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FDP 2019: Klima, Pro - Klimawandel & KohlePartei & keine Klimaschutz-Partei


FDP 2019: Klima, Pro - Klimawandel & KohlePartei & keine Klimaschutz-Partei


In den USA regieren die Klimawandelleugner, Öl- und Kohlekonzerne. In Deutschland bekämpfen sie "im Hintergrund" die Energiewende und die zukunftsfähigen Energien. Nach der AFD ist die neue, rechtsliberale FDP die Kohle-Partei, die am stärksten mit der Lobby der alten, schmutzigen Energien und den Energiekonzernen verbandelt ist.


Die Berichterstattung über die gescheiterten Jamaika-Koalitionsverhandlungen ähnelten sich über Wochen. Die FDP war die Partei der Kohlelobby, die den Klimawandel "übersieht". Die FDP warnt stets vor "nationalen Alleingängen" beim Klimaschutz. Das Pariser Klima-Abkommen, ja bitte, aber keine, so wörtlich "unnötigen Markteingriffe", hatten die Liberalen schon in ihrem Regierungsprogramm notiert. In Sachen Klimaschutz bedeuten diese Aussagen ein Weitermachen wie bisher.


Landauf, landab umwirbt die -Freie Demokratische Partei- Anti-Windkraft-Initiativen, in denen sich oft Klima-Leugner tummeln. Da wird gegen erneuerbare Energien polemisiert und der Mangel an Stromleitungen beklagt (den die Politik von einstigen FDP-Ministern mitverursacht habe), der Rückgang der Braunkohleverstromung bejammert und der Windkraftausbau (in NRW) beschränkt und so weiter. „Lindner kopiert mit seiner Taktik die Methoden der rechten Populisten“ von der AfD, so das Fazit des Spiegel.


Auf der Homepage der FDP steht:
"Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner schaltet sich nun in die Debatte über den neuen Klimaschutzplan 2050 ein. Seine unmissverständliche Forderung: "Der Klimaschutzplan muss gestoppt werden." Gegenüber der dpa warnte er vor der "Mammut-Belastung für Wirtschaft und Verbraucher", die das Klima nicht retten werde."

„Es ist nichts gewonnen, wenn wir Kohlekraftwerke in Deutschland abschalten, um anschließend Kohlestrom aus Polen zu importieren oder Kernenergie aus Frankreich“, sagte FDP-Vorsitzender Christian Lindner, in der „Tagesschau“ am 5. November 2017.

Dieser Aussage stellt die TAZ die folgenden Argumente gegenüber:
In Deutschland gibt es derzeit nicht zu wenig, sondern zu viele Kapazitäten für die Stromerzeugung: Laut Bundesnetzagentur 107 Gigawatt an konven­tionellen Kraftwerken. Der maximale Bedarf liegt bei etwa 80 GW – es gibt also ein Polster von 27 GW, die auch durch das Aus für den Atomstrom (13 GW) und die 20 dreckigsten Kohlekraftwerke (9 GW) nicht verschwinden würden. Selbst mit Atomausstieg und dem Aus für die größten Dreckschleudern, das die Grünen vorschlagen, bliebe Deutschland ein Stromexporteur. Kurzfristige Importe zur Versorgungssicherheit aus dem Ausland kommen aber nicht aus Kohle oder Atom, sondern eher aus Gaskraftwerken. Bisher exportiert Deutschland unter dem Strich fast 9 Prozent seines Stroms, 2015 waren das insgesamt 52 Terrawattstunden (TWh, Billionen Wattstunden). Ein schneller Totalausstieg aus der Kohle, den die Grünen in den Sondierungen aber nicht fordern, würde tatsächlich dazu führen, dass Deutschland für ein Jahrzehnt Strom importieren müsste. Das zeigt das Gutachten „Kohleausstieg 2035“ von Öko-Institut und prognos im Auftrag des WWF. Der Import läge zwischen 1 und 5 Prozent des Strombedarfs. Und würde sich ab 2030 wieder in einen Exportüberschuss von etwa 10 Prozent verwandeln.


FDP: Fanatische Diesel-Lobby
"Als „Diesel-Judas“ beschimpfte die Generalsekretärin der FDP den VW-Chef Matthias Müller (im Dez. 2017), weil dieser vorgeschlagen hatte, die Steuervorteile für Diesel zu streichen. Judas? Das war doch im Neuen Testament der Verräter aus dem Kreis der Jünger, der Jesus mit einem Kuss seinen Mördern ausgeliefert hat (Lukas 22,48). Mit ihrer mehr als holpernden theologischen Analogie will Frau Beer uns offenbar sagen, VW-Müller habe mit seiner Initiative dem Diesel den Todesstoß versetzt, den Beer im Interesse der Autofahrer erhalten möchte.
Verkehrte Welt. Da verlangt die Wirtschaft – was selten vorkommt – die Abschaffung einer Subvention, und die Liberalen plädieren für ihren Erhalt. Vielleicht weiß Frau Beer nicht, dass ein Steuervorteil nichts anderes als eine Subvention ist? Dann sollte man es ihr sagen." Quelle: FAZ



Welche Freiheit will die FDP?
Zwischenzeitlich ist es schon beinah bedrohlich, wenn ein eine Partei wie die FDP den Begriff Freiheit "so häufig" im Munde führt. Über einen langen Zeitraum hat eine gezielte Umdeutung dieses positiv besetzten Begriffs stattgefunden und der Begriff Freiheit ist heute allzu häufig zum neoliberalen Kampfbegriff verkommen.

Neoliberalismus und Zerstörung
"Wenn alle Völker nicht mehr wie bislang dem Markt Zügel anlegen, sondern dem Staat, wenn Steuern gesenkt werden und (nicht nur) Kohle- und Atomkonzerne die uneingeschränkte "Freiheit" bekommen Menschen auszubeuten und die Umwelt zu zerstören, dann wird sich das Los und der Wohlstand aller Menschen der Erde verbessern – sogar das der allerärmsten. Sie brauchen sich bloß vollkommen den selbstregulierenden geheimnisvollen Kräften des Marktes anvertrauen." Nicht nur die große Krise und eine Milliarde hungernder Menschen zeigen, dass diese Ideologie zutiefst menschenverachtend war und ist.

Häufig steht bei der FDP das schöne Wort Freiheit
nur noch für die uneingeschränkte Freiheit Menschen auszubeuten und auszunutzen. Industriegelenkte Klimaskeptiker, Kohle- und Atomlobbyisten, finden ihre Heimat leider häufig in der FDP und kämpfen für die uneingeschränkte Freiheit der Industrie (nicht nur) die Umwelt auszubeuten und zu zerstören.

Wenn Freiheit nicht mehr die Freiheit aller ist,
wenn Freiheit bedeutet, dass klimaschädliche Kohlekraftwerke weiter betrieben werden, wenn Maßnahmen gegen den Klimawandel verhindert oder aufgeschoben werden, wenn bei einer Partei im Hintergrund der FDP die Konzerne an den Fäden ziehen, dann gefährden die Anhänger dieser neoliberalen Doktrin Mensch, Natur und Umwelt, aber auch Demokratie und Freiheit.




Klimawandel, Klimawandelleugner, Klima, Kohle, Feinstaub & Atomkraft


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Aktuell:




Feinstaub & Stickoxide / Lügen & Lobby / Rauchen ist gesund / Die gut organisierte Lügenkampagne der Autolobby.
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Klimawandelleugner sind Mörder!


Nein, ich meine nicht die kleinen, unbedarften, uninformierten, manipulierten Menschen, die den Klimawandel abstreiten, und ich meine auch nicht die Menschen, die immer noch offene Detailfragen wissenschaftlich in Zweifel ziehen. Ich meine wohl aber die Spitzen der großen Öl- und Kohlekonzerne, die seit Jahrzehnten mit gezielter PR, mit Macht und Geld, den ihnen bekannten menschengemachten Klimawandel und seine Folgen leugnen, verharmlosen und herunter spielen, und die bezahlten Mietmäuler dieser Konzerne in Wissenschaft, Politik und PR-Agenturen. Ihre Aktivitäten werden millionenfaches Leid und Tod verursachen. Es ist an der Zeit die Dinge beim Namen zu nennen.



  • Nuklearia & Nuclear Pride: Die von rechtspopulistischen Netzwerken unterstützten Tarnorganisationen der Atomlobby versuchen "Fridays for Future" zu unterwandern und für ihre Zwecke zu nutzen.



    Wichtige Links: Klima, Klimawandel, Klimawandelleugner, Kohle & Atomkraft


  • Die neuen "Fridays for Future" Anstecker / Pins gibt´s für nur 40 Cent im BUND-Shop









    Mitwelt-Warnungen 2019 & Hinweise zu diesen Seiten...


    • 1) Diese Mitwelt-Internetseiten sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleine Minderheit, die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
    • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
    • 3) Im Zweifel ist die-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

    Axel Mayer

    Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)





    Aktuelles ganz zum Schluss



    Neuer amerikanischer Krieg für Öl gegen den Iran?


    "Die USA wollen den Iran in einen Krieg treiben. Europa muss sich entscheiden Sie drohen, provozieren, eskalieren: Die US-Regierung will den Iran fertigmachen – allen voran Sicherheitsberater John Bolton, der 2003 zu den Architekten des Irak-Krieges gehörte. Schon 2015 forderte er öffentlich: »Bomb Iran!« Nun könnte es bald so weit sein. Es droht ein neuer großer Krieg. Das ist wenig überraschend: Die USA streben seit Jahren einen Regimewechsel im Iran an, in enger Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien und Israel. Ob es in den nächsten Wochen tatsächlich zu einem militärisch ausgetragenen Krieg kommen wird, ist ungewiss. Wahrscheinlicher ist eine Fortsetzung des Wirtschafts- und Sanktionskrieges mit dem Ziel, den Iran zu destabilisieren und so einen Regimekollaps herbeizuführen. Verzweiflung und Notstände in der iranischen Bevölkerung werden dabei bewusst in Kauf genommen; schon jetzt sind Medikamente knapp. Die Europäische Union und ihre Mitglieder stehen diesen Entwicklungen beschämend hilflos gegenüber. Dabei wäre es höchste Zeit, sich von den USA zu emanzipieren. Zur Erinnerung: Der Iran hat die Vorgaben aus dem Atomdeal lückenlos eingehalten. Es waren die USA, die ausgestiegen sind – und die damit einen völkerrechtswidrigen Vertragsbruch begangen haben. Das hat verheerende Folgen für die internationale Diplomatie" schreibt die kritisch-katholische Zeitung Publik-Forum


    Im Golf von Oman werden gerade und gezielt viele viele Kriegsgründe geschaffen.
    Da treffen ein autoritäres Mullah-Regime, reaktionär-undemokratische saudische Ölscheichs, der durchgeknallte Präsident der USA, die immer wieder Kriege mit Fake News begründet haben und der israelische Geheimdienst Mossad aufeinander und wir wissen nicht, wer hier "Schiffe versenken" spielt und die Welt anzünden könnte.
    Axel Mayer



    Mehr Infos:







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    Dieser Artikel wurde 2268 mal gelesen und am 17.3.2019 zuletzt geändert.