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Vögel, Fledermäuse & Windräder: Katzen, Glasscheiben, Straßen, Züge & Vogelfang / Ein Vergleich


Vögel, Fledermäuse & Windräder: Katzen, Glasscheiben, Straßen, Züge & Vogelfang / Ein Vergleich


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Windräder töten Vögel und Fledermäuse. Das ist so, das wird in der Öffentlichkeit und den Medien heftig diskutiert und in einer Zeit, in der manche Vogelarten bedroht sind, ist jeder getötete Vogel (insbesondere die bedrohten Arten!) einer zu viel.

Dennoch ist es erstaunlich
und postfaktisch, dass die über 18 Millionen Vögel, die jährlich in Deutschland an Glas und Glasscheiben sterben, öffentliches nicht diskutiert werden. Auch zu den wesentlich massiveren Schäden durch Vogelschlag im Straßenverkehr und entlang von Bahn- und Hochspannungstrassen, zur Bedrohung der Vogelwelt durch Agrargifte und Naturzerstörung gibt es keine vergleichbare Debatte.

Warum wird die kleinere Bedrohung wahrgenommen und die andere nicht einmal diskutiert? Wer hat ein Interesse, dass die zentralen Ursachen und Fakten des Artenschwundes, nämlich Klimawandel und Verlust von Naturlandschaften nicht zum Thema werden? Warum engagieren sich so viele Klimawandelleugner, Kohle- und Atomlobbyisten, die Atompartei AfD und andere Energiewendegegner nur für Vogelschutz bei Windrädern?

Das Thema Windenergie, Windräder, Vögel, Fledermäuse & Vogelschlag ist komplex, schwierig und es gibt keine einfachen Antworten. Dennoch sollte sich auch diese Debatte an Fakten orientieren.

„Irgendwo zwischen 10 000 und 100 000 pro Jahr“
liegt die tatsächliche Zahl der durch Windräder getöteten Vögel nach Einschätzung von Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut im Naturschutzbund Deutschland. Das entspräche bei den damals etwa 20 000 bundesweit installierten Windkraftanlagen (heute 27.000) einer Quote von ein bis fünf Vögeln pro Anlage und Jahr.
Quelle: Focus


In der sehr umfassenden Progress-Studie vom Juni 2016
wurden knapp 570 Windkraftanlagen in 55 Windparks im norddeutschen Tiefland jeweils über zwölf Wochen einmal wöchentlich nach Totfunden von Vögeln abgesucht. Dies entspricht circa 4,5 Prozent aller Anlagen in der norddeutschen Tiefebene. Es wurden insgesamt 291 getötete Vögel gefunden, die zu 57 Arten gehören. Die fünf am häufigsten gefundenen Vogelarten sind die Ringeltaube (41 Individuen), die Stockente (39), der Mäusebussard (25), die Lachmöwe (18) und der Star (15). Der Rotmilan liegt bei PROGRESS auf Platz 12 mit fünf Totfunden.
Quelle: Bundesministerium für Umwelt





Die Gefahren der Windenergie
für die Vogelwelt, insbesondere für die bedrohten Arten, können durch eine gute Standortwahl und Vermeidungsmaßnahmen stark minimiert werden. Dies bestätigen zahlreiche Studien. Die Auswertung von 127 Einzelstudien aus zehn Ländern zeigt, dass durch die Berücksichtigung von seltenen und windenergiesensiblen Tieren bei der Planung und Errichtung von Windenergieanlagen negative Auswirkungen vermieden werden können. Konkret kann dies etwa bei Fledermäusen durch das Abschalten von Anlagen zu Zeiten erhöhter Fledermausaktivität geschehen. Bei vielen Vogelarten, wie z.B. dem Rotmilan, kann ein ausreichender Abstand zwischen Horst und Windenergieanlage Konflikte vermeiden.

Für eine gute Standortwahl und Vermeidungsmaßnahmen zu sorgen ist eine wichtige Aufgabe für den BUND und die Naturschutzverbände bei allen Planungsvorhaben. Dennoch wird es weiter auch Verluste geben.

Zu den 100.000 bis 200.000 von Windrädern
getöteten Vögeln kommen etwa zehn Millionen getötete Vögel durch Straßenverkehr und Stromleitungen und mindestens 18 Millionen Vögel durch Vogelschlag an Glas.

Das globale und bundesweite Insekten- und Schmetterlingssterben
nimmt (nicht nur) Schwalben, Mauerseglern und Fledermäusen die Nahrungsgrundlage und führt zu einem massiven Rückgang der Populationen. Wenn die Zahl der Insekten in manchen Gebieten Deutschlands schon um bis zu 80% abgenommen hat, dann hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Vogelwelt und das Vogelsterben. Vögel wie Schwalben oder Mauersegler leben von Insekten. Für eine Vielzahl von Kleinvögeln sind Insekten in der Aufzuchtphase besonders wichtig. Wenn ein wichtiger Teil der Nahrungsgrundlage wegbricht, dann hat das extreme Auswirkungen auf alle Arten am Ende der Nahrungskette. Die Lobbyisten der Agrargift-Industrie haben ein massives (und gut organisiertes) Interesse, dass dies nicht zum Thema wird.

Vogelschlag an Eisenbahnzügen
"Sieben verschiedenartige Untersuchungen (an deutschen und anderen europäischen Bahnstrecken), die 70 Tage bis mehrere Jahre dauerten und zwischen 1982 und 2002 publiziert wurden, zeigten, dass es pro Streckenkilometer(!) und Jahr zu 0,29 bis 61 Vogelschlägen kommt. Auf Strecken, die nur mit bis zu 160 km/h Geschwindigkeit befahren wurden war dieser Wert maximal 20, an Strecken mit 200 km/h und mehr Maximaltempo zumindest 38,1. Die Aussagen zu Vogelschlag an Zügen sind auch auf Fledermäuse zu erweitern. Als Ursache hoher Vogelschlagfrequenz an Zügen wird gesehen, dass Züge mit Stromabnehmer 8 m über Schienenoberkante hoch sind und damit doppelt so hoch wie Kfz auf Autobahnen." schreibt Wikipedia und bezieht sich auf das Eisenbahnbundesamt. Dieses sagt: "Auf den Streckenkilometer bezogen ist die Mortalitätsrate im Schienenverkehr offenbar höher als im Straßenverkehr. Im Vergleich zur Gesamtindividuenzahl sind Eulen und Greifvögel überdurchschnittlich betroffen. Besonders gefährdete Arten sind Bussard, Schleiereule, Steinkauz und Seeadler."

Vogelschlag im Verkehr an Straßen und Autobahnen
Wer mit dem Auto unterwegs sein muss, der sieht "links und rechts der Autobahn" erschreckend viele tote Vögel, darunter viele große Greifvögel. Erstaunlicherweise haben wir zu diesem Großthema keine konkreten, belastbaren Aussagen und Zahlen gefunden. Wenn Sie solche Studien kennen, dann teilen Sie uns diese bitte mit.

Vogelfang
"Jedes Jahr fallen in den Staaten rund um das Mittelmeer mindestens 25 Millionen Zugvögel der meist illegalen Jagd zum Opfer." schreibt www.spektrum.de

Hauskatzen, verwilderte Hauskatzen und Vögel
Katzen und Vögel sind ein höchst emotional besetztes Thema wie viele Millionen Katzenvideos auf Youtube zeigen. Über 8 Millionen Katzen in Deutschland töten viele Millionen Vögel. Amerikanische Studien kamen zu dem Ergebnis, dass jedes Jahr in den USA zwischen 1,4 und 3,7 Milliarden Vögel und zwischen 6,9 und 20,7 Milliarden kleine Säugetiere von Katzen getötet werden. Diese Zahlen lassen sich nicht so einfach auf Deutschland übertragen und viele Fachleute gehen bei uns von geringeren Zahlen aus. Doch jährlich 5 bis weit über 20 Vögel töten viele "Hauskatzen mit Ausgang" und diese Zahlen sind sehr niedrig angesetzt. Das größte Problem für Natur und Vögel ist die zunehmende Zahl von verwilderten Hauskatzen. Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise 2 Millionen verwilderte Katzen. Wenn es gelänge, die Bestände verwilderter Hauskatzen zu reduzieren, könnte das Problem auf ein erträgliches Maß verringert werden. Eine Hauskatze fängt zwar keinen Rotmilan, die extrem große Zahl an getöteten Kleinvögeln ist dennoch ein massives Problem. Mit den Ausgleichszahlungen aus dem Windradbau sollten auch Kastrationskampagnen für verwilderte Katzen finanziert werden.

Auch Eichhörnchen, Marder und Rabenvögel
gehen die Gelege von Singvögeln an. Wenn zur Brutzeit Eier und Jungvögel erreichbar sind, nehmen sie auch diese Nahrungsquelle wahr. Doch so hart es klingt: Das ist Natur. Es ist erstaunlich, dass in diesem Zusammenhang immer nur das „Problem“ der Rabenvögel heftig diskutiert wird und Hauskatzen, verwilderte Katzen, Eichhörnchen und Marder in der öffentlichen Debatte fast keine Rolle spielen. Das hat möglicherweise auch mit alten Ängsten vor den „schwarzen Vögeln“ zu tun.

Die größten Artenverluste wird der Klimawandel bringen.
"Die globale Erwärmung bedroht jede sechste Art" schreibt die Zeit. Windräder (die sich nach nur einem halben Jahr energetisch amortisiert haben!) sind eine wirksame Waffe gegen den Klimawandel.

Noch einmal die zentrale Frage:
Warum wird das Thema Vogel- und Artengefährdung postfaktisch nur in der Nische der Windenergiedebatte geführt?

Jedes privat gebaute Windrad kleiner Betreiber ist eine Konkurrenz zu den Atom- und Kohlekraftwerken und den Windparks der Großkonzerne von EnBW, RWE, Vattenfall und Eon. Das Energieerzeugungsmonopol der Mächtigen wird von den Privaten gebrochen.


Gerade die großen Energieversorgungsunternehmen wie EnBW, RWE, Vattenfall und Eon
und einige große industrielle Stromverbraucher hatten vor Fukushima im Hintergrund an den Strippen des Widerstandes gegen die Windenergienutzung gezogen. Nachdem jahrzehntelang in den Broschüren der Atomlobby gesagt wurde "Windenergie kann nicht funktionieren", wurde diese Form der Energieerzeugung, die sehr gut funktioniert, massiv bekämpft. Jetzt planen und bauen die Energiekonzerne große und - gemessen an den Offshore-Anlagen - sehr teure Windparks in der Nord- und Ostsee und jede "private" Energieerzeugungskonkurrenz an Land stört. Die Energiewende wurde auch gezielt für die Interessen dieser Groß-Windparkbetreiber gestrickt.

Ein Nachteil der Windkraftnutzung und ein Hauptgrund für den Widerstand ist auch die dezentrale gute Sichtbarkeit der Anlagen. Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke gibt´s einfach weniger und Radioaktivität und CO2 haben einen großen Vorteil: Sie sind unsichtbar.

Für das komplexe Thema Windenergie, Windräder, Vögel, Fledermäuse & Vogelschlag
gibt es keine einfachen Lösungen. Dennoch braucht es bei Themen, bei denen es keine einfachen Wahrheiten gibt, eine abwägende, differenzierte, faktenbezogene Debatte und kluge Analysen.

Die im Internet sehr hasserfüllt geführte Debatte zeigt,
dass es nicht genügt, in den großen bunten Topf der Ökologie hineinzugreifen, sich eine Art und ein Problem herauszuholen und die ganzen anderen Aspekte unter den Teppich zu kehren. Zur Ökologie gehört der tote Vogel unterm Windrad. Ökologie sind aber auch die vielen toten Vögel unter den Glasscheiben der Hochhäuser, entlang von Autobahnen, Hochspannungsleitungen und Bahntrassen. Zur Ökologie gehören die Gefahren der Atomkraft und die Gefährdung der Arten durch Agrargifte, Naturzerstörung und den menschengemachten Klimawandel.
Die einfachen, "nur guten" Lösungen gibt es leider nicht.




Nachträge


  • 1) Ich misstraue den oben aufgeführten "genauen" Zahlenangaben zu den Zahlen der getöteten Vögel
    Sie können aber sehr deutlich eine Tendenz aufzeigen. Deutlich wird auch bei Top 2.

  • 2) Jährlich getötete Vögel nach Verursacher in den USA

    Anzahl Todesfälle
    • Windkraftanlagen 0,1–0,44 Millionen
    • Gebäude 0,1–1.000 Millionen
    • Sendetürme 5–6,8 Millionen
    • Freileitungen 0,1–175 Millionen
    • Kraftfahrzeuge 60–80 Millionen
    • Pestizide in der Landwirtschaft 67–90 Millionen
    • Katzen (Haus- und Wildkatzen) 365–1000 Millionen

    Quelle: Wikipedia

  • 3) Windräder lassen sich problemlos demontieren
    Sie verursachen im Gegensatz zur Atomkraft auch keinen Kinderkrebs und keine Unfälle, bei denen hundertausende von Menschen gefährdet werden. Windräder müssen im Gegensatz zum Atommüll nicht über eine Million Jahre endgelagert werden und verursachen auch keinen Klimawandel, wie dies bei der Nutzung fossiler Energien geschieht. Die Wertschöpfung bleibt im Land und fließt nicht an Ölscheichs, die den Islamischen Staat unterstützen. Die Nutzung der Windenergie ist ein Teilstück einer umweltfreundlichen, nachhaltigen Energieversorgung. Bei der Diskussion um Vogelschlag und Landschaftsschutz sollten diese wichtigen Argumente mit einfließen.

  • Hochspannungstrassen bündeln!
    Überall in Deutschland gibt es Planungen, das Stromübertragungsnetz zu verstärken. Ein Beispiel dafür ist die geplante "380-kV-Netzverstärkung Daxlanden-Eichstetten“. Sie bietet jetzt die einmalige Chance, die Energiewende auch einmal für den Landschaftsschutz und Vogelschutz zu nutzen. Die BUND-Idee, die vielen, parallel laufenden Strom-Trassen zu einer einzigen Trasse zu bündeln, wird am Oberrhein von der Politik aufgegriffen. Wenn wir es schaffen würden, alle parallel laufenden Trassen in Deutschland zu bündeln, könnten wohnortnah sehr viele Masten wegfallen.


  • Aktuelle Quellen, Links und Hintergründe zu diesem Thema



    • "Das stärkste Argument der Anlagenbetreiber ist der Klimaschutz: Ihre Anlagen stoßen kein Kohlendioxid aus und stehen damit nicht unter Verdacht, zur Erderwärmung beizutragen. Fossilfunde belegten einen Zusammenhang
      zwischen weltumspannenden Artenrückgängen als Folge von Klimaveränderungen auf der Erde.“
      Quelle: Focus: "Mythos: Windkraftanlagen töten massenweise Vögel",



    • Der BUND Baden-Württemberg schreibt zu diesem Thema:
      "Aufgrund ihres jeweils unterschiedlichen Verhaltens sind Fledermaus- und Vogelarten durch Windenergieanlagen in unterschiedlichem Ausmaß oder je nach Art auch gar nicht gefährdet.[...]
      Potenzielle Gefährdungen dieser Arten durch Windenergieanlagen bestehen durch Kollisionen mit den sich drehenden Rotorblättern und an den Masten, Barotraumata [...], Lebensraumverluste, eine mögliche Scheuchwirkung beziehungsweise ein Meideverhalten sowie durch Beeinträchtigungen der Fortpflanzungs- und Ruhestätten.

      Diese Gefährdungen können durch eine gute Standortwahl und bestimmte Vermeidungsmaßnahmen [...] minimiert werden. [...]

      Konkret kann dies etwa bei Fledermäusen durch das Abschalten von Anlagen zu Zeiten erhöhter Fledermausaktivität geschehen.

      Bei vielen Vogelarten, wie z.B. dem Rotmilan, kann ein ausreichender Abstand zwischen Horst und Windenergieanlage Konflikte vermeiden.


      BUND und NABU fordern eine frühzeitige und echte Beteiligung der Bürgerschaft und der Umweltverbände bei der Planung von Windenergieanlagen, die über das formelle Beteiligungsverfahren sowie die Ebenen der Information und Konsultation hinausgeht.
      Quelle: BUND Landesverband Baden-Württemberg: "Windenergie und der Fledermaus- und Vogelschutz"


    • Die von BUND und NABU herausgegebene Broschüre "Praxisbeispiele Windenenergie & Artenschutz" finden Sie hier als PDF-Datei


    • Studien zu Rotmilanen / Mäusebussarden
      - "Windenergie und Rotmilan/Mäusebussard - Ein Scheinproblem"
      - "Was wissen wir über die Todesursachen und Krankheiten beim Rotmilan!?


    • "Windkraftanlagen stellen kein erhöhtes tödliches Risiko für bedrohte Vogelarten dar. Zu diesem Ergebnis kommt eine [..] Studie, die sich mit den Auswirkungen von Windkraftanlagen insbesondere auf die Bestandsentwicklung des Rotmilans beschäftigt. Ausgewertet wurden verschiedene Daten zu den Todesursachen von als windkraft-sensibel eingestuften Vogelarten sowie zu der Entwicklung ihrer Bestände."
      Quelle (Windkraftfreundlich): Hans-Josef Fell: "Neue Studie belegt: Bestand des Rotmilan nicht durch Windkraft gefährdet"


    • "Wirkungsvolle Maßnahmen zur Minimierung negativer Auswirkungen von Windkraftnutzung auf Vögel und Fledermäuse sind:
      • eine geeignete Standortwahl (Meidung von Feuchtgebieten, Wäldern und Gebirgsrücken mit hoher Greifvogeldichte),
      • Maßnahmen, die dazu dienen, die Standorte von WKA möglichst wenig attraktiv für potentielle Kollisionsopfer zu machen,
      • eine geeignete Konfiguration von WKA im Windpark (Aufreihung parallel und nicht quer zu den Hauptflugrichtungen von z. B. Zugvögeln)
      • sowie bestimmte bauliche Vorkehrungen (Vermeidung von Gittermasten, Drahtseilen und oberirdischen elektrischen Leitungen)."
      Quelle: Windenergie und Vögel: NABU-Studien zum Thema Verträglichkeit von Windenergie auf die Vogelwelt.


    • Artikel zum Vogelsterben verursacht durch den Klimawandel:
      "Extreme Wetterlagen beeinträchtigen nach einer Untersuchung von Umweltschützern immer stärker die Überlebenschancen von Vögeln in ihrem gewohnten Umfeld. Bereits ein Viertel der analysierten 570 Vogelarten ist durch den Klimawandel in ihrem Lebensraum bedroht. [...]

      Der steigende Meeresspiegel und höhere Temperaturen vertreiben die Tiere laut dem Bericht aus ihren angestammten Regionen. Viele Vögel siedelten sich in höher gelegenen Gebieten an oder zögen nach Norden.

      Zusätzlich hätten die steigenden Temperaturen erste Auswirkungen auf das Brutverhalten eines Grossteils der Vögel. Sie legten weniger Eier, ausserdem überlebten weniger Jungvögel. Viele Arten seien bereits jetzt vom Aussterben bedroht."
      Quelle: swissinfo: "Naturschützer warnen vor Vogelsterben durch Klimawandel"


    • Vogelschlag, Meideverhalten & Habitatnutzung an bestehenden Windkraftanlagen

      "Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windkraftanlagen Ostösterreichs:
      Insgesamt wurden 5 WEA [...] täglich nach Kollisionsopfern abgesucht.

      Im Untersuchungszeitraum eines Jahres wurden pro Anlage durchschnittlich 2,6 Vögel und 2,8 Fledermäuse Singvögel als hochwahrscheinliche Kollisionsopfer gefunden.
      Die kollidierten Singvögel sind häufige Arten und werden gem. Roter Liste nicht als gefährdet eingestuft [...].

      Da die Zahl der gefundenen Kollisionsopfer nicht den tatsächlichen Opferzahlen entspricht, wurde die Kollisionsrate unter Einbeziehung von Suchereffizienz und Verschleppungsrate berechnet.

      Die berechnete Kollisionsrate ergibt als Durchschnittswert für alle 3 Windparks 7,06 Vögel und 5,33 Fledermäuse pro WEA und Jahr.

      Die berechnete Kollisionsrate weist nur geringe Unschärfen auf und kann als Annäherung an die tatsächliche Opferbilanz (ohne verletzte Vögel) gesehen werden.
      Die ermittelten Kollisionszahlen lagen unter den Erwartungen; weiters war auffällig, dass keine Greifvögel [...] sondern nur Singvögel [...] vertreten waren."
      Quelle: IG Windkraft: "Vogelschlag, Meideverhalten & Habitatnutzung an bestehenden Windkraftanlagen" (PDF-Datei)






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    Dieser Artikel wurde 198 mal gelesen und am 25.1.2017 zuletzt geändert.