thetext
druckenSeite zurück     druckenDiesen Artikel drucken (Druckansicht)

Wildtier Stiftung & Kritik 2018: Tarnorganisation der Klimawandelleugner & Windradgegnerlobby, oder "industrienaher - neoliberaler" Naturschutzverband? "Keine Windkraft im Wald"


Wildtier Stiftung & Kritik 2018: Tarnorganisation der Klimawandelleugner & Windradgegnerlobby, oder "industrienaher neoliberaler" Naturschutzverband? "Keine Windkraft im Wald"



"Die Kernfrage ist […] nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können“. So formulierte Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton die Aufgabe für Unternehmen der Energiewirtschaft.

Am besten lässt sich dieser Protest mit neuen, industrienahen, neoliberalen Umweltverbänden und Stiftungen managen und lenken...


Nach amerikanischem Vorbild entstehen jetzt auch in Deutschland nach industriegelenkten und industrienahen Bürgerinitiativen auch "industrienahe" Umweltverbände und Stiftungen. An der Spitze der Deutschen Wildtier Stiftung stehen mit Fritz Vahrenholt und Michael Miersch zwei Atomlobbyisten und Klimawandelleugner. Beide haben die Umweltbewegung jahrzehntelang aggressiv bekämpft.

In einer Publikation des Umweltbundesamtes (UBA) wurde Michael Miersch wegen seiner Thesen zur globalen Erwärmung gemeinsam mit Fritz Vahrenholt gut und sachlich begründet als „Klimawandelskeptiker“ bezeichnet. Eine Klage gegen das Umweltbundesamt vor dem Verwaltungsgericht wurde im November 2015 abgewiesen, da die Aussagen des UBA, so das Gericht, "sachlich, nicht verfälschend und nicht überzogen" seien.

Hinter vielen hübschen und sinnvollen Naturschutzprojekten versteckt,
wird von der Wildtierstiftung massiv die Energiewende in BürgerInnenhand bekämpft und der menschengemachte Klimawandel geleugnet. Jede privat gebaute Energieerzeugungsanlage, insbesondere Windkraft im Wald, ist eine Konkurrenz zu den Atom- und Kohlekraftwerken und den Offshore-Windparks der alten Atom- und Kohlekonzerne und insbesondere der RWE. Deren Energieerzeugungsmonopol wird von den privaten, kleinen Windradbauern gebrochen. Auch amerikanische Öl- und Kohlemilliardäre haben ein massiv-erfolgreiches Interesse an der Leugnung des Klimawandels und der Bekämpfung von zukunftsfähigen Energien. Kein Wunder, dass in einem verdeckt geführten Krieg die Energiewende so massiv und erfolgreich bekämpft wird. Neue, "industrienahe" Umweltverbände wie die Deutsche Wildtier Stiftung spielen in diesem Krieg, bei dem es auch darum geht, die Umweltbewegung zu spalten, eine wichtige Rolle.

Fritz Vahrenholt ist Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung
"Er ist Deutschlands bekanntester Klimaforschungs-Zweifler und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der britischen Denkfabrik -The Global Warming Policy Foundation (GWPF). 2009 wurde die Organisation von dem "Klimaskeptiker" und Mitglied der Konservativen Partei Nigel Lawson gegründet, um gegen die "neue Religion der globalen Erwärmung" zu Felde zu ziehen (...) Vahrenholt, den die Tageszeitung taz in der Vergangenheit als "Klima-Sarrazin" bezeichnete, veröffentlichte 2012 gemeinsam mit Sebastian Lüning das klimaskeptische Buch "Die kalte Sonne". Darin gehen die Autoren davon aus, dass sich die Erde seit 1998 nicht mehr erwärmt hat und der menschengemachte Klimawandel nicht stattfinde", schreibt klimaretter.info. Es erinnert an die gut organisierten Kampagnen amerikanischer Öl- und Kohlemilliardäre, die erfolgreich nach Deutschland und Europa getragen werden.


Der Chef der Wildtierstiftung Vahrenholt
ist Klimawandelleugner und setzt sich in Medien und eigenen Veröffentlichungen gegen Klimaschutzmaßnahmen ein. Anfang 2012 veröffentlichte er mit dem Geologen Sebastian Lüning, der bis August desselben Jahres bei -RWE Dea- als Afrikaexperte und Head of Regional Projects tätig war, das Buch -Die kalte Sonne-. Auszüge aus dem Buch wurden in einer dreiteiligen Serie mit dem Titel "Die CO2-Lüge" in der Bild-Zeitung vorabgedruckt.
In der Fachwelt wurden die Thesen Vahrenholts einhellig verworfen. Zudem äußerten mehrere Wissenschaftler, die im Buch zitiert wurden, um die dort aufgestellten Thesen zu stützen, sie seien falsch wiedergegeben worden. Die Medien- und Klimawissenschaftler Birgit Schneider, Thomas Nocke und Georg Feulner, die Die Kalte Sonne als prominenteste klimaskeptische Veröffentlichung in Deutschland bezeichneten, fanden darin viele Fälle irreführender grafischer Darstellungen, besonders von Rosinenpickerei.
Für die Kommunikationsforscher Inga Schlichting und Andreas Schmidt stellt das Buch einen späten Versuch dar, in der Öffentlichkeit Unsicherheit an der globalen Erwärmung zu säen. Derartige Kampagnen, bei denen nicht nur Zweifel geschürt, sondern auch die Klimaforschung als solche angegriffen wurde, wurden gerade während der 1990er Jahre sehr stark von Industrieverbänden betrieben, um Regulierungen und insbesondere Klimaschutzmaßnahmen zu verhindern. Eine ähnliche Motivation sieht Achim Brunnengräber, der betont, dass die Empfehlungen des Buches „passgenau auf die RWE-Strategie zugeschnitten“ seien, dem damaligen Arbeitgeber Vahrenholts, der für die Energiewende in Deutschland schlecht aufgestellt sei.
Im April 2011 war Vahrenholt Gast auf einer Veranstaltung des klimaskeptischen Vereins "Europäisches Institut für Klima und Energie" (EIKE). Seine Vorgehensweise wurde von Wissenschaftlern wie dem Klimatologen Stefan Rahmstorf zum Teil scharf kritisiert.
Im Zuge der energiepolitischen Diskussionen plädierte Vahrenholt unter anderem für eine Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke und für die Weiterentwicklung und den Bau von Kugelhaufenreaktoren.
Quelle: Wikipedia


Im 3sat-Beitrag "Die geheimen Machenschaften der Ölindustrie" wird auch auf den möglichen Zusammenhang zwischen Fritz Vahrenholt, der Wildtierstiftung und der Ölindustrie aufmerksam gemacht.

Michael Miersch der Geschäftsführer „Naturbildung“ in der Wildtierstiftung.
hat gemeinsam mit Dirk Maxeiner die Umweltbewegung jahrzehntelang aggressiv bekämpft. Gemeinsam haben sie "gezielt indirekt" für Chemie-, Atom-, Gen- und Kohlekonzerne und Fracking geworben, den menschengemachten Klimawandel heruntergespielt und kritische WissenschaftlerInnen und UmweltschützerInnen teilweise heftig angegriffen. Herr Miersch hat vor Fukushima massiv für die Gefahrzeitverlängerung von AKW geschrieben. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima schrieben er und Herr Maxeiner am 19.5.2011 in der „Welt“: „Der unumkehrbare Atom-Ausstieg ist das größte Risiko“.
Dirk Maxeiner und Michael Miersch beschrieben in einem ihrer vielen Bücher Umweltschützer, Atomkraftgegner und Menschen, die sich für erneuerbare Energien und eine nachhaltige Zukunft einsetzen als „Feinde der Zukunft“, „Pseudo-Ökos“, „Ökoheuchler“, „Ökopharisäer“, „Ökochonder“, „Ökopriester“, „Ökopäpste“, „Ökoromantiker“, „Öko-Stalinisten“. Das klingt recht böse und hasserfüllt und ist vermutlich auch so gemeint. Woher kommt bei so einem Menschen das plötzliche "Interesse" am Naturschutz?

Auch in seiner Funktion als Geschäftsführer „Naturbildung“
bei der Deutschen Wildtier Stiftung versucht Herr Miersch, den Klimawandel herunterzuspielen. Unter der Überschrift "Naturschützer warnt vor Klima-Hysterie" schrieb er am 14.03.2017 einen sehr lesenswerten Beitrag in der Bild-Zeitung. Der Klima-Lügendedektor hat diesen Bild-Beitrag, in dem auch die alternativen Energien heftig kritisiert werden, klug analysiert.

Im teuersten Hamburger Quartier Elbbrücken
in der östlichen HafenCity entsteht der neue Sitz der reichen, industrienahen Wildtierstiftung. Ob die Kohle für diesen teuren Neubau von der Kohle kommt?

Mit der Deutschen Wildtierstiftung entsteht ein neoliberaler, industrienaher "Umweltverband" und Thinktank für Umweltfragen
Gerade von AfD, FDP und vom rechten Rand von CDU & CSU und von Klimawandelleugnern und Gegnern der Energiewende wird gerne auf die Arbeit und die Thesen der Wildtierstiftung zurückgegriffen.


Deutsche NaturfilmStiftung & Wildtierstiftung
Mit ungeheuer viel Geld kauft sich die industrienahe Stiftung in den teuersten Lagen ein (Hafencity Hamburg) und greift jetzt nach dem "deutschen Naturfilm".

"Keine Windkraft im Wald"


Ein Filmspot der industrie- und kohlenahen Deutschen Wildtier Stiftung agitiert gegen die Windkraft im Wald und lief im Wahlkampf in den hessischen Kinos. Jedes nicht gebaute Windrad verlängert die Laufzeit der Kohle- und Atomkraftwerke und verstärkt den Klimawandel. Wir fragen uns, wie die Wildtierstiftung an "die Kohle" für den teuren Kinospot kommt...


"Keine Windkraft im Wald" und das Waldsterben

Die aktuellen massiven Waldschäden in ganz Deutschland sind insbesondere auf den Klimawandel und seine Begleiterscheinungen (extrem trockene Jahre, Hitze, Zunahme von Schadinsekten wie dem Borkenkäfer...) zurückzuführen. Die Energiewende und die zukunftsfähigen Energien könnten diese zunehmenden Waldschäden zumindest begrenzen.



Hambacher Forst, RWE und Wildtierstiftung
Die reiche, industrie- und kohlenahe Deutsche Wildtierstiftung bekämpft unter dem Deckmantel des Wildtierschutzes die Energiewende und verharmlost den menschengemachten Klimawandel.

Die Kontext-Wochenzeitung zeigt, wie sie der RWE ein grünes Mäntelchen gibt:
„Kontext-Recherchen liefern eine mögliche Erklärung, warum die Deutsche Wildtierstiftung auf dem Braunkohle-Auge blind ist. Denn im Jahresbericht 2017 taucht auch die RWE Power AG aus Essen als Spender auf. Das Unternehmen ist die fossile Stromerzeugungstochter von RWE. Sie betreibt die Tagebaue und klimaschädlichen Kraftwerke im Rheinischen Revier, auch den Hambacher Tagebau. Auf die Frage, wieviel Geld die RWE-Tochter nach Hamburg überwies, darauf gibt es keine Antwort. Geschäftsführer von Münchhausen betont nur, dass Spenden ausschließlich Projekten zufließen.
PR-Coup mit niedlichen Haselmäusen
Im vergangenen Jahr war eines davon die Umsiedlung von Haselmäusen, deren Zuhause dem Tagebau Garzweiler im Weg ist. Den possierlichen Nager hatte die DWS auch zum "Tier des Jahres 2017" erkoren. 300 Haselmäuse wurden von RWE eingefangen und auf die Sophienhöhe verbracht, eine rekultivierte Abraumhalde des Hambacher Tagebaus. Die Begleitung durch die DWS beschränkte sich offenbar auf Entsendung einer Biologin, die Schülern an zwei Tagen das neue Haselmaus-Habitat zeigte. Die PR-Maschinerie beider Seiten verkaufte die Umsiedlung als Erfolgsstory, die Medien groß weiterverbreiteten. Ein PR-Coup, für den sich der Stromkonzern mit einer Präsentation der Stiftung im eigenen "Nachbarschaftsmagazin hier" bedankte.“


"Die Deutsche Naturfilmstiftung wurde in Wieck auf dem Darß (Vorpommern-Rügen) von der Deutschen Wildtier Stiftung und dem Förderverein Nationalpark Boddenlandschaft gegründet, um die Branche zu unterstützen. Den Naturfilmern fehle es an Geld, Vernetzung und Kommunikation untereinander." schreibt die Welt. Jetzt kommen die Naturfilmer an Geld und geben gleichzeitig der Wildtierstiftung ein grünes Image.

Die Deutsche NaturfilmStiftung verleiht die höchste Auszeichnung Deutschlands für Naturfilme – den Deutschen NaturfilmPreis. Kritische FilmemacherInnen sollten eigentlich auf politische Zusammenhänge aufmerksam machen und industrienahen Klimawandelleugnern kein grünes Deckmäntelchen geben.

Deutsche Wildtier Stiftung & Rotmilan & Jagd


Die jagdnahe Deutsche Wildtier Stiftung bekämpft massiv die Energiewende und die Windenergie. Im Kampf gegen die Windräder wird immer mehr der Rotmilan zum Wappentier der Kohle-Lobbyisten und Klimawandelleugner.

Der Schutz des Rotmilans ist wichtig und Vogelschlag lässt sich durch eine Vielzahl von Maßnahmen auch erfolgreich verhindern. Windräder töten Vögel und Rotmilane. Das ist so, das wird in der Öffentlichkeit und den Medien heftig diskutiert und in einer Zeit, in der manche Vogelarten bedroht sind, ist jeder getötete Vogel (insbesondere die bedrohten Arten!) einer zu viel. „Irgendwo zwischen 10 000 und 100 000 pro Jahr“ liegt die tatsächliche Zahl aller durch Windräder getöteten Vögel nach Einschätzung von Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut im Naturschutzbund Deutschland. Das entspräche bei den damals etwa 20 000 bundesweit installierten Windkraftanlagen (heute 27 000) einer Quote von ein bis fünf Vögeln pro Anlage und Jahr.

Es ist nicht erstaunlich, dass die über 18 Millionen Vögel, die jährlich in Deutschland an Glas und Glasscheiben sterben, kein Thema für die Wildtierstiftung sind. Auch zu den wesentlich massiveren Schäden durch Vogelschlag im Straßenverkehr und entlang von Bahn- und Hochspannungstrassen, zur Bedrohung der Vogelwelt durch Agrargifte und Naturzerstörung gibt es keine Debatte.

Gerade die Deutsche Wildtier Stiftung, die Jägern und Jagd nahe steht, sollte sich endlich auch einmal zum Themenkomplex Vogeljagd äußern. "Jedes Jahr fallen in den Staaten rund um das Mittelmeer mindestens 25 Millionen Zugvögel der meist illegalen Jagd zum Opfer", schreibt www.spektrum.de

Einem Artikel der Süddeutschen Zeitung aus dem Jahr 2010 zufolge werden in Europa jedes Jahr bis zu 120 Millionen legal bei der Jagd und illegal bis zu 100 Millionen Wildvögel getötet. Vor allem Zugvögel werden geschossen: Wachteln, Drosseln, Lerchen und Nachtigallen ebenso wie seltene Falken oder Watvögel. Bei der Jagd sind allerdings Fortschritte zu erkennen. Der Abschuss von Greifvögeln ist auch durch den starken Druck der Umwelt- und Tierschutzbewegung stark zurückgegangen. Und das Verschwinden der Nahrungsinsekten hat Rebhuhn und Fasan wesentlich stärker reduziert als die Jagd. Aber die fortbestehende Jagd in Europa ist für die Wildtierstiftung kein Thema.

"Umweltministerin Ulrike Höfken hat die Spekulationen der Deutschen Wildtier Stiftung zur angeblichen Tötung von Rotmilanen im Zuge des Ausbaus der Windenergie als „unlautere Propaganda gegen die Energiewende“ zurückgewiesen. „Die Behauptungen der Wildtier Stiftung und ihre Anschuldigungen gegen die kommunalen Planungsbehörden sind mehr als unseriös, zumal keinerlei Beweise für die mutwillige Zerstörung von Horsten im Vorfeld des Baus von Windenergieanlagen vorliegen. In Rheinland-Pfalz gibt es keine Belege für so ein kriminelles Vorgehen“, teilte Höfken am Montag mit. Dass mit Fritz Vahrenholt, dem Vorstand der Wildtier Stiftung, ein ehemaliger RWE-Manager und Klimawandel-Leugner in Presseberichten zum Kronzeugen des Naturschutzes erhoben werde, zeige die Absurdität dieser Kampagne."





Übersicht 2018: Greenwash, Kriegspropaganda, Propaganda, Krisenkommunikation, Umweltlügen



Leitartikel:
  • Greenwash, Kriegspropaganda, PR und neue Durchsetzungsstrategien für Umweltzerstörung, Atomkraftwerke und Krieg












    Richtig wichtig! Ihnen gefällt diese Seite? Legen Sie doch einen Link:
    <a href="http://www.mitwelt.com/deutsche-wildtier-stiftung-lobby.html">Wildtier Stiftung & Kritik 2018: Tarnorganisation der Klimawandelleugner & Windradgegnerlobby, oder "industrienaher - neoliberaler" Naturschutzverband? "Keine Windkraft im Wald"</a>

    Teilen über:
    Twitter Facebook

    Dieser Artikel wurde 6971 mal gelesen und am 10.11.2018 zuletzt geändert.