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Deutsche Wildtier Stiftung & Kritik 2018: Tarnorganisation der Klimawandelleugner & Windradgegnerlobby, oder "industrienaher - neoliberaler" Naturschutzverband? "Keine Windkraft im Wald"



Deutsche Wildtier Stiftung & Kritik 2018: Tarnorganisation der Klimawandelleugner & Windradgegnerlobby, oder "industrienaher neoliberaler" Naturschutzverband? "Keine Windkraft im Wald"



"Keine Windkraft im Wald": Aktueller Einschub 7.10.18


Ein neuer Filmspot der industrie- und kohlenahen Deutschen Wildtier Stiftung agitiert gegen die Windkraft im Wald und läuft ab dem 13. September in den hessischen Kinos. Jedes nicht gebaute Windrad verlängert die Laufzeit der Kohle- und Atomkraftwerke und verstärkt den Klimawandel. Wir fragen uns, wie die Wildtierstiftung an "die Kohle" für den teuren Kinospot kommt...


"Die Kernfrage ist […] nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können“. So formulierte Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton die Aufgabe für Unternehmen der Energiewirtschaft.

Am besten lässt sich dieser Protest mit neuen, industrienahen, neoliberalen Umweltverbänden und Stiftungen managen und lenken...


Nach amerikanischem Vorbild entstehen jetzt auch in Deutschland nach industriegelenkten und industrienahen Bürgerinitiativen auch "industrienahe" Umweltverbände und Stiftungen. An der Spitze der Deutschen Wildtier Stiftung stehen mit Fritz Vahrenholt und Michael Miersch zwei Atomlobbyisten und Klimawandelleugner. Beide haben die Umweltbewegung jahrzehntelang aggressiv bekämpft.

In einer Publikation des Umweltbundesamtes (UBA) wurde Michael Miersch wegen seiner Thesen zur globalen Erwärmung gemeinsam mit Fritz Vahrenholt gut und sachlich begründet als „Klimawandelskeptiker“ bezeichnet. Eine Klage gegen das Umweltbundesamt vor dem Verwaltungsgericht wurde im November 2015 abgewiesen, da die Aussagen des UBA, so das Gericht, "sachlich, nicht verfälschend und nicht überzogen" seien.

Hinter vielen hübschen und sinnvollen Naturschutzprojekten versteckt,
wird von der Wildtierstiftung massiv die Energiewende in BürgerInnenhand bekämpft und der menschengemachte Klimawandel geleugnet. Jede privat gebaute Energieerzeugungsanlage, insbesondere Windkraft im Wald, ist eine Konkurrenz zu den Atom- und Kohlekraftwerken und den Offshore-Windparks der alten Atom- und Kohlekonzerne und insbesondere der RWE. Deren Energieerzeugungsmonopol wird von den privaten, kleinen Windradbauern gebrochen. Auch amerikanische Öl- und Kohlemilliardäre haben ein massiv-erfolgreiches Interesse an der Leugnung des Klimawandels und der Bekämpfung von zukunftsfähigen Energien. Kein Wunder, dass in einem verdeckt geführten Krieg die Energiewende so massiv und erfolgreich bekämpft wird. Neue, "industrienahe" Umweltverbände wie die Deutsche Wildtier Stiftung spielen in diesem Krieg, bei dem es auch darum geht, die Umweltbewegung zu spalten, eine wichtige Rolle.

Fritz Vahrenholt ist Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung
"Er ist Deutschlands bekanntester Klimaforschungs-Zweifler und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der britischen Denkfabrik -The Global Warming Policy Foundation (GWPF). 2009 wurde die Organisation von dem "Klimaskeptiker" und Mitglied der Konservativen Partei Nigel Lawson gegründet, um gegen die "neue Religion der globalen Erwärmung" zu Felde zu ziehen (...) Vahrenholt, den die Tageszeitung taz in der Vergangenheit als "Klima-Sarrazin" bezeichnete, veröffentlichte 2012 gemeinsam mit Sebastian Lüning das klimaskeptische Buch "Die kalte Sonne". Darin gehen die Autoren davon aus, dass sich die Erde seit 1998 nicht mehr erwärmt hat und der menschengemachte Klimawandel nicht stattfinde", schreibt klimaretter.info. Es erinnert an die gut organisierten Kampagnen amerikanischer Öl- und Kohlemilliardäre, die erfolgreich nach Deutschland und Europa getragen werden.


Der Chef der Wildtierstiftung Vahrenholt
ist Klimawandelleugner und setzt sich in Medien und eigenen Veröffentlichungen gegen Klimaschutzmaßnahmen ein. Anfang 2012 veröffentlichte er mit dem Geologen Sebastian Lüning, der bis August desselben Jahres bei -RWE Dea- als Afrikaexperte und Head of Regional Projects tätig war, das Buch -Die kalte Sonne-. Auszüge aus dem Buch wurden in einer dreiteiligen Serie mit dem Titel "Die CO2-Lüge" in der Bild-Zeitung vorabgedruckt.
In der Fachwelt wurden die Thesen Vahrenholts einhellig verworfen. Zudem äußerten mehrere Wissenschaftler, die im Buch zitiert wurden, um die dort aufgestellten Thesen zu stützen, sie seien falsch wiedergegeben worden. Die Medien- und Klimawissenschaftler Birgit Schneider, Thomas Nocke und Georg Feulner, die Die Kalte Sonne als prominenteste klimaskeptische Veröffentlichung in Deutschland bezeichneten, fanden darin viele Fälle irreführender grafischer Darstellungen, besonders von Rosinenpickerei.
Für die Kommunikationsforscher Inga Schlichting und Andreas Schmidt stellt das Buch einen späten Versuch dar, in der Öffentlichkeit Unsicherheit an der globalen Erwärmung zu säen. Derartige Kampagnen, bei denen nicht nur Zweifel geschürt, sondern auch die Klimaforschung als solche angegriffen wurde, wurden gerade während der 1990er Jahre sehr stark von Industrieverbänden betrieben, um Regulierungen und insbesondere Klimaschutzmaßnahmen zu verhindern. Eine ähnliche Motivation sieht Achim Brunnengräber, der betont, dass die Empfehlungen des Buches „passgenau auf die RWE-Strategie zugeschnitten“ seien, dem damaligen Arbeitgeber Vahrenholts, der für die Energiewende in Deutschland schlecht aufgestellt sei.
Im April 2011 war Vahrenholt Gast auf einer Veranstaltung des klimaskeptischen Vereins "Europäisches Institut für Klima und Energie" (EIKE). Seine Vorgehensweise wurde von Wissenschaftlern wie dem Klimatologen Stefan Rahmstorf zum Teil scharf kritisiert.
Im Zuge der energiepolitischen Diskussionen plädierte Vahrenholt unter anderem für eine Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke und für die Weiterentwicklung und den Bau von Kugelhaufenreaktoren.
Quelle: Wikipedia


Im 3sat-Beitrag "Die geheimen Machenschaften der Ölindustrie" wird auch auf den möglichen Zusammenhang zwischen Fritz Vahrenholt, der Wildtierstiftung und der Ölindustrie aufmerksam gemacht.

Michael Miersch der Geschäftsführer „Naturbildung“ in der Wildtierstiftung.
hat gemeinsam mit Dirk Maxeiner die Umweltbewegung jahrzehntelang aggressiv bekämpft. Gemeinsam haben sie "gezielt indirekt" für Chemie-, Atom-, Gen- und Kohlekonzerne und Fracking geworben, den menschengemachten Klimawandel heruntergespielt und kritische WissenschaftlerInnen und UmweltschützerInnen teilweise heftig angegriffen. Herr Miersch hat vor Fukushima massiv für die Gefahrzeitverlängerung von AKW geschrieben. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima schrieben er und Herr Maxeiner am 19.5.2011 in der „Welt“: „Der unumkehrbare Atom-Ausstieg ist das größte Risiko“.
Dirk Maxeiner und Michael Miersch beschrieben in einem ihrer vielen Bücher Umweltschützer, Atomkraftgegner und Menschen, die sich für erneuerbare Energien und eine nachhaltige Zukunft einsetzen als „Feinde der Zukunft“, „Pseudo-Ökos“, „Ökoheuchler“, „Ökopharisäer“, „Ökochonder“, „Ökopriester“, „Ökopäpste“, „Ökoromantiker“, „Öko-Stalinisten“. Das klingt recht böse und hasserfüllt und ist vermutlich auch so gemeint. Woher kommt bei so einem Menschen das plötzliche "Interesse" am Naturschutz?

Auch in seiner Funktion als Geschäftsführer „Naturbildung“
bei der Deutschen Wildtier Stiftung versucht Herr Miersch, den Klimawandel herunterzuspielen. Unter der Überschrift "Naturschützer warnt vor Klima-Hysterie" schrieb er am 14.03.2017 einen sehr lesenswerten Beitrag in der Bild-Zeitung. Der Klima-Lügendedektor hat diesen Bild-Beitrag, in dem auch die alternativen Energien heftig kritisiert werden, klug analysiert.

Im teuersten Hamburger Quartier Elbbrücken
in der östlichen HafenCity entsteht der neue Sitz der reichen, industrienahen Wildtierstiftung. Ob die Kohle für diesen teuren Neubau von der Kohle kommt?

Mit der Deutschen Wildtierstiftung entsteht ein neoliberaler, industrienaher "Umweltverband" und Thinktank für Umweltfragen
Gerade von AfD, FDP und vom rechten Rand von CDU & CSU und von Klimawandelleugnern und Gegnern der Energiewende wird gerne auf die Arbeit und die Thesen der Wildtierstiftung zurückgegriffen.


Deutsche NaturfilmStiftung & Wildtierstiftung
Mit ungeheuer viel Geld kauft sich die industrienahe Stiftung in den teuersten Lagen ein (Hafencity Hamburg) und greift jetzt nach dem "deutschen Naturfilm".


Hambacher Forst, RWE und Wildtierstiftung
Die reiche, industrie- und kohlenahe Deutsche Wildtierstiftung bekämpft unter dem Deckmantel des Wildtierschutzes die Energiewende und verharmlost den menschengemachten Klimawandel.

Die Kontext-Wochenzeitung zeigt, wie sie der RWE ein grünes Mäntelchen gibt:
„Kontext-Recherchen liefern eine mögliche Erklärung, warum die Deutsche Wildtierstiftung auf dem Braunkohle-Auge blind ist. Denn im Jahresbericht 2017 taucht auch die RWE Power AG aus Essen als Spender auf. Das Unternehmen ist die fossile Stromerzeugungstochter von RWE. Sie betreibt die Tagebaue und klimaschädlichen Kraftwerke im Rheinischen Revier, auch den Hambacher Tagebau. Auf die Frage, wieviel Geld die RWE-Tochter nach Hamburg überwies, darauf gibt es keine Antwort. Geschäftsführer von Münchhausen betont nur, dass Spenden ausschließlich Projekten zufließen.
PR-Coup mit niedlichen Haselmäusen
Im vergangenen Jahr war eines davon die Umsiedlung von Haselmäusen, deren Zuhause dem Tagebau Garzweiler im Weg ist. Den possierlichen Nager hatte die DWS auch zum "Tier des Jahres 2017" erkoren. 300 Haselmäuse wurden von RWE eingefangen und auf die Sophienhöhe verbracht, eine rekultivierte Abraumhalde des Hambacher Tagebaus. Die Begleitung durch die DWS beschränkte sich offenbar auf Entsendung einer Biologin, die Schülern an zwei Tagen das neue Haselmaus-Habitat zeigte. Die PR-Maschinerie beider Seiten verkaufte die Umsiedlung als Erfolgsstory, die Medien groß weiterverbreiteten. Ein PR-Coup, für den sich der Stromkonzern mit einer Präsentation der Stiftung im eigenen "Nachbarschaftsmagazin hier" bedankte.“


"Die Deutsche Naturfilmstiftung wurde in Wieck auf dem Darß (Vorpommern-Rügen) von der Deutschen Wildtier Stiftung und dem Förderverein Nationalpark Boddenlandschaft gegründet, um die Branche zu unterstützen. Den Naturfilmern fehle es an Geld, Vernetzung und Kommunikation untereinander." schreibt die Welt. Jetzt kommen die Naturfilmer an Geld und geben gleichzeitig der Wildtierstiftung ein grünes Image.

Die Deutsche NaturfilmStiftung verleiht die höchste Auszeichnung Deutschlands für Naturfilme – den Deutschen NaturfilmPreis. Kritische FilmemacherInnen sollten eigentlich auf politische Zusammenhänge aufmerksam machen und industrienahen Klimawandelleugnern kein grünes Deckmäntelchen geben.

Deutsche Wildtier Stiftung & Rotmilan & Jagd


Die jagdnahe Deutsche Wildtier Stiftung bekämpft massiv die Energiewende und die Windenergie. Im Kampf gegen die Windräder wird immer mehr der Rotmilan zum Wappentier der Kohle-Lobbyisten und Klimawandelleugner.

Der Schutz des Rotmilans ist wichtig und Vogelschlag lässt sich durch eine Vielzahl von Maßnahmen auch erfolgreich verhindern. Windräder töten Vögel und Rotmilane. Das ist so, das wird in der Öffentlichkeit und den Medien heftig diskutiert und in einer Zeit, in der manche Vogelarten bedroht sind, ist jeder getötete Vogel (insbesondere die bedrohten Arten!) einer zu viel. „Irgendwo zwischen 10 000 und 100 000 pro Jahr“ liegt die tatsächliche Zahl aller durch Windräder getöteten Vögel nach Einschätzung von Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut im Naturschutzbund Deutschland. Das entspräche bei den damals etwa 20 000 bundesweit installierten Windkraftanlagen (heute 27 000) einer Quote von ein bis fünf Vögeln pro Anlage und Jahr.

Es ist nicht erstaunlich, dass die über 18 Millionen Vögel, die jährlich in Deutschland an Glas und Glasscheiben sterben, kein Thema für die Wildtierstiftung sind. Auch zu den wesentlich massiveren Schäden durch Vogelschlag im Straßenverkehr und entlang von Bahn- und Hochspannungstrassen, zur Bedrohung der Vogelwelt durch Agrargifte und Naturzerstörung gibt es keine Debatte.

Gerade die Deutsche Wildtier Stiftung, die Jägern und Jagd nahe steht, sollte sich endlich auch einmal zum Themenkomplex Vogeljagd äußern. "Jedes Jahr fallen in den Staaten rund um das Mittelmeer mindestens 25 Millionen Zugvögel der meist illegalen Jagd zum Opfer", schreibt www.spektrum.de

Einem Artikel der Süddeutschen Zeitung aus dem Jahr 2010 zufolge werden in Europa jedes Jahr bis zu 120 Millionen legal bei der Jagd und illegal bis zu 100 Millionen Wildvögel getötet. Vor allem Zugvögel werden geschossen: Wachteln, Drosseln, Lerchen und Nachtigallen ebenso wie seltene Falken oder Watvögel. Bei der Jagd sind allerdings Fortschritte zu erkennen. Der Abschuss von Greifvögeln ist auch durch den starken Druck der Umwelt- und Tierschutzbewegung stark zurückgegangen. Und das Verschwinden der Nahrungsinsekten hat Rebhuhn und Fasan wesentlich stärker reduziert als die Jagd. Aber die fortbestehende Jagd in Europa ist für die Wildtierstiftung kein Thema.

"Umweltministerin Ulrike Höfken hat die Spekulationen der Deutschen Wildtier Stiftung zur angeblichen Tötung von Rotmilanen im Zuge des Ausbaus der Windenergie als „unlautere Propaganda gegen die Energiewende“ zurückgewiesen. „Die Behauptungen der Wildtier Stiftung und ihre Anschuldigungen gegen die kommunalen Planungsbehörden sind mehr als unseriös, zumal keinerlei Beweise für die mutwillige Zerstörung von Horsten im Vorfeld des Baus von Windenergieanlagen vorliegen. In Rheinland-Pfalz gibt es keine Belege für so ein kriminelles Vorgehen“, teilte Höfken am Montag mit. Dass mit Fritz Vahrenholt, dem Vorstand der Wildtier Stiftung, ein ehemaliger RWE-Manager und Klimawandel-Leugner in Presseberichten zum Kronzeugen des Naturschutzes erhoben werde, zeige die Absurdität dieser Kampagne."

  • Mehr Infos: Höfken weist Spekulationen der Deutschen Wildtier Stiftung zurück/ „Der Naturschutz braucht die Energiewende“






    Michael Miersch: Bild-schöne Klima-Demagogie vom Mittwoch, den 15. März 2017


    Auch in seiner Funktion als Geschäftsführer „Naturbildung“
    bei der Deutschen Wildtier Stiftung versucht Herr Miersch, den Klimawandel herunterzuspielen. Unter der Überschrift "Naturschützer warnt vor Klima-Hysterie" schrieb er am 14.03.2017 einen sehr lesenswerten Beitrag in der Bild-Zeitung. Der Klima-Lügendedektor hat diesen Bild-Beitrag in dem auch die alternativen Energien heftig kritisiert werden, klug analysiert.






    Der Klima-Lügendetektor schreibt:
    "[...] Das ist wirklich die hohe Kunst der Pressearbeit: „Während in Paris der Klimagipfel tagt, laufen in Deutschland die Kettensägen.“ Vorwurf der Deutschen Wildtier Stiftung: Um Platz für Windkraftanlagen zu schaffen, würden immer öfter geschützte Horstbäume illegal gefällt und Vögel getötet. Eigene Recherchen würden einen rasanten Anstieg solcher Straftaten belegen, so die Wildtier Stiftung:
    „Bisher wurden mindestens 40 Fälle illegaler Verfolgung von Großvögeln im Umfeld von neuen oder geplanten Windparks registriert“
    Meingott, vierzig Fälle! Das muss man sich mal vorstellen!
    In welchem Zeitraum?
    Das sagt uns die Deutsche Wildtier Stiftung nicht. Wir erfahren nur, dass es vor drei Jahren zwei Fälle gab, 2014 dann schon 10 und im vergangenen Jahr 19. Genau genommen erfahren wir auch nicht, ob 40 Horstbäume illegal gefällt oder 40 geschützte Vögel getötet wurden. Im Pressetext heißt es lediglich, dass es „mindestens 40 Fälle illegaler Verfolgung von Großvögeln“ gegeben hat. [...]

    Nicht dass wir bezweifeln, dass die Windradbauer auch mal unkorrekt handeln! Wir bezweifeln aber, dass die Datenlage der Deutschen Wildtier Stiftung tatsächlich bedeutet, dass in Deutschland wegen der Windenergie die Kettensägen heiß laufen."

    Quelle: Der Klima-Lügendetektor: "Wildtierstiftung: Die Axt im Walde"





    Vom Kohle-Konzern-Funktionär zum Tierschützer


    Ein Beitrag von Dr. Eva Stegen
    Wenn ein ehemaliger RWE-Vorstand zur Rettung des Rotmilans aufruft, lohnt es sich, genauer hinzusehen.
    In Deutschland leben ca. 12.000 Rotmilan-Brutpaare, rund die Hälfte der gesamten Weltpopulation, die sich jedoch hauptsächlich auf Europa beschränkt. Hierzulande gibt es pro km2 8 Mal so viele Brutpaare wie in Frankreich, 15 Mal so viele wie in Polen, 23 Mal so viele wie in Tschechien und 26 Mal so viele wie in Italien.
    Und Deutschland hat eine dramatisch höhere Windraddichte, als all die umliegenden Nachbarländer. Frankreich hat pro Fläche nur ein Achtel der hier installierten Leistung, Italien ein knappes Viertel, Polen ein Neuntel und Tschechien nur ein Dreißigstel. Daraus aber ableiten zu wollen, Windräder hätten eine protektiven Effekt auf die Rotmilan-Population wäre unredlich, das würden selbst die euphorischsten Windkraftfreunde nicht tun.
    Umgekehrt gibt es aber Menschen, die aus diesem Zusammenhang die besondere Verantwortung Deutschlands für den Rotmilan ableiten und deshalb den Ausbau der Windenergie gerne gestoppt sähen. Fritz Vahrenholt, ein Chemiker, dessen Vita Vogelschutz-unverdächtige Stationen auflistet wie Aufsichtsratsvorsitzender der RWE Innogy und Vorstand der Deutsche Shell AG ließ sich kürzlich in der Welt zitieren: "Der Rotmilan ist nicht ganz kompatibel mit der Windenergie." Warum ist seine Expertise zum Rotmilan gefragt? Die 122 Schriften umfassende Liste von Vahrenholts Publikationen beschäftigt sich mit Kohlenstoffchemie, Energiepolitik und Klimawandel-Skepsis. Nicht ein einziger zoologischer Beitrag ist darunter. Trotzdem schreibt die Welt unter dem Titel „Sterben für die Wende“ vom „Wildtierschützer Vahrenholt". Wie das? Vahrenholt ist seit 2012 Alleinvorstand einer nach unternehmerischen Prinzipien geführten, privaten, gemeinnützigen Stiftung, der deutschen Wildtierstiftung. Man kann ihm nicht vorwerfen, er könne nicht strategisch denken.
    Welt-Redakteur Wetzel will ausgerechnet das Verschwinden des letzten Milans aus Berlin mit dem ersten Windrad in Berlin in Zusammenhang stellen. Ach hätte er doch mal einen Zoologen befragt, zum Thema Lebensraum, Nahrungsangebot, Umweltgifte, Verkehrsopfer, Jagdopfer usw.!
    „Seit Beginn der 90er-Jahre hat der Bestand des Rotmilans schon um ein Drittel abgenommen.“ schreibt Wetzel und fordert auf, die Statistiken zu besichtigen – und da wird’s interessant: Aufgrund des Verbotes der Greifvogeljagd erholten sich die Bestände Ende der 1980er Jahre und erreichten 1991 einen Höchststand. Mit der Wiedervereinigung und den damit zusammenhängenden Änderungen in der Landwirtschaft nahm der Bestand bereits bis 1997 um ein Drittel ab, in Teilen Ostdeutschlands sogar um 50 %, berichten die Biologen Kerstin und Ubbo Mammen. Zwischen 1997 und 2014 wechselten sich leichte Erholungen und leichte Rückgänge der Bestände ab, erreichten aber nie die Dramatik der frühen 1990er Jahre. Doch erst im Jahr 2000 trat das von den Windkraftgegnern so hart bekämpfte Erneuerbare Energie Gesetz, EEG, in Kraft. Die Zahlen machen überdeutlich, wie absurd es ist, einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Windkraft und der Rotmilan-Bestände herzustellen. Die Welt tut es trotzdem und verspielt so ihre Glaubwürdigkeit.
    Es geht nicht darum, einzelne Kollisionsopfer komplett zu verleugnen. Die gibt es ebenso, wie es Kollisionen mit Stromleitungen oder dem Autoverkehr gibt - was weniger an der Flughöhe liegt, sondern daran, dass andere Verkehrsopfer ebenfalls zum Nahrungsspektrum gehören. Vahrenholt und seine Mitstreiter rufen aber weder zum Auto-Verzicht auf, noch wettern sie gegen Stromleitungen. Sie haben auch keinerlei Interesse daran, sich mit echten, bestandsgefährdenden Faktoren auseinander zu setzen. Ihre Tierliebe ist scheinheilig. Es sind die Meister der vorgeschobenen Argumente, denen es einzig um die Verhinderung der Energiewende geht.
    Ein Beitrag von Dr. Eva Stegen

  • Mehr Infos zum Industrielobbyisten Fritz Vahrenholt
  • Mehr Infos zum Industrielobbyisten Michael Miersch, dem Geschäftsführer des "Forum Bildung Natur" der Wildtierstiftung. Der Geschäftsführer des "Forum Bildung Natur" hat gemeinsam mit Herrn Maxeiner noch vor Jahren in seinen Büchern Umweltschützer als „Feinde der Zukunft“, „Pseudo-Ökos“, „Ökoheuchler“, „Ökopharisäer“, „Ökochonder“, „Ökopriester“, „Ökopäpste“, „Ökoromantiker“ oder „Öko-Stalinisten“ bezeichnet. Das klingt recht böse und hasserfüllt und war vermutlich auch so gemeint.



    Auszug: Erst vor wenigen Jahren hat Michael Miersch,
    Geschäftsführer des "Forum Bildung Natur" der Wildtierstiftung, eine industriegelenkte Lobbykampagne, den so genannten "Ökooptimismus", nach Deutschland getragen. Bei vielen Artikeln und Beiträgen war nicht deutlich, ob es sich um redaktionelle Beiträge oder oder um Freianzeigen der Atom-, Kohle-, Öl- oder Gentechindustrie handelt. Die Journalisten Maxeiner und Miersch entlarven "Öko-Irrtümer", die gar keine sind, berichtet "Die Zeit" am 31/1998. Die beiden "Journalisten" schrieben für die gut organisierten Klimawandelleugner und sorgten vor dem Atomunfall in Fukushima dafür, dass die Pro-Atom- und Laufzeitverlängerungskampagnen von EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON in den Medien (FAZ & Welt) umgesetzt wurden. Nach dem Supergau in Fukushima schrieben Dirk Maxeiner & Michael Miersch in der Online Ausgabe der Zeitschrift "Welt" zum Atomausstieg: "Einen Weg unumkehrbar einzuschlagen ist das größte Risiko von allen." Die alten Beiträge der beiden Lobbyisten in der gleichen Zeitung über die Unwahrscheinlichkeit eines schweren Atomunfalls in einem westlichen AKW, finden sich plötzlich nicht mehr. Dumm gelaufen... Kein Wunder, dass Dirk Maxeiner und Michael Miersch häufig in der Schweizer "WELTWOCHE" veröffentlichen. Dort wird der Klimawandel geleugnet, für "umweltfreundliche" AKW geworben und gegen Deutsche, andere Ausländer und Minarette polemisiert.
    So wundert es nicht, dass Michael Miersch in Zeitungen wie der Welt früher heftig gegen den Club of Rome und gegen Wachstumskritik wettert und diese als „Die Verdrossenheit der Satten“ bezeichnet“...

    weiter lesen...


    Deutsche Wildtier Stiftung: Industrielobby und / oder Naturschutzverband?
    Wildtierstiftung: Klima“skeptiker“ als neuer Chef
    "Fritz Vahrenholt wird wohl bald viel Zeit haben. Als Vorstand der RWE-Tochter Innogy, in der die bislang eher bescheidenen Aktivitäten des Konzerns auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien gebündelt sind, scheidet er ja Mitte 2012 aus. Sein klima“skeptisches“ Buch Die Kalte Sonne ist auf den Bestsellerlisten schon wieder im Sinkflug, die Zahl der Medienauftritte und Lesungen wird deshalb vermutlich auch schnell zurückgehen. Heute nun wurde sein neuer Job als Chef der "Deutsche Wildtier Stiftung" bekannt. schreibt der klima-luegendetektor".

    Und der oben erwähnte Michael Miersch ist natürlich auch dabei.
    Ein Gericht hat im Herbst 2015 bestätigt, dass die Herren Vahrenholt und Miersch vom Umweltbundesamt als Klimaskeptiker bezeichnet werden dürfen.



    "(...)Auch Fritz Vahrenholt, der prominenteste Klimaskeptiker hierzulande,
    will die Windkraft stoppen. Als SPD-Mitglied brachte er es zum Umweltsenator in Hamburg, Ende der neunziger Jahre wechselte er als Manager zum Ölkonzern Shell, später zum Kohle- und Atomkonzern RWE, wo er bis März 2014 im Aufsichtsrat eines Tochterunternehmens saß. Anfang 2012 veröffentlichte er "Die kalte Sonne", ein Buch mit klimaskeptischen Thesen und der Forderung, den Umbau des Energiesystems aufzuschieben. Im August 2012 übernahm Vahrenholt den Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. In deren Namen forderte er im November 2014 einen Baustopp für WEAs in Wäldern und begründete dies mit Studienergebnissen, wonach sich etwa der Brutbestand des Schwarzstorchs am hessischen Vogelsberg nach dem Bau von Windkraftanlagen innerhalb von sechs Jahren halbiert habe. Eine Energieagentur deckte auf, dass die verwendeten Daten der Stiftungsstudie frisiert wurden und tatsächlich keine wissenschaftliche Begründung für einen Ausbaustopp liefern."

    Auszug aus einem Beitrag der Kontext Wochenzeitung.



    Mitwelt-Warnungen 8/2018 & Hinweise zu diesen Seiten...


    • 1) Diese Mitwelt-Internetseiten sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleine Minderheit, die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
    • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
    • 3) Im Zweifel ist die-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

    Axel Mayer

    (Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung)




    Hambacher Forst: Wald & Klima retten! Kohle, RWE, Klimawandelbeschleuniger & Kohlefilz stoppen!

    Erfreulicher Teilerfolg
    Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am 5.10.18 einen vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst verfügt. Die Richter entsprachen damit in einem Eilverfahren dem Antrag des Umweltverbandes BUND. Das Urteil sagt nichts über die Zukunft des Hambacher Forsts. Es ist aber ein kleiner Schritt zur Entschleunigung der globalen Zerstörungsprozesse. Die nächsten Generationen im Klimawandel werden wissen, wer in diesem Konflikt die Guten und wer die Anderen waren.
    Axel Mayer


    Nach der Hambach-Demo
    darf der gewaltfreie Protest nicht nachlassen. Wir sollten uns auch um die von Kohle- und Atomlobbyisten bedrohte Energiewende zu Hause kümmern.
    Industriegelenkte und industrienahe Klimawandelleugner, Bürgerinitiativen gegen Windkraft, rechte und neoliberale Netzwerke und die Wildtierstiftung bekämpfen überall in Deutschland die umweltfreundlichen, zukunftsfähigen Energien.

    anbieteRWEchseln
    Jede verhinderte umweltfreundliche Energieerzeugungsanlage verlängert die Gefahrzeit von Kohle- und Atomkraftwerken und vergrößert die Gewinne von RWE & Co. Das empfindlichste Körperteil der Kohlebarone ist der Geldbeutel. Wechsle zu einem echten Ökostromanbieter!
    RWE hat alle Stromverträge - mit mehr als sechs Millionen Endkunden allein in Deutschland - in die Tochterfirma Innogy ausgelagert. Wer ein Zeichen gegen die Abholzung in Hambach setzen möchte, könnte also seinen Innogy-Stromvertrag kündigen.

    • Hier gibt´s "Nach-Demo" - Klimaschutzbanner für Aktionen & Balkon.
    • Hier gibt´s Infos zum Konflikt um den Hambacher Forst.





    Wichtige Links: Klima, Klimawandel, Klimawandelleugner, Kohle & Atomkraft





Übersicht 9/2018: Greenwash, Kriegspropaganda, Propaganda, Krisenkommunikation, Umweltlügen



Leitartikel:
  • Greenwash, Kriegspropaganda, PR und neue Durchsetzungsstrategien für Umweltzerstörung, Atomkraftwerke und Krieg












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    Dieser Artikel wurde 6275 mal gelesen und am 11.10.2018 zuletzt geändert.