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Friedrich Merz for Kanzler?: "Stiller" CDU Minister- oder Kanzlerkandidat & Blackrock: Merz regiert doch schon


Friedrich Merz for Kanzler?: "Stiller" Minister oder CDU Kanzlerkandidat & Blackrock: Merz regiert doch schon



"Die «Untätigkeit und die mangelnde Führung» durch Angela Merkel habe sich seit Jahren wie ein Nebelteppich über das Land gelegt - urteilt Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) im ZDF über die CDU-Kanzlerin. «Grottenschlecht» sei das Erscheinungsbild der Bundesregierung. «Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass diese Art des Regierens in Deutschland noch zwei Jahre dauert.»" sagte der heimliche Kanzlerkandidat Friedrich Merz im Oktober 2019 und wurde BILD, Welt und der Jungen Union massiv unterstützt.

"Zuletzt erinnerten die Spekulationen um die Zukunft von Friedrich Merz an eine Neuauflage des TV-Klassikers von Robert Lembke: heiteres Beruferaten. Es verging kaum ein Tag ohne neue Ideen, was Merz künftig alles machen könne. Sie stammten von seinen Fans aus dem konservativen Flügel der CDU oder von der "Bild"-Zeitung und wurden mit der Zeit immer kreativer. Oder verzweifelter.
Er könne sich Merz nach wie vor als Kanzlerkandidaten seiner Partei vorstellen, träumte Günther Oettinger, kurz nachdem sein Freund im Rennen um den CDU-Vorsitz knapp gegen Annegret Kramp-Karrenbauer verloren hatte. Es folgten weitere Ideen, Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU bei der Landtagswahl zum Beispiel. Dass den Sauerländer Merz mit Baden-Württemberg in etwa so viel verbindet wie Lothar Matthäus mit Synchronschwimmen wurde allerdings übersehen.
Als Nächstes sollte Merz angeblich Spitzenkandidat des chronisch erfolglosen Berliner CDU-Landesverbands für das Amt des Regierenden Bürgermeisters werden." schrieb der Spiegel am 12.4.19 zum "Minister in Spe".


Hier mein Leserbrief vom 10.11.18 in der Süddeutschen Zeitung

Merz regiert doch schon


Jetzt will Friedrich Merz also doch noch Bundeskanzler werden. Ich verstehe das nicht, denn er regiert doch schon unser Land und die Welt als Aufsichtsrats-Chef der deutschen Abteilung von Blackrock. Die Firma ist der größte Vermögensverwalter der Welt und verwaltet ein Vermögen von ca. 5,2 Billionen US-Dollar. Eine Billion steht im deutschen Sprachgebrauch für die Zahl 1000 Milliarden oder 1 000 000 000 000. Laut EU-Lobbyregister ist dieser Konzern inzwischen eines der Unternehmen mit den meisten Treffen ihrer Lobbyisten und Lobbyistinnen mit EU-Vertretungen. Blackrock und Merz sorgen dafür, dass das reichste Prozent der Weltbevölkerung (70 Millionen Menschen) über so viel Vermögen verfügt wie der ganze Rest (sieben Milliarden Menschen) zusammen und dass Banken und Millionäre uns und unsere Finanzämter mit Cum-Ex um 55 Milliarden Euro ungestraft betrügen können. Es ist die undemokratische Macht dieser Lobbyisten, die unsere Demokratien zutiefst gefährdet. Nach meiner Ansicht braucht Merz nicht zu regieren. Er regiert doch schon.

Axel Mayer, Endingen



Kritik an Blackrock bei Wikipedia



BlackRock ist wegen mehrerer Einsätze für die US-Regierung stark in die Kritik geraten, da das Unternehmen bei annähernd allen Rettungsaktionen während der Finanzkrise 2007/2008 beteiligt war. Allein für die Abwicklung der Portfolios der Investmentbank Bear Stearns und des Versicherungsunternehmens AIG erhielt BlackRock mindestens 180 Millionen Dollar von der US-Notenbank FED unter dem damaligen Vorsitzenden Ben Bernanke. Danach unterstützte BlackRock die amerikanische Zentralbank bei Milliardengeschäften mit Hypothekenpapieren und beriet sie beim Einstieg bei der Citigroup. Die FED heuerte zudem BlackRock-Experten an, um die öffentlich-rechtlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac zu untersuchen. BlackRock agierte während der Finanzkrise auf Risiko und Kosten der Steuerzahler. „BlackRock gehört zu den großen Gewinnern der Rettungsaktion“, sagte Michael Smallberg vom Project on Government Oversight, einer unabhängigen Organisation in Washington, die Entscheidungen der US-Regierung kontrolliert.[40]

Der Hedgefondsinvestor Carl Icahn urteilt, dass BlackRock „eine Bedrohung für die globalen Finanzmärkte“ und „eine extrem gefährliche Firma“ ist. Icahn begründet diese Einschätzung mit dem Übergewicht von börsennotierten Fondsprodukten wie dem ETF-Geschäft, die er als illiquide erachtet. „Sie verkaufen Liquidität. Aber es gibt keine Liquidität. Darum geht es. Und das ist es, was es in die Luft sprengen wird“.[41] In einem von NBC übertragenen Schlagabtausch mit BlackRock-CEO Fink warnte Icahn vor BlackRocks Marktmacht.[42]

Kritiker befürchten, dass, wenn wenige große Investoren einen großen Anteil des Aktien- oder Anleihemarktes beherrschen und diese Investoren plötzlich alle gleichzeitig verkaufen wollen oder müssen, niemand mehr da ist, der ihnen die Papiere abkaufen kann. Das Problem wird umso größer, wenn die Investoren gezwungen sind zu verkaufen, weil sie – wie BlackRock – mit ihren Fonds Indizes abbilden und dem allgemeinen Markttrend folgen müssen. Der Absturz würde dann noch verstärkt. Manch ein Markt könnte sogar ganz austrocknen.

Gleiche Bedenken ergaben die Auswertungen einer Studie der Ökonomen Massimo Massa, David Schumacher und Yan Wang: Anleger würden nervös werden, wenn einzelne Investoren zu große Aktienpakete halten. Denn das mache es im Krisenfall schwierig, die Papiere zu verkaufen. BlackRock sei dabei so etwas wie der „Elefant im Teich“, der potenziell das „Boot zum Schaukeln“ bringen könne.[42]



Friedrich Merz, Kanzlerkandidat & Blackrock: Merz regiert doch schon









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Axel Mayer

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)


Artenausrottung in Deutschland 2019: Neue Studien


Während bundesweit Landwirte mit Grünen Kreuzen & Demos für Agrargifte & Glyphosat demonstrierten, gab es 2019 neue, erschreckende Studien zum Artensterben in Deutschland:

  • Vogelsterben


    "Die Fachgruppe „Vögel der Agrarlandschaft“ der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft hat ermittelt, dass die Zahl der abnehmenden und stark abnehmenden Arten von 55 Prozent auf 68 Prozent gestiegen ist. Die Bestandsrückgänge von Rebhuhn (89 Prozent seit 1992), Kiebitz (88 Prozent seit 1992), Feldlerche (45 Prozent seit 1992) und vieler weiterer Arten halten nicht nur an, sie haben sich sogar noch beschleunigt. Als wesentliche Ursache für die Bestandsrückgänge sehen die Fachleute die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft, insbesondere durch Pestizideinsatz, starke Düngung, den Verlust von Landschaftselementen wie Ackerbrachen und die Einengung der Fruchtfolgen.
    Quelle: Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

  • Insektensterben / Insektenausrottung


    Der Rückgang der Insekten und Spinnen in Deutschland reicht weiter, als bislang angenommen. Seit 2009 ist etwa ein Drittel aller Arten aus Wiesen und Wäldern verschwunden. Die Auswertung ergab insgesamt: Sowohl die Zahl der Insektenarten nahm massiv ab wie auch die Biomasse – allein auf den Wiesen um mehr als zwei Drittel. Der Insektenschwund war überall dort besonders stark, wo die Wiesen von Ackerland umgeben waren. Damit weist das Forscherteam um den Ökologen Sebastian Seibold darauf hin, dass die Hauptursache in der Landwirtschaft zu finden ist.
    Quelle: Studie der TU München

  • Lügen und Realitätsverdrängung


    Der Bauernbund bezeichnet das Insektensterben als „Agrarlüge“
    Landwirte sollen ein Mitschuld am Insektensterben haben? Davon will der Bauernbund nichts wissen. Geschäftsführer Reinhard Jung spricht von der „größten Agrarlüge seit BSE“... Landwirte tragen aus Sicht des Brandenburger Bauernbunds gar keine Mitschuld am Insektensterben. „Die Behauptung des Nabu, in den letzten 25 Jahren sei die Masse der Insekten um mehr als 70 Prozent zurückgegangen, können wir nicht nachvollziehen“, sagte Bauernbund-Vorstand Thomas Kiesel. „Fest steht allerdings, dass sich auf landwirtschaftlicher Seite die Lebensbedingungen für Insekten in den letzten 25 Jahren nicht verschlechtert haben.“
    Quelle: Märkische Allgemeine vom 25.3.2019


Mehr Infos: Insektensterben, Ursachen & Studien











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Dieser Artikel wurde 894 mal gelesen und am 9.11.2019 zuletzt geändert.