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Friedrich Merz for Kanzler 2021? (Rücktritt von Kramp-Karrenbauer)


Friedrich Merz for Kanzler 2021? (Rücktritt von Kramp-Karrenbauer)


Annegret Kramp-Karrenbauer gibt auf: Am 10.2.2020 kündigte sie ihren Verzicht auf eine Kanzlerkandidatur und den Rücktritt vom Parteivorsitz an. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der neoliberale Industrielobbyist Friedrich Merz Kanzlerkandidat der CDU wird. Seine Bewerbung wird massiv vom rechten Flügel der Union und von der so genannten "Werteunion" unterstützt.

"Die «Untätigkeit und die mangelnde Führung» durch Angela Merkel habe sich seit Jahren wie ein Nebelteppich über das Land gelegt - urteilt Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) im ZDF über die CDU-Kanzlerin. «Grottenschlecht» sei das Erscheinungsbild der Bundesregierung. «Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass diese Art des Regierens in Deutschland noch zwei Jahre dauert.»" sagte der heimliche Kanzlerkandidat Friedrich Merz im Oktober 2019 und wurde BILD, Welt und der Jungen Union massiv unterstützt.

"Zuletzt erinnerten die Spekulationen um die Zukunft von Friedrich Merz an eine Neuauflage des TV-Klassikers von Robert Lembke: heiteres Beruferaten. Es verging kaum ein Tag ohne neue Ideen, was Merz künftig alles machen könne. Sie stammten von seinen Fans aus dem konservativen Flügel der CDU oder von der "Bild"-Zeitung und wurden mit der Zeit immer kreativer. Oder verzweifelter.
Er könne sich Merz nach wie vor als Kanzlerkandidaten seiner Partei vorstellen, träumte Günther Oettinger, kurz nachdem sein Freund im Rennen um den CDU-Vorsitz knapp gegen Annegret Kramp-Karrenbauer verloren hatte. Es folgten weitere Ideen, Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU bei der Landtagswahl zum Beispiel. Dass den Sauerländer Merz mit Baden-Württemberg in etwa so viel verbindet wie Lothar Matthäus mit Synchronschwimmen wurde allerdings übersehen.
Als Nächstes sollte Merz angeblich Spitzenkandidat des chronisch erfolglosen Berliner CDU-Landesverbands für das Amt des Regierenden Bürgermeisters werden." schrieb der Spiegel am 12.4.19 zum "Minister in Spe".


Hier mein Leserbrief vom 10.11.18 in der Süddeutschen Zeitung

Merz regiert doch schon


Jetzt will Friedrich Merz also doch noch Bundeskanzler werden. Ich verstehe das nicht, denn er regiert doch schon unser Land und die Welt als Aufsichtsrats-Chef der deutschen Abteilung von Blackrock. Die Firma ist der größte Vermögensverwalter der Welt und verwaltet ein Vermögen von ca. 5,2 Billionen US-Dollar. Eine Billion steht im deutschen Sprachgebrauch für die Zahl 1000 Milliarden oder 1 000 000 000 000. Laut EU-Lobbyregister ist dieser Konzern inzwischen eines der Unternehmen mit den meisten Treffen ihrer Lobbyisten und Lobbyistinnen mit EU-Vertretungen. Blackrock und Merz sorgen dafür, dass das reichste Prozent der Weltbevölkerung (70 Millionen Menschen) über so viel Vermögen verfügt wie der ganze Rest (sieben Milliarden Menschen) zusammen und dass Banken und Millionäre uns und unsere Finanzämter mit Cum-Ex um 55 Milliarden Euro ungestraft betrügen können. Es ist die undemokratische Macht dieser Lobbyisten, die unsere Demokratien zutiefst gefährdet. Nach meiner Ansicht braucht Merz nicht zu regieren. Er regiert doch schon.

Axel Mayer, Endingen



Kritik an Blackrock bei Wikipedia



BlackRock ist wegen mehrerer Einsätze für die US-Regierung stark in die Kritik geraten, da das Unternehmen bei annähernd allen Rettungsaktionen während der Finanzkrise 2007/2008 beteiligt war. Allein für die Abwicklung der Portfolios der Investmentbank Bear Stearns und des Versicherungsunternehmens AIG erhielt BlackRock mindestens 180 Millionen Dollar von der US-Notenbank FED unter dem damaligen Vorsitzenden Ben Bernanke. Danach unterstützte BlackRock die amerikanische Zentralbank bei Milliardengeschäften mit Hypothekenpapieren und beriet sie beim Einstieg bei der Citigroup. Die FED heuerte zudem BlackRock-Experten an, um die öffentlich-rechtlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac zu untersuchen. BlackRock agierte während der Finanzkrise auf Risiko und Kosten der Steuerzahler. „BlackRock gehört zu den großen Gewinnern der Rettungsaktion“, sagte Michael Smallberg vom Project on Government Oversight, einer unabhängigen Organisation in Washington, die Entscheidungen der US-Regierung kontrolliert.[40]

Der Hedgefondsinvestor Carl Icahn urteilt, dass BlackRock „eine Bedrohung für die globalen Finanzmärkte“ und „eine extrem gefährliche Firma“ ist. Icahn begründet diese Einschätzung mit dem Übergewicht von börsennotierten Fondsprodukten wie dem ETF-Geschäft, die er als illiquide erachtet. „Sie verkaufen Liquidität. Aber es gibt keine Liquidität. Darum geht es. Und das ist es, was es in die Luft sprengen wird“.[41] In einem von NBC übertragenen Schlagabtausch mit BlackRock-CEO Fink warnte Icahn vor BlackRocks Marktmacht.[42]

Kritiker befürchten, dass, wenn wenige große Investoren einen großen Anteil des Aktien- oder Anleihemarktes beherrschen und diese Investoren plötzlich alle gleichzeitig verkaufen wollen oder müssen, niemand mehr da ist, der ihnen die Papiere abkaufen kann. Das Problem wird umso größer, wenn die Investoren gezwungen sind zu verkaufen, weil sie – wie BlackRock – mit ihren Fonds Indizes abbilden und dem allgemeinen Markttrend folgen müssen. Der Absturz würde dann noch verstärkt. Manch ein Markt könnte sogar ganz austrocknen.

Gleiche Bedenken ergaben die Auswertungen einer Studie der Ökonomen Massimo Massa, David Schumacher und Yan Wang: Anleger würden nervös werden, wenn einzelne Investoren zu große Aktienpakete halten. Denn das mache es im Krisenfall schwierig, die Papiere zu verkaufen. BlackRock sei dabei so etwas wie der „Elefant im Teich“, der potenziell das „Boot zum Schaukeln“ bringen könne.[42]



Friedrich Merz, Kanzlerkandidat & Blackrock: Merz regiert doch schon









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  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.


Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein


Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)












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Dieser Artikel wurde 1073 mal gelesen und am 10.2.2020 zuletzt geändert.