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Cum-Ex 2020: Verbrechen, Verbrecher & Recht


Börsennotierte Unternehmen schütten in der Regel einmal im Jahr eine Dividende an ihre Aktionäre aus. Diese werden so am Gewinn beteiligt. Stichtag ist der Tag vor der Dividendenzahlung. Wer zu diesem Zeitpunkt im Besitz der Aktien war, erhält die Dividende ausgezahlt. Auf diese wird Kapitalertragsteuer fällig. Darüber erhält der Aktionär eine Bescheinigung von der Bank. Auf diese Bescheinigung haben es die Beteiligten bei den "Cum-Ex"-Geschäften abgesehen, denn sie kann steuermindernd verrechnet werden.

Rund um den Dividendenstichtag wurden Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten – Banken, Investoren, Fonds – hin- und hergeschoben. Das wird auch "Dividendenstripping" genannt.

Wegen der Vielzahl getätigter Geschäfte in ganz kurzer Zeit war und ist für die Finanzämter kaum zu durchschauen, wem eine Aktie zu welcher Zeit gehört. Ziel dieser größtmöglichen Verwirrung ist es, dass zwei oder sogar mehrere Beteiligte eine solche Steuer-Bescheinigung erhalten, mit der sie sich die nur einmal gezahlte Steuer bei der Geltendmachung von Verlusten erstatten lassen. Finanzämter erstatteten letztlich Steuern, die gar nicht gezahlt worden waren.


Cum-Ex: Verbrechen & Verbrecher




Übersicht 2019: Mensch, Menschenrechte, Soziale Frage und Umwelt auf Mitwelt.org
Nachhaltigkeit & Zukunftsfähigkeit gibt´s nur mit sozialer Gerechtigkeit!
Axel Mayer










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  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein


Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)





Aktueller Nachtrag:
Bauernsterben, Insektensterben & Artensterben / Grüne Kreuze, Mahnfeuer & Bauerndemos in Berlin


Die aktuelle, bundesweite Bauern-Kampagne mit grünen Kreuzen, Mahnfeuern & Bauerndemos hat die Zielrichtung: "Rettet die Bauern durch ein Ja zu Agrargiften, Glyphosat und Massentierhaltung". Die tatsächliche Not der kleinen und mittleren Landwirtschaft hat andere Ursachen und sie wird von Lobbyisten gerade gezielt missbraucht. Die Ausrichtung der Kampagne nützt den Agrochemiekonzernen und den giftdominierten, großen Agrarfabriken und schadet Mensch, Natur, Grundwasser und Umwelt und sie schadet auch den letzten kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland. Die von CDU, CSU und von der FDP politisch gewollten Agrarfabriken brauchen keine Bauern sondern "landwirtschaftliche Fachangestellte". Gemeinsam Lösungen finden die Artenvielfalt, aber auch die Vielfalt echter bäuerlicher Betriebe erhält, wäre eine gemeinsame Aufgabe für Umweltverbände und Landwirtschaft. Hier versagen die lobbygelenkten alten Bauernverbände total.
Die Groß-Demo Agrarwende anpacken, Klima schützen am Samstag 18.1. in Berlin kämpft für Bauern und Umwelt!
Mehr Infos: Bauernsterben-Artensterben





















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Dieser Artikel wurde 189 mal gelesen und am 15.1.2020 zuletzt geändert.