Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.

Afghanistan Krieg & Lügen
Das gilt für alle Kriegsparteien und das gilt auch für den ersten “großen Krieg” mit deutscher Beteiligung in Afghanistan.
Wenn Diktatoren mich belügen, dann rechne ich damit. Wenn in unseren westlichen Demokratien Akzeptanz für Kriege nur mit Kriegslügen und Kriegspropaganda erreicht wird, dann muss ich als Demokrat meine Stimme erheben.
Axel Mayer
Hier ein erschreckendes Beispiel aus dem Sommer 2008:
30 tote Taliban oder über 89 tote Zivilisten?

Afghanistankrieg & Kriegslügen
Im August 2008 kam es zum folgenden Vorfall:
Hier die Sicht und Darstellung der US geführten Truppen:
„Ein Sprecher der US-Streitkräfte erklärte, ihm lägen keine Berichte über zivile Opfer vor. Bei dem Einsatz seien jedoch mehr als 30 Islamisten getötet“
Hier die Sicht der Uno: 90 zivile Opfer bei US-Luftangriff in Afghanistan
Bereits am Freitag hatte die afghanische Regierung gemeldet, dass bei einem Luftangriff des US-Militärs in Afghanistan dutzende Zivilisten getötet wurden. Nun bestätigt auch die Uno die traurige Nachricht. Unter den Opfern sind 60 Kinder.
Die Vereinten Nationen haben den Tod von 90 Zivilisten bei einem US-Luftangriff in der westafghanischen Provinz Herat bestätigt. Eine UN-Untersuchungskommission kam damit am Dienstag zum gleichen Ergebnis wie ein entsprechendes Gremium, das die afghanische Regierung eingesetzt hatte. Der UN-Sondergesandte Kai Eide teilte mit, das UN-Team habe auf der Basis unter anderem von Augenzeugenberichten "überzeugende Beweise" gefunden, dass 60 Kinder, 15 Frauen und 15 Männer bei dem Luftangriff am Freitag im Distrikt Schindand getötet worden seien. 15 weitere Menschen seien verletzt worden. Bei keiner anderen Militäroperation seit dem Sturz der Taliban sind in Afghanistan mehr Zivilisten ums Leben gekommen. Quelle: ZEIT online, Tagesspiegel | 26.08.2008
Es zeichnet unsere Medien aus,
dass zumindest die Richtigstellung der entdeckten Kriegslügen noch gebracht wird. Die Bilder und Fotos der von "unseren Soldaten und Verbündeten" getöteten Zivilisten aber werden zumeist nicht gezeigt. Der Vietnamkrieg wurde auch wegen der damals gezeigten Bilder verloren. Die Militärs haben dazugelernt...
Was können wir glauben?
Die offene und umfassende Berichterstattung in den Medien, der allabendliche Fernsehkrieg und die unzensierten Bilder über die Gräuel des Krieges in Vietnam hatten den Widerstand der Friedensbewegung weltweit angefacht, und dieser Widerstand war mit ein Grund für den Rückzug und die Niederlage der Amerikaner. Die Militärs haben ihre Lektion gelernt. Der nur scheinbar saubere Krieg in Afghanistan, den Werbeagenturen im Armeeauftrag inszenieren, ist nicht zuletzt das Ergebnis der verlorenen Medienschlacht in Vietnam. Was können wir glauben, nach dem Kriege wie der im Irak mit Lügengeschichten begonnen wurden und der Kriegslügner Bush sogar wieder gewählt wurde?
Im Vietnamkrieg
wurden die zivilen Opfer im Fernsehen noch gezeigt. Jonathan Steele nannte im „The Guardian“ ein Zahl zwischen 20.000 bis 49.600 Menschen, welche als Konsequenz durch die Invasion in Afghanistan starben. Doch in den Nachrichten werden die zivilen Opfer der Angriffe beinah nicht mehr gezeigt. Wir erfahren zwar noch von den zivilen Opfern. Die Bilder aber fehlen zumeist und das ist auch eine Lehre aus dem gescheiterten Medienkrieg in Vietnam.
Wenn seit dem Vietnamkrieg die Zensur "besser" wurde, spricht das nicht für eine Weiterentwicklung unserer Demokratie.
Die Badische Zeitung berichtete am 28.7.2007:
"Die Bundeswehr hat den Zugang der Presse zu den in Afghanistan stationierten Soldaten massiv erschwert. Seit über einem Jahr kann man nur mit Soldaten reden, wenn ein Aufpasser dabei ist und wenn höchste Stellen in Berlin eine Genehmigung erteilen. Diplomaten und hohe Militärs dürfen häufig nichts sagen. Ihre Chefs in der Heimat fürchten, sie könnten etwas Unangenehmes preisgeben."
Die "Einschränkungen" bei der ZDF Berichterstattung über Afghanistan
treiben ZDF Journalisten in die Schweiz. Ulrich Tilgner (60) berichtet seit 1982 über den Nahen und mittleren Osten. Seit 2002 leitet der gebürtige Bremer das ZDF-Büro in Teheran. Doch 2008 hat er seinen Vertrag mit dem ZDF nicht mehr verlängert. Ab dem 1. April 2008 wird er vor allem für das Schweizer Fernsehen (SF) arbeiten.
Der prominente Nahostexperte begründet seinen Schritt damit, dass er sich in Deutschland in seiner Arbeit zunehmend eingeschränkt fühlt, "gerade auch was die Berichterstattung aus Afghanistan angeht, jetzt, wo dort deutsche Soldaten sterben." Es gebe Bündnisrücksichten, die sich in der redaktionellen Unabhängigkeit der Sender widerspiegelten. Quelle: "Migros-Magazin"
Wer sich über gezielte Kriegslügen und Kriegspropaganda nicht empört, muss damit rechnen weiter belogen zu werden.
Axel Mayer / Kreisrat
Viele Infos: Greenwash, Kriegspropaganda, Propaganda, Umweltlügen auf Mitwelt.org
Mit neuen Durchsetzungsstrategien, Greenwash, Mediation, Neusprech, industriegesteuerten "Bürgerinitiativen" & "Gewerkschaften"" und geschickter Propaganda sollen Menschen an Atomkraftwerke, Gentechnik, Kriege für Öl, Sozialabbau und Umweltzerstörung gewöhnt werden. Nicht die Umweltkatastrophe, der Reaktorunfall oder das bekanntgewordene Massaker sind das Problem für Umweltzerstörer und Diktatoren sondern die "schlechte Krisenkommunikation". Axel Mayer
Mehr Infos: Afghanistan - Krieg & Tornados „Bringt die Jungs heim“
Greenwash, Kriegspropaganda, PR und neue Durchsetzungsstrategien für Umweltzerstörung, Atomkraftwerke und Krieg