Charlie Hebdo: Frankreich, Anschläge, Terror, Reaktionen & Je suis Charlie - Beginn einer Analyse


Veröffentlicht am 15.11.2015 in der Kategorie Mensch und Menschenrechte von Axel Mayer

Frankreich, Anschläge, Terror, Reaktionen & Je suis Charlie:



Der folgende Beitrag vom 7.1.2015 hat leider nichts von seiner traurigen Aktualität verloren, wie die Anschläge vom Dezember 2015 in Paris zeigen...

Der zutieftst verbrecherische Anschlag auf Charlie Hebdo
war ein islamistisch motivierter Terroranschlag, der am 7. Januar 2015 auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris verübt wurde. Zwei maskierte Täter drangen mit Sturmgewehren bewaffnet in die Redaktionsräume der Zeitschrift ein, töteten elf Personen und verletzten mehrere Anwesende. Sicherheitskräfte erschossen die beiden Täter.

Intoleranz stärkt Intoleranz
Die religiösen Fanatiker und ihre Anschläge stärken auf eine beängstigende Weise die Intoleranz vieler Menschen in Europa und Deutschland und sie stärken auch Fremdenfeindlichkeit und die extreme Rechte. Ein zukünftiges, weiteres schreckliches Ergebnis der Pariser Anschläge könnte die Wahl von Marin Le Pen und dem rechtsextremen Front National bei den nächsten französischen Wahlen sein.

Es gibt nichts, was derartige, verbrecherische Anschläge rechtfertigt
und dennoch müssen verstärkt die Ursachen für den Haß gesucht, gefunden und abgestellt werden. Ursachen, die bis in die Zeit der Kreuzzüge und in die imperiale Nachkriegsordnung am Ende des Ersten Weltkrieges zurückreichen.

Da ist die nach dem Ersten Weltkrieg betriebenen Grenzziehungen der Siegermächte im Nahen Osten und in Nordafrika ohne Rücksicht auf die Traditionen und den Willen der betroffenen Völker, die auch den Interessen der amerikanischen und englischen Ölkonzerne diente. Da sind die Kriege für Öl im Irak und der dumme, von Anfang an verlorene Krieg in Afghanistan. Da ist die unsägliche Aufteilung in gute, nützliche Diktatoren und böse Diktatoren. Die "gute Diktaturen" (Saudi-Arabien...)werden aufgerüstet und ihre Kriegsverbrechen in den Medien verschwiegen oder am Rande behandelt. In den "bösen Diktaturen" wird eine Demokratiebewegung aufgebaut, unterstützt und anschließend bewaffnet. Die Folgen solcher gezielter Destabilisierung sehen wir in Ägypten, im Libanon, im Irak und insbesondere in Syrien, wo der mörderische IS gemeinsam mit vom Westen bewaffneten Rebellen den in diesem Fall "bösen Diktator" kämpft.

Wechselnde strategischen Partner wurden und werden im Interesse der Rüstungsindustrie aufgerüstet. Ein gutes Beispiel dafür sind die amerikanischen Waffenlieferungen an die afghanischen Mudschahedin in der Zeit des sowjetischen Afghanistan-Krieges.

Im wichtigsten Text der Menschheit, in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ steht nichts von guten und bösen Diktatoren. Es gibt nur unteilbare Menschenrechte und unteilbare Freiheit.

Eine Ursache der Verbrechen ist die weltweit und auch in Europa zunehmende Armut und zunehmende Verelendung
vieler Nationen und Völker und der größer werdende Abstand zwischen Arm und Reich.

7 Jahrzehnte Frieden in Zentraleuropa
führen bei vielen zur Illusion, der Frieden sei der Normalzustand. Doch ein Blick in die Welt, auf die entsetzlichen Anschläge (nicht nur) in Paris oder in irgendeine Nachrichtensendung zeigt, dass dies eine Illusion ist. Wir sind nicht besser oder schlechter als Hutus und Tutsi, als Serben und Kroaten, als Iraker und Iraner, als Israelis und Palästinenser...
Wenn es „gut organisiert“ wird, fallen auch in Deutschland nach wenigen Jahren Propaganda Christen über Moslems, Raucher über Nichtraucher oder Schwarzhaarige über Blonde her... Nicht Frieden, sondern Kriege, Terror, Pogrome und Massaker waren und sind die Realität der Menschheitsgeschichte. Diesen Zustand zu überwinden ist unsere Aufgabe.

Axel Mayer
(Dieser Text entsteht geade und ist noch eine schrecklich fehlerhafte Baustelle)



Charlie Hebdo, Stéphane Charbonnier, „Je suis Charlie & Pressefreiheit"
Ohne Freiheit, Aufklärung, Toleranz, Menschenrechte, eine staats- und konzernunabhängige Presse & Pressefreiheit gibt es auch keine menschen- und umweltfreundliche, nachhaltige Zukunft!








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  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.
  • Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)


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