Das AKW / KKW Beznau strahlt auch 2022: Ältestes AKW der Welt / Gefährlicher Hochrisikoreaktor / Wie sicher ist Beznau?


Veröffentlicht am 01.01.2022 in der Kategorie Atomkraft von Axel Mayer

AKW / KKW Beznau: Ältestes AKW der Welt / Gefährlicher Hochrisikoreaktor


Gefahrenquelle Atomkraftwerk
Die Nutzung der Atomenergie ist eine ständige Gefahr für Mensch und Umwelt. Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im sogenannten Normalbetrieb gibt jedes Atomkraftwerk über den "Schornstein" krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall wie in Fukushima oder ein Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete dauerhaft unbewohnbar machen. Atomkraftwerke und Atomwaffen sind "siamesische Zwillinge" und die "zivile" Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer und unsicherer als Atomkraftwerke sind die Wiederaufarbeitungsanlagen.

Mit geschickter Propaganda versuchen atomar-fossile Seilschaften gemeinsam die Laufzeitverlängerung von AKW und Kohlekraftwerken zu erreichen.
Konzerngelenkte Bürgerinitiativen, AfD, Klimawandelleugner und weltweit organisierte, rechte, neoliberale Netzwerke bekämpfen gemeinsam die Energiewende und die kostengünstigen zukunftsfähigen Energien und führen einen gut organisierten Krieg gegen umweltfreundliche, kostengünstige Energien und gegen die Energiewende. Die Atomlobby kämpft mit grün gestrichenen Tarnorganisationen wie "Nuclear Pride" oder "tech for future" für ihre ökonomischen Interessen. Der heute in jedem Atomkraftwerk produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.



AKW / KKW Beznau: Wie funktioniert ein Atomkraftwerk mit Druckwasserreaktor?

Wie sicher ist Beznau? Pannenreaktor Beznau aktuell:


Laut Recherchen der atomkritischen Schweizerischen Energiestiftung haben die Betreiber des Uralt-AKW Beznau erst nach 30 Jahren bemerkt, dass wichtige Bauteile an Notstrom-Geräten fehlen. Diese kühlen den Reaktorkern, wenn die reguläre Stromversorgung zum Beispiel durch ein starkes Erdbeben ausfällt. Die betreffenden Notstromgeräte wurden 1992 und 1993 in Beznau eingebaut. Was offenbar nicht mitgeliefert wurde, waren die sogenannten Schwingungsabsorber. Diese werden für den Fall eines starken Erdbebens gebraucht. Wieso deren Fehlen über 30 Jahre nicht bemerkt wurde, sei unklar, sagen die Betreiber.


Das "Technikmuseum Beznau" ist das älteste und eines der gefährlichsten Atomkraftwerke der Welt
Das älteste AKW der Welt, der 45 Jahre alte Reaktor Oldbury im Westen Englands wurde im Februar 2012 vom Netz genommen. Jetzt hat das grenznahe AKW Beznau die zweifelhafte Ehre, das älteste AKW der Welt zu sein.
Es ist unglaublich: Die Schweiz, eines der schönsten und reichsten Länder betreibt die ältesten Atomkraftwerke der Welt. Es ist nur mit mit unverantwortlicher Gier der Betreiber und der Politik erklärbar warum ein modernes Land wie die Schweiz in Beznau das älteste und eines der unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und so die Existenz des eigenen Landes und der Menschen, auch in den Nachbarländern so unverantwortlich auf´s Spiel setzt. Mit zunehmendem Alter wächst auch die Gefahr atomarer Unfälle.
Bei einem schweren Atomunfall in Deutschland würden sich, ähnlich wie in Japan, zumindest noch Gebiete finden wohin die Menschen evakuiert werden könnten. Bei einem Atomunfall in einem kleinen Land wie der Schweiz kämen als Fluchtorte, je nach Schwere des Unfalls und je nach Windrichtung am Katastrophentag, nur die ebenfalls betroffenen Nachbarländer in Frage.


Aktueller Einschub:



Aktuelle Einschübe:


  • Massive sicherheitsrelevante technische Probleme in französischen Atomkraftwerken in einer Phase intensiver Pro-Atompropaganda in Frankreich und der Schweiz!
  • Laufzeitverlängerung für Schweizer AKW auf 60 Jahre?

  • 2017 stimmte das Schweizer Volk dafür, keine neuen AKW mehr zu bauen. Jetzt bringen die politisch-wirtschaftlichen Seilschaften des Schweizer "atomaren Dorfes" eine Gefahrzeitverlängerung für die vier Atomkraftwerke ins Gespräch. 60 Jahren sollen die Hochrisikoanlagen in Beznau, Gösgen und Leibstadt laufen. Treibender Grund für diese zutiefst verantwortungslosen Überlegungen ist wirtschaftsliberale Gier.

  • AKW-Leibstadt: Vom Umgang mit Sicherheit
  • "Ein Mitarbeiter im Kernkraftwerk Leibstadt hatte in ca. 200 Fällen Strahlenmessgeräte nicht kalibriert, statt dessen Fantasiezahlen eingetragen und wurde dafür nun verurteilt. Das Strafmaß: 3000 CHF Strafe plus 1000 CHF Prozesskosten. Wäre der Mitarbeiter in einer Schweizer 30er-Zone mit dem Auto einmalig 20-24 km/h zu schnell gefahren, wäre das Strafmaß 30 Tagessätze gewesen, zusätzlich 1 Monat Fahrverbot – also ungefähr die gleiche Geldsumme. Gleiche Strafe = gleiche Schwere des Vergehens? Begründet wird dieses erschreckendes mildes Urteil damit, dass das Vergehen untergeordnete Bedeutung habe, weil die Messgeräte äußerst robust wären – also genau so, wie wenn Autofahrer behaupten, sie wären äußerst gute Fahrer bzw. ihr ABS System wäre besonders gut. Außerdem zeigten die Geräte (zufällig?) zu viel statt zu wenig Strahlung an. Hat der Mitarbeiter (scheinbar ein Strahlenschutzfachmann) das wirklich gewusst? Oder ist es Zufall? Weiter wird begründet, die Vergehen hätten "keinen direkten Einfluss auf die nukleare Sicherheit" gehabt. Lässt sich das auch aufs Verkehrsrecht übertragen? Dann wäre Geschwindigkeitsüberschreitung, Rotlichtverstoß usw. erst strafbar, wenn es zu Unfall oder Gefährdung kommt. Wusste der Mitarbeiter, dass seine Fälschung nicht sicherheitsrelevant war? Hätte er auch in sicherheitsrelevanten Dingen gefälscht? Kann eine Kalibrierstelle für Strahlungsmessung überhaupt unwichtig sein? Zum Bescheißen braucht es immer zwei: Einen der bescheißt, und einen der sich bescheißen lässt. Der Mitarbeiter arbeitet nun woanders. Der «beschissene» und in dieser Sache nicht verurteilte Arbeitgeber darf so weitermachen wie bisher. Vertrauensbildende Maßnahmen in die umstrittene Kernenergie sehen für mich anders aus!" Quelle: Martin Künstle, Staufen





Das Uralt - Kernkraftwerk Beznau,
kurz KKB, strahlt auf dem Gebiet der Gemeinde Döttingen (Kanton Aargau, Schweiz) auf einer künstlichen Insel im Fluss Aare, nahe der Mündung in den Rhein. Es besteht aus zwei identischen Blöcken (Beznau 1 und 2), die mit Druckwasserreaktoren von Westinghouse mit je 365 MW elektrischer Leistung bestückt sind. Das Atomkraftwerk hat keine Kühltürme und ist der größte Tauchsieder an der Aare. Gekühlt wird mit dem Wasser der Aare die durch Tritium radioaktiv belastet wird. Eigentümer und Betreiber sind die Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK).

AKW Beznau 1: Das erste und damit älteste Kernkraftwerk der Schweiz und der älteste Druckwasserreaktor der Welt
Die NOK begann 1957 mit der Planung für ein Großkraftwerk und entschied sich 1964 für die Gefahrenoption Kernenergie. Beznau 1 war das erste AKW der Schweiz und ist der älteste noch im Betrieb stehende Druckwasserreaktor der Welt. Die NOK begannen 1957 mit der Planung für ein Großkraftwerk und entschieden sich 1964 für die Option Atomkraft. 1969 nahm Beznau 1 nach vier Jahren Bauzeit den Betrieb auf. Nach einer Bauzeit von fünf Jahren ging 1972 der baugleiche Block Beznau 2 ans Netz. Das AKW Beznau zeigt mehr als deutlich die Probleme gefahrzeitverlängerter AKW. Dass ausgerechnet in der reichen Schweiz der gefährliche, älteste Druckwasserreaktor der Welt immer noch in Betrieb ist, zeigt die undemokratische Macht der Konzerne. Es zeigt aber auch, dass Habgier und Geiz vor Vernunft steht.

Verlogenes Umweltzertifikat
Seit 2001 ist im KKW Beznau ein so genanntes Umweltmanagementsystem in Kraft, das nach ISO 14001 zertifiziert und registriert ist. Es ist mehr als blamabel für die Zertifizierungsindustrie, dass ausgerechnet dieses gefährliche Uralt-AKW ein "Umweltzertifikat" erhalten hatte. Doch in Sachen Greenwash und Propaganda sind die AKW-Betreiber Spitze. Info

"Beznau-1 und Beznau-2 gehen 1969 bzw. 1971 in Betrieb. Beznau-1 ist damit das erste Kernkraftwerk der Schweiz. Doch dies tut der Sicherheit keinen Abbruch: Permanente Investitionen in die Sicherheitstechnik und laufende Modernisierungen sorgen dafür, dass beide Anlagen auf dem neuesten Sicherheitsstand sind." steht auf der Propagandaseite www.kernenergie.ch


Doch das Hauptproblem des AKW Beznau
ist die tatsächlich die Überalterung der Atomanlage, die Versprödung der Reaktordruckgefäße und die jetzt bekannt gewordenen "Einschlüsse" im Reaktorstahl. Die Reaktordeckel der Druckbehälter sowie die Steuerstabantriebe wurden ausgewechselt. Die Investitionen beliefen sich auf rund 100 Millionen Franken. Das altersschwache AKW wurden mit viel Geld aufgehübscht. Die maroden, gefährlichen Reaktordruckgefäße allerdings lassen sich nicht austauschen.




AKW / KKW Beznau: Ältestes oder „nur“ fünftältestes AKW der Welt? Die Taschenspielertricks der ENSI



Die IAEA führte eine Liste
über die kommerzielle Inbetriebnahme von Atomreaktoren. Über Jahrzehnte stand dort das Atomkraftwerk Beznau 1, mit dem Datum 1. September 1969, an der unrühmlichen Position am Ende der Liste.

Dann kam die Volksinitiative zur Laufzeitbegrenzung der AKW auf 45 Jahre
und da war der unschöne Titel „Ältestes AKW der Welt“ propagandistisch doch eher weniger schön. Also zeigte die so genannte Atomaufsichtsbehörde ENSI einmal wieder ihre Unabhängigkeit und Objektivität und ließ den Eintrag bei der IAEA einfach ändern und der Betrieb vor dem 9. Dezember wurde als Versuchsprogramm eingestuft... Jetzt gilt der 9. Dezember 1969 als offizieller Termin für die kommerzielle Inbetriebnahme.

Damit war Beznau 1 „plötzlich und für die ENSI und die Atomlobby natürlich total überraschend“
von der ersten an die fünfte Position gerutscht – und nicht mehr das «älteste Kernkraftwerk der Welt». Es ist peinlich aber typisch, wenn die neutrale Atom-Atomaufsichtsbehörde eine Volksabstimmung mit solchen Taschenspielertricks beeinflusst. Unabhängig aber vom unrühmlichen Platz 1 oder 5 in der AKW-Seniorenliste: Alte Atomkraftwerke sind besonders gefährlich, ihre Technik ist veraltet und der Reaktorkern durch den Neutronenbeschuss versprödet.

Zu diesen Tricks und Greenwash-Methoden der Schweizer Atomlobby passt das verlogene ISO 14001 Umweltzertifikat für die Hochrisikoreaktoren in Beznau.



Atomunfälle und Reaktorkatastrophen in Atomkraftwerken: Die große Gefahr
In jedem Atomkraftwerk wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in einem AKW mit 1000 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1000 Hiroshima-Bomben entsteht. Die atomaren Katastrophen (nicht nur) in Tschernobyl und in Fukushima zeigten: "Die Freisetzung nur eines kleinen Teils dieser Radioaktivität hat verheerende Folgen für die betroffene Region. Große Landstriche müssten für lange Zeiträume evakuiert werden." Alternde, laufzeitverlängerte AKW vergrößern die Unfallgefahr. Die Unfälle von Fukushima und Tschernobyl werden sich so kein zweites Mal wiederholen. Die nächste Katastrophe, egal ob in Ost- oder Westeuropa, wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Katastrophenabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt keine Fehler. AKW. Sie ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge auf Atomanlagen. Wer viele, neue kleine AKW bauen und exportieren will, erhöht diese Gefahr.



Die atomare Katastrophe in Fukushima
begann am 11. März 2011 mit einem Erdbeben und lief gleichzeitig in vier von sechs Reaktorblöcken ab. In Block 1 bis 3 kam es zu Kernschmelzen. Große Mengen an radioaktivem Material entwichen und verseuchten Menschen, Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel. Ca. 100.000 bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Eine andere Wetterlage an den Katastrophentagen hätte die Evakuierung von vielen Millionen Menschen im Großraum Tokio notwendig gemacht. Das japanische "atomare Dorf", die undemokratische Verfilzung von Atomwirtschaft, Politik, Teilen der Medien und Verwaltung gab und gibt es auch in Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Über die Opferzahlen
gibt es einen interessengeleiteten Streit. Die in der IAEO organisierte Atomlobby versucht die Unfallfolgen in Tschernobyl und Fukushima herunterzuspielen und zu verharmlosen. Wer neue Atomanlagen bauen will, muss Unfälle aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängen.

Eine mit Atomunfällen durchaus vergleichbare Katastrophe für die Menschheit ist jedes neue Land, das mithilfe der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird.




Fukushima, Tschernobyl, die Atomlobbyisten der Nuclear Pride Coalition, vonNuklearia und neue AKW?
Die internationale Atomlobby war nach den vielen Opfern der "zivilen" Nutzung der Atomkraft, nach Fukushima und Tschernobyl für kurze Zeit ein wenig in Deckung gegangen. Aufgegeben hat sie nicht. Das globale atomare Dorf, die alten mächtigen Seilschaften aus Konzernen, Lobbyisten und den Atomparteien AfD und den wirtschaftslibertären Teilen von FDP, CDU und CSU funktionieren noch. Es werden zwar viele alte AKW stillgelegt, doch in Diktaturen, Halbdiktaturen und in Ländern, in denen der Markt nicht funktioniert, werden immer noch AKW gebaut. Darum wird gerade jetzt intensiv für neue Atomkraftwerke und Thorium-Reaktoren geworben. Um die Bevölkerung nach Tschernobyl und Fukushima für ihre Interessen zu begeistern, ist AKW-Betreibern kein Preis zu hoch und keine Methode zuwider. In geschickt inszenierten Kampagnen verbreiten sie Halbwahrheiten, verschleiern Tatsachen oder rühmen Selbstverständlichkeiten und lassen von industriegelenkten Klimawandelleugnern und "Bürger"initiativen gegen Windenergie die zukunftsfähigen Energien und insbesondere die Windenergie bekämpfen. Die Atomlobbyisten der Nuclear Pride Coalition, vonNuklearia, und der sogenannten Critical Climate Action spielen Umweltbewegung



Fessenheim (abgestellt) - Beznau-Leibstadt...


Uranabbau tötet
Die letzten großen abbauwürdigen Uranvorkommen liegen in Australien, Russland, Nordamerika, Südafrika und im Kongogebiet. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Das beim Uranabbau verstärkt entweichende Radongas macht die Bergwerksarbeiter und AnwohnerInnen krank. Ein Beispiel ist der Uranabbau der "Wismut" in Ostdeutschland. Aufgrund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Allein rund 7.000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20.000 Opfern im deutschen Uranabbau aus. Die Sanierung der deutschen Urangruben der Wismut, hat die SteuerzahlerInnen 6,5 Milliarden Euro gekostet. Die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in den Ländern der Dritten Welt sind verheerend.



Abluftkamin / Schornstein eines AKW / Radioaktivität im sogenannten Normalbetrieb


In der Propaganda der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im sogenannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser ständig radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des (stillgelegten) Atomkraftwerks Fessenheim lagen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser, ist ein Skandal. Bei Wikipedia heißt der Schornstein der AKW sehr häufig verharmlosend "Abluftkamin".

Krebs, Kinderkrebs und das AKW
Aus einer Studie, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Es ist unerklärlich warum einige Politiker von CDU, CSU und FDP vor dieser Tatsache immer noch die Augen verschließen. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Akw-Standorten. Die Studie zeigt aber, dass auch im weiteren Radius um AKW die Kinderkrebshäufigkeit zunimmt. Der prozentuale Anteil sinkt zwar, dafür nimmt aber die Anzahl der kranken Kinder zu, denn dort wohnen und leben mehr Kinder als in direkter Nähe des AKW.
Mehr Infos: Krebs, Kinderkrebs und Kernkraftwerk



Die atomare Gefährdung durch Terror & potentielle Anschläge
wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Doch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet. Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:
  • Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertes Uran-235...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden
  • Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen
  • Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen (Schmutzige Bombe)
  • Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungs-anlage oder sonstige Atomanlage

Während die Punkte 1 und 2 technisch extrem aufwändig und sehr unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) sind, müssen die letzten beiden Punkte als konkrete Bedrohungen angesehen werden. Ein Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf das AKW hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus.
Mehr Infos - Atomterrorismus


Flugzeugabsturz und AKW
Eine geheimgehaltene Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terror-Anfälligkeit von Atomkraftwerken wurde vom Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht.
Wir zitieren:
Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen. Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich". Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken. Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".

Jedes Atomkraftwerk ist schlecht geschützt. Es kann nicht angehen, angesichts dieser Gefahren den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht einmal die "nächste" Atomkraftwerksgeneration, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR), könnte einen gezielten Anschlag überstehen.



Folgen möglicher Atomunfälle dargestellt am Beispiel des zwischenzeitlich abgestellten AKW Fessenheim
Quelle: Ökoinstitut Darmstadt

Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF-/EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: „Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall.“ (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Jahrzehnte nach dem Atomunfall in Tschernobyl und viele Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima liegt der Evakuierungsradius für viele AKW laut Katastrophenschutzplan immer noch bei lächerlichen 8 Kilometern. Die großflächigen radioaktiven Verseuchungen und die Notwendigkeit weitreichender Evakuierungen bei diesen Atomunfällen haben jahrzehntelang nicht zu einer Anpassung des Menschenschutzes an die Realität großer Atomunfälle geführt.

Folgen eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlages für Sie:
Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer um das nächstgelegene AKW . Wenn Sie in diesem Kreis wohnen und es zu einem schweren Unfall oder Terroranschlag kommt, zu einer Katastrophe, die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem, was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben.


4000 Milliarden Franken
kann ein schwerer Atomunfall mit radioaktiver Verseuchung in einem Schweizer AKW kosten. Diese Zahl stammt nicht von AKW-Gegnern, sondern vom Bundesamt für Zivilschutz. Diese Zahl stand schön häufiger in den Medien. Das Problem: Niemand kann sich eine solche Zahl “4 000 000 000 000 Franken” vorstellen. Ein schwerer Atomunfall oder ein Terroranschlag auf ein altes oder neues AKW, bedeutet schlicht das Ende der Schweiz, so wie wir sie bisher kannten.




Atomkraft,Würenlingen und der Traum von der Schweizer Atombombe


Im Geheimen hatte die Schweizer Regierung schon kurz nach Kriegsende die «Schaffung einer schweizerischen Uran-Bombe» vorangetrieben – die «Studienkommission für Atomenergie» unter Vorsitz des Kernphysikers Paul Scherrer fasste den entsprechenden Auftrag, von dem auch im Parlament niemand wusste. In den Jahren 1953 – 1955 wurden im Rahmen einer geheimen Vereinbarung zehn Tonnen Uran aus Belgisch-Kongo geliefert. Die Hälfte davon lagerte im Forschungsreaktor Diorit in Würenlingen – dem Sitz des heutigen Paul Scherrer – Institutes – als Rohstoff für die Atomwaffenfertigung. Die Schweiz sei in der Lage, binnen von vier Jahren eine Atombombe zu entwickeln, das Know-how und das Geld seien vorhanden, hieß es damals im Militärkreisen.
Seit den 60er-Jahren waren auf dem Areal des Paul-Scherrer-Instituts "heimlich" 20 Kilogramm Plutonium eingelagert, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Die Schweiz lagerte Plutonium für vier Atombomben. Der Bund war offenbar 50 Jahre lang im Besitz von Atombombenmaterial. Erst Anfang des Jahres 2016 wurde das Material laut Sonntagspresse heimlich abtransportiert. Diese unglaublichen Vorgänge, geheimgehalten vor dem Parlament, zeigen die ungeheure und undemokratische Macht des Atomfilzes in der Schweiz. 1967 entstand durch einen schweren Unfall im Würenlinger Diorit-Reaktor ein angeschmolzenes Brennelement, das die Reaktorhalle kontaminierte. Auch wurden deutlich erhöhte Radioaktivitäts-Abgaben in der Aare registriert. In der Folge des Störfalls musste auch das gesamte primäre Schwerwasser-Kühlsystem durch Ausbeizung dekontaminiert werden.


SVP, Atomparteien, das "atomare Dorf" und der konservative Atomfilz in der Schweiz


svp,atomkraft,leibstadt,beznau,gösgen,würenlingen,atompartei,akw
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Es ist nicht erklärbar, warum insbesondere die sogenannten Bürgerlichen und Konservativen in der Schweiz
die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreiben wollen und so die Existenz des eigenen Landes und seiner Menschen unverantwortlich aufs Spiel setzen. Mit zunehmendem AKW-Alter wächst auch die Gefahr schwerer, katastrophaler atomarer Unfälle. Bei einem schweren Atomunfall in Deutschland würden sich, ähnlich wie in Japan, zumindest noch Gebiete finden, wohin die Menschen evakuiert werden könnten.

Bei einem Atomunfall in einem kleinen Land wie der Schweiz kämen als Fluchtorte, je nach Schwere des Unfalls und je nach Windrichtung am Katastrophentag, nur die ebenfalls betroffenen Nachbarländer infrage. Haben sich diese Bürgerlichen und Konservativen schon einmal überlegt, in welchem der Nachbarländer sie Asyl beantragen würden?

Die "konservativen" Atom-Parteien der Schweiz stehen nicht für den Schutz der Heimat.
Sie sind, ähnlich wie die japanischen und französischen Konservativen, Teil des "atomaren Dorfes", eines undemokratischen Netzwerks von Abhängigkeiten und Verfilzungen von Politik, Medien und staatlichen Kontrollorganen mit der Atomindustrie. Die große Atompartei der Schweiz ist trotz Fukushima und Tschernobyl immer noch die rechtspopulistische SVP, (Schweizerische Volkspartei).


Atommüll Schweiz


Von 1969 bis 1982 hat die Schweiz 5321 Tonnen Atommüll im Nordatlantik versenkt, ein Umweltverbrechen, das von Politik und Medien erst mit der üblichen Verspätung kritisiert wurde. Die Verantwortlichen wurden nie bestraft. Jetzt soll der Schweizer Atommüll in einer im internationalen Vergleich sehr dünnen Schicht Opalinuston vergraben werden. Wir sind nicht in der Lage "Atommüll zu denken". Müll, der eine Million Jahre strahlt und 33.000 Generationen gefährdet.


Wie gefährlich ist Atommüll?
In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt, in einem AKW mit 1000 MW entsteht jährlich ca. die Radioaktivität von 1000 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Stoffe ("Isotope") zerfallen in wenigen Jahren (z.B. das klimaschädliche Krypton-85: 10,76 Jahre Halbwertzeit). Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten (z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre). Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten, über mindestens eine Million Jahre(!) geben - über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, sich die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll vorzustellen.



Atommüll, Plutonium, Halbwertszeit und der Pharao
Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg hochgefährliches Plutonium. Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren müssten immer noch ca. 0,1% der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium dauerhaft sicher gelagert werden. Wir brauchen Atommülllager, die eine Million Jahre Sicherheit gewährleisten...



Atomkraftwerk + Atomwaffen = Atomkraftwaffen
Die größte Gefahr für die Welt sind nicht die Atomkraftwerke, sondern die Atomkraftwaffen. Die weltweite Verbreitung von Atombomben durch den Bau von Atomkraftwerken, Urananreicherungsanlagen und dem Schwarzmarkt für Plutonium gefährdet alles Leben auf der Erde. Wieso haben Länder wie Pakistan und Nordkorea Atomwaffen? Weil sie mithilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und insbesondere neue, kleine AKW und Thorium-Reaktoren vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische bzw. nordkoreanische Atomprogramm und die iranische bzw. nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger in Richtung Nordkorea und Iran gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen.



Klimawandel, Atomkraft, Laufzeitverlängerung, Atom-Propaganda & neue AKW


Der zeitliche Abstand zu den Atomunfällen in Tschernobyl und Fukushima ist so groß, dass die Atomlobby mit dem gezielt vorgeschobenen Klimaschutz-Argument wieder in die Offensive geht. Die Atomkonzerne und ihre Tarnorganisationen machen Werbung für Atomkraft um ihre Profite zu sichern. Es ist beeindruckend zu sehen, wie zwischenzeitlich sogar die rechtslibertären Klimawandelleugner von EIKE das Klimaschutz-Argument nutzen, um für Atomkraft und gefährliche neue Thorium Reaktoren zu werben. Die politisch Verantwortlichen für Klimawandel und Atomkatastrophen setzten auf AKW als alte, neue "Wunderwaffe" im verloren gehenden Umwelt-Krieg gegen Mensch und Natur. Doch Atomkraft ist hochriskant, extrem teuer und der Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden. Bei der Nutzung der Atomenergie (vom Uranabbau bis zum Abriss) wird mehr Kohlendioxid freigesetzt als beim Betrieb eines Windrades sagt eine Studie des Deutschen Bundestages. Atomstrom aus neuen AKW ist extrem teuer. Das neue englische AKW Hinkley Point wird 23,2 Milliarden Euro kosten und extrem teuer Strom produzieren. Ab 2025 wird der Atomstrom für rund 12 Eurocent pro Kilowattstunde (kWh) ins Stromnetz verkauft. Hinzu kommt ein Aufschlag für die Inflation. Solar- und Windstrom sind im Vergleich deutlich günstiger. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) kostet heute in Deutschland Strom aus neuen Windanlagen etwa 6,1 Eurocent pro kWh und aus neuen großen Solarkraftwerken im Durchschnitt 5,2 Eurocent. In sonnenreichen Ländern sind die Kosten für Solarstrom noch günstiger und liegen unter vier Eurocent. Mit einem Bruchteil des Geldes für neue AKW lässt sich umweltfreundlich Strom aus Wind und Sonne erzeugen und das Klima schützen. Aus diesem Grund werden die zukunftsfähigen Energien und insbesondere die Windenergie, von der Atom- und Kohlelobby und ihren Tarnorganisationen und "Bürger"initiativen auch massiv bekämpft.

Die Energy Watch Group schon längst vorgerechnet:
"Um mit Atomenergie nur 10% der heutigen globalen CO₂-Emissionen bis 2050 zu senken, müssten bis dahin 2184 neue Atomkraftwerke je 1 GW, neu gebaut werden, also jeden Monat etwa 8 neue Atomkraftwerke ans Netz gehen."


Diese 2184 neuen AKW bräuchten Uran, sie würden die Zahl der schweren Atomunfälle vervielfachen und Atommüll produzieren, der eine Million Jahre strahlt und 33.000 Generationen gefährdet. Der weltweite Neubau von AKW brächte immer mehr Länder in den mörderischen Besitz von Atomkraft-Waffen und sie wären im Gegensatz zu Energie aus Wind & Sonne unbezahlbar teuer.

Warum sollen wir auf eine gefährliche, teure Hochrisikotechnologie wie den Thorium Reaktor setzen, wenn wir kostengünstige, umweltfreundliche Alternativen haben?

Der menschengemachte Klimawandel muss umweltfreundlich und nachhaltig angegangen werden.
Lösungsansätze sind regenerativen Energien, Energiesparen und eine Änderung unseres nicht nachhaltigen Lebensstils. "Gut leben statt viel haben" ist die Zukunftsdevise. Es gilt, eine tatsächlich nachhaltige Entwicklung einzuleiten und Wege für ein gutes Leben aufzuzeigen. Die größten Einschränkungen auf diesem Weg sind die ökonomisch-politischen Widerstände alter Eliten und die Tatsache, dass dieser Weg Vernunft und ein massives Umdenken voraussetzt. Der Versuch, die Probleme des Klimawandels mit neuen Atomkraftwerken und Laufzeitverlängerung zu lösen, ist ein gefährlicher, rückwärtsgewandter Irrweg.

Mehr Infos:Hier



Energiekrise und das Uran
Die weltweiten Energie- und Rohstoffvorräte und das Uran sind endlich!
Langfristig steuert die Erde auf eine gigantische Energie- und Rohstoffkrise mit massiven ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu, wenn der Umstieg auf nachhaltige, regenerative Energien nicht beschleunigt wird. Die Übernahme unseres westlichen Verschwendungs- und Raubbaumodells durch Indien und China beschleunigt die kommende Energiekrise.



Ökostrom günstiger als Atomstrom aus neuen AKW
Der Anteil der kostengünstigen, ungefährlichen, erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch wächst beständig: von rund sechs Prozent im Jahr 2000 auf rund 46 Prozent im Jahr 2020. Damit wurde die Zielmarke von 35 Prozent für das Jahr 2020 vorzeitig deutlich übertroffen.
  • Die Kosten für den Solarstrom aus Fotovoltaikanlagen sind in den letzten zwei Jahrzehnten um mehr als 90 Prozent gesunken.
  • Die Kosten für den Windstrom sind im letzten Jahrzehnt auf etwa die Hälfte gesunken.
  • Die Kosten für das Speichern einer Kilowattstunde Strom in Batterien sind im letzten Jahrzehnt um fast 90 Prozent gesunken.
  • Strom aus neuen AKW wird immer teurer und ist nicht mehr konkurrenzfähig.






Wikipedia-Manipulation durch die Atomlobby & PR-Agenturen
Heftig und leider immer noch erfolgreich sind die gut organisierten Einflussversuche (nicht nur) der Atomlobby auf viele Wikipedia - Seiten. Häufig gibt es keinerlei Infos zur Abgabe von Radioaktivität im "Normalbetrieb", zu Krebrisiken oder zur Unfallgefahr und manchmal sogar orwellsches Neusprech, wenn beispielsweise aus dem Schornstein zur Abgabe von Radioaktivität der "Abluftkamin" wird.
"Es geht hier nicht um eine generelle Kritik an Wikipedia, das zu den genialsten und wichtigsten demokratischen Projekten unserer Zeit zählt, dessen offene Strukturen aber auch stets gefährdet sind, wenn es um Geld und Macht geht. Im Kampf um Meinungsvielfalt bei Wikipedia versagt die Umweltbewegung."

Gerade auch Online Umfragen in Print-Medien werden häufig manipuliert.



AKW Beznau

Wenn Sie diese Atom-Infos lesen, sich heftig über die Atomkonzerne und die Atomparteien ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, dann nützt das recht wenig.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein







Mitwelt-Warnungen im Corona-Jahr 2022 und Hinweise zu diesen Seiten...


  • 1) Diese Internetseiten von Mitwelt am Oberrhein sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleine Minderheit, die noch in der Lage ist, längere Texte zu lesen und zu erfassen.
  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern, Ideologen und Verschwörungstheoretikern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer,Mitwelt am Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)


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