und Geruchsbelästigung in der oberen Schlucht. Aktive des damaligen BUND (Aktion Umweltschutz) und des Schwarzwaldvereins verlangten um das Jahr 1970 die Abwasserklärung der Papierfabrik in Neustadt und die Beendigung der massiven Wasserverschmutzung der Wutach. Nach vielfältigen Aktionen (die den Aktiven viel Ärger einbrachten) wurde eine Kläranlage eingebaut.


  • Vogelschutz, Artenschutz & DDT
    In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde festgestellt, dass DDT dazu führte, dass Greifvögel Eier mit dünneren Schalen legten, was zu erheblichen Bestandseinbrüchen führte. DDT geriet auch unter Verdacht, beim Menschen Krebs auslösen zu können. Auch in Südbaden gab es AktivistInnen und ForscherInnen, die früh auf den Zusammenhang zwischen DDT und Vogelsterben aufmerksam machten und - wie immer in solchen Konflikten - gab es auch industriegelenkte Verharmloser. Auch wegen des Drucks der Umweltbewegung wurde die Verwendung von DDT von den meisten westlichen Industrieländern in den 1970er-Jahren verboten. Artenschutz ist immer auch Menschenschutz.



  • Saubere Luft: Erfolgreiche Kämpfe für Luftreinhaltung
    Nach dem bisher letzten Weltkrieg und bis weit in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts war Luftverschmutzung (nicht nur) ein massives Gesundheitsproblem. Kraftwerke, Müllverbrennungsanlagen, Chemie- und Industrieanlagen waren Dreck- und Dioxinschleudern und Kinder litten unter Atemwegserkrankungen wie Pseudokrupp. Gerade auch am Oberrhein wurden in den letzten 50 Jahren viele erfolgreiche Kämpfe für saubere Luft gekämpft. Es begann mit der Bauplatzbesetzung gegen ein massiv umweltvergiftendes Bleichemiewerk in Marckolsheim 1974, ging weiter mit dem erfolgreichen Kampf um Luftreinhaltung im Zusammenhang mit der Debatte ums Waldsterben und setzte sich fort im Widerstand gegen technisch schlechte Müllverbrennungsanlagen vor 30 Jahren. Diese Konflikte, Demos und Aktionen haben den ökologisch-technischen Fortschritt beschleunigt und die Luftreinhaltung massiv verbessert. Gesetze wurden auf Druck der Umweltbewegung und gegen die Lobbyisten verschärft, der PKW-Katalysator wurde eingeführt, verbleites Benzin wurde verboten, Kraftwerke und Industrieanlagen wurden entstickt, entschwefelt, entgiftet und zum Teil technisch auch sicherer. So konnten zum Beispiel alleine in Baden-Württemberg die SO2-Emissionen von 334.200 Tonnen 1973 auf 58.800 Tonnen 1995 reduziert werden, was einem Rückgang um über 80 % entspricht. Wenn heute bei der geplanten Verbrennung auf dem Kahlenberg von sehr niederen Schadstoffemissionen ausgegangen werden kann, dann ist dies auch ein Erfolg für die Umweltbewegung. Heute müssen die Kämpfe an anderen Stellen ausgefochten werden, z. Bsp. bei CO2, Klimawandel und der Müllvermeidung.



  • Bleiwerk Marckolsheim & Luftreinhaltung
    Am 20. September 1974 wurde der Bauplatz im elsässischen Marckolsheim von Umweltschützern aus Baden und dem Elsass besetzt und nach indianischem Vorbild ein hölzernes Rundhaus, das erste „Freundschaftshaus“ am Rhein, errichtet. Bauplatzbesetzungen in Wyhl (D), Kaiseraugst (CH), Gerstheim (F) und Heiteren (F) sollten folgen und auch die badischen Ackerbesetzer in Sachen "Genmais Buggingen" beriefen sich zwei Jahrzehnte später noch auf die Marckolsheimer Erfahrungen. Mit dieser ersten Bauplatzbesetzung wurde ein extrem umweltvergiftendes Bleichemiewerk verhindert.



  • Kein AKW in Wyhl
    Am 18. Februar 1975 wurde im Wyhler Wald Geschichte geschrieben. Es war der Tag des Baubeginns für die geplanten AKW. Männer und Frauen stellten sich mit ihren Kindern vor die Baumaschinen und brachten diese zum Stillstand, um ihre bedrohte Heimat zu schützen. Es folgte die erste Räumung des Platzes durch die Polizei am 20. Februar. Nach einer Großkundgebung am Sonntag, dem 23. Februar 1975, kam es zur zweiten Besetzung. Das AKW Wyhl wurde verhindert und der Niedergang der Nutzung der mörderischen Atomenergie begann. In Wyhl und Marckolsheim wurde aber auch der Traum von einem Europa der Menschen, einem Europa ohne Grenzen geträumt und erstmals nach dem Krieg realisiert.


  • Sonnentage Sasbach & der Anfang der erneuerbaren Energien
    Über 12 000 BesucherInnen kamen 1976 zu diesen ersten "Sonnentagen" nach Sasbach. Die Bürgerinitiativen gegen das AKW Wyhl und die Aktion Umweltschutz/BUND organisierten die damals weltgrößte Ausstellung zu alternativen Energien. Der Widerstand gegen das im Nachbardorf Wyhl geplante AKW, das berühmte "Nai hämmer gsait" war den Aktiven nicht genug, es galt auch Alternativen zur Atomenergie aufzuzeigen. Aus heutiger Sicht war es eine kleine, ja geradezu winzige Ausstellung alternativer Energien. Aber gerade dieses "aus heutiger Sicht" zeigt den unglaublichen Erfolg der damaligen Idee und der umgesetzten Vision.



  • Am 1. Juni 1995 begann die erfolgreiche Ackerbesetzung gegen Genmais im südbadischen Buggingen.



  • Reiner Rhein und der Kampf für saubere Flüsse
    Rot, blau, gelb... in allen Regenbogenfarben färbt sich der Rhein bis 1996 an einer einsamen Stelle unterhalb der beiden Rohre der elsässischen Papierfabrik Kaysersberg gegenüber von Breisach. Nach einem langen Konflikt bekam die allerletzte Fabrik am Oberrhein eine Kläranlage. Auch für den BUND und die Umweltbewegung war dies ein großer Erfolg und dennoch eine "Zäsur". Langsam endete die Zeit der sichtbaren, alten, großen Luft-, Wasser-, und Umweltverschmutzung am Oberrhein, in Deutschland und Zentraleuropa und die Kämpfe und Konflikte zu diesen Themenbereichen. Die Luft- und Wasserqualität hat sich deutlich verbessert und andere Probleme (Gentechnik, Klimawandel, Artensterben, Überkonsum, Endlichkeit der Rohstoffe... treten in den Vordergrund.)



  • Regional & weltweit gemeinsam gegen Atomwaffen und Atomwaffentests
    Weltweit und auch am Kaiserstuhl gab es in den Jahren 1995 und 1996 Proteste gegen Atomwaffen und die französischen Atombomben. Die Entscheidung des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac für neue Atombombentests auf Mururoa führte damals weltweit zu Protesten. Auch die grenzüberschreitende Umweltbewegung am Oberrhein demonstrierte. Es gab Kundgebungen und Aktionen an der deutsch-französischen Grenze, u.a. vom BUND an der L113 in Sasbach am Kaiserstuhl. Der weltweite Protest führte dazu, dass die Atomtests 1996 nach 30 Jahren endeten. Die radiologischen Auswirkungen für die betroffenen Menschen in der Südsee waren und sind immer noch verheerend. Damals wie heute war der kleine, örtliche Protest am Kaiserstuhl Teil einer global-erfolgreichen Bewegung gegen die Bedrohung durch Atomkraftwaffen.



  • Erfolg! Kalihalde / Abraumhalde Buggingen: Salz & Grundwasserversalzung durch den "Kalimandscharo"

  • In Buggingen wurde von 1926 bis 1973 Kalisalz abgebaut. Der Abraumhügel, im Volksmund "Kalimanscharo" genannt, besteht zum Teil immer noch aus Steinsalz. Insgesamt 200.000 bis 250.000 Tonnen Steinsalz befinden sich noch in diesem Hügel.
    Von 1926 bis 1973 wurden von der Kali und Salz AG und deren "Rechtsvorgängern" Gewinne gemacht. Es gab nie eine Bestrafung der Verantwortlichen für die Grundwasserversalzung, die Untersuchungen des Grundwassers zahlte bisher stets die Allgemeinheit (auch mit Interreg-Geldern). Lange versuchte die Kali und Salz AG sich auch noch vor den Kosten der Sanierung zu drücken und diese der Allgemeinheit aufzulasten. Um eine Bestrafung der Verantwortlichen zu erreichen, hatte BUND-Geschäftsführer Axel Mayer schon im Dezember 1997 die Verantwortlichen für die Grundwasserversalzung auf beiden Rheinseiten angezeigt und damals die größte Razzia in der Geschichte des Freiburger Wirtschaftskontrolldienstes ausgelöst.

    Schöner Erfolg nach über 20 Jahren Streit!
    Die Badische Zeitung berichtete am 19.3.2019, dass unsere jahrzehntelange Arbeit endlich von einem Erfolg gekrönt wird. Der "Kalimandscharo" bei Buggingen muss saniert werden und der Bergbaukonzern K+S muss die 3,4 Millionen Euro teure Sanierung übernehmen. Die Versuche des Konzerns die Allgemeinheit zahlen zu lassen sind gescheitert. Bis zum Ende des Jahres 2019 könnte eine Vereinbarung zwischen Landratsamt und der Bergbaufirma K+S stehen, in der die Sanierung geregelt wird. Dennoch steht der Erfolg für einen der größten Umweltskandale am Oberrhein, denn die Sanierung des "Kalimandscharo" bei Buggingen aus dem täglich bis zu 2,5 Tonnen Salz in´s Grundwasser gehen, kommt viel zu spät.
    Erfolg: Salzhalde Buggingen wird saniert


    Einen sehenswerten Beitrag zu diesem Thema gibt´s auch beim SWR.


  • Über eine Milliarde Mark hat das Engagement des BUND und anderer Umweltschützer dem Steuer- und Gebührenzahler in den Kreisen Emmendingen und Ortenau erspart. 1990 hatte das Planungsbüro AEW-Plan (eng verbunden mit Firmen, die Müll-Öfen bauen) den beiden Kreisen den Bau eines Müll-Ofens für 360.000 Jahrestonnen empfohlen. Der BUND und einige Bürgerinitiativen wehrten sich gegen die überzogenen Verbrennungspläne. Im Jahr 2000 lieferten die Menschen in beiden Landkreisen statt der geplanten 360.000 Jahrestonnen real aber nur noch 140.000 Tonnen Müll bei der Deponie Kahlenberg an. Mit Hilfe einer Biologisch-Mechanischen-Abfallbehandlungsanlage kann in Zukunft der brennbare Müllrest auf rund 30.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden (Als die wegen Bestechungsskandalen umstrittene Müllverbrennungsanlage Köln Niehl gebaut wurde, arbeitete u.a. die AEW Plan Köln die Planungs- und Ausschreibungsunterlagen aus / Quelle TAZ)

  • Der grenzüberschreitende Widerstand gegen die neue, umweltbelastende Flachglasfabrik in Hombourg (F) kann den Bau im Jahr 1994 zwar nicht verhindern, erzwingt aber den Einbau modernster Technik zur Luftreinhaltung (Entstickungsanlage).

  • Trotz Widerstand: Der Nationalpark Schwarzwald kommt
    Der 28. November 2013 war ein guter Tag für Natur, Umwelt und Baden Württemberg. Der Landtag von Baden-Württemberg beschloss endlich das Gesetz zur Errichtung eines Nationalparks Schwarzwald mit 71 zu 63 Stimmen. FDP und CDU stimmten gegen Natur und Nationalpark. Gemeinsam mit Sägern, Jägern und Bürgerinitiativen hatten sie den Nationalpark massiv bekämpft. Doch Umweltverbände, GRÜNE und SPD konnten sich durchsetzen.
    Mehr Infos: hier


  • Fridays for Future
    Nein, wir haben die Jugendbewegung Fridays for Future nicht "geschaffen oder organisiert". Die jungen Menschen organisieren sich erfreulich selber. Aber wir haben uns jahrzehntelang für Luftreinhaltung, Klimaschutz und zukunftsfähige Energien engagiert und massive Konflikte mit Klimawandelleugnern und mächtigen Energiewendegegnern ausgetragen. Unsere Öffentlichkeitsarbeit war der stete Tropfen, der den Stein höhlt. Und irgendwann wurde aus der Quantität der Information, die Qualität der Aktion und wir freuen uns Fridays for Future zu unterstützen. Und die Kämpfe sind noch lange nicht ausgestanden und wir brauchen Jung und Alt.



Und ein Beispiel für eine (von vielen) Niederlagen



Asbest Gefahr 2019: Krankheit Tod & Propaganda (Klimawandel, FCKW, DDT, Rauchen, Atomkraft...)



Eine der schrecklichsten Niederlagen der Umweltbewegung ist die Asbest-Geschichte. Schon um das Jahr 1900 wurde die Asbestose als Krankheit entdeckt und 1943 wurde Lungenkrebs als Folge von Asbestbelastungen als Berufskrankheit anerkannt. Doch erst 1995 wurde in Deutschland die Herstellung und Verwendung von Asbest generell verboten wurden und erst seit dem Jahr 2005 gibt ein EU-weites Verbot.

Auch im Jahr 2019 gibt es in Deutschland noch mehr Todesfälle durch Asbest-Belastungen als tödliche Arbeitsunfälle.
"In Deutschland sind an Asbestose und asbestbedingtem Krebs bisher vor allem Arbeiter gestorben, die früher mit dem Werkstoff zu tun hatten, allein seit 1990 etwa 30.000 Menschen. Weltweit ist Asbest jedes Jahr für mindestens 100.000 Tote verantwortlich. Hinzu kommen noch weitaus mehr Erkrankungen an Asbestose, die nicht tödlich enden, aber auch nicht geheilt werden können." sagt der Deutschlandfunk.

Über Jahrzehnte waren die Gefahren von Asbest und Asbestose bekannt und dennoch gelang es der Industrie, Lobbyisten und bezahlten Mietmäulern die Gefahren herunter zu spielen, zu verharmlosen und ein Verbot zu verhindern. Es ist Zeit zu sagen, dass diese Industriellen, Lobbyisten und bezahlten Mietmäulern Mörder waren!

Es ist tief erschrecken und widerspricht dem bürgerlichen Rechtsempfinden, dass die Täter und Täterinnen nie angemessen bestraft wurden.

Nicht nur Asbest
Asbest ist kein Gesundheitsproblem, Rauchen verursacht keinen Lungenkrebs, es gibt kein Insektensterben, FCKWs haben nichts mit dem Ozonloch zu tun, schwere Atomunfälle sind undenkbar, Atomtests sind ungefährlich, es gibt keinen menschengemachten Klimawandel...

Seit Jahrzehnten gab und gibt es weltweit industriegelenkte Debatten und Schein-Bürgerinitiativen, manipulierte Untersuchungen, Angriffe auf kritische WissenschaftlerInnen und Umweltverbände, um die Gefahren von Asbest, und Klimawandel herunterzuspielen. Hunderttausende von Menschen sind auch aufgrund von organisierten und nie bestraften Propagandaverbrechen der Asbest-Industrie und ihrer PR-Abteilungen gestorben und die Lügenkampagnen von Big-Oil und Big-Coal zum Klimawandel werden Millionen von Opfern fordern. Die Täter wurden nie bestraft und diese Kampagnen waren und sind ein blinder Fleck der Medien-Berichterstattung.

Jahrzehntelang haben Konzerne, amerikanische Milliardäre, neoliberale Think Tanks und auch die Asbest- Kohle- Atom- und Autolobby solche Desinformationskampagnen organisiert, finanziert und z. B. politisches Handeln gegen den Klimawandel verzögert und verhindert. Mit vergleichbaren Kampagnen werden auch die regenerativen Energien und die Energiewende in Deutschland bekämpft.

Eine ähnlich gut organisierte Desinfomationskampagne läuft aktuell in Deutschland: In einer gut geplanten PR-Kampagne greift eine kleine Minderheit der Lungenärzte die aktuellen Grenzwerte zu Feinstaub und Stickoxiden an. Das so genannte Positionspapier wurde von den Lungenärzten Dieter Köhler und Martin Hetzel gemeinsam mit Matthias Klingner vom Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktuursysteme und Thomas Koch, Karlsruher Institut für Technologie verfasst. Thomas Koch war zuvor 10 Jahre lang bei der Daimler AG. (Quelle Lobby Control) Das Papier wurde nach Medienberichten bereits Anfang Januar 2019 an 3800 Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) verschickt - aber nur 112 haben es nach aktuellem Stand unterschrieben, also weniger als 3 Prozent der angefragten Lungenexperten. Mitunterzeichner des Papiers sind die co- Autoren Köhlers selbst, bleiben also nach Bereinigung um die Autoren selbst nur noch 109 Unterzeichner.
Die Unterstützer dieser Kampagne sind u.a. die Bild-Zeitung, die Welt, rechte und neoliberale Netzwerke, AfD, CDU, CSU und FDP und CSU-Verkehrsminister Scheuer zeigt sich wieder einmal als Autolobbyist. Die Methoden erinnern an die schrecklich erfolgreichen Kampagnen der industriegelenkten Klimawandelleugner in den USA. Die gezielt gestreute Meinung einer kleinen Gruppe der Lungenärzte wird geschickt genutzt, um Zweifel an etablierten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu erzeugen. In´s rückwärtsgewandte Bild passen auch die peinlichen Pro-Diesel-Demos der Auto-Lobbyisten.

Doch nirgends war der Ursache-Wirkungszusammenhang so deutlich wie bei den Asbest-Verbrechen. Wenn wir aus dieser schrecklichen Geschichte nichts lernen, wird sich die Katastrophe an anderen Stellen wiederholen.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident TRAS, Kreisrat


"Die Gerechtigkeit (und das Recht) sind wie ein Spinnennetz
– die Kleinen hält es fest –
die Großen zerreißen es einfach"


Nach einem alten lateinischen Zitat


Hier finden Sie einen umfassenden Überblick über die regionale Umweltgeschichte

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Dieser Artikel wurde 363 mal gelesen und am 4.5.2019 zuletzt geändert.