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Deutsche Wildtierstiftung 2017 Kritik: Klimawandelleugner, Industrielobby, Windradgegnerlobby und / oder Naturschutzverband? Ein Beitrag von Dr. Eva Stegen


Deutsche Wildtierstiftung 2017 Kritik: Klimawandelleugner, Industrielobby, Windradgegnerlobby, Klimawandelskeptiker und / oder "industrienaher" Naturschutzverband?



"Die Kernfrage ist […] nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können“. So formulierte Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton die Aufgabe für Unternehmen der Energiewirtschaft.

Am besten lässt sich dieser Protest mit industrienahen Umweltverbänden managen...
Nach amerikanischem Vorbild entstehen jetzt nach industriegelenkten und industrienahen Bürgerinitiativen auch "industrienahe" Umweltverbände. An der Spitze der Deutsche Wildtierstiftung stehen mit Fritz Vahrenholz und Michael Miersch zwei Klimawandelleugner.
In einer Publikation des Umweltbundesamtes (UBA) wurde Miersch wegen seiner Thesen zur globalen Erwärmung gemeinsam mit Fritz Vahrenholt gut und sachlich begründet als „Klimawandelskeptiker“ bezeichnet. Eine Klage gegen das Umweltbundesamt vor dem Verwaltungsgericht wurde im November 2015 abgewiesen da die Aussagen des UBA, so das Gericht, "sachlich, nicht verfälschend und nicht überzogen" seien.
Hinter vielen hübschen Naturschutzprojekten versteckt, wird von der Wildtierstiftung massiv die Energiewende bekämpft. Jede privat gebaute Energieerzeugungsanlage ist eine Konkurrenz zu den Atom- und Kohlekraftwerken und den Offshore-Windparks der alten Atom- und Kohlekonzerne. Deren Energieerzeugungsmonopol wird von den Privaten gebrochen. Kein Wunder, dass in einem verdeckt geführten Krieg die Energiewende so massiv & erfolgreich bekämpft wird. Neue, "industrienahe" Umweltverbände wie die Deutsche Wildtierstiftung spielen in diesem Krieg, bei dem es auch darum geht die Umweltbewegung zu spalten, eine wichtige Rolle.




Wildtierstiftung & Klimawandelleugner,


Umweltministerin Höfken hat die Spekulationen der Deutschen Wildtier Stiftung zur angeblichen Tötung von Rotmilanen im Zuge des Ausbaus der Windenergie als „unlautere Propaganda gegen die Energiewende“ zurück gewiesen. „Die Behauptungen der Wildtier Stiftung und ihre Anschuldigungen gegen die kommunalen Planungsbehörden sind mehr als unseriös, zumal keinerlei Beweise für die mutwillige Zerstörung von Horsten im Vorfeld des Baus von Windenergieanlagen vorliegen", so Höfken.

Umweltministerin Ulrike Höfken hat die Spekulationen der Deutschen Wildtier Stiftung zur angeblichen Tötung von Rotmilanen im Zuge des Ausbaus der Windenergie als „unlautere Propaganda gegen die Energiewende“ zurück gewiesen. „Die Behauptungen der Wildtier Stiftung und ihre Anschuldigungen gegen die kommunalen Planungsbehörden sind mehr als unseriös, zumal keinerlei Beweise für die mutwillige Zerstörung von Horsten im Vorfeld des Baus von Windenergieanlagen vorliegen. In Rheinland-Pfalz gibt es keine Belege für so ein kriminelles Vorgehen“, teilte Höfken am Montag mit. Dass mit Fritz Vahrenholt, dem Vorstand der Wildtier Stiftung, ein ehemaliger RWE-Manager und Klimawandel-Leugner in Presseberichten zum Kronzeugen des Naturschutzes erhoben werde, zeige die Absurdität dieser Kampagne.
hier



Michael Miersch: Bild-schöne Klima-Demagogie vom Mittwoch, den 15. März 2017: hier




Ein Beitrag von Dr. Eva Stegen

Vom Kohle-Konzern-Funktionär zum Tierschützer


Wenn ein ehemaliger RWE-Vorstand zur Rettung des Rotmilans aufruft, lohnt es sich, genauer hinzusehen.
In Deutschland leben ca. 12.000 Rotmilan-Brutpaare, rund die Hälfte der gesamten Weltpopulation, die sich jedoch hauptsächlich auf Europa beschränkt. Hierzulande gibt es pro km2 8 Mal so viele Brutpaare wie in Frankreich, 15 Mal so viele wie in Polen, 23 Mal so viele wie in Tschechien und 26 Mal so viele wie in Italien.
Und Deutschland hat eine dramatisch höhere Windraddichte, als all die umliegenden Nachbarländer. Frankreich hat pro Fläche nur ein Achtel der hier installierten Leistung, Italien ein knappes Viertel, Polen ein Neuntel und Tschechien nur ein Dreißigstel. Daraus aber ableiten zu wollen, Windräder hätten eine protektiven Effekt auf die Rotmilan-Population wäre unredlich, das würden selbst die euphorischsten Windkraftfreunde nicht tun.
Umgekehrt gibt es aber Menschen, die aus diesem Zusammenhang die besondere Verantwortung Deutschlands für den Rotmilan ableiten und deshalb den Ausbau der Windenergie gerne gestoppt sähen. Fritz Vahrenholt, ein Chemiker, dessen Vita Vogelschutz-unverdächtige Stationen auflistet wie Aufsichtsratsvorsitzender der RWE Innogy und Vorstand der Deutsche Shell AG ließ sich kürzlich in der Welt zitieren: "Der Rotmilan ist nicht ganz kompatibel mit der Windenergie." Warum ist seine Expertise zum Rotmilan gefragt? Die 122 Schriften umfassende Liste von Vahrenholts Publikationen beschäftigt sich mit Kohlenstoffchemie, Energiepolitik und Klimawandel-Skepsis. Nicht ein einziger zoologischer Beitrag ist darunter. Trotzdem schreibt die Welt unter dem Titel „Sterben für die Wende“ vom „Wildtierschützer Vahrenholt". Wie das? Vahrenholt ist seit 2012 Alleinvorstand einer nach unternehmerischen Prinzipien geführten, privaten, gemeinnützigen Stiftung, der deutschen Wildtierstiftung. Man kann ihm nicht vorwerfen, er könne nicht strategisch denken.
Welt-Redakteur Wetzel will ausgerechnet das Verschwinden des letzten Milans aus Berlin mit dem ersten Windrad in Berlin in Zusammenhang stellen. Ach hätte er doch mal einen Zoologen befragt, zum Thema Lebensraum, Nahrungsangebot, Umweltgifte, Verkehrsopfer, Jagdopfer usw.!
„Seit Beginn der 90er-Jahre hat der Bestand des Rotmilans schon um ein Drittel abgenommen.“ schreibt Wetzel und fordert auf, die Statistiken zu besichtigen – und da wird’s interessant: Aufgrund des Verbotes der Greifvogeljagd erholten sich die Bestände Ende der 1980er Jahre und erreichten 1991 einen Höchststand. Mit der Wiedervereinigung und den damit zusammenhängenden Änderungen in der Landwirtschaft nahm der Bestand bereits bis 1997 um ein Drittel ab, in Teilen Ostdeutschlands sogar um 50 %, berichten die Biologen Kerstin und Ubbo Mammen. Zwischen 1997 und 2014 wechselten sich leichte Erholungen und leichte Rückgänge der Bestände ab, erreichten aber nie die Dramatik der frühen 1990er Jahre. Doch erst im Jahr 2000 trat das von den Windkraftgegnern so hart bekämpfte Erneuerbare Energie Gesetz, EEG, in Kraft. Die Zahlen machen überdeutlich, wie absurd es ist, einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Windkraft und der Rotmilan-Bestände herzustellen. Die Welt tut es trotzdem und verspielt so ihre Glaubwürdigkeit.
Es geht nicht darum, einzelne Kollisionsopfer komplett zu verleugnen. Die gibt es ebenso, wie es Kollisionen mit Stromleitungen oder dem Autoverkehr gibt - was weniger an der Flughöhe liegt, sondern daran, dass andere Verkehrsopfer ebenfalls zum Nahrungsspektrum gehören. Vahrenholt und seine Mitstreiter rufen aber weder zum Auto-Verzicht auf, noch wettern sie gegen Stromleitungen. Sie haben auch keinerlei Interesse daran, sich mit echten, bestandsgefährdenden Faktoren auseinander zu setzen. Ihre Tierliebe ist scheinheilig. Es sind die Meister der vorgeschobenen Argumente, denen es einzig um die Verhinderung der Energiewende geht.
Ein Beitrag von Dr. Eva Stegen

  • Mehr Infos zum Industrielobbyisten Fritz Vahrenholt
  • Mehr Infos zum Industrielobbyisten Michael Miersch dem Geschäftsführer des "Forum Bildung Natur" der Wildtierstiftung. Der Geschäftsführer des "Forum Bildung Natur" hat gemeinsam mit Herrn Maxeiner noch vor Jahren in seinen Büchern Umweltschützer als „Feinde der Zukunft“, „Pseudo-Ökos“, „Ökoheuchler“, „Ökopharisäer“, „Ökochonder“, „Ökopriester“, „Ökopäpste“, „Ökoromantiker“ oder „Öko-Stalinisten“ bezeichnet. Das klingt recht böse und hasserfüllt und war vermutlich auch so gemeint.



    Auszug: Erst vor wenigen Jahren hat Michael Miersch,
    Geschäftsführer des "Forum Bildung Natur" der Wildtierstiftung, eine industriegelenkte Lobbykampagne, den so genannten "Ökooptimismus", nach Deutschland getragen. Bei vielen Artikeln und Beiträgen war nicht deutlich, ob es sich um redaktionelle Beiträge oder oder um Freianzeigen der Atom-, Kohle-, Öl- oder Gentechindustrie handelt. Die Journalisten Maxeiner und Miersch entlarven "Öko-Irrtümer", die gar keine sind, berichtet "Die Zeit" am 31/1998. Die beiden "Journalisten" schrieben für die gut organisierten Klimawandelleugner und sorgten vor dem Atomunfall in Fukushima dafür, dass die Pro-Atom- und Laufzeitverlängerungskampagnen von EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON in den Medien (FAZ & Welt) umgesetzt wurden. Nach dem Supergau in Fukushima schrieben Dirk Maxeiner & Michael Miersch in der Online Ausgabe der Zeitschrift "Welt" zum Atomausstieg: "Einen Weg unumkehrbar einzuschlagen ist das größte Risiko von allen." Die alten Beiträge der beiden Lobbyisten in der gleichen Zeitung über die Unwahrscheinlichkeit eines schweren Atomunfalls in einem westlichen AKW, finden sich plötzlich nicht mehr. Dumm gelaufen... Kein Wunder, dass Dirk Maxeiner und Michael Miersch häufig in der Schweizer "WELTWOCHE" veröffentlichen. Dort wird der Klimawandel geleugnet, für "umweltfreundliche" AKW geworben und gegen Deutsche, andere Ausländer und Minarette polemisiert.
    So wundert es nicht, dass Michael Miersch in Zeitungen wie der Welt früher heftig gegen den Club of Rome und gegen Wachstumskritik wettert und diese als „Die Verdrossenheit der Satten“ bezeichnet“...

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    Deutsche Wildtier Stiftung: Industrielobby und / oder Naturschutzverband?
    Wildtierstiftung: Klima“skeptiker“ als neuer Chef
    "Fritz Vahrenholt wird wohl bald viel Zeit haben. Als Vorstand der RWE-Tochter Innogy, in der die bislang eher bescheidenen Aktivitäten des Konzerns auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien gebündelt sind, scheidet er ja Mitte 2012 aus. Sein klima“skeptisches“ Buch Die Kalte Sonne ist auf den Bestsellerlisten schon wieder im Sinkflug, die Zahl der Medienauftritte und Lesungen wird deshalb vermutlich auch schnell zurückgehen. Heute nun wurde sein neuer Job als Chef der "Deutsche Wildtier Stiftung" bekannt. schreibt der klima-luegendetektor".

    Und der oben erwähnte Michael Miersch ist natürlich auch dabei.
    Ein Gericht hat im Herbst 2015 bestätigt, dass die Herren Vahrenholt und Miersch vom Umweltbundesamt als Klimaskeptiker bezeichnet werden dürfen.



    "(...)Auch Fritz Vahrenholt, der prominenteste Klimaskeptiker hierzulande,
    will die Windkraft stoppen. Als SPD-Mitglied brachte er es zum Umweltsenator in Hamburg, Ende der neunziger Jahre wechselte er als Manager zum Ölkonzern Shell, später zum Kohle- und Atomkonzern RWE, wo er bis März 2014 im Aufsichtsrat eines Tochterunternehmens saß. Anfang 2012 veröffentlichte er "Die kalte Sonne", ein Buch mit klimaskeptischen Thesen und der Forderung, den Umbau des Energiesystems aufzuschieben. Im August 2012 übernahm Vahrenholt den Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. In deren Namen forderte er im November 2014 einen Baustopp für WEAs in Wäldern und begründete dies mit Studienergebnissen, wonach sich etwa der Brutbestand des Schwarzstorchs am hessischen Vogelsberg nach dem Bau von Windkraftanlagen innerhalb von sechs Jahren halbiert habe. Eine Energieagentur deckte auf, dass die verwendeten Daten der Stiftungsstudie frisiert wurden und tatsächlich keine wissenschaftliche Begründung für einen Ausbaustopp liefern."

    Auszug aus einem Beitrag der Kontext Wochenzeitung.





    Warnung:
    Wenn Sie hier Die Wahrheit suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie ab und zu den viel zu engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen. Denken könnte nützen.
    Axel Mayer



    Übersicht: Greenwash, Kriegspropaganda, Propaganda, Krisenkommunikation, Umweltlügen




    Leitartikel:




    Weblinks


    LobbyControl - Greenwash in Zeiten des Klimawandels










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    Dieser Artikel wurde 1942 mal gelesen und am 21.3.2017 zuletzt geändert.