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Vogelsterben 2018 in Deutschland. Ursachen: Insektensterben oder Windenergie?


Vogelsterben 2018 in Deutschland: Ursachen: Insektensterben oder Windenergie?



Erfreuliche Zwischenmeldung 2018:
„In Parks und Gärten leben derzeit mehr Vögel als vor einem Jahr. Das ist die Zwischenbilanz des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) für die Aktion "Stunde der Wintervögel 2018". Im Winter 2016/2017 waren die Zahlen deutlich gesunken. Tierfreunde hatten rund 15 Prozent weniger Vögel beobachtet. Jetzt liegt das Plus bei rund 20 Prozent.“

Jetzt gibt es auch die ersten interessengeleiteten Stimmen, die den generellen Rückgang der Vogelzahlen bezweifeln. Doch auch bei den Vogelzahlen gibt es jahresbedingte und witterungsbedingte Schwankungen und ein auf und ab. Es ist ähnlich wie beim Thema Klimaschutz, wo zwischen aktuellem, kurzfristigem Wetter und dem langfristigen Klima unterschieden werden muss. Wer jetzt aus den aktuellen Zahlen schließt es gäbe kein Vogelsterben, der erinnert an Herrn Trump, der Wetter und Klima nicht auseinander halten kann und an sein Zitat: „It's freezing and snowing in New York--we need global warming!“
Auch der BUND freut sich über die erfreuliche Zwischenmeldung 2018. Wichtig und bedrohlich sind aber die langfristigen Trends.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer 10.1.2018


Wie es mit dem Vogelsterben in Deutschland aussieht, zeigt eine Auswertung von Daten aus der Zeit zwischen 1998 und 2009, die im Oktober 2017 veröffentlicht wurde. Das Ergebnis auch hier: Es gibt einen klaren Rückgang. In nur zwölf Jahren hat Deutschland 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren. Ihre Zahl ging von 97,5 auf 84,8 Paare zurück. Das entspricht 15 Prozent des ursprünglichen Bestandes von 1998. Wie die Forscher feststellten, sind von diesem Vogelschwund Die Abnahme der Bestände trifft dabei nicht alle Vogelarten gleichermaßen. Mit Abstand am stärksten sind die Verluste beim Star. Der frisch gekürte Vogel des Jahres 2018 stellt 20 Prozent der seit 1998 verlorenen Brutpaare. Mit fast 2,6 Millionen Brutpaaren weniger ist diese einst bei uns extrem häufige Art besonders betroffen. Seine bevorzugten Lebensräume wie Weiden, Wiesen und Feldränder werden immer seltener und artenärmer. Auch die für das Brüten nötigen Baumhöhlen schwinden. Auf den nächsten Plätzen folgen die ebenfalls einst häufigen Arten Haussperling, Wintergoldhähnchen und Buchfink. Aber auch Feldlerche, Feldsperling und Goldammer sind unter den zahlenmäßig größten Verlierern.

Industriegelenkte Klimawandelleugner und die Agrochemie-Lobby haben es geschafft, dass die Debatte um das Vogelsterben bisher gezielt nur in der kleinen Nische der Windenergie geführt wurde. Von den Hauptursachen des Vogelsterbens, dem Insektensterben, ausgelöst durch die industrielle Landwirtschaft, durch Neonicotinoide und anderen Agrargiften wurde so gezielt abgelenkt.



Im den letzten Monaten rufen im BUND-Büro beim BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein immer häufiger besorgte Menschen an, die von deutlich geringeren Zahlen beobachteter Vögel berichten. Einige aktuelle Studien belegen diese Beobachtungen und nennen vielfältige Gründe für den Rückgang einiger Vogelpopulationen.

Die aktuelle NABU-Zählaktion „Stunde der Gartenvögel" im Mai 2017 ergab:
Bei etlichen Vogelarten sei ein rückläufiger Trend zu erkennen.
Besonders betroffen seien momentan die Meisen: Sowohl bei der Kohl-, als auch bei der Blaumeise beträgt der Rückgang (in Freiburg) im Vergleich zum Vorjahr rund ein Drittel, landesweit ist er indes nicht ganz so stark. Infolge von Nässe und Kälte im Frühjahr hatten beide Arten 2016 ein schlechtes Brutergebnis.

Insbesondere aber bei insektenfressenden Vogelarten, wie dem Rotkehlchen, sei der Trend aufgrund des Insektensterbens seit Jahren negativ. Das Insektensterben führt zu einer Verknappung der Nahrung, gerade bei der Aufzucht der Jungen.

Diese Aussagen machen zwar Sorgen,
dennoch wäre es falsch, von einem „akuten Vogelsterben“ zu sprechen. Temporäre Rückgänge bei einzelnen Arten gab es immer wieder. Auch Witterungsfragen können bei Zählungen eine Rolle spielen. Wichtig sind die langfristigen Trends und die sind bedrohlich. Nur wissenschaftliche Studien und Forschungen können Auskunft darüber geben, ob sich das langjährige Vogelsterben aktuell beschleunigt.

Fast die Hälfte aller Brutvögel in Deutschland stehen auf der Roten Liste, viele weitere Vogelarten auf der Vorwarnliste. Vor allem die ganz gewöhnlichen, früher weit verbreiteten Vögel sind gerade im Schwinden begriffen. 248 Vogelarten brüten in Deutschland, doch nicht einmal die Hälfte davon ist ungefährdet. So die erschreckende Bilanz der Roten Liste für Brutvögel in Deutschland, die im August 2016 erschienen ist.


Aktueller Einschub: (Mai 2017)


Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Steffi Lemke, Harald Ebner, Annalena Baerbock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit dem Titel "Stummer Frühling – Verlust von Vogelarten" vom 02. Mai 2017:

„ […] Über den 12-Jahres-Zeitraum zeigte ein Drittel aller Brutvogelarten (84 Arten) signifikante Bestandsabnahmen, über den 25-Jahres-Zeitraum war es lediglich ein Viertel der Arten (65 Arten). Dies deutet auf einen in den letzten 12 Jahren insgesamt zunehmenden Druck auf die Brutvogelbestände hin. Arten des Offenlandes und des Siedlungsbereiches zeigten die stärksten Rückgänge. […]

Auf einen Verlust von rund 300 Millionen Brutpaaren werden die Rückgänge in der Agrarlandschaft der Europäischen Union zwischen 1980 und 2010 veranschlagt. […]

Arten der Agrarlandschaft mussten die stärksten Bestandseinbußen hinnehmen. Bei rund der Hälfte dieser Arten nahm der Bestand zwischen Mitte der 1980er Jahre und 2009 ab. In den letzten 12 Jahren hat sich die Situation mit einem geringeren Anteil moderater und starker Abnahmen nur punktuell verbessert (z. B. Großtrappe, Raubwürger). Verschlechtert hat sich gleichzeitig die Situation bei Feldlerche und Goldammer. […]

Besonders prekär ist die Situation der typischen Grünlandbewohner. Bei diesen nehmen nach Wahl et al. (2015) fünf von sieben Arten ab. Bei den Arten, die mehrere Hauptlebensraumtypen nutzen, gibt es insbesondere bei den Bewohnern halboffener Landschaften Verschlechterungen vom 25- zum 12-Jahrestrend (z. B. Stieglitz, Star, Gelbspötter). […]

Gemäß den Bestandsangaben, aus denen der Teilindikator Agrarland berechnet wird (BfN 2017), zeigen folgende drei Arten dieses Teilindikators die größten negativen Trends seit dem Jahr 1990 bis zum Jahr 2013: Kiebitz: Bestandsabnahme um 80 Prozent, Braunkehlchen: Bestandsabnahme um 63 Prozent, Uferschnepfe: Bestandsabnahme um 61 Prozent. […]

Gemäß den Bestandsangaben, aus denen der Teilindikator Agrarland berechnet wird, zeigte die Feldlerche im Zeitraum von 1990 bis 2013 einen Bestandsrückgang um 35 Prozent. […]

Gemäß Angaben des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten sind die Bestände des Rebhuhns in Deutschland von 1990 bis 2015 um 84 Prozent zurückgegangen. […]

Besonders heben die Autoren folgende Faktoren für die Rückgänge hervor: Lebensraumveränderungen, Verringerung des Nahrungsangebotes (insbesondere Rückgang der Insektenbiomasse) und direkte Verfolgung (Prädation). […]"

Quelle: hier (als PDF-Datei).


Es gibt eine Vielzahl von Gründen warum die Zahl der Vögel global, bundesweit und regional seit Jahrzehnten abnimmt.

Im folgenden Beitrag möchten wir einige mögliche Ursachen für den Rückgang von Vogelpopulationen nennen.


Über die 100.000 bis 200.000 von Windrädern getöteten Vögel wird interessengeleitet viel diskutiert, doch die wesentlich höheren Zahlen, ausgelöst durch Insektensterben, Agrargifte, Lebensraumverlust, Glasscheiben, Freileitungen, Straßen, Katzen, Bahnstrecken und durch Vogelfang spielen in der veröffentlichten Meinung fast keine Rolle.
Das Thema Vogel- und Artengefährdung sollte nicht nur in der Nische der Windräder geführt werden, die nur für einen kleinen Teil des Vogelsterbens verantwortlich ist. Wer mit der Lösung eines Problems nur in der Nische ansetzt, kann keine echten Fortschritte erzielen.


Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange. Allein seit dem Jahr 1500 seien mehr als 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, die Bestände der verbliebenen seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in der Zeitschrift "Science". Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.
Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine "ähnlich verheerende" Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren.


Vogelsterben, Insektensterben, Artensterben...
Unsere globale und bundesweite Raubbauwirtschaft eines unbegrenzten Wachstums führt zu immer massiveren Schäden. Hier muss der BUND und die Umweltbewegung ansetzen.

In Sachen Vogelsterben kann die Umweltbewegung durchaus auch auf Erfolge zurückblicken. In der Mitte des letzten Jahrhundert wurde festgestellt, dass DDT dazu führte, dass Greifvögel Eier mit dünneren Schalen legten, was zu erheblichen Bestandseinbrüchen führte. DDT geriet auch unter Verdacht, beim Menschen Krebs auslösen zu können. Auch wegen des Drucks der Umweltbewegung wurde die Verwendung von DDT von den meisten westlichen Industrieländern in den 1970er-Jahren verboten. Artenschutz ist immer auch Menschenschutz.




Aktueller Nachtrag


Einen aktuellen, gut zusammenfassenden Beitrag des SWR zu den Ursachen des Vogelsterbens finden Sie hier. Darin spricht unter anderem Dr. Judith Förster vom BUND NRW über das Thema "Vogelschlag an Glas".







Vogelsterben aktuell


Eine ausführliche, aktuelle Antwort (02.05.2017) der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Steffi Lemke, Harald Ebner, Annalena Baerbock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit dem Titel "Stummer Frühling – Verlust von Vogelarten" finden Sie hier (PDF-Datei)


Aktueller SZ-Artikel zum Sterben der Vögel (Mai 2017):
„In der EU [ist] die Zahl der Brutpaare in landwirtschaftlichen Gebieten zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen Tiere zurückgegangen, das ist ein Minus von 57 Prozent.[…]
"Die Situation der Vögel ist dramatisch", warnte die Grünen-Politikerin Steffi Lemke und warf der Regierung Versäumnisse in der Agrarpolitik vor. […]
Der Grund für das Vogelsterben liegt nach Ansicht der Naturschützer in der immer stärker intensivierten Landwirtschaft. Viele Bauern hätten etwa auf Wintergetreide umgestellt […] . Das werde nicht im März, sondern schon im Herbst gesät und stehe zur Brutzeit im Frühling bereits so hoch und dicht, dass viele Vögel darin weder Nahrung noch Brutflächen fänden […].
Aber vor allem auch die Spritzmittel rauben den Vögeln ihre Lebensgrundlage: Insekten. […]
"Herbizide und Insektizide haben dazu geführt, dass wir bei den Insekten in den letzten 30 Jahren einen Rückgang von 80 Prozent hatten." Das wirke sich enorm auf viele Vogelarten aus. […] Von 258 Vogelarten in Deutschland würden 141 in ihrem Bestand abnehmen. Seit dem Jahr 1800 habe man 80 Prozent der Vögel verloren.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung: "Deutschland sterben die Vögel weg"


Wichtiger Einschub:



Zwei aktuelle Studien zeigen, dass Neonicotinoide zum Bienen-/Insektensterben beitragen:

„Wie zwei Studien im Wissenschaftsjournal Science jetzt darlegen, ist eine wichtige Gruppe von Tätern nun wohl dingfest gemacht: sogenannte Neonicotinoide, kurz Neonics genannt. Die Gifte werden als Insektenvernichter weltweit auf Äcker verbracht. Die Studienergebnisse sind nach Aussage zahlreicher unbeteiligter Experten eindeutig. Neonics wirken sich negativ auf die Fortpflanzung und das Überleben von Honigbienen und Hummeln aus. […]

Neonics vergiften ohne Rücksicht auf die Spezies das Nervensystem von Insekten und verbleiben oft Jahre in den Böden. […]
Die Ergebnisse beider Studien stützen nun die Forderung nach einem Verbot. […]

Die Forscher fanden außerdem heraus, dass Fungizide, die einen Pilzbefall der Maiskörner verhindern sollen, die Effekte der Neonics auf die Bienen eklatant verstärkten. […]

Die Arbeit belege eine Belastung von Wildblumen - und somit eine Migration der schwer abbaubaren Gifte vom Acker in weitere Pflanzen, die als Nahrung für viele andere Tiere dienen. […]

Auch viele andere Tiere leiden unter dem Einsatz von Unkraut-, Insekten- und Pilzvernichtern. So hatte bereits vor drei Jahren eine Studie gezeigt, dass die Zahl der Schwalben in den Niederlanden stark abnimmt. Auf dem Speiseplan der Rauchschwalbe stehen dabei nicht einmal Bienen. Dafür aber zahlreiche andere Insekten, die dank der unspezifischen Wirkung der Neonics dezimiert werden. Die Schwalben müssen hungern, genauso wie eine ganze Reihe anderer Wirbeltiere, die sich hauptsächlich von Insekten ernähren. […]

In manchen Regionen Deutschlands ist der Artenreichtum von Schmetterlingen um 70 Prozent geschrumpft, die Zahl aller Insekten hat sich in den vergangenen 25 Jahren halbiert.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 30. Juni 2017: "Insektizide tragen zum Bienensterben bei"


Auszug aus einer Rede von Axel Mayer beim "March against Monsanto & Syngenta“ am 20. Mai 2017 in Basel:

"In was für Zeiten leben wir, wenn Bienenvölker in Großstädten besser gedeihen als auf dem Land!

Wenn unsere Insekten sterben, dann müssen wir in postfaktischen Zeiten die Ursachen analysieren & klug bewerten
und wir müssen dennoch wütend & zornig sein.

Ich stehe hier für den BUND, für einen Naturschutzverband

Die Medien schauen gerne nach Afrika, wo die Nashörner von Wilderern ausgerottet werden
Wir müssen für die Nashörner kämpfen

Aber unser badisch-schweizer-elsässisches Nashorn
ist der Käfer, der Schmetterling, die Schwalbe

Und wir kennen die Firmennamen unserer Wilderer..."

Die Rede finden Sie hier.



Infos zum Schmetterlingssterben / Insektensterben 2018



Wichtiger, aktueller Einschub:


Insektensterben & Ablenkung: "Sonderprogramm biologische Vielfalt" des Landes Baden-Württemberg


Das "grün-schwarze" Land Baden-Württemberg hat gegen das Insektensterben ein Sonderprogramm biologische Vielfalt aufgestellt. Als wichtige Bausteine nennt es die "Schaffung, Aufwertung und Verbindung von Lebensräumen, wie z. Bsp .Ackerrandstreifen. Diese Ziele verfolgen zum Beispiel das Moorschutzprogramm, der landesweite Biotopverbund, die Qualitätssicherung von Naturschutzgebieten sowie die Aufwertung von Wacholderheiden. Diese Maßnahmen wirken gezielt gegen das Insektensterben und sind entscheidende Handlungsfelder" schreibt das Umweltministerium.

Die Worte Gift, Neonicotinoide und Glyphosat spielen keine Rolle.
Es geht um mehr Zuschüsse für die Landwirtschaft und mehr Grün in der Landwirtschaft und Landschaft. Das ist alles hübsch, aber es verkennt das Problem. Das verdrängte Hauptproblem des Insektensterbens ist die Fernwirkung der Gifte, die Insekten selbst in großen Naturschutzgebieten dezimiert. Die neuen Ackerrandstreifen sind vergiftete Todesfallen für Insekten. Das Insektensterben lässt sich nicht mit Alibi-Biotopen bekämpfen, auch wenn die Agrochemielobby und Landwirtschaftsminister Hauk ein großes Interesse haben vom Grundproblem der Insektenvergiftung abzulenken. Einige problematische Agrargifte sind das zentrale Problem. Das Sonderprogramm des Landes Baden-Württemberg setzt an der falschen Stelle an und lenkt vom Grundproblem der Gifte und der Fernvergiftung ab.
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer


  • Aktuell & Wichtig: Insektensterben in Deutschland: Ursachen - Neonicotinoide, Glyphosat & Fernvergiftung - Die unerkannte neue Dimension des Insektensterbens

    • Schmetterlingssterben: hier
    • Insektensterben: Eine wichtige Ursache des Vogelsterbens: hier
    • Kein Insektensterben? - Greenwashing der Konzerne: hier
    • Die Tricks der industrienahen Insektensterbenleugner: hier
    • Eine Rede über das Insektensterben und Bayer, Monsanto, Syngenta und co: hier
    • Das Grafikmotiv oben gibt´s als Banner (200cm x 66,65 cm) für Demo & Balkon beim BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein für nur 10 Euro: hier
    • Infos und mehr zum Insektenhotel: hier


    Axel Mayer, BUND-Regionalgeschäftsführer



  • Aktuelle Quellen, Links und Hintergründe zu den Themen Vögel, Fledermäuse, Windräder, Vogelschlag, Klimawandel



    • Aktuelle Broschüre des BUND NRW: "Vogelschlag an Glas - Das Problem und was Sie dagegen tun können" (PDF-Datei)


    • "Das stärkste Argument der Anlagenbetreiber ist der Klimaschutz: Ihre Anlagen stoßen kein Kohlendioxid aus und stehen damit nicht unter Verdacht, zur Erderwärmung beizutragen. Fossilfunde belegten einen Zusammenhang
      zwischen weltumspannenden Artenrückgängen als Folge von Klimaveränderungen auf der Erde.“
      Quelle: Focus: "Mythos: Windkraftanlagen töten massenweise Vögel",



    • Der BUND Baden-Württemberg schreibt zu diesem Thema:
      "Aufgrund ihres jeweils unterschiedlichen Verhaltens sind Fledermaus- und Vogelarten durch Windenergieanlagen in unterschiedlichem Ausmaß oder je nach Art auch gar nicht gefährdet.[...]
      Potenzielle Gefährdungen dieser Arten durch Windenergieanlagen bestehen durch Kollisionen mit den sich drehenden Rotorblättern und an den Masten, Barotraumata [...], Lebensraumverluste, eine mögliche Scheuchwirkung beziehungsweise ein Meideverhalten sowie durch Beeinträchtigungen der Fortpflanzungs- und Ruhestätten.

      Diese Gefährdungen können durch eine gute Standortwahl und bestimmte Vermeidungsmaßnahmen [...] minimiert werden. [...]

      Konkret kann dies etwa bei Fledermäusen durch das Abschalten von Anlagen zu Zeiten erhöhter Fledermausaktivität geschehen.

      Bei vielen Vogelarten, wie z.B. dem Rotmilan, kann ein ausreichender Abstand zwischen Horst und Windenergieanlage Konflikte vermeiden.


      BUND und NABU fordern eine frühzeitige und echte Beteiligung der Bürgerschaft und der Umweltverbände bei der Planung von Windenergieanlagen, die über das formelle Beteiligungsverfahren sowie die Ebenen der Information und Konsultation hinausgeht.
      Quelle: BUND Landesverband Baden-Württemberg: "Windenergie und der Fledermaus- und Vogelschutz"


    • Die von BUND und NABU herausgegebene Broschüre "Praxisbeispiele Windenenergie & Artenschutz" finden Sie hier als PDF-Datei


    • Studien zu Rotmilanen / Mäusebussarden
      - "Windenergie und Rotmilan/Mäusebussard - Ein Scheinproblem"
      - "Was wissen wir über die Todesursachen und Krankheiten beim Rotmilan!?


    • "Windkraftanlagen stellen kein erhöhtes tödliches Risiko für bedrohte Vogelarten dar. Zu diesem Ergebnis kommt eine [..] Studie, die sich mit den Auswirkungen von Windkraftanlagen insbesondere auf die Bestandsentwicklung des Rotmilans beschäftigt. Ausgewertet wurden verschiedene Daten zu den Todesursachen von als windkraft-sensibel eingestuften Vogelarten sowie zu der Entwicklung ihrer Bestände."
      Quelle (Windkraftfreundlich): Hans-Josef Fell: "Neue Studie belegt: Bestand des Rotmilan nicht durch Windkraft gefährdet"


    • "Wirkungsvolle Maßnahmen zur Minimierung negativer Auswirkungen von Windkraftnutzung auf Vögel und Fledermäuse sind:
      • eine geeignete Standortwahl (Meidung von Feuchtgebieten, Wäldern und Gebirgsrücken mit hoher Greifvogeldichte),
      • Maßnahmen, die dazu dienen, die Standorte von WKA möglichst wenig attraktiv für potentielle Kollisionsopfer zu machen,
      • eine geeignete Konfiguration von WKA im Windpark (Aufreihung parallel und nicht quer zu den Hauptflugrichtungen von z. B. Zugvögeln)
      • sowie bestimmte bauliche Vorkehrungen (Vermeidung von Gittermasten, Drahtseilen und oberirdischen elektrischen Leitungen)."
      Quelle: Windenergie und Vögel: NABU-Studien zum Thema Verträglichkeit von Windenergie auf die Vogelwelt.


    • Artikel zum Vogelsterben verursacht durch den Klimawandel:
      "Extreme Wetterlagen beeinträchtigen nach einer Untersuchung von Umweltschützern immer stärker die Überlebenschancen von Vögeln in ihrem gewohnten Umfeld. Bereits ein Viertel der analysierten 570 Vogelarten ist durch den Klimawandel in ihrem Lebensraum bedroht. [...]

      Der steigende Meeresspiegel und höhere Temperaturen vertreiben die Tiere laut dem Bericht aus ihren angestammten Regionen. Viele Vögel siedelten sich in höher gelegenen Gebieten an oder zögen nach Norden.

      Zusätzlich hätten die steigenden Temperaturen erste Auswirkungen auf das Brutverhalten eines Grossteils der Vögel. Sie legten weniger Eier, ausserdem überlebten weniger Jungvögel. Viele Arten seien bereits jetzt vom Aussterben bedroht."
      Quelle: swissinfo: "Naturschützer warnen vor Vogelsterben durch Klimawandel"


    • Vogelschlag, Meideverhalten & Habitatnutzung an bestehenden Windkraftanlagen

      "Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windkraftanlagen Ostösterreichs:
      Insgesamt wurden 5 WEA [...] täglich nach Kollisionsopfern abgesucht.

      Im Untersuchungszeitraum eines Jahres wurden pro Anlage durchschnittlich 2,6 Vögel und 2,8 Fledermäuse Singvögel als hochwahrscheinliche Kollisionsopfer gefunden.
      Die kollidierten Singvögel sind häufige Arten und werden gem. Roter Liste nicht als gefährdet eingestuft [...].

      Da die Zahl der gefundenen Kollisionsopfer nicht den tatsächlichen Opferzahlen entspricht, wurde die Kollisionsrate unter Einbeziehung von Suchereffizienz und Verschleppungsrate berechnet.

      Die berechnete Kollisionsrate ergibt als Durchschnittswert für alle 3 Windparks 7,06 Vögel und 5,33 Fledermäuse pro WEA und Jahr.

      Die berechnete Kollisionsrate weist nur geringe Unschärfen auf und kann als Annäherung an die tatsächliche Opferbilanz (ohne verletzte Vögel) gesehen werden.
      Die ermittelten Kollisionszahlen lagen unter den Erwartungen; weiters war auffällig, dass keine Greifvögel [...] sondern nur Singvögel [...] vertreten waren."
      Quelle: IG Windkraft: "Vogelschlag, Meideverhalten & Habitatnutzung an bestehenden Windkraftanlagen" (PDF-Datei)



    (Diese Seite entsteht gerade und ist noch eine Baustelle)


    Mitwelt-Warnungen...


    • 1) Diese Internetseiten sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen sondern wenden uns an die kleine Minderheit die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
    • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
    • 3) Im Zweifel ist die-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.


    Axel Mayer



    Infosammlung 2018: Natur, Naturschutz & Naturgebiete, in Südbaden, im Elsass und am Oberrhein




    Das heftige Hochwasser im Schwarzwald und an der Elz und Dreisam in der ersten Woche im Januar 2018, zeigte wieder einmal deutlich den wichtigen zweiten Aspekt der Renaturierung unserer Flüße, den Hochwasserschutz. Zumindest ein kleiner Teil des Hochwassers wurde zurückgehalten und gebremst. Angesichts der sichtbaren Erfolge für Mensch und Natur ist der Widerstand gegen die Renaturierung anderer Flußabschnitte und gegen die ökologischen Aspekte des Integrierten Reinprogramms immer unverständlicher.











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    Übersicht: Windenergie, Wind, Windräder, Windkraft

















    Rote Liste - Einheimische Vögel Deutschland



    Rote Liste Deutschland

    Quelle: www.unter-geiern.com

    Alle Aussagen über den Bestand der verschiedenen Vogelarten auf dieser Website beziehen sich auf die aktuelle offzielle "Rote Liste der Brutvögel Deutschlands" aus dem Jahr 2016. Diese teilt Brutvögel in die Kategorien 0 bis 3, sowie R und V ein. Im Folgenden sind zum Überblick noch einmal alle auf dieser Seite vorgestellten Arten in die jeweiligen Kategorien eingeordnet.

    Kategorie 0: Bestand erloschen
    In dieser Kategorie befinden sich 13 Arten, die bei uns in Deutschland als Brutvogel ausgestorben sind, u.a.
    • Gänsegeier
    • Mornellregenpfeifer
    • Schlangenadler



    Kategorie 1: vom Aussterben bedroht
    In dieser Kategorie befinden sich insgesamt 29 Arten, deren Bestand akut vom Erlöschen bedroht ist, u.a.
    • Alpenstrandläufer
    • Bekassine
    • Brandseeschwalbe
    • Brachpieper
    • Bruchwasserläufer
    • Goldregenpfeifer
    • Großer Brachvogel
    • Großtrappe
    • Haubenlerche
    • Kampfläufer
    • Kornweihe
    • Küstenseeschwalbe
    • Lachseeschwalbe
    • Moorente
    • Ohrentaucher
    • Raubseeschwalbe
    • Sandregenpfeifer
    • Schreiadler
    • Seeregenpfeifer
    • Steinschmätzer
    • Sumpfohreule
    • Trauerseeschwalbe
    • Uferschnepfe
    • Zippammer
    • Zwergseeschwalbe


    Kategorie 2: stark gefährdet
    In diese Kategorie werden 19 Arten eingeordnet, u.a.
    • Braunkehlchen
    • Flussseeschwalbe
    • Flussuferläufer
    • Grauspecht
    • Kiebitz
    • Knäkente
    • Nachtreiher
    • Raubwürger
    • Rebhuhn
    • Steinwälzer
    • Turteltaube
    • Wendehals
    • Wiesenpieper
    • Wiesenweihe


    Kategorie 3: gefährdet
    Dieser Kategorie wurden insgesamt 27 Arten zugewiesen, u.a.
    • Baumfalke
    • Baumpieper
    • Bluthänfling
    • Feldlerche
    • Feldschwirl
    • Fischadler
    • Krickente
    • Löffelente
    • Mehlschwalbe
    • Rauchschwalbe
    • Rohrdommel
    • Rotschenkel
    • Spießente
    • Star
    • Trauerschnäpper
    • Tüpfelsumpfhuhn
    • Weißstorch
    • Wespenbussard
    • Wiedehopf
    • Zaunammer



    Kategorie R: Art mit geographischer Restriktion
    Diese Kategorie umfasst 29 Arten, die bei uns selten vorkommen. Meist brüten sie nur in Teilen Deutschlands, u.a.
    • Alpenbraunelle
    • Basstölpel
    • Bergente
    • Dreizehenmöwe
    • Eissturmvogel
    • Felsenschwalbe
    • Gelbkopf-Schafstelze
    • Grünlaubsänger
    • Löffler
    • Mantelmöwe
    • Mauerläufer
    • Pfeifente
    • Purpurreiher
    • Singschwan
    • Steppenmöwe
    • Tordalk
    • Trottellumme
    • Weißbart-Seeschwalbe
    • Weißflügel-Seeschwalbe
    • Zwergmöwe


    Kategorie V: Vorwarnliste
    Diese Kategorie beinhaltet 17 Arten, die noch nicht gefährdet sind, aber bei denen z.B. durch starke Bestandsrückgänge Grund zur Besorgnis besteht, u.a.
    • Feldsperling
    • Gänsesäger
    • Gartenrotschwanz
    • Goldammer
    • Grauschnäpper
    • Haussperling
    • Heidelerche
    • Kleinspecht
    • Kuckuck
    • Pirol
    • Rotmilan
    • Teichhuhn
    • Uferschwalbe
    • Wasserralle



    Das Fazit sieht wenig erfeulich aus: fast die Hälfte aller einheimischen Brutvogelarten findet sich mittlerweile in einer der oben aufgeführten Kategorien wieder. Doch der Vergleich mit früheren Roten Listen zeigt auch: durch konsequente Schutzmaßnahmen konnten einige Arten wieder erfolgreich ihre Bestände vermehren, sodass sie nicht mehr aufgelistet sind.





    Vögel & Vogelsterben in Deutschland


    Hühner


    Krähen


    Elster


    Sperlinge


    Enten


    Tauben


    Baumläufer


    Lappentaucher


    Wiedehopfe


    Bienenfresser (Spinte)


    Pirol


    Eisvögel


    Segler


    Reiher


    Meisen


    Sturmvögel


    Tölpel


    Kuckucke


    Pagageien


    Ibisse


    Störche


    Ammern


    Regenpfeiler


    Kraniche


    Rallen


    Lerchen


    Finken


    Zaunkönige


    Alken


    Eulen


    Würger


    Schnepfen


    Seeschwalben


    Kormorane


    Greifvögel


    Möwen


    Rohrsänger u.ä.


    Spechte


    Schnäpper u.ä.


    Grasmücken


    Stelzen


    Schwalben


    Goldhähnchen


    Drosseln und Amseln


    Stare


    Mauerläufer


    Grassänger


    Kleiber


    Laubsänger


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