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TREA Breisgau - Noch mehr Abwärmeverschwendung im interkommunalen Gewerbepark Breisgau?

Axel Mayer • Kreisrat • Venusberg 4 • 79346 Endingen

An die Medien in den

Landkreisen

Breisgau Hochschwarzwald, Emmendingen, Ortenau

und der Stadt Freiburg

19.4.07

Regionale Klimaschutzdebatte und zweiter Müllofen nach Bremgarten?


In der aktuellen Ausgabe von Newsweek wird die vorbildliche Ökohauptstadt Freiburg wieder in den schönsten Bildern beschrieben.

Auch das wichtige Thema Klimaschutz ist in unserer „Öko-Region“ in aller Munde und doch wird es nach meiner Ansicht häufig auch an „Peanuts – Beispielen“ diskutiert.

Doch um die Abwärmeverschwendung in der bestehenden MVA Bremgarten auch nur ansatzweise auszugleichen müssten ziemlich viele Energiesparlampen eingeschraubt und Solaranlagen gebaut werden... Täglich wurde/wird (?) in der TREA eine Abwärmemenge entsprechend 119 178 Litern Erdöl in die Umwelt abgegeben, obwohl die Betreiber intensiv versuchen noch mehr Wärmeabnehmer zu finden. (Infos im Anhang)

Zur Zeit wird allen Ernstes der Zubau eines zweiten Müllofens diskutiert um Müll aus großer Entfernung in die Region zu karren..

Der Aspekt der Abwärmenutzung spielt dabei in unserer „vorbildlichen Ökoregion“ fast keine Rolle.

Es wird Zeit, dass sich Umweltbewegung, Parteien, Behörden und Medien dieses wichtigen Themas noch mehr annehmen. Es geht darum endlich noch mehr Abnehmer für Abwärme bei der bisherigen Anlage zu finden und einen Neubau ohne Abwärmenutzung zu verhindern.

Um mehr Informationen über den geplanten Zubau, aber auch über mögliche Fortschritte bei der bisherigen Wärmenutzung zu erhalten, habe ich heute, als Mitglied des Zweckverbandes Kahlenberg, das angehängte Schreiben an den Vorsitzenden des Zweckverbandes Herrn Brodbeck weitergeleitet.

Das Schreiben gibt Ihnen auch einige wichtige Hintergrundinformationen.

Mit freundlichen Grüssen
Axel Mayer / Kreisrat / Mitglied im Zweckverband

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Herr Landrat Brodbeck / Zweckverband / Deponie Kahlenberg

19.4.07

Anfrage zur möglichen Erweiterung der MVA Bremgarten und zur Abwärmenutzung

Sehr geehrter Landrat Brodbeck,

der Zweckverband Kahlenberg bringt die vorbehandelten Abfälle der Landkreise Emmendingen und Ortenau zur Verbrennung in die TREA Breisgau. Aus diesem Grund sind die Entwicklungen dort auch für uns von Interesse.

Hier meine Fragen:

1)Wie konkret sind die Pläne, zur bestehenden MVA in Bremgarten eine zweite Anlage zu bauen und die Verbrennungskapazität von 150 000 Jahrestonnen auf 300 000 t zu erhöhen?

2)Wie hat sich bei der „alten“ MVA die Verwertung der Abwärme entwickelt, d.h. welche Abwärmemengen werden zur Zeit energetisch genutzt?

3) Gibt es bei einem evtl. geplanten Zubau einer zweiten Verbrennungslinie, ein Energieverwertungskonzept, das neben der selbstverständlichen Stromgewinnung auch eine umfassendere Nutzung der Abwärme des alten und des neuen Ofens vorsieht?

Zum Hintergrund

Die Trea Breisgau, die regionale Müllverbrennungsanlage im Gewerbepark Bremgarten ging im November 2004 in Betrieb, verschwendete aber zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme und auch danach große Abwärmemengen. 50 Megawatt Abwärme verpuffen in Zeiten weltweiter Klimaveränderungen ungenutzt. Ein Megawatt Abwärmeleistung entspricht auf das Jahr gerechnet einer Energiemenge von ca. 870 000 Litern Erdöl/Jahr. (870 000 x 50 = 43 500 000 Liter Erdöl/Jahr!!!) Täglich wurde/wird(?) eine Abwärmemenge entsprechend 119178 Litern Erdöl in die Umwelt abgegeben. 50 MW Abwärme entsprechen dem Wärmebedarf von 50 000 Niedrigenergie-Wohnhäusern. Die Trea hat eine Bruttowärmeleistung von 60,1 MW. „Davon könnten maximal 50 MW an Fernwärme ausgekoppelt werden.. Bei einer „Nurverstromung“ hat die Anlage einen Wirkungsgrad von 25,5% bei der Nutzung von 20 MW einen Gesamtwirkungsgrad von 51,7%“ (Genehmigungsantrag, Kapitel 14)

Es ist anerkennenswert, dass die Betreiber der TREA intensiv nach Abnehmern für die bisherige Abwärme suchen und für Teilmengen auch fündig wurden. Dennoch stellt sich die Frage wie viel Abwärme jetzt konkret genutzt wird und ob es in Zeiten des Klimawandels und drohender Energiekrisen möglich sein darf, mit dem Zubau eines zweiten Müllofens eine massive Abwärmeverschwendung dauerhaft festzuschreiben.

Bei der Berichterstattung über regionale Aspekte des Klimawandels fällt auf, wie intensiv über manche Peanuts diskutiert wird, währen die ungenutzten Energiemengen der TREA in diesem Zusammenhang beinah keine Rolle spielen. Da wir im Zweckverband den vorbehandelten Müll der Landkreise Emmendingen und Ortenau nach Bremgarten schaffen, tragen wir auch eine Mitverantwortung für das was dort geschieht.

Mit freundlichen Grüßen / Axel Mayer / Kreisrat / Mitglied im Zweckverband

Wichtiger Nachtrag:
Die TREA II wird wegen des politischen Drucks nicht gebaut



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Nein, ich meine nicht die kleinen, unbedarften, uninformierten, manipulierten Menschen, die den Klimawandel abstreiten, und ich meine auch nicht die Menschen, die immer noch offene Detailfragen wissenschaftlich in Zweifel ziehen. Ich meine wohl aber die Spitzen der großen Öl- und Kohlekonzerne, die seit Jahrzehnten mit gezielter PR, mit Macht und Geld, den ihnen bekannten menschengemachten Klimawandel und seine Folgen leugnen, verharmlosen und herunter spielen, und die bezahlten Mietmäuler dieser Konzerne in Wissenschaft, Politik und PR-Agenturen. Ihre Aktivitäten werden millionenfaches Leid und Tod verursachen. Es ist an der Zeit die Dinge beim Namen zu nennen.





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    Energiewendegegner, Klimawandelleugner, Windradgegner, Atom- & Kohlelobbyisten und industriegelenkte Ökooptimisten in Deutschland: Die Netzwerke

    Die Netzwerke der Industrie-Lobbyisten sind weltweit gespannt und eine zentrale Rolle spielen die Gelder der amerikanischen Koch Brüder und anderer Öl- und Kohle-Milliardäre.. In den deutschen Netzwerken der Energiewendegegner, Klimawandelleugner, Windradgegner, Atom- & Kohlelobbyisten gibt es unterschiedliche Rollen und Aufgaben. Viele dieser Gruppen und Personen (nicht alle) stehen auch für einen rechtspopulistischen aggressiven Neoliberalismus für Steuersenkungen für Milliardäre und Konzerne.

    Das schöne und wichtige Wort "Freiheit" ist die Losung fast aller dieser Gruppen. EIKE - das so genannte "Europäisches Institut für Klima und Energie" hat den Slogan: "Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit".
    Häufig steht das schöne Wort nur noch für die uneingeschränkte Freiheit der Konzerne Menschen auszubeuten und auszunutzen und die Umwelt zu zerstören. Noch vor drei Jahrhunderten wäre dieser Freiheitsbegriff die Freiheit der Sklavenhalter gewesen, denen kein Mensch und kein Staat in ihr Geschäftsmodell hätte hineinregieren dürfen.






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    Dieser Artikel wurde 534 mal gelesen und am 10.2.2019 zuletzt geändert.