thetext
druckenSeite zurück     druckenDiesen Artikel drucken (Druckansicht)

Iran - Krieg Israel & USA: Ein Öl- und Atomkraftwaffenkrieg?


Irankrieg: Ein Krieg gegen den Iran wäre auch ein Öl- und Atomkraftwaffenkrieg!



Vorspann:
Zwischen Israel / USA und dem Iran droht ein nicht nur lokal begrenzter Krieg um Atomkraftwaffen und Öl.
Das Dilemma der Umwelt- Friedens- und Anti-Atom-Bewegung
  • Jedes neue Land, das mit Hilfe der so genannten friedlichen Nutzung der Atomkraft in den Besitz von Atomwaffen kommt ist nach Ansicht der der Umwelt- Friedens- und Anti-Atom-Bewegung eine Gefahr für die Menschheit.
  • Ein Angriff auf Atomanlagen, verbunden mit der massiven Freisetzung von Radioaktivität, ist eine menschliche und ökologische Katastrophe und ein nicht akzeptables Kriegsverbrechen.
  • Die schreckliche deutsch-jüdische Geschichte, der Holocaust und die daraus erwachsende Verantwortung.

Dieses Dilemma,
führt dazu dass dieses wichtige, drängende und bedrohliche Thema, das durchaus das Potential eines Flächenbrandes und überregionalen Krieges hat, auch in der Umwelt- Friedens- und Anti-Atom-Bewegung stark verdrängt wird. Dies sollte sich ändern, auch wenn die Debatte um Lösungsansätze kompliziert und schmerzhaft sein wird.




Iran - Krieg Israel & USA: Ein Öl- und Atomkraftwaffenkrieg?


Sanktionen, Drohungen, wechselseitige Drohgebärden, weltweite Anschläge auf jüdische Einrichtungen, die Ermordung iranische Atomwissenschaftler und der eskalierende Konflikt um den Gazastreifen und Palästina - immer schneller dreht sich gegenwärtig im nahen Osten die Eskalationsspirale, die schon lange kein kalter Krieg mehr ist. Militärschläge gegen iranische Atomanlagen und militärische Ziele, ja sogar ein "großer" Krieg gegen den Iran scheint angesichts der wechselseitigen Drohgebärden unausweichlich. Irans Präsident und Holocaustleugner Ahmadinedschad erklärt öffentlich, er wolle Israel vernichten und der israelische Rechtspopulist Benjamin Netanjahu setzt auf Krieg.

Der aktuelle Krieg in Syrien ist auch ein Stellvertreterkrieg
im Krieg gegen den Iran. Auf der Seite Assads stehen der Iran, Russland und die libanesische Hisbollah. Syrien ist zur blutigen Arena internationaler Akteure geworden. Saudi Arabien und der Iran kämpfen um die regionale Vormachtstellung. Iran, Russland und die USA tragen in Syrien ihre internationalen Konflikte aus und die Bevölkerung leidet.

"Die Großoffensive gegen den Iran beginnt
mit einem Cyber-Angriff in bislang nicht gekanntem Ausmaß. In einem koordinierten Schlag gegen das Internet, das Telefonsystem, Radio und Fernsehen, Kommunikationssatelliten und das Glasfaserkabelnetz, an dem wichtige Einrichtungen hängen, werden ausgeschaltet. Dazu zählen auch die unterirdischen Raketenbasen in Khorramabad und Isfahan.

Das iranische Stromnetz wird mit Graphitfaser-Waffen, etwa der Typen CBU-94 "Blackout" und BLU-114 "Soft Bomb", ausgeschaltet. Über die technisch streng geheime Funktionsweise dieser US-Bomben ist bekannt, dass sie in der Luft Submunition in der Größe von Cola-Dosen freisetzen, die über E-Werken und Transformatorstationen Mengen von beschichteten Graphitfasern ausschütten, die feiner als ein menschliches Haar sind. Wenn diese Fasern sich auf stromführende Leitungen legen, kommt es zu Kurzschlüssen und gewaltigen Lichtbögen. Beim Angriff auf Serbien im Mai 1999 legten derartige Waffen 70 Prozent des serbischen Stromnetzes lahm.

Sobald Führung und Militär im Iran weitgehend orientierungslos sind, setzt ein Hagel Hunderter Raketen und Marschflugkörper ein, die teilweise von israelischen U-Booten des in Deutschland gebauten Typs "Dolphin" im Persischen Golf starten. Sie tragen spezielle Sprengköpfe zum Durchdringen gehärteter Bunker. Die iranischen Atomanlagen etwa in Arak, Isfahan und Fordo werden zerstört oder schwer beschädigt. Andere Flugkörper greifen militärische Kommandostellen und industrielle Schlüsselziele an. Sonderkommandos von Militär und Geheimdiensten töten zur gleichen Zeit iranisches Führungs- und Funktionspersonal - aufgrund von Daten, die Israels Geheimdienste gesammelt haben.

Anschließend überfliegt der israelische "Blue and White"-Radarsatellit den Iran, um eine erste Schadensbilanz vorzunehmen. In einer zweiten Angriffswelle zerstören dann israelische Kampfflugzeuge mit einer nicht einmal den USA bekannten Tarntechnik ausgewählte Ziele, darunter Silos für die gefürchteten "Shahab-3"-Mittelstreckenraketen, Lager für chemische Komponenten und vieles mehr.

Inmitten einer sich dramatisch zuspitzenden Kriegsrhetorik zwischen Israel und dem Iran hat der amerikanische Blogger Richard Silverstein den mutmaßlich geplanten Ablauf eines Angriffs gegen den Iran enthüllt." Quelle:Hamburger Abendblatt

Über die massiven radiologischen Folgen eines Angriffs auf die iranischen Atomanlagen in Arak, Isfahan und Fordo schreibt er nichts. Was ebenfalls fehlt ist das denkbare Szenario eines massiven Angriffs aus Israel...




Iran-Krieg / AKW & Bombe

Ein Krieg gegen den Iran wäre ein Atomkraftwaffenkrieg.
Ein Zusammenhang zwischen der sogenannten friedlichen und militärischen Nutzung der Atomenergie wird gerne verdrängt. Gerade der aktuelle Konflikt um das iranische Atomprogramm zeigt den Zusammenhang zwischen AKW und Atomwaffen mehr als deutlich.

Stuxnet: Erster bekannt gewordener „Angriff“ auf iranische Atomanlagen
Der Computerwurm Stuxnet legte Ende 2010 große Teile der iranischen Atomanlagen lahm. Die New York Times berichtete im Januar 2011 von Hinweisen, dass Israelis und US-Amerikaner den Wurm gemeinsam entworfen und in der israelischen Atomanlage getestet hätten. In Dimona stehen fast die gleichen Zentrifugen zur Urananreicherung wie in der iranischen Atomanlage Natans. Ein US-Labor in Idaho habe Vorarbeit für den spektakulären Stuxnet-Angriff geleistet, berichtet die New York Times


Das iranische Nuklearprogramm reicht bis in Jahr 1959 zurück.
1974 begann die Siemens - Tochter Kraftwerk Union (KWU) mit dem Bau eines Atomkraftwerks in Buschehr am Persischen Golf. Nach dem Sturz von Reza Pahlewi, des Schah von Persien, wurde diese Zusammenarbeit eingestellt. Heute wird in Deutschland nicht gerne daran erinnert, dass die Grundsteine des iranischen Atomprogramms von der deutschen Firma Siemens gelegt wurde. Der Militärdiktator Schah Reza Pahlewi war dem Westen ein willkommener Partner, die Proliferation durch die Firma Siemens nannte man damals Entwicklungshilfe. Die deutsche Politik hat sich niemals gescheut, diese Technologie an Militärdiktaturen auszuliefern, sie hat nur unterschieden zwischen „unseren“ Diktatoren und „feindseligen“ Diktatoren. Die Buschehr-Berichterstattung in den Medien fängt meistens mit der späteren Bau-Unterstützung durch Russland an. So können zwei Feindbilder mit einer Klappe erschlagen werden, die Russen und die Ajatollahs, und Siemens wäscht seine Hände in Unschuld. Die so genannte „friedliche Nutzung der Kernenergie“ setzt nicht nur den fehlerfreien Menschen und die fehlerfreie Technik, sondern auch dauerhaft stabile politische Verhältnisse voraus. Als diese, scheinbar stabilen politischen Verhältnisse im Iran aus deutscher Sicht nicht mehr gegeben waren, beendete Siemens die Zusammenarbeit, doch dafür setzte Russland die Bauarbeiten fort.

Der Iran wurde durch den Krieg mit dem Irak,
der 1980 begann, wirtschaftlich massiv zurückgeworfen. Die USA hatten bei diesem mörderischen Krieg, bei dem hunderttausende irakischer und iranischer Soldaten starben, ein Interesse an einer möglichst langen Kriegsführung, um beide Konfliktparteien politisch und ökonomisch zu schwächen.

Heute erheben die Atomstaaten Israel und USA und die UNO den Vorwurf gegen den Iran, an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten.

In Betrieb sind die AKW Buschehr-1 und Forschungsreaktoren in Teheran sowie in Ramsar und Bonab
im Nordwesten des Landes. Die Anlage in Natans wurde eigens für die Anreicherung von Uran gebaut. Mit Gas-Zentrifugen angereichertes Uran ist nötig, um Atomkraftwerke zu betreiben. Für den Bau von Atombomben wird hochangereichertes Uran benötigt, das mit speziellen Zentrifugen gewonnen wird. Weitere 10 Urananreicherungsanlagen sollen gebaut werden. Das große AKW Buschehr-1 mit 915 MW Leistung ging am 31.07.2012 in Betrieb. Im einem Jahr entsteht im AKW Buschehr die kurz- und langlebige Radioaktivität vom 915 Hiroshima-Bomben. Ein Angriff auf dieses AKW hätte verheerende Folgen für die iranische Zivilbevölkerung und wäre ein Kriegsverbrechen.

Gerade diese Urananreicherungsanlagen lassen sich sowohl für militärische als auch für die zivile Zwecke nutzen und zeigen damit das Doppelgesicht der „friedlichen Nutzung der Kernenergie“.


In der Freiburger Partnerstadt Isfahan
steht das größte Atomforschungszentrum des Iran. In diesen Anlagen wird Uranhexafluorid hergestellt. In Arak wird gerade eine Anlage zur Produktion von Schwerem Wasser zur Moderation der Kernspaltung in Reaktoren erbaut.

Das politisch instabile Nachbarland Pakistan hat (nicht nur) dem Iran den Weg zur Atombombe vorgezeigt:
  • 1965: Inbetriebnahme des ersten „Forschungsreaktors“. Gleichzeitige Erklärung von Außenminister Bhutto, „einer indischen Atombombe eine eigene entgegen zu setzen“
  • 1972: Energiegewinnung durch pakistanisches AKW. Parallel dazu ständig Versuche die pakistanische Atombombe zu entwickeln
  • Über Urananreicherung und Plutoniumgewinnung (mit Chinesisch-Deutscher Hilfe) erreicht Pakistan dieses Ziel
  • Seit Beginn der 90er Jahre produziert Pakistan jährlich hochangereichertes Uran für ca. 3 bis 4 Atombomben
  • 1992: Erklärung der Regierung, über eine Atombombe zu verfügen
  • 1998: erster pakistanischer Atomwaffentest


Der drohende Krieg im Iran zeigt den
von der Atomindustrie erfolgreich aus den Medien verdrängten, engen Zusammenhang zwischen der so genannten zivilen Nutzung der Atomenergie und der Atombombe. (Als der ehemalige französische Staatspräsidenten Sarkozy, Atomkraftwerke und damit Atomkraftwaffen nach Libyen und in andere Spannungsgebiete des Nahen Ostens exportieren wollte war das leider kein Medienthema.)

Nach den Atombombenabwürfen in Hiroshima und Nagasaki
begann die weltweite PR-Kampagne „Atome für den Frieden“, die von den unmenschlichen Folgen der Kriegsverbrechen in Japan ablenken sollten. Auch hinter dem gefährlichen Traum von der „friedlichen“ Nutzung der Atomenergie in Frankreich, Deutschland und der Schweiz stand ursprünglich der Wunsch nach eigenen, nationalen Atomwaffen.

Heute wird die Welt von den Atomwaffen der folgenden Staaten bedroht:
  • USA
  • US-Atomwaffen (auch) in Europa (NATO)
  • Großbritannien
  • Frankreich
  • Russland
  • China
  • Indien
  • Pakistan
  • Israel
  • Nordkorea


Im Jahr 1981 hatte die israelische Luftwaffe,
vermutlich im Auftrag der USA, das im Bau befindliche irakische AKW, kurz vor der Beladung mit Brennelementen, bombardiert und zerstört. Im Gegensatz zu diesem, damals im Bau befindlichen irakischen Atomkraftwerk, sind die Mehrzahl der iranischen Atomanlagen heute hochgradig radioaktiv belastet. In jedem AKW entsteht pro Megawatt elektrischer Leistung jährlich die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshima Bombe. Zusätzlich zu den verheerenden Folgen jedes Krieges, wäre eine Bombardierung der iranischen Atomanlagen auch ein radioaktives Fiasko, mit Folgen weit über den Iran hinaus. Weltweiter Nuklearterrorismus und Anschläge auf Atomanlagen wären als mögliche Reaktion auf solche Angriffe durchaus denkbar.

Wieso haben die USA,
Großbritannien, Frankreich, Russland, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ Mittel und Wege gefunden haben Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Europäische Druckwasserreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden.

Der erhobene Zeigefinger gegen Länder wie den Iran
ist leider unglaubwürdig, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen. Es gibt in den westlichen Ländern und den Ländern mit Atombewaffung die weit verbreitete, zutiefst überhebliche Haltung: "Wir dürfen und ihr dürft nicht". Woher kommt die Anmaßung der Atomstaaten, anderen Ländern das verbieten zu wollen, was sie selber haben? Wie schnell kann ein heute noch demokratisches Land mit Atomanlagen zur Diktatur und zum so genannten Schurkenstaat werden? Dennoch ist jedes neue Land, das mit Hilfe der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird eine Katastrophe für die Menschheit.

Walter Mossmann nennt diese"Wir dürfen und ihr dürft nicht Haltung": "Infantilen Trotz. -Was ihr dürft, wollen wir auch dürfen- Dies der Beginn einer globalen Todesspirale. Egalität durch gleichmäßige Verbreitung von Atomwaffen bei allen Nationen der Erde ist eine tödliche Egalität, tabula rasa. Egalität muss also angestrebt werden durch weltweiten Verzicht auf A-Bomben."(Zitatende)




Wie der Kolonialismus
lässt sich eine weltweite atomare Zweiklassengesellschaft auf Dauer nicht aufrecht erhalten. Wer im eigenen Land AKW betreibt, Atomkraftwerke länger laufen lässt, liefert dem Rest der Welt leider gute Gründe, neue Atomkraftwerke und Atomwaffen zu bauen, fördert die Proliferation und gefährdet so diesen Planeten und alles Leben.
Lösen lässt sich diese Dilemma aber nicht mit Angriffen auf Atomkraftwerke, sondern nur mit weltweiten Abschaffung von Atomwaffen.

Der Iran Konflikt zeigt auch die Schizophrenie der UNO-Organisation IAEO
Das Ziel der IAEO wurde bei der Gründung folgendermaßen definiert: "Ziel der Organisation ist es, den Beitrag der Atomenergie zum Frieden, zur Gesundheit und zum Wohlstand auf der ganzen Welt rascher und in größerem Ausmaß wirksam werden zu lassen. Sie stellt soweit als möglich sicher, dass die von ihr geleistete Hilfe nicht zur Förderung militärischer Zwecke verwendet wird."

Iran, IAEO / AKW und Atombomben

Einerseits soll sie im Iran und anderswo die militärische Nutzung der Atomkraft verhindern, andererseits fördert die IAEA als UNO-Organisation aber indirekt die Proliferation, die Weiterverbreitung von Atomwaffen durch den Bau von AKW in immer mehr Ländern. Der Atomkontrolleur IAEA ist gleichzeitig "Kontrolleur und Dealer".

Atomkraftwerke und Atomwaffen sind die jeweils andere Seite der gleichen Medaille, auch wenn die PR-Industrie der Atomlobby alles versucht, diesen Zusammenhang zu leugnen. Der drohende Krieg gegen den Iran, der sicher kein lokal begrenzter Krieg bleiben würde, wirft ein grelles Licht auf diesen Zusammenhang. Der eskalierende Konflikt zeigt welche Gefahren von der weltweiten Verbreitung von Atomkraftwerken und der zwangsläufig damit verbundenen Weiterverbreitung von Atomwaffen ausgeht.


Drei weitere Kriegsgründe: ÖL, Öl, Öl
In der veröffentlichten Debatte wird immer nur das iranische Atomprogramm als möglicher Kriegsgrund genannt. Doch daneben dürfte es auch drei andere wichtige Gründe für einen Krieg gegen den Iran und für die Versuche zur Destabilisierung der Regierung geben.
Diese drei anderen Kriegsgründe sind: Öl, Öl, Öl.
Laut Wikipedia stand der Iran 2010 mit rund 203,2 Mio. Tonnen gefördertem Erdöl an vierter Stelle der ölfördernden Länder. Das Land verfügt über bekannte Erdölreserven von etwa 18 Mrd. Tonnen (136 Mrd. Barrel) und damit die drittgrößten Erdölreserven weltweit.

Vom Ausland gesteuerte Interventionen
wegen des iranischen Ölreichtums haben eine traurige „Tradition“, auch wenn dieses Thema im Westen gerne verdrängt wird. Die USA und England haben im Auftrag ihrer Ölkonzerne im Iran schon einmal eine demokratisch gewählte Regierung gestürzt. Wikipedia berichtet: „Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es 1951 zu einer Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie. Auslöser war die britische Anglo-Iranian Oil Company, die das Ölgeschäft im Iran beherrschte und die sich in Verhandlungen strikt weigerte, ihre Gewinne aus dem Ölgeschäft zur Hälfte mit dem iranischen Staat zu teilen. In der Folge kam es zum internationalen Boykott des iranischen Öls, allen voran durch die USA und das Vereinigte Königreich, was zu einer internationalen Krise, der Abadan-Krise, und im Iran zu einer Wirtschaftskrise und zum Staatsdefizit führte. Trotz dieser Ereignisse wählte das Parlament Mohammad Mossadegh ein weiteres Mal zum Premierminister des Landes. Wenig später wurde Mossadegh durch die Operation Ajax gestürzt, eine Aktion der US-Regierung mit Hilfe der CIA.“ (Zitatende)

"Die Träger der Modernisierung in der arabischen Welt nach dem Zweiten Weltkrieg waren wie Mossadegh sozialistisch mit starkem antikolonialistischen Impuls, deshalb die Nationalisierungen. Sie wurde allesamt von den früheren und neueren Kolonialmächten niedergeschlagen. Die Zerstörung dieser Modernisierung ist eine Ursache dafür, dass das klerikalfaschistische Mittelalter („islamistisch“) als angeblich antikolonialistische Befreiungsbewegung seine Chance bekam, wogegen sich der Westen versuchte, sein Interessen mithilfe der (modernistischen) Militärdiktaturen von Schah Reza Pahlewi bis Mubarak zu schützen." Walter Mossmann


Es gibt in den westlichen Staaten immer noch viele Konzerne und Politiker, die das iranische Öl, eigentlich für "ihr Öl" halten. Heute wird so eine Haltung nur geschickter verkauft und ein Krieg psychologisch besser vorbereitet als zu den Zeiten des letzten Öl-Putsches im Iran. Kein Wunder, dass diese Politik von so vielen Ländern im Süden abgelehnt wird.


" Israelische oder amerikanische" Bomben auf Atomanlagen und AKW im Iran
rücken alle westlichen AKW in das Fadenkreuz des Terrorismus. Diese zusätzlichen Gefahren eines Krieges gegen den Iran werden gerne verdrängt. Dass der globale Ölpreis bei diesem Krieg explodieren und zu sozialen Verwerfungen führen könnte erscheint da fast als "Nebensache".

Auch für Freunde des (Kern)-Staates Israel wird es immer schwieriger zu einem Land zu stehen, das in Palästina Land raubt, die Menschen vertreibt und die Verbliebenen immer brutaler unterdrückt. In dieser aggressiven Groß-Israel Kolonial-Politik liegen viele Ursache der Spannungen und Kriege im nahen Osten. Der Israel - Iran Konflikt kann nicht losgelöst von dieser Politik gesehen werden. Nicht nur der Iran, auch Israel muss endlich Vorleistungen bringen um den drohenden Krieg abzuwenden.

In Israel wird das, was Netanjahu
und sein Verteidigungsminister Ehud Barak treiben, teils mit Entsetzen gesehen, sowohl im Sicherheitsapparat als auch in der Bevölkerung. Die Vertreter mehrerer israelischer Geheimdienste, die Mehrheit der Regierung und des Sicherheitskabinetts hatten israelischen Medienberichten nach einen militärischen Einsatz ohne Zustimmung der USA öffentlich abgelehnt. Kommentatoren in liberalen Zeitungen rufen Netanjahu und Barak mehr oder weniger respektlos auf, keinen Unsinn zu machen. „Der Iran wird eine Atomwaffe haben”, meint ein Autor in der “Haaretz”. Aber deswegen werde das Land sie noch lange nicht gegen ein Land einsetzen, das selbst eine Atomwaffe habe. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad habe eine große Klappe mit nichts dahinter – das könne nicht der Grund für einen Krieg sein, der eine ganze Region zerstören werde."
schreibt focus.de In diesem Focus-Artikel wird auch begründet, warum der Israel-Iran Konflikt die Gefahr eines Weltkrieges birgt.

Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es
dafür zu sorgen, dass dieser drohende Krieg nicht auch auf unseren Straßen ausgetragen wird. Gegen Islamophobie und Antisemitismus müssen wir gemeinsam angehen.

Das persönliche Duell der Neurotiker,
zwischen dem iranischen Holocaustleugner Ahmadinedschad und dem israelischen Rechtspopulisten Benjamin Netanjahu darf nicht zu einem großen internationalen Krieg mit globalen radioaktiven Folgen führen. Wann wacht endlich die Friedens- Umwelt- und Anti-Atom-Bewegung auf und engagiert sich stärker als bisher gegen diesen drohenden Öl-und Atomkraft-Waffen-Krieg, der das Existenzrecht der Menschen nicht nur in Israel, Iran und Palästina bedroht?

Ein persönlicher Debattenbeitrag von Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer und Kreisrat


(Sie haben sich in diesem Beitrag über den ungewöhnlichen Begriff der Atomkraftwaffen gewundert? Er führt zusammen, was zusammen gehört und was eine geschickte Werbung zu trennen versucht)





Die entsetzliche globale Unvernunft (Israel, Palästina, Ukraine, Syrien, Irak, Afghanistan...) macht es leider wieder nötig für Friedensbanner, Friedensfahnen,, Friedensaufkleber & Friedensanstecker zu werben...

Mitwelt Links zum Themenbereich Krieg und Frieden



Aktueller Einschub:


Erster Weltkrieg: Sinnentleerte Erinnerungsrituale in Zeiten drohender Kriege
Überall in Europa finden gerade hochoffizielle Erinnerungsfeiern zum Beginn des Ersten Weltkrieges statt. Häufig werden diese Friedensfeiern von bewaffneten Militärs „umrahmt“ und in manchen offiziellen Reden schwingt schon wieder Kriegsvorbereitung mit.
Dass Erinnerungsfeiern an vergangene Kriege, die Friedensfeiern genannt werden, auch perverse Züge annehmen können, zeigt das Treffen von Bundespräsident Joachim Gauck und dem französischen Präsidenten Francois Hollande, am 3.8.14, auf dem Hartmannsweilerkopf in den Vogesen. Bei der „militärisch umrahmten“ deutsch-französischen Friedensfeier waren Pazifisten und Friedensfahnen unerwünscht. Das Zeigen einer Friedensfahne erregte den Unmut der Polizeikräfte derart, dass sie den Friedensleuten ohne Angaben von Gründen ein Platzverbot erteilten und sie zu ihrem Fahrzeug geleiteten. Selbstverständlich berichteten die Medien nicht über diesen Vorfall.
Sinnentleerte Erinnerungsrituale in Zeiten drohender Kriege sind leider keine Ausnahme sondern die Regel.
Axel Mayer






Richtig wichtig! Ihnen gefällt diese Seite? Legen Sie doch einen Link:
<a href="http://www.mitwelt.com/krieg-iran-atomprogramm.html">Iran - Krieg Israel & USA: Ein Öl- und Atomkraftwaffenkrieg?</a>

Weitersagen
Delicious Twitter Facebook StudiVZ

Dieser Artikel wurde 24682 mal gelesen und am 23.7.2014 zuletzt geändert.