Hitze / Hitzesommer / Hitzewelle / Starkregen & Klimawandel 2026: Oberrhein, Südbaden & Freiburg


Veröffentlicht am 13.08.2026 von Axel Mayer

Hitze / Hitzesommer / Hitzewelle / Starkregen & Klimawandel 2026: Oberrhein, Südbaden & Freiburg - Extrem-Wetter, Starkregen, Trockenheit, 12.500 Hitzetote ...


Aktueller Einschub:
Nach Hitzewellen jetzt Starkregen?
Die ungewöhnlich warmen Meere liefern 2026 zusätzliche Energie und Feuchtigkeit für die Atmosphäre. Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen, wodurch bei geeigneten Wetterlagen das Potenzial für extremen Starkregen und heftigere Niederschlagsereignisse steigt. Die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur liegt aktuell vielerorts etwa 1–2 °C über dem langjährigen Mittel. Bereits ein Anstieg um 1 °C erhöht die Verdunstungsrate deutlich, sodass mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre gelangt. Wärmere Ozeane speichern zudem große Energiemengen, die bei Wetterlagen wie Tiefdrucksystemen intensivere Regenfälle, Starkregen und Überflutungen begünstigen.
Hochwasserschutz muss in Zeiten von Dürre und Starkregen mit Wasserrückhaltung verbunden werden!


Die historischen Hitzewellen im Sommer 2026 brachten am Oberrhein und in Südbaden neue absolute Temperaturrekorde. Die Höchstwerte kletterten verbreitet auf Werte zwischen 36 °C und über 40 °C. Der Oberrheingraben bestätigte sich dabei erneut als Deutschlands Hitzeregion Nummer eins.


Für die extreme Hitzewelle im Juni und den bisherigen Sommer schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) die Zahl der hitzebedingten Todesfälle auf etwa 14.000. Diese Werte übertreffen die Gesamtzahlen früherer Jahre bereits zur Jahresmitte deutlich
Im Hitzesommer 2022 gab es in Deutschland 8.173 und in Europa 61.672 hitzebedingte Todesfälle.
Quelle: Studie Nature Medicine. Das Hitze-Jahr 2026 könnte noch verheerender werden.
Warum gibt es keine Debatte zu den Klimatätern, warum werden die Umweltverbrechen der Fossilisten, Klimawandelleugner, der Kohle-, Öl- und Gasindustrie und ihrer Lobbyisten nicht bestraft? Warum trifft die deutsche Regierung, angetrieben von der Fossil-Lobbyisten Reiche, mitten in der extremen Hitzepahse klimafeindliche Entscheidungen?
Während in Deutschland Klima-Aktive nach Protesten im Gefängnis sitzen, verdient die Klimatäter der US Öl- und Gasindustrie Milliarden am Iran-Krieg.


Angesichts des menschlichen Leids und der massiven Folgen für Mensch, Natur und Landwirtschaft (in dieser Reihenfolge!), die der Klimawandel bringt, ist die Umweltbewegung viel zu bürokratisch-brav. Eigentlich müssten wir in Hitzesommern wie nach der Sandoz-Katastrophe und wie nach Tschernobyl und Fukushima den Protest organisieren und auf die Straßen gehen, die Opfer beklagen und die Energiewende verteidigen.


Die Hitzesommer und das Wetter der letzten Jahre brachten eine Vorahnung des Klimawandels am Oberrhein, in Südbaden & Freiburg und waren geprägt von vielen Extremwetterereignissen. Große Hitze, drückende Schwüle, heftige Gewitter, Starkregen,lange Trockenphasen, trocken fallende Gewässer, Temperaturschwankungen ... brachten Mensch und Natur in Stress und Einbußen in der Landwirtschaft. Der Oberrhein und Südbaden gelten als Deutschlands Hitzeregion Nummer eins. Zwischen Vogesen und Schwarzwald staut sich die Wärme, was die Region zum Hotspot für extreme Sommertemperaturen, zahlreiche "Heiße Tage" und anhaltende Trockenheit macht.
Gleichzeitig bekämpfen Klimawandelleugner, Rechtspopulisten und industrienahe Bürgerinitiativen auch in Südbaden die dringend notwendige Energiewende und die zukunftsfähigen umweltfreundlichen Energien.


Die „BILD“-Zeitung titelte am 14. Mai 2026: „Prognosen völlig falsch! Klimaforscher streichen ihr schlimmstes Angst-Szenario.“ Die rechtslibertäre Springerpresse hat schon die perfekt organisierte "Heitzungs-Hammer-Kampage" der Fossilisten organisiert. Erneut argumentiert sie im Sinne von Öl, Gas, Kohle und Klimawandelleugner. Das Problem der Umweltbewegung. Sie bekommt diese Desinformationskampagnen nicht mehr mit, weil sie sich nur noch in der eigenen Blase bewegt und informiert.


Aus Südbaden, der ehemals wärmsten Region Deutschlands, wird die heißeste Region und ein Klima-Krisengebiet. Es ist ein massiver Unterschied ob man in der "wärmsten" oder in der "heißesten" Region Deutschlands lebt.


Der Dürremonitor zeigt die Situation der Böden am Oberrhein.

Der bundesweite, langfristige, lineare Temperaturanstieg im Sommer entspricht für den Zeitraum 1881-2023 mit 1,8 °C in etwa dem jährlichen linearen Trend. Während der Temperaturanstieg für den deutschen Frühling bei 1,6 °C liegt, erreicht der Temperaturanstieg im Herbst 1,7 °C. Die Temperaturen im Winter sind um 1,9 °C gestiegen. Am Oberrhein ist die Durchschnittstemperatur wesentlich stärker gestiegen.

Ein Drittel der Menschheit könnte in 50 Jahren in Regionen leben, die dann so heiß sind, wie heute die heißesten Teile der Sahara. Das geht aus einer Analyse von europäischen, amerikanischen und chinesischen Wissenschaftlern hervor, die im Mai 2020 im Fachblatt der amerikanischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurde. Darin heißt es: Wenn global immer mehr Treibhausgase erzeugt werden, müssten 2070 dreieinhalb Milliarden Menschen mit Temperaturen leben, die nur schwer auszuhalten sind.

Das Zwei-Grad-Ziel ist der verzweifelte Versuch, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Am Oberrhein wurde diese Zwei-Grad-Marke schon überschritten.

Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass aus zukünftigen globalen zwei Grad mehr, vier Grad zusätzlich am Oberrhein werden. Die Hoffnung auf ein Erreichen des gewünschten globalen Zwei-Grad-Ziels ist in einer Welt die auf "unbegrenztes Wachstum" setzt und in der selbst in der "Ökoregion Oberrhein" die Autobahn sechsspurig ausgebaut werden soll, äußerst unwahrscheinlich.

In der schwül-heißen Rheinebene hat sich die Anzahl der Sommertage, also der Tage mit über 25 Grad, etwa in Karlsruhe von rund 30 auf heute 60 verdoppelt und wird weiter ansteigen.

"Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Oberrheingebiet in bioklimatischer Hinsicht (schon jetzt!) eines der ausgeprägtesten Belastungsklimate Deutschlands und Mitteleuropas aufweist. Bestimmend ist hierbei vor allem die hohe sommerliche Wärmebelastung sowie die große Häufigkeit austauscharmer und damit lufthygienisch kritischer Wetterlagen. Diese bioklimatischen Belastungsfaktoren sind in besonderem Maße in den Tieflagen ausgebildet, d. h. in der Oberrheinniederung und in den großen Schwarzwaldtälern. Dabei handelt es sich
gerade um jene Räume, in denen die Mehrzahl der Menschen in unserer Region leben und arbeiten." steht in der Klimaanalyse Südlicher Oberrhein
Wissenschaftler wie Eberhard Parlow, Klimaexperte der Universität Basel, gehen davon aus, dass in den nächsten 80 Jahren die Jahresdurchschnittstemperatur im Oberrheingraben im Vergleich zu heute noch mal um 3,5 bis vier, in den Städten sogar um bis zu fünf Grad Celsius steigen wird.

Es gab auch früher heiße und trockene Phasen am Oberrhein. Und selbstverständlich wird es auch in der Zukunft wieder nasse, kalte und verregnete Jahre geben. Ein einzelner Regensommer, ein einzelner Hitzesommer ist Wetter. Doch der langfristige Trend geht Richtung Erwärmung und Trockenheit. "Klima" beschreibt, wie das Wetter über einen langen Zeitraum aussieht.


Der jetzt schon heiße Oberrhein, die Stadt Freiburg und die Landkreise Emmendingen und Ortenau werden zum Klima-Krisengebiet!


Am 13. August 2003 wurden in Freiburg, Mannheim, Karlsruhe sowie in der March laut Wikipedia 40,2 Grad gemessen. Damit war der Jahrhundertsommer 2003 eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte Europas und in Deutschland war der Brutofen Oberrhein am stärksten betroffen.


Wassermangel, Dürre und Starkregen in Südbaden und am Oberrhein
Der Klimawandel am Oberrhein zeigt sich auch in Extremwetterereignissen. Dürre, Trockenheit, Waldsterben, Trinkwassermangel, trocken fallende Gewässer und massive Verluste in der Landwirtschaft verbinden sich mit extremen Starkregenereignissen.


Der Klimawandel wird nach Mitwelt-Ansicht in der zunehmend "tropischen" Hitzeregion Oberrhein massive Veränderungen bringen:




Klimawandel und Waldsterben in Südbaden und im Schwarzwald
Hitze und Trockenheit machen nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch dem Wald in Südbaden und im Schwarzwald massiv zu schaffen. Je nach Standort sind manche Bäume extrem geschädigt. Viele Bäume sterben ab.




Der Klimawandel muss global angegangen werden
und dafür braucht es auch Druck und Initiativen aus Südbaden. In der "Öko-Region" am Oberrhein gibt es noch viel zu tun und es gibt auch eine Vielzahl von erfreulichen Entwicklungen und Initiativen. Doch auch in Südbaden wird der Ausbau der alternativen Energien massiv ausgebremst und südbadische PolitikerInnen fordern den klimaschädlichen Autobahnausbau. Da wird von den Menschen individuelles, klimafreundliches Verhalten gefordert (was von wenigen Ausnahmen abgesehen noch nie funktioniert hat) und gleichzeitig werden klimafeindliche Strukturen geschaffen. Die Menschen bauen energiefressende Klimaanlagen in ihre Häuser, kaufen vermehrt SUVs, die Bitcoin-Gier frisst unglaubliche Energiemengen und der badische Bauernverband will die Hitzefolgen mit mehr Gifteinsatz bekämpfen. Dazu kommt das energiefressende hitzerzeugende Rechenzentrum in Petit-Landau.
Der zentrale Wissenssatz im Zeitalter des Anthropozän hat sich immer noch nicht herumgesprochen:
Unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Systeme und auch das Klima.
Die nächsten Jahrzehnte in Südbaden, Freiburg und Oberrhein werden spannend und heiß.



Die große Beschleunigung und der Klimawandel am Oberrhein
Wenn wir auf die Ursachen des Klimawandels schauen, dann finden sich eine Vielzahl von Details. Da ist die globale Macht der Fossilisten, von Öl, Gas und Kohle-Konzernen und ihrer Lobbyisten in der Politik. Doch die Hauptursache der Klimakatastrophe wird gerne übersehen. Die Mehrzahl der großen aktuellen Krisen (Vogelsterben, Artensterben, Klimawandel, Weltvermüllung ...) lässt sich auf das Phänomen der "Großen Beschleunigung" zurückführen.


Weitere Ursachen der Klimakatastrophe
Die Welt erlebt und erleidet den menschengemachten Klimawandel. Dürren, Wüstenbildung, Extremwetterereignisse und extreme Hitze sind noch schneller gekommen, als es die Umweltbewegung und die Wissenschaft prognostiziert haben. Die zentrale Ursache unserer Krisen ist das Phänomen, das als "Große Beschleunigung" beschrieben wird. Öl-, Gas-, Kohle- und Energiekonzerne haben auf eine verbrecherische Art und Weise das Thema heruntergespielt und mit atomar-fossilen Seilschaften die Klimawandelleugner und die Energiewendegegner finanziert. Jetzt werden die Täter nicht etwa bestraft, sondern mit Milliardenprofiten belohnt. Alle großen Energiekonzerne treiben die Öl- und Gaspreise infolge des Ukraine-Krieges und fördern mit ihren unglaublichen Profiten die Inflation. Und die liberalen Schutzheiligen der Konzerne in der Regierung verhindern eine Übergewinnsteuer. Die neoliberale Umverteilung von unten nach oben beschleunigt sich parallel zur Klimakatastrophe und untergräbt die Demokratie.


Axel Mayer, (Alt-)BUND Geschäftsführer, Mitwelt Stiftung Oberrhein


Klima, Wetter, Klimawandel, Oberrhein, Baden & Freiburg: Dürre, Hitze, drückende Schwüle, heftige Gewitter, Starkregen, lange Trockenphasen, Temperaturschwankungen...



Nachtrag



Bruttoinlandsprodukt, Hitze, Dürre, Trockenheit, Wassermangel unbegrenztes Wachstum, Artensterben & Klimawandel


Die Ursachen für Klimawandel, Trockenheit, Wassermangel und das große Artensterben sind vielfältig und doch lassen sie sich zu einem Bild zusammenfügen. Wir leben in einer Zeit der global organisierten Gier und einer Endzeit exponentiellen wirtschaftlichen Wachstums im begrenzten System Erde und verwandeln die vielfältige Welt in eine große einheitliche Fabrik. In eine Agrar-Fabrik, eine Fabrik-Fabrik, eine Konsum-Fabrik und eine Wohn-Fabrik, in der zunehmend übersättigte Menschen immer unzufriedener werden. Wir zerstören die Erde für dummen Überkonsum und der Rest der Welt will genauso verschwenderisch leben wie wir. Die meisten der angebotenen Problemlösungsansätze von Politik und Medien sind "putzig" angesichts der Dimension der Probleme.


CO₂ Werte am Schauinsland

Klimawandel-Links:




Was tun? Zumindest einmal "Farbe bekennen"!



Die Mitwelt Stiftung Oberrhein hat ein freches kleines Banner (119 x 84 cm) zum Thema "Sonne und Wind statt Kohle, Gas und Atom" erstellt. Dieses Transparent für Demo und Balkon gibts zum Selbstkostenpreis von nur 10 Euro im BUND-Laden.




Mitwelt Stiftung Oberrhein: Warnungen & Hinweise zu diesen Mitwelt-Seiten

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  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern, Ideologen, vom Krieg bestärkten Ewiggestrigen und Verschwörungstheoretikern. Haben Sie Mut, Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
  • 3) Im Zweifel, gerade in Kriegszeiten, ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.


Getragen von der kleinen Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)



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Klima, Klimawandel & Extremwetter in der Region Südlicher Oberrhein



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