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AKW / KKW Fessenheim strahlt: Das alte französische Atomkraftwerk ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt (Eine kurze Information)

Aktuell:


Schließung von Fessenheim im Jahr 2012 „nicht ausgeschlossen“?

Der grenzüberschreitende Widerstand gegen das altersschwache französische AKW hat im Fukushima-Jahr 2011 gerade auch im Elsass massiv zugenommen und bei einem Regierungswechsel in Frankreich stünde Fessenheim auf der rot-grünen Schließungsliste.

Am 15.12.2011 gab es erste Hinweise in den französischen Medien, dass „eine Schließung des ältesten französischen AKW im Jahr 2012“ auch von der jetzigen französischen Pro-Atomregierung zumindest nicht mehr ausgeschlossen wird.

„Eine mediale Schwalbe macht zwar noch keine französische Energiewende“ sagt BUND-Geschäftsführer Axel Mayer, aber diese Hinweise zeigen doch ein vorsichtiges Umdenken. Mit einer Pro-Fessenheim-Politik lässt sich auch für Herrn Sarkozy im Elsass keine Wahl gewinnen und er braucht jede Stimme. Dennoch glauben wir an eine Schließung erst, wenn die „alten Kisten“ tatsächlich auch abgeschaltet sind. Und unabhängig von einer Schließung besteht immer noch die Gefahr des Zubaus von zwei neuen AKW am erdbebengefährdeten Fessenheimer Standort. Der Bund für Umwelt und Naturschutz schaut dennoch vorsichtig optimistisch ins nächste Jahr und auf die Wahl in Frankreich. Die dringend notwendige Schließung des französischen AKW würde auch den Druck auf die Schweiz erhöhen das „Technikmuseum“ AKW-Beznau zu schließen.
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer


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Atomkraftwerk Fessenheim: Eine kurze Zusammenfassung




Kernkraftwerk / AKW Fessenheim: das umstrittene EDF / EnBW Atomkraftwerk am Oberrhein

Hier gehts zu unserem neuen Fessenheim-AKW-Video auf youtube

30 Kilometer südwestlich von Freiburg und 30 Kilometer südöstlich von Colmar stehen die beiden französischen 900 Megawatt Druckwasserreaktoren von Fessenheim, die 1977 und 1978 in Betrieb genommen wurden. Die Nutzung der Atomenergie, gerade auch in Fessenheim, ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt, insbesondere auch weil das AKW in einem Erdbebengebiet liegt. Ein Dammbruch des höher liegenden Rheinkanals könnte das Kraftwerk überfluten und die außen liegenden "Abklingbecken" für Brennelemente sind besonders stark gefährdet.


  • Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im so genannten
  • Normalbetrieb gibt das AKW krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete im Herzen Zentraleuropas dauerhaft unbewohnbar machen. Das erdbebengefährdete AKW Fessenheim liegt mitten in der Erdbebenzone Oberrhein.
  • Atomkraftwerke und Atomwaffen sind gerade auch in Frankreich "Siamesische Zwillinge" und „zivile“ Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch "strahlender", problematischer und unsicherer als das AKW ist die französische Wiederaufarbeitungsanlage in Cap la Hague. Der Fessenheimer Atommüll verseucht und vergiftet dort Luft und Meer. Die Macht und der Einfluss der Fessenheimer Atomkonzerne EDF (F), EnBW (D), INOS, EOS und EWB (CH) auf die Politik in Frankreich, Deutschland und der Schweiz sind undemokratisch. Der in Fessenheim produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.


EnBW und Fessenheim
Die EnBW hat seit der Inbetriebnahme des AKW-Fessenheim Bezugsrechte für den französischen Gefahrstrom. Das deutsche Unternehmen EnBW hat sich in Höhe von 17,5 % am Bau des Kernkraftwerkes Fessenheim beteiligt und trägt ferner jedes Jahr einen entsprechenden Teil der Betriebs- und Investitionskosten. Im Gegenzug erhält EnBW 17,5 % der Stromproduktion. Die neue Landesregierung sollte endlich dafür sorgen, dass sich der deutsche Atomkonzern von dieser gefährlichen Beteiligung löst.
Auch ein Konsortium Schweizer Elektrizitätsunternehmen ist Gefahrstrom-Partner mit einer Beteiligung in Höhe von 15% und einem entsprechenden Anteil an der Stromproduktion.

Eine solcher Text kann die Probleme nur sehr verkürzt darstellen.
Links zu umfangreichen Hintergrundinformationen finden Sie unter den jeweiligen Kurzbeiträgen.


Aktueller Einschub
"Atomausstieg"
Die nach dem Supergau in Fukushima stillgelegten acht Atomkraftwerke Biblis A und B, Neckarwestheim 1, Brunsbüttel, Isar1, Unterweser, Philippsburg1 und Krümmel dürfen nicht wieder ans Netz.
Neun AKW gefährden auch in Zukunft Mensch, Natur und Umwelt. Sie strahlen weiter und gehen bis 2022 vom Netz: 2015 Grafenrheinfeld, 2017 Gundremmingen B, 2019 Philippsburg II, 2021 Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C. Im Jahr 2022 Isar II, Neckarwestheim II und Emsland. Der angefallene Atommüll wird noch ca. eine Million strahlen. Nach Tschernobyl und nach der Katastrophe in Fukushima noch Atomanlagen zu betreiben ist eine unverantwortliche Bedrohung allen Lebens.

  • Hier geht´s zu unserem aktuellen Beitrag zur Weltwirtschaftskrise
  • Hier geht´s zu unserem neuen Fessenheim-AKW-Video auf youtube


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  • "Große" Fessenheiminspektion 2009 -2010
    Fessenheim 2009-2010 : Große Fessenheiminspektion

    Zur Zeit wird das Atomkraftwerk Fessenheim im Rahmen der 10-Jahresinspektion "gründlich" überprüft. In der Vergangenheit waren solche Kontrollen häufig von Pleiten, Pech und Pannen verfolgt.
    Am 20.10.2009 wurde festgestellt, dass gerade 20 000 Liter Dieselöl (für die Notstromaggregate) ausgelaufen waren. 14 000 Liter Öl gingen direkt ins Grundwasser, auf dem jetzt eine 2 Zentimeter dicke Ölschicht schwimmt. Das korrodierte Rohr war im Rahmen der „großen Fessenheiminspektion“ erst wenige Wochen zuvor, am 28.9.09 “gründlich“ untersucht worden...
    auf der TRAS Homepage finden Sie mehr Infos zum Ölunfall

    Uranabbau tötet
    Die letzten großen abbauwürdigen Uranvorkommen liegen in Australien, Russland, Nordamerika, Südafrika und im Kongogebiet. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Das beim Uranabbau verstärkt entweichende Radongas macht die Bergwerksarbeiter und AnwohnerInnen krank. Ein Beispiel ist der Uranabbau der "Wismut" in Ost-Deutschland: Auf Grund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Allein rund 7.000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20.000 Opfern im deutschen Uranabbau aus. Die Sanierung der deutschen Urangruben der Wismut hat die SteuerzahlerInnen 6,5 Milliarden Euro gekostet. Die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in den Ländern der Dritten Welt sind verheerend.

    Und doch ist Uran endlich: Nach seriösen Schätzungen reichen die Uranvorräte nur noch wenige Jahrzehnte.
    Mehr Infos: Energiereserven und Uran


    Atomkraftwerk / KKW Fessenheim / Schornstein für radioaktive Abgase
    Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb
    Der Fessenheimer Krebskamin und das radioaktive Abwasser
    In der Propaganda der Atomkonzerne EDF und EnBW werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" und klimafreundlich bezeichnet. Doch das Atomkraftwerk Fessenheim gibt auch im sogenannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser (Rhein) radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des Atomkraftwerks Fessenheim liegen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material, und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser in den Rhein, ist ein Skandal.

    Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb
    Der Krebskamin und das radioaktive Abwasser
    In der Propaganda der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im so genannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des Atomkraftwerks Fessenheim zum Beispiel liegen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser, ist ein Skandal. Bei Wikipedia heisst der Schornstein der AKW sehr häufig verharmlosend "Abluftkamin".

    Krebs und AKW
    Aus einer Studie, die das Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) im Dezember 2007 veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Es ist unerklärlich warum einige Politiker von CDU, CSU und FDP vor dieser Tatsache immer noch die Augen verschließen. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Akw-Standorten. Die Studie zeigt aber, dass auch im weiteren Radius um AKW die Kinderkrebshäufigkeit zunimmt. Der prozentuale Anteil sinkt zwar, dafür nimmt aber die Anzahl der kranken Kinder zu, denn dort wohnen und leben mehr Kinder als in direkter Nähe des AKW.

    Der Epidemiologe und Mitglied des Expertengremiums des Bundesamtes für Strahlenschutz Eberhard Greiser sagte dazu in einerm Interview der TAZ vom 18.12.07
    „Im 5-Kilometer-Kreis ist das Risiko um 60 bis 75 Prozent höher, in 5 bis 10 Kilometeren Entfernung um 20 bis 40 Prozent erhöht, weiter entfernt sinkt das Risiko bis auf sehr kleine Werte. Wenn Sie die Zahl der Bewohner nehmen, gibt es in der 50-Kilometer-Zone allerdings deutlich mehr betroffene Kinder“
    „Von allen Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren, die im 50-Kilometer-Umkreis von Kernkraftwerken leben, sind 8 bis 18 Prozent auf das Wohnen in der Nähe des Atomkraftwerkes zurückzuführen.“


    Wenn schon die Radioaktivitätsabgabe im so genannten "Normalbetrieb" Krebs erzeugt, dann wird deutlich, dass die jetzt entweichende Radioaktivität in Fukushima verheerende gesundheitliche Folgen haben wird.

    mehr Infos: Krebs, Kinderkrebs und Kernkraftwerk


    Atomunfälle und Reaktorkatastrophen – Die große Gefahr
    In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in den beiden Fessenheimer Reaktorblöcken mit je 900 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1800 Hiroshima-Bomben entsteht. Die „Freisetzung“ nur eines kleinen Teils dieser Radioaktivität hätte verheerende Folgen für die betroffene Region. Große Landstriche müssten für lange Zeiträume evakuiert werden. Dies wäre eine menschliche und ökonomische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes, insbesondere im dicht besiedelten Gebiet am Oberrhein. Alternde, laufzeitverlängerte AKW (in Fessenheim stehen die ältesten Reaktoren dieses Typs in Frankreich, die 1977 und 1978 in Betrieb genommen wurden) vergrößern die Unfallgefahr. Dazu kommt die Erdbebengefahr im Rheingraben. PolitikerInnen, die vor diesen Gefahren die Augen verschließen, sind apokalypsenblind. Der Unfall von Tschernobyl wird sich so kein zweites Mal wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, oder eben in Fessenheim wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Ereignisabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW. Sie ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge.
    Mehr Infos - Atomunfall


    Wie "funktioniert" das Atomkraftwerk / AKW Fessenheim?
    Für eine vergrößerte Version der Grafik hier klicken


    Das AKW Fessenheim und Erdbeben
    Der Oberrheingraben gehört zu den seismisch aktivsten Zonen in Frankreich und Deutschland und im Jahr 1356 hat ein Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Richterskala die Stadt Basel zerstört. Das AKW Fessenheim sei erdbebensicher und für ein Erdbeben wie das Basler Beben ausgelegt, sagen EDF und EnBW.
    Fessenheim, AKW, KKW, Atomkraftwerk, Kernkraftwerk, Erdbeben verbotenDie Atomkonzerne haben recht! Das Atomkraftwerk Fessenheim könnte sogar noch einem viel stärkeren Beben als dem Basler Beben standhalten! Dieses Beben muss nur sehr sehr weit von Fessenheim entfernt stattfinden. Wissenschaftler bestätigen: „Das AKW Fessenheim übersteht möglicherweise ein zweites Beben von der Stärke des Basler Bebens wenn dieses Beben sein Epizentrum mindestens 30 km vom AKW Standort entfernt hat.“ Wer aber sagt, dass sich dieses Beben nicht direkt unter Fessenheim abspielt? Wenn das AKW Fessenheim einem Basler Beben am Standort Fessenheim nicht standhält dann ist es nicht erdbebensicher und gehört abgestellt. Dann ist die Aussage "Fessenheim ist erdbebensicher" ein Lüge. Es war unverantwortlich in Fessenheim ein AKW zu bauen und es ist skandalös es weiter zu betreiben. Die Pläne irgendwann zwei neue EDF / EnBW Reaktoren nach Fessenheim zu bauen ein ist verantwortungslos.

    Atomkraftwerke und Terrorismus

    Die Gefährdung des AKW Fessenheim durch potentielle Anschläge
    und Terror wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Doch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet. Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:
    • Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertes Uran-235...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden
    • Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen
    • Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen (Schmutzige Bombe)
    • Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungs-anlage oder sonstige Atomanlage

    Während die Punkte 1 und 2 technisch extrem aufwändig und sehr unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) sind, müssen die letzten beiden Punkte als konkrete Bedrohungen angesehen werden. Ein Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf das AKW hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus. Solange das AKW Fessenheim nicht abgestellt ist, gehört es zumindest besser gesichert als bisher.
    Mehr Infos - Atomterrorismus

    Flugzeugabsturz und das AKW Fessenheim
    Eine geheimgehaltene Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terror-Anfälligkeit von Atomkraftwerken wurde vom Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht.
    Wir zitieren:
    Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen. Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich". Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken. Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".


    Auch Fessenheim ist ein schlecht geschütztes Kernkraftwerk. Es kann nicht angehen, angesichts dieser Gefahren den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht einmal die "nächste" Atomkraftwerksgeneration, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR), könnte einen gezielten Anschlag überstehen. Nach einem Anschlag mit modernen Waffen oder einem Flugzeug auf das Atomkraftwerk würde das weite Umland aufhören, in der bisherigen Form zu existieren.

    Wie groß die Terrorgefährdung der deutschen Atomkraftwerke ist, belegen interne Dokumente, die der taz seit Juni 2009 vorliegen: "Eine Untersuchung der Internationalen Länderkommission Kerntechnik aus dem Jahr 2002 kommt zu dem Ergebnis, dass nur 3 der damals 19 Atomkraftwerke einem Flugzeugangriff standhalten würden. "Bei allen anderen Kernkraftwerken ist bei einem Aufprall auf das Reaktorgebäude mit schweren bis katastrophalen Freisetzungen radioaktiver Stoffe zu rechnen." Eine Nachrüstung sei technisch und wirtschaftlich nicht machbar."

    Mehr Infos Flugzeugabsturz Terrorgefahr und AKW

    Fessenheim unter "Polizeischutz"
    Das französische Atomkraftwerk Fessenheim hat seit dem 1. September 2010 eine eigene, aus 38 Personen bestehende Polizeitruppe, „zum Schutz vor Katastrophen und Zwischenfällen“.
  • Doch was macht die Polizei, wenn von einem Schiff auf dem Kanal oder vom Fahrweg eine panzerbrechende Waffe auf das AKW abgeschossen wird?
  • Was macht die Polizei, wenn sich ein entführtes Flugzeug dem AKW nähert?
  • Was macht die Polizei wenn das überalterte, versprödete Reaktordruckgefäß bricht?
  • Was macht die Polizeitruppe bei einem jederzeit möglichen schweren Erdbeben, für das das AKW in Fessenheim nicht ausgelegt ist?

    Die Idee alternde Atomanlagen mit Polizeitruppen zu schützen entspringt einem rückwärtsgewandten Sicherheitsdenken aus der Vor-AKW-Zeit. Die Polizisten sollen die Illusion von Sicherheit erzeugen. Vor den realen Gefahren des alternden AKW schützen sie die Bevölkerung aber nicht.
    Info


  • Folgen möglicher Atomunfälle im AKW Fessenheim
    (aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen)
    Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF-/EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: „Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall.“ (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Der Atomunfall in Tschernobyl hat gezeigt, dass die bestehenden Katastrophenschutzpläne mit einem vorgesehenen 8-km-Evakuierungsradius Makulatur sind und nur der Beruhigung der Menschen dienen.


    Folgen möglicher Atomunfälle dargestellt am Beispiel des AKW Fessenheim und übertragbar auch auf das AKW Fessenheim
    (aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen)
    Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF-/EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: „Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall.“ (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Der Atomunfall in Fukushima zeigt, dass die bestehenden Katastrophenschutzpläne mit einem vorgesehenen 8-km-Evakuierungsradius Makulatur sind und nur der Beruhigung der Menschen dienen. Ein Kataströpchenschutz reicht angesichts der Gefahren einfach nicht.

    Katastrophenschutz statt Kataströpchenschutz


    Folgen eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlages
    auf das AKW Fessenheim für Sie:
    Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer um das AKW Fessenheim. Wenn Sie in diesem Kreis wohnen und es zu einem schweren Unfall oder Terroranschlag kommt, zu einer Katastrophe die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben.


    Bleiben Sie im Haus und holen Sie in der Schule Ihre Jodtabletten!?
    Im "sicheren" Haus bleiben und gleichzeitig die Jodtabletten von den zentralen Sammelstellen abholen. Wie soll das gehen?

    Auszug aus der offiziellen "Notfallbroschüre" für das AKW Fessenheim Seite 7:
    "Die bei einem solchen Ereignis im Kernkraftwerk freigesetzten radioaktiven Stoffe werden vor allem mit der Luft transportiert. Der Verbleib in den Häusern bietet gegen Strahlung einen beträchtlichen Schutz."

    Auszug aus der "Notfallbroschüre" Seite 8:
    "Kaliumjodtabletten werden vorrätig gehalten. Nach einem erfolgten Aufruf über den Rundfunk oder nach entsprechenden Lautsprecherdurchsagen können Sie diese Tabletten bei den Ausgabestellen Ihres Wohnortes abholen..."


    Nach Ansicht des BUND müssten die Jodtabletten an alle Haushalte in großem Umkreis um die AKW verteilt werden. Es genügt nicht, die Jodtabletten (die nur einen sehr begrenzten Schutz bieten) im engen Radius um die Atomanlagen zu verteilen.

    Der bisherige Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim
    kann bei Unfällen, die erst nach mehreren Tagen zu einer „Freisetzung“ von Radioaktivität führen, zu einem gewissen Schutz der Bevölkerung beitragen. Es ist sicher sinnvoll, sich mit ihnen auseinander zu setzen, denn die Folgen und die Zahl der Todesfälle könnten reduziert werden. Der Notfallschutz kann und soll auch Panikreaktionen verhindern, also beruhigen.

    Bei schweren Katastrophen, bei denen nach kurzer Zeit ein Großteil des radioaktiven Inventars entweicht, bietet der jetzige Katastrophenschutzplan nur eine minimale Hilfe. Solche Unfälle, deren Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist, die aber dennoch jeden Tag möglich sind, sprengen unser Vorstellungsvermögen.
    Mehr Infos - katastrophaler Katastrophenschutz für AKW

    Brandstifter Michel Habig kontrolliert AKW Fessenheim
    Seit Oktober 2008 wird die so genannte Kontrollkommission CLS des AKW Fessenheim vom Bürgermeister von Ensisheim und Generalrat Michel Habig geleitet. Dies ist ein politischer Skandal, denn Herr Habig ist ein vorbestrafter Brandstifter. Am 11. Januar 2006 hat er eigenhändig eine Wohnwagensiedlung von Roma angezündet. Es gab und gibt viele Gründe, die Arbeit der Fessenheimer "Kontroll"komission inhaltlich zu kritisieren. Ein Brandstifter als Chef dieser Kommission ist absolut unerträglich und eine politische Instinktlosigkeit.

    Ein neues AKW nach Fessenheim? Der gefährlichste "Zaun" im Dreyeckland
    Hinter diesem festungsähnlichen Zaun wird das AKW Fessenheim versteckt. Das umzäunte Gelände ist aber so groß, daß problemlos zwei weitere Reaktoren dazugebaut werden könnten. Wenn es nach dem Willen von EnBW und EdF ginge, könnten hier in wenigen Jahren zwei neue Atomkraftwerke gebaut werden. Ohne den grenzüberschreitenden Widerstand gegen Fessenheim hätte der Bau schon begonnen. Der von Siemens und Framatome geplante Europäische Druckwasserreaktor (EPR, European Pressurized Water Reactor) soll die alten AKWs ersetzen. Unsere Stromgelder an EnBW und EdF werden für diese Planungen mißbraucht. Wieder einmal wird uns von der Atomlobby das Märchen vom "neuen, absolut sicheren AKW" aufgetischt. Wenn Großkonzerne wie das EnBW ihre Atompläne im eigenen Land (noch) nicht realisieren können, dann werden eben die Völker gegeneinander ausgespielt und das neue AKW einfach in Frankreich gebaut. Nur massiver, gewaltfreier Widerstand kann diese Pläne verhindern.
    Die EnBW muss u. a. damit rechnen, bei Baubeginn eines neuen Euroreaktors in Fessenheim, einige hunderttausend Kunden zu verlieren.

    hier: Mehr Infos zum EPR, Europäischer Druckwassereaktor


    Der Super-GAU in Tschernobyl
    Der Super-GAU im AKW Tschernobyl geschah am 26. April 1986. Während eines Experiments geriet Block 4 des Atomkraftwerkes außer Kontrolle. Noch kurz vor dem Unfall war dieser russische Reaktortyp auch in westlichen Medien als „besonders sicher“ beschrieben worden. Die Hitze verbog Metall und Reaktorstäbe und der Kern konnte nicht mehr gekühlt werden. Es kam zur Explosion, durch die innerhalb des Reaktors 1500 Tonnen Graphit in Brand gerieten. Der Feuersturm riss radioaktive Materialien kilometerhoch in die Atmosphäre, wo sie von starken Winden erfasst wurden. Eine radioaktive Wolke verteilte den Fallout über weite Teile Europas. Millionen Menschen wurden einer starken Strahlenbelastung ausgesetzt. Es gab zehntausende Tote, obwohl Tschernobyl in einer dünn besiedelten Region liegt. Viele Menschen sind schwer erkrankt und die Zahl der Krebserkrankungen nimmt zu. Ein Gebiet, halb so groß wie die Bundesrepublik, wurde in der Ukraine, Weißrussland und Russland verseucht; 375 000 Bewohner mussten umgesiedelt werden. Über die Opferzahlen gibt es einen interessengeleiteten Streit. Die in der IAEO organisierte Atomlobby versucht die Unfallfolgen herunterzuspielen und zu verharmlosen. Wer neue Atomanlagen bauen will, muss Unfälle aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängen.


    Eine mit dem Unfall von Tschernobyl durchaus vergleichbare Katastrophe für die Menschheit ist jedes neue Land, das mit Hilfe der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird.



    Mehr Informationen zu: 25 Jahre Tschernobyl



    Haben Sie einen Fluchtkoffer gepackt?
    Auszug aus dem offiziellen Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim

    "Der Katastrophenstab für den Regierungsbezirk Freiburg gibt folgende ANORDNUNG zur Räumung bestimmter Ortschaften bekannt:
    Durch den bereits gemeldeten Unfall im Kernkraftwerk Fessenheim/Elsaß wurde vorübergehend Radioaktivität freigesetzt, wodurch in einigen Gebieten der näheren Umgebung des Kernkraftwerkes Vorsichts-Maßnahmen für die Bevölkerung geboten sind.
    Die Bevölkerung wird zur sofortigen Räumung der umliegenden Ortschaften aufgefordert.
    Kraftfahrzeugbesitzer werden gebeten, möglichst ältere oder geh-behinderte Nachbarn, Mütter mit Kleinkindern und andere hilfsbedürftige Nachbarn bis zu den genannten Kontrollstellen mitzunehmen. Wer nicht motorisiert ist, begibt sich auf kürzestem Weg zur nächsten Schule, Sporthalle, Gemeindehalle, Kirche oder einem anderen festgelegten Versammlungsraum und wartet dort auf die Abholung.
    Haus-, Nachbargemeinschaften und sonstige Gruppen von mindestens 30 Personen können sich auch in anderen geeigneten Räumlichkeiten (z.B. Gaststätten und Saalbauten) versammeln und das Bürgermeisteramt oder die nächste Polizeidienststelle zwecks Abholung verständigen. Veranlassen Sie bitte unbedingt die Abholung von alleinstehenden, hilflosen und schwerkranken Nachbarn.

    Beim Verlassen der Wohnung nur das Nötigste mitnehmen! Dazu gehören:

    • Ausweise, Wertpapiere, Geld und andere Wertsachen
    • Je eine Garnitur Oberkleidung, Schuhe und Unterwäsche zum Wechseln
    • Waschzeug und besonders verordnete Medikamente
    • Ein Mundvorrat als Wegzehrung. Mitgeführte Sachen sind staubdicht zu verpacken, z.B. in verschnürten Plastiktüten
    • Wasserdichte Regenkleidung, besonders auch für Kopf und Füße, ist unabhängig vom Wetter ein wirksamer Schutz gegen radioaktive Verunreinigungen; wenn Sie das Haus verlassen, nützt ein Regenschirm nur bei Regen; bei Wind und bei jeder Staubentwicklung atmen Sie im Freien möglichst nur durch ein Taschentuch


    In geschlossenen Räumen
    können Sie alle Räumungsvorbereitungen in Ruhe und mit Besonnenheit treffen. Vermeiden Sie aber unnötigen und längeren Aufenthalt im freien. Bewahren Sie auf jeden Fall Ruhe, wenn Ihnen Meßtrupps und Hilfskräfte unter Schutzmasken und Schutzanzügen begegnen. Diese sind länger im Freien, müssen radioaktive Verunreinigungen aufspüren und beseitigen und sind nur deshalb besonders geschützt. Für Sie selbst besteht deshalb keine erhöhte Gefahr. Bewahren Sie Ruhe und Besonnenheit!
    Diese Durchsage wird jetzt und in kurzen Abständen wiederholt. Bei Bedarf werden weitere Mitteilungen gemacht"
    Auszug aus dem offiziellen Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim
    mehr Infos zum sogenannten AKW - Notfallschutz
    Wie gefährlich ist Atommüll?
    In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt, im AKW Fessenheim entsteht jährlich ca. die Radioaktivität von ca. {MW} Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Stoffe ("Isotope") zerfallen in wenigen Jahren (z.B. das klimaschädliche Krypton-85: 10,76 Jahre Halbwertzeit). Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten (z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre). Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten, über mindestens eine Million Jahre(!) geben - über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, sich die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll vorzustellen.

    Mehr Informationen

    Plutonium und der Pharao
    Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg hochgefährliches Plutonium. Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren müssten immer noch ca. 0,1% der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium dauerhaft sicher gelagert werden.

    Mehr Infos - Atommüll


    AKW Fessenheim & Rhein & Wasser: Die thermische und radiologische Verschmutzung
    Atomkraftwerk Fessenheim heizt Fischen ein
    Das AKW Fessenheim hat keine Kühltürme und setzt zu hundert Prozent auf die, für EDF und EnBW profitable, für die Umwelt aber verheerende Flusswasserkühlung.

    Die beiden Reaktorblöcke haben eine elektrische Leistung von je 900 MW, aber eine thermische Leistung von je ca. 2700 MW. Bei einem Wirkungsgrad von ungefähr 33% werden von beiden Reaktoren ca. 3600 MW Abwärme in den Rhein geleitet, denn das AKW hat keine Kühltürme. Das ist eine unvorstellbar große Energiemenge.

    Stellen Sie sich vor am Rhein bei Fessenheim stünde ein Ölheizwerk. In diesem Ölheizwerk würden stündlich 360 000 Liter Öl verbrannt um damit Wasser zu erhitzen und dieses erhitzte Wasser würde in den Rheinseitenkanal gekippt... 3600 MW Abwärme entsprechen umgerechnet stündlich dem Wärmeäquivalent von ca. 360 000 Litern Öl.

    Laut Arrêté préfectorale vom 26.05.1972 darf der Rhein durch die beiden Blöcke des AKW Fessenheim im Juni, Juli und August um skandalöse 4 °C und im September, Oktober, November, März, April und Mai um 6,5 °C erwärmt werden. Im Dezember, Januar und Februar darf der Rhein sogar um 7 °C wärmer werden. Bis auf 30 Grad darf das Atomkraftwerk den Rhein aufheizen.

    Diese unglaubliche Genehmigungspraxis
    spiegelt den verheerenden umweltpolitischen Zeitgeist aus dem Jahr 1972 und die Macht der EDF. Damals war der Rhein eine Kloake, weil jeder Dreck ungeklärt in den Fluss eingeleitet werden durfte. In den letzten 30 Jahren hat die Umweltbewegung in Sachen Wasserqualität viel erreicht. Durch unseren Druck haben sich die Gesetze und Vorschriften geändert und Bäche und Flüsse sind sauberer geworden. Nur an der thermischen und radiologischen Rheinverschmutzung durch das AKW Fessenheim hat sich nichts verändert. In Zeiten des Klimawandels und heißer Sommer entwickelt sich hier ein zunehmendes Umweltproblem.
    Wenn alle Kraftwerke am Rhein auf Kühltürme verzichtet hätten, dann wäre der Rhein biologisch tot.

    Zusätzlich zur Erwärmung des Rheins kommt noch die radioaktive Verschmutzung. Alle Atomkraftwerke belasten auch im so genannten Normalbetrieb die Flüsse mit radioaktivem Tritium. Der Grenzwert für erlaubte Radioaktivitätsabgabe in den Rhein liegt in Fessenheim bei 74.000 Milliarden Becquerel im Jahr.
    Fessenheim, der radioaktive Heizofen für den Rhein, schmückt sich immer noch mit einem europäischen Umweltzertifikat nach ISO 14001..
    Mehr Infos Atomkraftwerke und Rhein

    Der atomare Umweltclub von EDF und EnBW
    "au fil du rhin" Mit der Gründung des so genannten Umweltvereins "Au fil du Rhin" (dt.: "Am Rhein entlang") in Fessenheim versuchen die beiden AKW Betreiber EDF und EnBW den Begriff der Nachhaltigkeit für sich zu besetzen und die Umweltbewegung zu spalten und zu kaufen. Auch die Kampagne für den Euroreaktor EPR, der von Siemens und Framatome in Frankreich und bei einem Regierungswechsel auch in Deutschland gebaut werden soll, läuft genau wie "Au fil du Rhin" unter dem Deckmäntelchen der Nachhaltigkeit. Die "Nachhaltige Kernenergie" ist das Motto der neuen Atomkampagne. Mit Lockvogelangeboten und viel Geld sollen regionale Umweltorganisationen in diesen "neuen Umweltverband" gelockt werden, doch BUND und Alsace Nature lehnen die Mitgliedschaft in einer solchen Tarnorganisation der Atomindustrie ab. EDF und EnBW setzen auf Käuflichkeit der Umweltbewegung und der Menschen. In Sachen neue AKW und Europäischer Druckwasserreaktor geht es alleine in Frankreich um ein Geschäft von weit über 200 Milliarden Euro. Industriegesteuerte Bürgerinitiativen, verlogene Umweltzertifikate wie ISO 14001, Greenwash und Atompropaganda gehören da zur langsam anlaufenden Pro-Atom-Werbekampagne für die fast unbegrenzte Geldmittel zur Verfügung stehen. Mit derartigen Desinformationskampagnen gefährden die Atomstromproduzenten auch die Demokratie.
    Mehr Infos zur Fessenheimer Atom- und Umweltpropaganda und zu "au fil du rhin"

    Atomkraftwerk Fessenheim: Ja Bitte!
    Selbstverständlich gibt es in Frankreich und Südbaden auch eine einflussreiche, mächtige Pro - Atomlobby, angeführt von Staatssekretär und MdL Gundolf Fleischer, Aufsichtsrat der EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH. In Sachen Fessenheim geht es um viel Geld. Bereits jetzt "beeinflusst" die EDF mit Steuergeldern und "Zuwendungen" Gemeinden Vereine und Politiker.
    Das Atomkraftwerk Fessenheim leistet pro Jahr rund 30 Mio. € an Zahlungen (Gewerbesteuern, Gebühren und Zuwendungen) an staatliche Gremien und lokale Behörden.

    Der CLS wurden dazu folgende Angaben gemacht:
    10,5 Mio. € Gewerbesteuer
    0,8 Mio. € Grundstückssteuer
    11,5 Mio. € Wasserentnahmegebühren
    8,4 Mio. € Atomgebühren („redevances Installations
    Nucléaires de Base“)
    Was ansonsten noch an Geldern "fließt" wissen wir nicht. Viele regionale Politiker sind nicht aus Überzeugung für Atomkraft. Es geht ums Geld!

    EDF und EnBW setzen auf Käuflichkeit der Umweltbewegung und der Menschen. Das viele Geld an Gemeinden und Vereine wird genutzt, um Akzeptanz für das AKW Fessenheim zu kaufen.
    Jedes Jahr Laufzeitverlängerung bringt uns mehr Gefahren und den AKW-Betreibern pro Kraftwerksblock im Mittel Zusatzgewinne von etwa 300 Mio. Euro. Wenn Fessenheim also 1 Jahr früher abgestellt wird kostet das die EDF ca. 600 Mio. Euro. Und auch bei den Plänen neue Reaktoren nach Fessenheim zu bauen geht es um schwindelerregende Summen. 3,2 Milliarden Euro soll der erste Europäische Druckwasserreaktor EPR, der gerade zu Dumpingpreisen in Olkiluoto in Finnland gebaut wird kosten. Realistisch sind nach Expertenansicht eher 4 Milliarden Euro. Beim Neubau von zwei neuen Reaktorblöcken in Fessenheim geht es also um die Summe von ca. 8 000 000 000 Euro. Gehen wir von 5% "Werbung" und "baubegleitenden Maßnahmen" zur politischen Akzeptanzgewinnung aus, dann handelt es sich um einen Betrag von 400 Millionen Euro. Aus Überzeugung für das AKW Fessenheim? "It's the money, stupid!"



    AKW - Fessenheim Abschalten: Unser Banner für Ihren Balkon! Info
    hier


    Atomkraftwerk + Atomwaffen = Atomkraftwaffen
    Die größte Gefahr für die Welt sind nicht die Atomkraftwerke sondern die Atomkraftwaffen. Die weltweiten Verbreitung von Atombomben durch den Bau von Atomkraftwerken, Urananreicherungsanlagen und dem Schwarzmarkt für Plutonium gefährdet alles Leben auf der Erde. Wieso haben Länder wie Pakistan und Nordkorea Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Siemens Euroreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische bzw. nordkoreanische Atomprogramm und die iranische bzw. nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger in Richtung Nordkorea und Iran gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen.


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    Woher kommt die Anmaßung der Atomstaaten,
    anderen Ländern das verbieten zu wollen, was sie selber haben? Wie der Kolonialismus lässt sich eine weltweite atomare Zweiklassengesellschaft auf Dauer nicht aufrecht erhalten. Wer im eigenen Land Atomkraftwerke betreibt und länger laufen lässt liefert dem Rest der Welt gute Gründe, neue Atomkraftwerke und Atomwaffen zu bauen, fördert die Proliferation und gefährdet so diesen Planeten und alles Leben. Deshalb fordert der BUND auch den schnellen, nationalen und internationalen Ausstieg aus der Gefahrtechnologie Atomenergie.
    Mehr Infos - AKW, Atombombe, Atomwaffen, Atomkraftwaffen

    Eine massive Gefahr für den Frieden in der Welt
    geht von der Habgier des französischen Staatspräsidenten Sarkozy aus. Er exportiert als "Außendienstmitarbeiter" des französischen Atomkonzerns AREVA Atomkraftwaffen auch in Spannungsgebiete und schreckte nicht einmal davor zurück dem libyschen Diktator und Staatspräsidenten Gaddafi Atomkraftwerke und Atomtechnologie anzubieten.
    Heute führt Herr Sarkozy Krieg gegen den Libyen, noch vor wenigen Jahren wollte er den Diktator mit Atomkraftwerken beliefern. Wenn diese französischen Export-AKW
    heute in Libyen stünden, dann könnte Herr Gaddafi über "schmutzige Plutoniumbomben" und Atomkraftwaffen verfügen. Es ist "erstaunlich", dass dieser Zusammenhang in den Medien nie aufgezeigt wurde. Doch in vielen Medien gilt: "Was Gewinn bringt ist gut".

    Libyen Krieg: Sarkozy, Gaddafi, AREVA und die Bombenpläne


    Fessenheimer Gefahrzeitverlängerung
    Auch das AKW in Fessenheim (Ingefahrnahme 1977 und 1978) soll länger laufen als ursprünglich geplant um so die Gewinne der EDF, EnBW, INOS,EOS und EWB zu erhöhen. Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Fessenheim bedeutet mehr Atommüll, mehr atomares Risiko durch die Alterung der Atomkraftwerke, mehr Gefahr durch die Versprödung der Reaktordruckgefäße, durch die Weitergabe von Atomkraftwaffen und die zunehmende Gefahr von Atomterrorismus. Laufzeitverlängerung für AKW ist eine unverantwortliche Gefahrzeitverlängerung.
    mehr Infos - AKW Laufzeitverlängerung ist Gefahrzeitverlängerung

    Atomkraft und die Klimakatastrophe
    „Atomkraftwerke schützen das Klima“. Damit werben die Atomkonzerne EnBW, E.ON, Vattenfall, RWE und die Atomparteien für den scheinbar CO2-freien Atom-Kraftwerkspark und für die Gefahrzeitverlängerung von AKW. Diese geschickte Werbebotschaft der AKW-Betreiber soll Akzeptanz für alte und neue AKW schaffen. Im Zeitalter der organisierten Desinformation erleben wir hier ein spannendes Exempel. Die Forderung nach neuen Atomkraftwerken dient auch der psychologischen Entlastung vieler Politiker der Atom- und Kohleparteien. Sie tragen die Hauptverantwortung für die bisherige und zukünftige Verschwendung von Energie, Rohstoffen und für die drohende Klimaveränderung.

    Die Werbeabteilungen der Atomkonzerne
    bieten Ihnen jetzt eine schöne Illusion, sich scheinbar aus der Verantwortung stehlen zu können. Mit vorgeschobenen Umweltargumenten wird Umweltschutz verhindert und umweltgefährdende Anlagen "grüngewaschen". Die Propaganda der Umweltzerstörer ist besser geworden. Die Nutzung der Atomenergie ist nicht nur lebensbedrohend, sondern auch die teuerste Art von Klimaschutz. Der Bau neuer AKW kommt uns wesentlich teurer, als das Energiesparen oder die Errichtung moderner Gaskraftwerke. Umweltforscher haben berechnet, dass sich durch Investitionen im Bereich Energieeinsparung mehr als die doppelte Menge an Kohlendioxid vermeiden lässt, als bei vergleichbaren Investitionen in den Bau neuer AKW. Atomenergie soll angeblich der Schlüssel zum Klimaschutz sein, da sie kein Kohlendioxid (CO2) emittiert. Dies ist nur auf den ersten Blick richtig. Auch Atomenergie ist nicht CO2-frei zu haben! Denn der Betrieb von Uranerzminen und Urananreicherungsanlagen, der Transport von Atommüll und nicht zuletzt der Bau und Abriss von Atomkraftwerken verursachen CO2-Emissionen. Das Freiburger Öko-Institut hat eine interessante Bilanz erstellt: Die CO2-Emissionen eines AKW betragen etwa 25-50 Gramm/Kilowattstunde.
    Stromsparmaßnahmen und regenerative Energien "emittieren" nur 0-20 Gramm/Kilowattstunde. Die Atomkraft zieht also eindeutig den Kürzeren! Mit falschen Argumenten nutzen AKW-Befürworter die berechtigte Sorge der Bevölkerung vor dem Klimawandel, um mehr Akzeptanz für die atomare Technologie zu schaffen. Nur der Dreiklang aus erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung kann den Klimawandel stoppen. Aus Techinikoptimisten und Förderern in Sachen Atomtechnologie werden Technikpessimisten und Verhinderer, wenn es um Sonnenenergie und Windkraftwerke geht.
    Die ökologische Ärzteinitiative IPPNW hat berechnet, dass bis zum Jahr 2050 1000 neue AKW gebaut werden müssten (bisher gibt es weltweit 442), um 10 % der fossilen Energie zu ersetzen. Die endlichen Uranreserven wären dann in Kürze erschöpft.



    Klimaschutz und AKW: Mythos und Realität
    Der Beitrag der Atomenergie zur weltweiten Energieversorgung liegt bei lediglich 2% während der Beitrag der erneuerbaren Energien schon 18% beträgt. Mit einer „2%-Technik“ ist das das Klimaproblem nicht zu lösen. Selbst der Neubau von Atomkraftwerke könnte diesem geringen Anteil kaum ändern. Eine Vervierfachung der Atomkraftwerkskapazität bis 2050 könnte nur 6% zur angestrebten Halbierung der CO2-Emissionen beitragen (Szenario der Internationalen Energie Agentur, Juni 2008).
    Mehr Infos - Atomkraft, Atomkraftwerk, AKW, Klima und Klimaschutz

    Energiekrise und das Uran
    Die weltweiten Energievorräte und das Uran nur noch für wenige Jahrzehnte

    Die Erde steuert auf eine gigantische Energiekrise mit massiven ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu, wenn der Umstieg auf nachhaltige, regenerative Energien nicht beschleunigt wird. Die Übernahme unseres westlichen Verschwendungs- und Raubbaumodells durch Indien und China beschleunigt die kommende Energiekrise. Der von den Werbeabteilungen der Atomkonzerne ins Gespräch gebrachte Heilsbringer Uran wird ähnlich schnell aufgebraucht sein wie Erdöl und Erdgas.

    Die Fachzeitschrift Politische Ökologie schreibt:
    Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale Energieagentur des OECD (International Energy Agency, IEA) berechnete, ergibt sich:

    • ein Ende des Erdöls um 2035,
    • von Erdgas vermutlich vor 2040,
    • Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass sie die anderen Energieträger ersetzen muss und gleichzeitig zu einem gesteigerten CO2-Ausstoß führt.
    • Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040.

    Am Ende der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise werden die Energiepreise massiv steigen.

    Fortschritt wohin?
    Nur ein rascher Umbau unserer weltweiten Raubauwirtschaft auf Nachhaltigkeit und die Nutzung regenerativer Energien können die drohende Energiekrise verhindern. Gut leben statt viel haben lautet die Überlebensformel für die Zukunft.
    Mehr Infos - Weltweite Energievorräte/ Energiereserven/ Energieressourcen

    Mit neuen Elektroheizungen wird der Strombedarf gezielt in die Höhe getrieben
    „Mit neuen Atom- und Kohlekraftkraftwerken decken wir nur den wachsenden Bedarf“ sagen die Energieversorgungsunternehmen. Gleichzeitig läuft eine bundesweite Werbekampagne für elektrische Direktheizungen und Nachtspeicheröfen.
    Für diese teuere, umweltschädliche, für die Konzerne aber gewinnbringende Form der elektrischen Energieverschwendung wird zur Zeit massiv geworben. So wird gezielt Energie verschwendet und „Bedarf“ für neue Kraftwerke geschaffen, während öffentlich (nur) über Energiesparlampen diskutiert wird.

    RWE, Eon, Vattenfall und EnBW: Hohe Profite – teurer Strom
    „Die vier großen Strom-, Atom- und Kohlekonzerne in Deutschland haben einer Studie zufolge ihre Profite durch eine Erhöhung der Kundenpreise in fünf Jahren mehr als verdreifacht“ berichtete die Nachrichtenagentur afp am 30.12.2008. Zwischen 2002 und 2007 verdienten die Unternehmen insgesamt 80 Milliarden Euro. Ohne Steuern und Abgaben sei Strom zwischen den Jahren 2000 und 2008 um 51 Prozent teurer geworden. Nachrichtenquelle war eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes mit. Allein im Jahr 2008 stieg demnach der Strompreis um rund 6,5 Prozent. Die vier großen Stromkonzerne – RWE, Eon, Vattenfall und EnBW – konnten ihre Gewinne in den ersten neuen Monaten diesen Jahres im Schnitt um elf Prozent steigern, heißt es in der Studie. Damit deute sich für 2008 ein neues Rekordgeschäft an. Kein Wunder, dass so intensiv für Elektroheizungen, für die umweltschädlichste Art zu heizen, geworben wird. Auch diese Profite auf Kosten der Umwelt sind ein Grund den Stromanbieter zu wechseln.


    Energiealternativen
    Das Wachstum im Bereich der alternativen Energien gehört zu den wenigen hoffnungsvollen Zeichen der Zeit. Von 1995 bis 2005 haben sich die Preise für atomare und fossile Energien mehr als verdoppelt, während sie sich für erneuerbare Energien halbiert haben. Windstrom ist global die am schnellsten expandierende Energienutzung. In der EU gingen im Jahr 2005 alle zwei Monate 1000 MW neue Windenergie ans Netz. In Kilowatt (Leistung) entspricht dies einem neuen AKW Gösgen (CH), in Kilowattstunden (Produktion) wird damit ein Atomreaktor der Größe Beznau (CH) ersetzt - und dies alle 60 Tage. "Seit 2004 ersetzt der Zubau erneuerbarer Energien in Deutschland jedes Jahr ein Atomkraftwerk" , sagt Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energien. Im Jahr 2007 nahm die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland sogar um fast 14 Milliarden Kilowattstunden zu, was der Erzeugung von anderthalb Atomkraftwerken entspricht. Bei etwa 140 Milliarden Kilowattstunden, die im vergangenen Jahr in Deutschland mittels Atomkraft erzeugt wurden, ließe sich bei unvermindert zügigem Ausbau der erneuerbaren Energien der Atomausstieg also binnen zehn Jahren kompensieren. Ende Juni 2008 waren in Deutschland Rotoren mit zusammen gut 23.000 Megawatt am Netz. Das teilten der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Die 17 deutschen Atommeiler kommen zusammen auf knapp 21.500 Megawatt . Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Windräder nicht so kontinuierlich Strom liefern, wie wie Atomkraftwerke (wenn diese nicht durch Wartungsarbeiten, Stör- und Unfälle abgeschaltet sind).
    “Trotz einer vermeintlichen Atom-Renaissance hat die Windkraft die Atomkraft auch international längst deklassiert, wenn man den Zubau betrachtet. Seit Anfang 2006 wurden weltweit rund 45.000 Megawatt Windkraft neu installiert, wie aus Zahlen der European Wind Energy Association (EWEA) hervorgeht. Zugleich lag die Leistung der neu in Betrieb genommenen Atomkraftwerke laut internationaler Atomenergiebebehörde IAEA bei lediglich 3.347 Megawatt. Rechnet man gegen, dass seither acht Atomreaktoren mit zusammen 2.236 Megawatt abgeschaltet wurden, so stieg die AKW-Leistung weltweit binnen zweieinhalb Jahren nur um 1.100 Megawatt. Im Vergleich dazu wurde 40-mal so viel Windkraft installiert.” berichtete die TAZ am 24.7.2008 Und genau dieses positive Wachstum der zukunftsfähigen Energien wird von den Anhängern der atomar-fossilen Energiegewinnung massiv bekämpft, denn jede neue Photovoltaikanlage und jedes neu gebaute, privat finanzierte Windrad nimmt den AKW-Betreibern und Atomkonzernen Anteile an der Stromproduktion weg. Widerstand gegen Windräder wegen Vögeln, Fledermäusen und Landschaftsschutz? Es geht um Geld und Macht!

    Wikipedia & Kernkraftwerk Fessenheim
    Heftig und erfolgreich sind die gut organisierten Einflussversuche der Atomlobby auf viele deutsche und schweizer Wikipedia - Seiten und auf die Seite zum AKW Fessenheim . Häufig gibt es keinerlei Infos zur Abgabe von Radioaktivität im "Normalbetrieb", zu Krebsisiken oder zur Unfallgefahr und manchmal sogar orwellsches Neusprech wenn beispielsweise aus dem Schornstein zur Abgabe von Radioaktivität der "Abluftkamin" wird. Ein Link zu diesen Mitwelt-AKW-Seiten wird häufig schnell gelöscht (und als Spam bewertet), die einseitigen Links zu E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW bleiben stehen. Wenn die Links zu den Konzernseiten als neutral gelten, die Links zu kritischen Seiten von Nichtregierungsorganisationen aber häufig gelöscht werden, dann ist das ziemlich peinlich für eine freie Enzyklopädie. Um so wichtiger ist Eure sachliche Einmischung in diese Wikipedia Debatte und ein Link von Eurer Homepage zu dieser Mitwelt-Seite. (legt aber keinen Link von Wiki zu dieser Seite!)

    Mischt Euch ein! Tragt kritische wissenschaftliche Studien in die Wikipedia Atomseiten.

    Mehr Infos: Einfluss der Atomlobby auf Wikipedia

    Die bezahlten PR-Profis der Atomindustrie manipulieren auch Internetforen, soziale Netzwerke, Internetabstimmung und Leserbriefseiten.

    Wichtiger Nachtrag:


    Diese Kritik an Wiki hat zu kleinen, ersten positiven Veränderungen bei einigen ersten Atom-Seiten von Wikipedia geführt. Die Informationen sind jetzt teilweise ein wenig ausgewogener. Dennoch gibt es immer noch einige sehr einseitige Pro-Atom-Seiten (Stand September 2010)



    Was tun?
    Wenn Sie sich diese Ausstellung anschauen, sich heftig über die Atomkonzerne EnBW, RWE, E.ON, Vattenfall, Siemens und die Atomparteien ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, dann nützt das recht wenig.

    • Helfen Sie uns mit einer Spende 50 000 neue Fessenheim-Infoblätter nachzudrucken. Einige wenige Exemplare haben wir noch im Büro.
    • Engagieren Sie sich! Für die Stilllegung der Atomkraftwerke und gegen die geplanten Euroreaktoren.
    • Leben Sie energischer. Werden Sie aktiv beim BUND oder bei den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
    • Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht, dann lassen Sie sich das nicht gefallen. Wechseln Sie zu einem „echten“ Ökostromanbieter, wie z. B. zum BUND Regionalstrom.
    • Bringen Sie das Atomthema zur Sprache: Bei der Arbeit, im Verein, dort wo Sie leben, arbeiten und aktiv sind.
    • Lassen Sie sich nicht gegen Ihre europäischen Nachbarn ausspielen. Die Atomlobby arbeitet grenzüberschreitend. Wir Umweltschützer auch.
    • Setzen Sie sich ein, für Mensch, Natur, Umwelt und für eine nachhaltige, erdverträgliche Entwicklung.
    • Engagieren Sie sich für die Demokratie. Die Dauerregierungsmitglieder EnBW (D), EDF (F) und AXPO (CH) verstärken ihren Einfluß auf Politik und Medien in Deutschland, Frankreich und der Schweiz und gefährden die Demokratie.
    • Bekennen Sie sich zu Ihrem Engagement. Mit einem Leserbrief, einem Aufkleber im Fenster, am Rad, an der Mülltonne, am Auto oder mit einem Plakat am Hoftor (Materialien gibt's beim BUND
    • Ein neuer Ansatz Atomgefahren abzuwehren wird hier aufgezeigt:
    • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder werden Sie Mitglied (steuerlich absetzbar). Flugblätter und Ausstellungen kosten Geld.
    • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder werden Sie BUND-Mitglied (steuerlich absetzbar). Wir brauchen 3000 Euro um die nächste Auflage des Fessenheimflyers zu drucken
    • Lassen Sie nicht zu dass Wikipedia weiterhin einseitig von den Werbeabteilungen der Atomlobby manipuliert wird.
    • Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.


    Axel Mayer

    Aktueller Einschub
    "Atomausstieg"
    Die nach dem Supergau in Fukushima stillgelegten acht Atomkraftwerke Biblis A und B, Neckarwestheim 1, Brunsbüttel, Isar1, Unterweser, Philippsburg1 und Krümmel dürfen nicht wieder ans Netz.
    Neun AKW gefährden auch in Zukunft Mensch, Natur und Umwelt. Sie strahlen weiter und gehen bis 2022 vom Netz: 2015 Grafenrheinfeld, 2017 Gundremmingen B, 2019 Philippsburg II, 2021 Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C. Im Jahr 2022 Isar II, Neckarwestheim II und Emsland. Der angefallene Atommüll wird noch ca. eine Million strahlen. Nach Tschernobyl und nach der Katastrophe in Fukushima noch Atomanlagen zu betreiben ist eine unverantwortliche Bedrohung allen Lebens.

  • Hier geht´s zu unserem aktuellen Beitrag zur Weltwirtschaftskrise
  • Hier geht´s zu unserem neuen Fessenheim-AKW-Video auf youtube


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  • Regionale Links:
    Diese Seite soll auch der Vernetzung dienen. Darum finden sich hier Links von regionalen Initiativen zum AKW. Wenn der Link zu Eurer Seite fehlt, dann informiert uns. Legt bitte auch einen Link zu dieser Seite.

    TRAS: Trinationaler Atomschutzverband
    Französische Seite gegen das AKW Fessenheim





    Information, Hintergrundinfo, Ausstellung, Material, Vortrag, Hausarbeit, Diplomarbeit, Aufsatz, Schularbeit, Referat..

    Erstveröffentlichung: BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein www.bund-freiburg.de


    Gefährliche französische AKW


    Unsere detailierte Kritik am KKW Fessenheim / Frankreich
    lässt sich auch auf die folgenden französischen Kernkraftwerke übertragen


    Belleville-1, France, PWR
    Belleville-2, France, PWR
    Blayais-1, France, PWR
    Blayais-2, France, PWR
    Blayais-3, France, PWR
    Blayais-4, France, PWR
    Bugey-2, France, PWR
    Bugey-3, France, PWR
    Bugey-4, France, PWR
    Bugey-5, France, PWR
    Cattenom-1, France, PWR
    Cattenom-2, France, PWR
    Cattenom-3, France, PWR
    Cattenom-4, France, PWR
    Chinon-B1, France, PWR
    Chinon-B2, France, PWR
    Chinon-B3, France, PWR
    Chinon-B4, France, PWR
    Chooz-B1, France, PWR
    Chooz-B2, France, PWR
    Civaux-1, France, PWR
    Civaux-2, France, PWR
    Cruas-1, France, PWR
    Cruas-2, France, PWR
    Cruas-3, France, PWR
    Cruas-4, France, PWR
    Dampierre-1, France, PWR
    Dampierre-2, France, PWR
    Dampierre-3, France, PWR
    Dampierre-4, France, PWR
    Fessenheim-1, France, PWR
    Fessenheim-2, France, PWR
    Flamanville-1, France, PWR
    Flamanville-2, France, PWR
    Golfech-1, France, PWR
    Golfech-2, France, PWR
    Gravelines-1, France, PWR
    Gravelines-2, France, PWR
    Gravelines-3, France, PWR
    Gravelines-4, France, PWR
    Gravelines-5, France, PWR
    Gravelines-6, France, PWR
    Nogent-1, France, PWR
    Nogent-2, France, PWR
    Paluel-1, France, PWR
    Paluel-2, France, PWR
    Paluel-3, France, PWR
    Paluel-4, France, PWR
    Penly-1, France, PWR
    Penly-2, France, PWR
    Phenix, France, FBR
    St. Alban-1, France, PWR
    St. Alban-2, France, PWR
    St. Laurent-B1, France, PWR
    St. Laurent-B2, France, PWR
    Tricastin-1, France, PWR
    Tricastin-2, France, PWR
    Tricastin-3, France, PWR
    Tricastin-4, France, PWR

    Legende: PWR = Pressurized Water Reactors

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    <a href="http://www.mitwelt.com/fessenheim-ausstellung.html">AKW / KKW Fessenheim strahlt: Das alte französische Atomkraftwerk ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt (Eine kurze Information)</a>

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    Dieser Artikel wurde 13646 mal gelesen und am 16.12.2011 zuletzt geändert.