Mothers (?) for Nuclear / Mütter für Atom: Atom-Propaganda & neue AKW
Veröffentlicht am 12.02.2025 in der Kategorie Atomkraft von Axel Mayer
Mothers for Nuclear, Atom-Propaganda & neue AKW
Atomare Tarnorganisationen: Nuclear Pride Coalition, Stand up for nuclear, Mothers for Nuclear, Nuklearia, Ökomoderne, Partei der Humanisten
Aktueller Einschub:
Gerade im Abschalt-Jahr 2023 spielten die Atomlobbyisten (häufig lokal unterstützt von den Atomparteien FDP, CDU, CSU & AfD) wieder Umwelt- und Klimaschutzbewegung.
Die Durchsetzungsstrategien für Atomkraft haben sich geändert. Angeführt von Anna Veronika Wendland kämpfen atomar-fossile Tarnorganisationen für die Laufzeitverlängerung der deutschen AKW und gegen die kostengünstigen und umweltfreundlichen erneuerbaren Energien.
Mit Fakten für die Laufzeitverlängerung zu werben, ist nach Tschernobyl und Fukushima schwierig geworden. Selbst die Ökonomie spricht seit einigen Jahren gegen die Atomkraft. Strom aus Wind und Sonne ist nicht nur umwelt- und menschenfreundlicher, sondern auch wesentlich kostengünstiger als Strom aus neuen AKW. Erstaunlicherweise werben auch nicht mehr die alten deutschen Energiekonzerne für die Gefahrzeitverlängerung, denn diese können rechnen. Für die Laufzeitverlängerung werben aktuell die alten und neuen Atomparteien und die ihnen nahestehenden Medien, rechts-libertäre Seilschaften und die Netzwerke der Klimawandelleugner. Vor fünf Jahrzehnten fanden die inhaltlichen Auseinandersetzungen noch zwischen Konzernen und Umweltbewegung statt. Heute tarnt sich die Atomlobby "scheinbar klimafreundlich" nach amerikanischem Greenscamming-Vorbild. Greenscamming ist eine PR-Technik, bei der umweltfreundlich klingende Namen und Bezeichnungen für Organisationen oder Produkte ausgewählt werden, die nicht umwelt- oder klimafreundlich sind. Eine häufig angewandte Greenscamming-Methode besteht z.B. darin, dass sich Anti-Umwelt-Organisationen klimafreundlich bzw. „grün“ klingende Namen geben, die ein Interesse am Umweltschutz suggerieren, um die Öffentlichkeit über ihre wahren Absichten und Motive zu täuschen.
Die internationale Atomlobby war nach den vielen Opfern der "zivilen" Nutzung der Atomkraft, nach Fukushima und Tschernobyl für kurze Zeit ein wenig in Deckung gegangen. Aufgegeben hat sie nicht. Das globale atomare Dorf, die alten mächtigen Seilschaften aus Konzernen, Lobbyisten und Atomparteien funktionieren noch. Es werden zwar viele alte AKW stillgelegt, doch in Diktaturen, Halbdiktaturen und in Ländern in denen der Markt nicht funktioniert, werden immer noch AKW gebaut. Darum wird auch aktuell intensiv für neue Atomkraftwerke geworben. Um die Bevölkerung nach Tschernobyl und Fukushima für ihre Interessen zu begeistern, ist AKW-Betreibern kein Preis zu hoch und keine Methode zuwider. In geschickt inszenierten Kampagnen verbreiten sie Halbwahrheiten, verschleiern Tatsachen oder rühmen Selbstverständlichkeiten.
Mothers for Nuclear und Nuclear Pride Coalition und neue Durchsetzungsstrategien
Was sich gegenüber den früheren Jahren geändert hat, sind die Durchsetzungs- und Propagandastrategien. Die früheren Konflikte um Atomkraft, Umweltschutz und Klimaschutz wurden noch zwischen UmweltschützerInnen und Konzernen ausgetragen und leider denkt und agiert die Umweltbewegung auch heute noch in den alten Denk- und Konfliktmustern. Heute werden die Konflikte "ausgelagert". Vorfeldorganisationen der Atom- und Kohlekonzerne, Stiftungen und industrienahe Schein-Bürgerinitiativen wie Mothers for Nuclear und die Nuclear Pride Coalition engagieren sich scheinbar unabhängig für Atomkraft und Kohlekraftwerke und bekämpfen überall in der Schweiz, in Deutschland und weltweit die umweltfreundlichen, zukunftsfähigen Energien.
Graswurzelbewegungen – Kunstprodukte der Atomlobby "Ein echter PR-Kracher ist allerdings die Organisation «Mothers for Nuclear». Zaitz ist hier Mitbegründerin und versichert, dass sie sich aus reiner Besorgnis um die Umwelt engagieren würde und keineswegs, weil sie von der Atomindustrie bezahlt werde (sie arbeitet als leitende Ingenieurin im umstrittenen kalifornischen Atomkraftwerk Diablo Canyon). Gruppen wie «Women in Nuclear» oder «Mothers for Nuclear» werden in den USA oft als Astroturf-Organisationen bezeichnet. Astroturf ist der englische Begriff für Kunstrasen – also einem Plastikprodukt, das von weitem aussieht wie Gras. Ähnlich verhält es sich mit Astroturf-Organisationen, die aussehen sollen, wie Graswurzelbewegungen, aber statt dessen sorgfältig orchestrierte Kunstprodukte der Atomlobby sind. Zaitz Gesicht taucht daher auch gleich bei einigen Astroturf-Organisationen auf – oft zusammen mit dem stilisierten Atommodell: mit Fingerfarben auf bunte Pappe gemalt, auf T-Shirts gedruckt, auf Aufklebern und in Holz gefräst wie ein hübsches Mandala." Quelle und mehr Infos:/www.infosperber.ch
Mothers for Nuclear, die Mütter für Atomkraft sind eine global agierende Lobbygruppe mit Schweizer Untergliederung. Die Öffentlichkeitsarbeit der Schweizer Atomlobby ist perfekt. In der direkten Demokratie der Schweiz muss die PR gut sein. Es gilt: Je direkter die Demokratie, desto besser die Atompropaganda. Gerade Frauen sind besonders atomkritisch. Genau darum braucht es eine solche weibliche Tarnorganisation der Atomlobby um gezielt Frauen anzusprechen.
Die Nutzung der Atomenergie in den alten AKW der Schweiz ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im so genannten Normalbetrieb geben die AKW krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete dauerhaft unbewohnbar machen. Die Macht und der Einfluss der Schweizer Atomkonzerne auf die Politik ist undemokratisch, aber Propaganda und Greenwash sind perfekt. Nicht nur mit Falken am Kühlturm des AKW Leibstadt, sondern auch mit Mothers for Nuclear versuchen sie von den Gefahren der AKW abzulenken und für neue AKW zu werben. Der heute produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.
Der "Verein" Mothers for Nuclear / Mütter für Atom kann nicht losgelöst von einem großen Netzwerk gesehenen werden.
Atomar fossile Seilschaften: Energiewendegegner, Klimawandelleugner, Klimaterroristen, Windradgegner, Atom- & Kohlelobbyisten in Deutschland: Die Netzwerke
Die Netzwerke der Klimawandelleugner und Kohle-, Öl-, Gas- und Atom-Lobbyisten (Atlas Network, Cato Institute, CO₂ Coalition ...) sind weltweit gespannt und eine zentrale Rolle spielen die Gelder amerikanischer Öl-Konzerne, der amerikanischen Koch Brüder und anderer Öl- und Kohle-Milliardäre, die schon jahrzehntelang die globalen Klimawandelleugner finanzieren. In den deutschen Netzwerken der Energiewendegegner, Klimawandelleugner, Windradgegner, Atom-, Öl- & Kohlelobbyisten gibt es unterschiedliche Rollen und Aufgaben. Manche dieser Gruppen, Verbände, Stiftungen und Personen (nicht alle) stehen auch für einen rechtspopulistischen aggressiven Neoliberalismus und für Steuersenkungen für Milliardäre und Konzerne, deren Interessen sie gut getarnt bedienen. Ein lokaler Windradgegner ist zumeist kein Klimawandelleugner und auch in der CDU gibt es neben dem Atom- und Kohlelobbyisten Friedrich Merz auch engagierte Atomkraft-Gegner. Doch die aufgeführten globalen Netzwerke, Lobbyisten und die Strippenzieher an deren Spitzen sind "eng verbunden". Es ist beeindruckend zu sehen, wie aggressiv die BILD-Zeitung gegen die Energiewende agitiert. Der Techno-Faschist Elon Musk ist zwar kein Klimawandelleugner. Er unterstützt diese aber massiv.
Das schöne und wichtige Wort "Freiheit" ist die Losung fast aller dieser Gruppen Die Klimawandelleugner von EIKE, dem sogenannten "Europäischen Institut für Klima und Energie" haben den Slogan: "Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit". Häufig steht das schöne Wort nur noch für die totale und uneingeschränkte Freiheit der Konzerne, Menschen auszubeuten und auszunutzen und die Umwelt zu zerstören. Noch vor drei Jahrhunderten wäre dieser Freiheitsbegriff die Freiheit der Sklavenhalter gewesen, denen kein Mensch, kein Umweltverband und kein Staat in ihr Geschäftsmodell hätte hineinregieren dürfen. Dies ist auch einer der Gründe, warum viele dieser Gruppen Fridays for Future und Greta Thunberg mit so viel Hass verfolgen.
Springer Presse, vornehmlich BILD & Welt, Novo, Achse des Guten, Ruhrbarone, Medien von Rupert Murdoch ... Dazu kommen sogenannte Alternative Medien wie etwa Nius, Tichys Einblick und Apollo News, die nach dem Vorbild von Fox News und Tucker Carlson Verschwörungstheorien, rechte Propaganda und Hasstiraden gegen die Energiewende im Netz verbreiten.
Die Verantwortlichen für Klimawandel und Atomkatastrophen bekämpfen"technologieoffen" die Energiewende und setzen auf AKW als alte, neue "Wunderwaffe" im verloren gehenden Krieg gegen Mensch und Natur.
Der Spiegel hat im lesenswerten Beitrag vom 11.02.2021 "Die Anti-Windkraft-Bewegung" die mächtigen Strukturen der Energiewendegegner aufgezeigt.
Nuclear Pride Coalition / »Stand up for nuclear« / Critical Climate Action / WEPlanet / Nuklearia: Industriegelenkte Atom-Propaganda mit vorgeschobenen Klimaargumenten, Greenwash und Greenscamming
Axels Radio Empfehlung: "Die technofaschistischen Visionen der Tech-Milliardäre" im DLF
Rechtslibertäre Science Fiction-Visionen hatten lange nicht die Strahlkraft progressiver Utopien – doch heute dienen sie Tech-Milliardären wie Elon Musk und Peter Thiel als Blaupause für die Zukunft. Warum ist es offenbar leichter, sich das Ende der Erde und die Flucht ins Weltall vorzustellen als das Ende des Kapitalismus? Die Erde wird nicht mehr als Ort gedacht, den es zu erhalten gilt, sondern als ein durch menschliches Fehlverhalten bereits verloren geglaubter Planet. Die Zukunft, die Musk, Thiel oder Bezos imaginieren, ist nicht eine postkapitalistische Gesellschaft – sondern eine Zukunft, in der jene, die es sich leisten können, sich dem Kollaps einfach entziehen.
Neue Atomkraftwerke - altmodische Technik: Nuclear Pride Coalition / »Stand up for nuclear« / Critical Climate Action / WEPlanet / Nuklearia:
Auch neue Atomkraftwerke und Thorium Reaktoren sind gefährlich und teuer. Sie liefern "Grundlast", die in Zeiten von kostengünstiger Solar- und Windenergie nicht gebraucht wird.
Atomare Tarnorganisationen im englischsprachigen Raum:
Nuklear Pride, RePlant, Critical Climate Action, "tech for future" und Greenscamming
"Greenscamming ist eine PR-Technik, bei der umweltfreundlich klingende Namen und Bezeichnungen für Organisationen oder Produkte ausgewählt werden, die nicht umweltfreundlich sind. Eine häufig angewandte Greenscamming-Methode besteht z.B. darin, dass sich Anti-Umwelt-Organisationen umweltfreundlich bzw. „grün“ klingende Namen geben, die ein Interesse am Umweltschutz suggerieren, um die Öffentlichkeit über ihre wahren Absichten und Motive zu täuschen. (…) In diesem Zusammenhang verweist er auf eine von der Union of Concerned Scientists angefertigte Liste von Klimaleugnerorganisationen, die auch 43 vom Ölkonzern Exxon finanzierte Organisationen enthalte. Keine einzige dieser Organisationen trage dort einen Namen, aus dem man ihr Eintreten gegen Klimaschutz ableiten könne. (...) Beispiele für Greenscamming-Organisationen sind die National Wetland Coalition, Friends of Eagle Mountain, The Sahara Club, The Alliance for Environment and Resources, The Abundant Wildlife Society of North America, die Global Climate Coalition, das National Wilderness Institute, die Environmental Policy Alliance des Center for Organizational Research and Education und das American Council on Science and Health. Hinter diesen vorgeblichen Umweltschutzorganisationen verbergen sich vor allem die Interessen von Wirtschaftsbranchen. Beispielsweise stehen hinter der National Wetland Coalition Erdöl-Bohrunternehmen und Immobilienentwickler, während sich hinter den Friends of Eagle Mountain ein Bergbauunternehmen verbarg, das Tagebaugruben in Mülldeponien umwandeln möchte. Hinter der Global Climate Coalition standen wiederum Wirtschaftsunternehmen, die gegen staatlich verordnete Klimaschutzmaßnahmen kämpften. Weitere Greenscam-Organisationen sind das US Council for Energy Awareness, hinter dem die Kernenergieindustrie steht, die Wilderness Impact Research Foundation, die Holzfäller- und Viehzüchter-Interessen vertritt, und die American Environmental Foundation, die eine Interessenvertretung von Grundstücksbesitzern ist. Quelle und mehr Infos:Wikipedia
Atomkraft kann einen Beitrag zur Abkühlung der Erde und des Klimas leisten! Wer neue Atomkraftwerke bauen und weltweit exportieren will, wie die Nuclear Pride Coalition, der sorgt dafür, dass immer mehr Länder in den Besitz von "Atomkraftwaffen" kommen. Wenn schon heute "sonnenarme" Länder wie der Iran, Saudi-Arabien, Jordanien, Türkei, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate neue, teure AKW bauen wollen, dann geht es weniger um Energie, als um einen nordkoreanischen Machtzuwachs. Jedes neue Land das über Atomkraftwaffen verfügt erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges und des damit verbundenen atomaren Winters. So könnte die Atomkraft tatsächlich einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten. Der weltweite AKW-Export ist ein globales Selbstmordprogramm.