Krieg - Iran - Israel - USA: Keine Mullahs, kein Schah, kein Trump, kein Krieg für Öl!


Veröffentlicht am 04.03.2026 in der Kategorie Krieg & Frieden von Axel Mayer

Krieg - Iran - Israel - USA: Keine Mullahs, kein Schah, kein Trump, kein Krieg für Öl!


Völkerrechtswidrig haben die USA und Israel den Iran überfallen. Im Iran herrscht eine mörderisch-autokratische Diktatur. Doch wie kam es zu dieser Diktatur? Warum endet die Berichterstattung selbst in der letzten Qualitätsmedien bei der Machtergreifung der Mullahs?

Wie hätte sich im Iran
die Demokratie entwickelt, wenn die demokratisch gewählte Regierung vor 7 Jahrzehnten nicht von den USA und England gestürzt worden wäre?



Am 19.8.1953 wurde Premierminister Mossadegh vom englischen und amerikanischen Geheimdienst im Auftrag der anglo-amerikanischen Ölkonzerne gestürzt. Mossadegh hatte den "Fehler" gemacht, zu glauben, die iranischen Ölvorkommen würden den Menschen im Iran gehören. Anstifter des Putschs war der von Großbritannien geführte internationale Ölkonzern Anglo-Iranian Oil Company (AIOC, später umbenannt in BP), der das Ölgeschäft des Landes beherrschte und sich weigerte, die Gewinne daraus in von iranischer Seite neu gefordertem Umfang zu teilen. Nach dem Abkommen vom 29. April 1933, das eine Laufzeit von 60 Jahren hatte, belief sich der persische Anteil am Gewinn auf neokolonial-lächerliche 20 %. Daraufhin verabschiedete das Parlament ein Gesetz zur Verstaatlichung der Ölförder- und Raffinerieanlagen.

Das führte zum Iran-Putsch. Amerikanischen und britischen Geheimdienste hatten für den Umsturz iranische Offiziere, Politiker, Geistliche und Kriminelle angeworben und bezahlt, um den populären Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh zu stürzen. Nicht mehr eine demokratisch legitimierte Regierung, sondern Schah Mohammed Reza Pahlavi sollte fortan einen prowestlichen Kurs seines Landes und dauerhaft satte Profite für die Ölkonzerne garantieren. Schah Mohammed Reza Pahlavi regierte diktatorisch und war eine Marionette der USA und der ausländischen Ölkonzerne.

Die Demütigung von 1953 nährte noch ein Vierteljahrhundert später die revolutionäre Wut gegen das Schah-Regime. Die Demonstranten trugen 1979 Mossadegh-Porträts mit sich, und nach dem Umsturz im Februar pilgerten Hunderttausende zum Grab des früheren Regierungschefs.

Die brutale heutige Unterdrückung der Menschen im Iran durch autokratische Mullahs hat ihre Wurzeln auch in der Gier der anglo-amerikanischen Ölkonzerne und einer neokolonialen Politik im Jahr 1953. Die damalige Kanonenbootpolitik lebt unter Präsident Trump und neuen Kriegen für Öl wieder auf.

Am Genfersee in der Schweiz leben die ehemaligen Günstlinge des Schahs, auch Reza Pahlawi, Sohn des letzten Schahs. Er will mithilfe der USA an die Macht zurück und die USA und Kaiser Trump wollen an das iranische Öl.
Doch die Menschen im Iran wollen Freiheit und keinen erneuten US-Imperialismus. Sie wollen keine Mullahs, kein Schah, kein Trump und kein Krieg für Öl!


Krieg - Iran - Israel - USA: Keine Mullahs, kein Schah, kein Trump, kein Krieg für Öl!



Der Krieg gegen den Iran ist auch ein Atomkraftwaffenkrieg.
Ein Zusammenhang zwischen der sogenannten friedlichen und militärischen Nutzung der Atomenergie wird gerne verdrängt. Gerade der aktuelle Konflikt um das iranische Atomprogramm zeigt den Zusammenhang zwischen AKW und Atomwaffen mehr als deutlich.



Das iranische Nuklearprogramm reicht bis in Jahr 1959 zurück.
1974 begann die Siemens - Tochter Kraftwerk Union (KWU) mit dem Bau einesAtomkraftwerks in Buschehr am Persischen Golf. Nach dem Sturz von Reza Pahlewi, des Schah von Persien, wurde diese Zusammenarbeit eingestellt. Heute wird in Deutschland nicht gerne daran erinnert, dass die Grundsteine des iranischen Atomprogramms von der deutschen Firma Siemens gelegt wurde. Der "gute" Militärdiktator Schah Reza Pahlewi war dem Westen ein willkommener Partner, die Proliferation durch die Firma Siemens nannte man damals Entwicklungshilfe. Die deutsche Politik hat sich niemals gescheut, diese Technologie an Militärdiktaturen auszuliefern, sie hat nur unterschieden zwischen „unseren“ Diktatoren und „feindseligen“ Diktatoren. Die Berichterstattung zum AKW in Buschehr fängt meistens mit der späteren Bau-Unterstützung durch Russland an. So können zwei Feindbilder mit einer Klappe erschlagen werden, die Russen und die Ajatollahs, und Siemens wäscht seine Hände in Unschuld. Die sogenannte „friedliche Nutzung der Kernenergie“ setzt nicht nur den fehlerfreien Menschen und die fehlerfreie Technik, sondern auch dauerhaft stabile politische Verhältnisse voraus. Als diese, scheinbar stabilen politischen Verhältnisse im Iran aus deutscher Sicht nicht mehr gegeben waren, beendete Siemens die Zusammenarbeit, doch dafür setzte Russland die Bauarbeiten fort.

Zukünftig wollen die "sonnenarmen" Staaten Saudi-Arabien, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien Atomkraftwerke bauen, um so an Atomwaffen zu kommen. Dies wäre eine Katastrophe für den Frieden und die Welt. Der Bau und weltweite Export von Mini-AKW wäre ein globales Selbstmordprogramm, passt aber gut in unsere Zeit der Gier.


Mehr Infos auch bei: Wikipedia Operation Ajax


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  • 3) Im Zweifel, gerade in Kriegszeiten, ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.


Getragen von der kleinen Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)



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