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Katastrophenschutz - Notfallschutz & AKW 2018: Die gut organisierte Illusion von Sicherheit, nicht nur in Fessenheim


Katastrophenschutz - Notfallschutz & AKW 2018: Die gut organisierte Illusion von Sicherheit


Katastrophenschutz / Notfallschutz für AKW, KKW und Kernkraftwerk 2018
Eine Million Menschen in wenigen Stunden evakuieren?



Einschub vom 24.1.2018


Fessenheim, Leibstadt, Beznau: Aus Kataströphchenschutz wird (viel zu langsam) Katastrophenschutz


Das Regierungspräsidium Freiburg hat laut Medienberichten die Gemeinden im Radius von 20 Kilometern um die drei grenznahen AKW in Zonen und Sektoren eingeteilt, die im Ernstfall innerhalb einer bestimmten Frist zu evakuieren wären. Wie das genau ablaufen soll, will das Referat für Katastrophenschutz allerdings erst im Laufe des Jahres 2018 erarbeiten. Für Gemeinden am Rande der 20 Kilometer Zone sind "Ausbuchtungen" vorgesehen. Die Kommunen auf dem Grenzgebiet werden der höheren Sicherheitsstufe zugeschlagen. Das gilt auch für die betroffenen Freiburger Stadtteile.

Seit über drei Jahrzehnten
drängen der BUND und die trinationale Umweltbewegung am Ober- und Hochrhein, dass aus dem bisherigen, betreiberfreundlichen Kataströphchenschutz endlich Katastrophenschutz wird. Während das Unglück bei der Loveparade 2010 in Duisburg recht schnell in behördliche Planungen bei Großveranstaltungen einfloss und deren Planung und Sicherheitsvorkehrungen enorm veränderte, hatte die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am 26. April 1986 fast keinen Einfluss auf den Katastrophenschutz in Deutschland. Der Philosoph Günter Anders hat dieses Versagen und den jahrzehntelangen Umgang mit der so genannten "friedlichen Nutzung der Kernenergie" sehr treffend mit dem Begriff der "Apokalypseblindheit" beschrieben.

BUND und Umweltbewegung drängen auf einen realistischen Katastrophenschutz für eine Million Menschen (davon ca. 500 000 auf der badischen Rheinseite) im 30-Kilometer-Radius um das AKW Fessenheim, aber auch für die grenznahen AKW Beznau, Leibstadt und die anderen AKW in Baden-Württemberg.

Die jetzt angekündigte Fortschreibung ist ein schwer zu organisierender,

(zu) kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben die mögliche Dimensionen von Atomunfällen gezeigt, Dimensionen, welche die 20 Kilometer-Radien bei weitem übersteigen. In Fukushima hat in den ersten Tagen des Unfalls eine günstige Windrichtung dafür gesorgt, dass ein Großteil der entweichenden Radioaktivität auf´s Meer geblasen wurde. Hätte der Wind die Wolke nach Tokio getrieben und hätte es dort geregnet, dann wäre die unmögliche Evakuierung der über 10 Millionen EinwohnerInnen notwendig geworden.

Eine Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen besagt, dass sich bei einem schweren Unfall in Fessenheim und lebhaftem Südwestwind mit Regen eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken könnte. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Emmendingen, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall. Reale Katastrophen halten sich aber weder an offizielle, noch an kritisch-alternative Notfallschutzszenarien.

So ist die aktuelle Fortschreibung des Katastrophenschutzes mit ihrem 20-Kilometer-Evakuierungsradius tatsächlich ein Fortschritt, der Behörden an den Rand ihrer organisatorischen Möglichkeiten bringt, der andererseits die reale Dimension eines Unfalles immer noch ausblendet.

Die Analyse der bisherigen Atomunfälle zeigt, dass schnelles Abschalten die einzige Lösung ist. Solange die alten AKW noch laufen, braucht es endlich richtigen Katastrophenschutz.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer






Katastrophenschutz - Notfallschutz & AKW: Die gut organisierte Illusion von Sicherheit, nicht nur in Fessenheim


Wo der Katastrophenschutz die Katastrophe schützt


Die differenzierte BUND - Kritik zum Thema Katastrophenschutz / Notfallschutz für das AKW Fessenheim ist auch auf die AKW / KKW Grafenrheinfeld, Gundremmingen, Neckarwestheim, Isar, Biblis, Brokdorf, Brunsbüttel, Emsland, Grohnde, Krümmel, Unterweser und Philippsburg übertragbar. Sie gilt auch für die grenznahen Schweizer AKW Gösgen, Leibstadt und und den ältesten Druckwasserreaktor der Welt in Beznau


Zusammenfassung:
Die bisherige Notfallschutzplanung für Atomunfälle ist unrealistisch und ein politischer Kniefall vor den Atomkonzerne E.ON, RWE, Vattenfall, EnBW und EDF. Insbesondere die viel zu kleinen Evakuierungsradien um die AKW gehen an der erschreckenden Realität eines Atomunfalls weit vorbei.

Der aktuelle Katastrophenschutzplan für Atomunfälle (aus sprachhygienischen Gründen heute Notfallschutzplan) kann bei kleineren Atomunfällen, die erst nach mehreren Tagen zu einer "Freisetzung" von Radioaktivität führen, zu einem gewissen Schutz der Bevölkerung beitragen. Er kann und soll auch Panikreaktionen verhindern, also beruhigen. Er soll vor allem Akzeptanz für Atomkraftwerke und Laufzeitverlängerung schaffen.

Bei schweren Atomkatastrophen, beim Super-GAU, bei denen nach kurzer Zeit ein Großteil des radioaktiven Inventars entweicht, bietet der jetzige Katastrophenschutzplan nur eine minimale Hilfe. Solche Unfälle, deren Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist, die aber dennoch jeden Tag möglich sind, sprengen unser Vorstellungsvermögen.

Sie sind im Plan "nicht vorgesehen...


Wann kommen endlich die Proteste der Verantwortlichen? Wann wehren sich die Menschen in den Katastrophenschutzleitstellen, insbesondere die Aktiven bei Feuerwehr, THW und beim Katastrophenschutz, die im Ernstfall mit schlechten Plänen ins atomare Feuer geschickt werden? Spätesten nach dem nächsten GAU werden sie nach ihrer Verantwortung gefragt.


Der AKW - Notfallschutzplan
Das Regierungspräsidium Freiburg hat vor Jahren einen Auszug aus dem Notfallschutzplan für das AKW Fessenheim veröffentlicht und an die Menschen in einem engen Radius um das AKW verteilt.

Der BUND und viele Menschen der Region wollen die Abschaltung des alten Atomkraftwerks. Solange aber die Gefahrenquelle Fessenheim weiterhin die Menschen bedroht, wollen wir zumindest einen realistischen, ehrlichen Katastrophenschutzplan. Wir möchten mit dieser Information unsere Kritik am bundesdeutschen Notfallschutzkonzept für Atomanlagen aufzeigen. Diese Kritik gilt auch den Atomkonzernen E.ON, RWE, Vattenfall, EnBW und EDF. (Von denen Sie hoffentlich keinen Strom mehr beziehen...)

Wie gefährlich ist ein AKW?
Zu den Gefahren der Atomkraftwerke gehört das Krebsrisiko durch die Abgabe von Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb, das Atommüllproblem und die Gefahr, dass weltweit Atomanlagen genutzt werden, um Atombomben zu bauen. Das größte regionale Risiko ist allerdings die Unfallgefahr.

Wie gefährlich ist ein AKW? Das Beispiel Fessenheim
In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroschima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in beiden Fessenheimer 900 MW-Reaktorblöcken im Jahr etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von 1800 Hiroschima-Bomben entsteht. Die "Freisetzung" auch nur eines Teils dieser Radioaktivität hätte verheerende Folgen für alles Leben im Herzen Zentraleuropas. Große Landstriche müssten evakuiert werden und viele Menschen würden sterben. Die beiden 1977 und 1978 in Betrieb genommenen Fessenheimer Druckwasserreaktoren sind die ältesten Atomkraftwerke dieses Typs in Frankreich. Zu den gefährlichen "Jugendkrankheiten" des AKW (Versprödung im Reaktor, Risse im Deckel, ständige Störfälle) kommen jetzt die "Altersleiden". Auch wenn die Dampferzeuger ausgetauscht wurden, das spröde, rissig und gefährlicher werdende Reaktordruckgefäß kann nicht ausgetauscht werden. Auf eine mögliche Knallgasbildung im Reaktor oder die Überflutung des Geländes bei einem Dammbruch des höher liegenden Rhein-Seiten-Kanals ist die EDF (Electricité de France) nicht vorbereitet.

Die riskante Habgier der französischen EDF unterscheidet sich allerdings nicht von der Habgier von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW.


Wenn in der immer noch aktuellen Notfallschutzbroschüre des Regierungspräsidium Freiburg dann zu lesen ist "Das Kernkraftwerk ist also unter Berücksichtigung aller denkbaren Störfälle so ausgelegt, dass es nach menschlichem Ermessen zu keiner unzulässigen und gefährlichen Strahlenbelastung der Bevölkerung in der Umgebung kommen kann.", dann zeigt sich, dass die Broschüre mehr der Beruhigung als der Information dient.

Eine Studie
der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit", über die Terror-Anfälligkeit von Atomkraftwerken, straft die bisherigen Aussagen aller AKW Betreiber Lügen.

  • Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen.
  • Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich".
  • Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken.
  • Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".


Umfassende Informationen zu diesem Thema brachte die Süddeutschen Zeitung:

"Keines der 19 deutschen Atommeiler ist so gegen einen Flugzeugabsturz gesichert, dass eine Atomkatastrophe als Folge ausgeschlossen werden kann.
Fünf Kernkraft-Typen wurden als Referenzanlagen genauer analysiert und die Ergebnisse dann auf die übrigen 14 Meiler übertragen.
Im Prinzip gingen die Experten von zwei Unfallszenarien aus: Im ersten zerstört ein Passagierflugzeug die Reaktorhülle. Im zweiten Szenario werden durch den Aufprall die Rohrleitungen im Inneren des Reaktors abgerissen. Die Studie kommt zu einem dramatischen Ergebnis: Zwar würden die Betonhüllen bei den sieben modernen Druckwasserreaktoren, die gegen den Absturz eines Phantom-Kampfjets ausgelegt sind, dem Aufprall einer Passagiermaschine standhalten, ein Gau wie der in Tschernobyl ist aber möglich: Die Erschütterungen durch den Aufprall könnten zu schweren Zerstörungen im Inneren führen. Bei den drei neueren Siedewasserreaktoren (Krümmel sowie Gundremmingen B und C) würde ein größeres Verkehrsflugzeug sogar die Betonhülle durchschlagen. Noch verwundbarer sind die neun älteren Kernkraftwerke, bei denen schon durch den Absturz eines kleinen Verkehrsflugzeugs eine Katastrophe ausgelöst werden kann."

Es kann nicht angehen,
angesichts dieser Gefahren den Kopf in den Sand zu stecken, wie das viele Atompolitiker von CDU, CSU und FDP tun, die ansonsten gerne vom "Schutz der Heimat" reden. Nicht einmal die "nächste" Kernkraftwerksgeneration (EPR) könnte einen gezielten Anschlag überstehen. Nach einem Anschlag mit modernen Waffen oder einem Flugzeug auf ein Atomkraftwerk würde ein großer Teil Zentraleuropas schlicht aufhören in der bisherigen Form zu existieren. Erschreckend ist die Apokalypsenblindheit der Betreiber, Behörden und des Staates und die unkritische Autoritätsgläubigkeit der großen Mehrheit der Medien.

Wie schnell kann Radioaktivität austreten?
Nur wenn zwischen dem Katastrophenbeginn (heute aus sprachhygienischen Gründen "Ereignis" genannt) und dem Austreten der Strahlung ein Zeitraum von einigen Tagen liegt, kann der bisherige Katastrophenschutz eventuell teilweise funktionieren. In der unrealistischen Annahme, so lange Zeit zu haben, liegt einer der Hauptirrtümer der jetzigen Notfallschutzpläne.

Große Mengen an Radioaktivität können "ungefiltert" bereits kurz nach Eintritt der Katastrophe austreten, zum Beispiel bei einem Erdbeben oder einem Flugzeugabsturz. Dieser Ansicht sind auch die Experten der "Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke Phase B."
  • Der Sicherheitsbehälter des Reaktors wird bei einer Kernschmelze wahrscheinlich schon in 3 bis 5 Stunden bersten und nicht erst in 36 Stunden.
  • Bei einer Kernschmelze wird der größte Teil des hochradioaktiven Reaktorinhalts freigesetzt.



Jodtabletten, Katastrophenschutz und Atomkatastrophen
Langjährige Kritik am Katastrophenschutzplan Fessenheim und am bisherigen Konzept der Jodverteilung haben zu ersten kleinen Verbesserungen geführt. Danach sollen die Jodtabletten im Umkreis von 10 km um die Atomkraftwerke nicht in zentralen Sammelstellen aufbewahrt werden, sondern sie können in Apotheken abgeholt werden, damit sie im Falle eines radioaktiven Unfalls rechtzeitig eingenommen werden können. Generell ist es ein erster, kleiner Schritt in die richtige Richtung. Mehr als unbefriedigend sind allerdings die Lösungen, welche die angrenzenden Gebiete des Landkreises Emmendingen und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald betreffen. Im 25 Kilometer Radius sollen die Jodtabletten für die Menschen bis zum Alter von 45 Jahren „bevölkerungsnah“ gelagert werden. Schwangere und Jugendliche bis 18 Jahre, die im restlichen Kreisgebiet (100 km Radius) wohnen, sollen aus „Jod-Zentrallagern“ versorgt werden. Wie das im Falle eines GAU funktionieren soll, können Sie sich vorstellen...

Alle diese Maßnahmen sind nur bei einigen, wenigen Unfallszenarien sinnvoll,
doch andere Unfallabläufe sind ebenso wahrscheinlich. Die Maßnahmen funktionieren möglicherweise dann, wenn zwischen dem Eintreten der Katastrophe (heute "Ereignis" genannt) im AKW und zwischen dem Entweichen der Radioaktivität (heute "Freisetzung" genannt) ein Zeitraum von mehreren Tagen liegt. Der „neue“ Katastrophenschutz im Radius von 25 km könnte eventuell bei einem sehr langsamen, mehrere Tage dauernden Durchschmelzen des Reaktorkerns funktionieren. Doch Experten und offizielle Studien bestätigen, dass auch andere, wesentlich schnellere Katastrophenabläufe möglich und wahrscheinlich sind. In den beiden Fessenheimer Reaktorblöcken wird neben Strom jährlich ungefähr die kurz- und langlebige Radioaktivität von 1800 Hiroshima-Bomben produziert. Da zugegebenerweise das Notkühlsystem in Fessenheim nicht funktioniert, könnte bei einem Terroranschlag oder einem anderen Unfallablauf zwischen dem Beginn der Katastrophe und dem Entweichen der Radioaktivität ein Zeitraum von wenigen Minuten liegen. Bei einer angenommenen Windstärke von 10 km/h könnte die radioaktive Wolke also in ca. 3 Stunden den 25 Kilometer Radius überschreiten. Wie unter dieser realistischen Annahme die Verteilung der Jodtabletten funktionieren soll, die dann ja nur einen winzigen Teil der einzuleitenden Maßnahmen darstellt, ist nicht vorstellbar.

Jodtabletten sind auch generell keine Strahlenschutztabletten. Sie schützen nur die Schilddrüse und bieten so einen sehr beschränkten Schutz.


Katastrophenschutz / Notfallschutz: Realistische Evakuierungsradien


Unabhängig davon wäre
aber auch unbedingt ein ernsthaftes, ernstzunehmendes Katastrophenschutzkonzept für die Landkreise Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und ganz Deutschland unbedingt nötig, denn der weitere Fehler der bisherigen Konzepte ist die Beschränkung der Katastrophenschutzpläne auf die viel zu engen Radien um die bestehenden AKW.

Eine Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen besagt, dass sich bei einem schweren Unfall in Fessenheim und lebhaftem Südwestwind mit Regen eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken könnte. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Emmendingen, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall. (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen). Auch der Atomunfall in Tschernobyl hat gezeigt, dass der bestehende Katastrophenschutzplan mit einem vorgesehenen, viel zu kleinen, Evakuierungsradius von 8 Kilometern Makulatur ist. Ein Katastrophenschutz, der nicht alle tatsächlich möglichen Unfallabläufe mit einbezieht, ist realitätsfern und ein typisches Beispiel der herrschenden Apokalypsenblindheit.



Katastrophenschutz - Notfallschutz - Kataströphchenschutz?

Der Katastrophenschutzplan geht von verharmlosenden, unrealistischen Annahmen aus,
von einem "Kataströphchen". Wenn ein Flugzeugabsturz, ein Anschlag, ein Erdbeben oder ein bisher ungedachter Ereignisablauf zur Freisetzung eines Großteils der Radioaktivität des AKW führt, dann muss nach Studien des Ökoinstituts, je nach Wetterlage, ein Bereich weit über den Großraum Stuttgart hinaus für 50 Jahre evakuiert werden.

Der Atomunfall in Tschernobyl hat gezeigt, dass alle bestehenden Katastrophenschutzpläne Makulatur sind. Warum wird das von den Menschen in den Katastrophenschutzleitstellen, von den Aktiven bei Feuerwehr, THW und beim Katastrophenschutz nicht gesehen? Wann kommt hier endlich der Protest der Verantwortlichen?

Fazit
Katastrophenschutzpläne für Atomunfälle können bei kleineren nuklearen Unfällen, die erst nach mehreren Tagen zu einem Austritt (Neusprech = "Freisetzung") von Radioaktivität führen, zu einem gewissen Schutz der Bevölkerung beitragen. Es ist sicher sinnvoll, sich mit ihm auseinander zu setzen, denn die Folgen und die Zahl der Todesfälle könnte reduziert werden. Die Notfallschutzpläne sollen vor allem auch Panikreaktionen verhindern, also beruhigen und Akzeptanz für die so genannte friedliche Nutzung der Kernenergie schaffen.

Bei schweren atomaren Katastrophen, beim Super-GAU
bei denen nach kurzer Zeit ein Großteil des radioaktiven Inventars austritt, bieten die jetzigen Katastrophenschutzpläne nur eine minimale Hilfe. Solche Unfälle, deren Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist, die aber dennoch jeden Tag möglich sind, sprengen unser Vorstellungsvermögen und alle Planungen im dicht besiedelten Zentraleuropa. Zusätzlich zu den vielen Toten, Verletzten und den immensen Sachschäden müsste ein Teil des Herzen Europas für Jahrzehnte evakuiert werden.


Forderungen des BUND
Nicht nur aus diesen Gründen fordert der BUND eine weltweite Energiewende mit schnellem Atomausstieg und hier in der Region die sofortige Abschaltung des AKW Fessenheim. Solange dies nicht geschehen ist, fordern wir einen Katastrophenschutzplan, der diesen Namen auch verdient und Katastrophen- und Evakuierungsübungen, die sich am realen Gefahrenpotential des AKW Fessenheim orientieren. Eine Evakuierungsübung unter realistischen "worst case"-Bedingungen, bei lebhaftem Südwestwind mit Regen bedeutet die schnelle Evakuierung aller Städte, Gemeinden und Dörfer von Fessenheim, Freiburg, Stuttgart, Schwäbisch Hall bis Erlangen...

Was können Sie tun?
  • Informieren Sie sich über den Katastrophenschutz, durchaus auch mit der Broschüre des Regierungspräsidiums oder im Internet: Regierungspräsidium Freiburg
    (Ob das RP Freiburg wohl irgendwann einmal den Mut aufbringt einen Link zu dieser Seite zu legen?)
  • Engagieren Sie sich für einen schnellen Atomausstieg, die Stillegung von Fessenheim und gegen die geplanten Euroreaktoren, auch bei Wahlen
  • Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.
  • Leben Sie energischer. Werden Sie aktiv beim BUND oder bei den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
  • Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht (EnBW, E.On, Yello...), dann wechseln Sie den Anbieter.
  • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende (steuerlich absetzbar).

Axel Mayer
Erstveröffentlichung auf www.bund-freiburg.de



Nachtrag:
Lesenswerter Hinweis in der Notfallschutzbroschüre des Regierungspräsidiums Freiburg für das AKW Fessenheim:

"Die Inhalte dieser Broschüre wurden nach bestem Wissen sorgfältig zusammengestellt und geprüft. Es wird jedoch keine Gewähr - weder ausdrücklich noch stillschweigend - für die Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität oder Qualität und jederzeitige Verfügbarkeit der bereit gestellten Informationen übernommen. In keinem Fall wird für Schäden eine Haftung übernommen."



Aktueller Einschub:



Massive aktuelle Kriegsgefahr! Trump stellt mit (Un-)Sicherheitsberater Boltom ein Vorkriegskabinett zusammen


"Bolton ist eine der am übelsten beleumundeten politischen Figuren in Washington. Er gilt als skrupelloser Kriegstreiber und hat in seiner Zeit als amerikanischer UNO-Botschafter bewiesen, dass er Diplomatie als Nullsummenspiel missversteht - entweder Siegen oder Verlieren. Der neue Unsicherheitsberater in der Trump-Regierung ist eine katastrophale Nachricht für die USA und die Welt. Die Zeichen stehen auf Krieg." schreibt am 24.3.18 die österreichische Zeitung -DER STANDARD- aus Wien

  • Kriegslügen, Kriegspropaganda, "Giftgasanschlag in Syrien und in London?": Was können wir im neuen Kalten Krieg glauben?


    22. April | Beznau/Waldshut: Demo am Sonntag, 22. April 2018 um 14 Uhr / Brückenprotest gegen das AKW Beznau

    Treffpunkt bei der KFZ-Zulassungsstelle im Lonzaareal, Alfred-Nobel-Straße 1, Waldshut, dann geht's weiter zur Rheinbrücke Waldshut-Koblenz. Dort wird es eine Abschlusskundgebung geben!

    Mehr Infos: Hier



  • Mehr Infos:
    Atomkraftwerk - Atom - Info: Eine umfassende Information zu den Gefahren von AKW, KKW und Atomenergie

    Fessenheim strahlt

    EPR, Europäischer Druckwasserreaktor, neue AKW - Eine kurze Kritik

    Fessenheim - Nucléaire - Danger

    Katastrophenschutz & Notfallschutz & AKW

    Schweiz: neue Atomkraftwerke und atomare Gefahren? (AKW, KKW, Kernkraftwerk)

    Druckwasserreaktor - Kernreaktor - Atomreaktor

    Siedewasserreaktor - Kernreaktor - Atomreaktor

    Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke? Gefahren, Risiken und Profite

    Au fil du rhin / aufildurhin / Entlang des Rheins: "grüngestrichener" Propagandaclub der EDF - EnBW

    Wikipedia: AKW, KKW, Atomkraftwerk, Kernkraftwerk / Wiki: Die freie Enzyklopädie und die Macht der Atomlobby

    AKW und Terrorgefahr

    [Atomare Gefahren in Würenlingen: PSI, Plasmaofen, ZWILAG; Paul Scherrer Institut

    Centrale nucléaire:
    comment fonctionne un réacteur?

    Nuclear-Power
    Nuclear Power / Nuclear Energy: How does a pressurized water reactor work?

    Kurzinfos zu allen deutschen AKW


    AKW Biblis
    AKW Brokdorf
    AKW Brunsbüttel
    AKW Emsland
    AKW Grohnde
    AKW Grafenreinfeld
    AKW Gundremmingen
    AKW Isar
    AKW Krümmel
    AKW Neckarwestheim
    AKW Philippsburg
    AKW Unterweser


    Kurzinfos zu allen schweizer AKW


    AKW Beznau
    AKW Gösgen
    AKW Leibstadt
    AKW Mühleberg
    AKW Lucens



    Katastrophenschutz / Notfallschutz & Atomkraftwerk: Eine gut organisierte Illusion



    Gefahr: AKW / KKW weltweit
    (Quelle: World Nuclear Association 2007)
    Unsere Kritik an der Atomkraft lässt sich auch auf die Kernkraftwerke der folgende Liste übertragen

    Almaraz-1, Spain, PWR
    Almaraz-2, Spain, PWR
    Angra-1, Brazil, PWR
    Angra-2, Brazil, PWR
    Arkansas Nuclear One-1, United States, PWR
    Arkansas Nuclear One-2, United States, PWR
    Armenia-2 (Metsamor), Armenia, PWR/VVER
    Asco-1, Spain, PWR
    Asco-2, Spain, PWR
    Atucha-1, Argentina, PHWR
    Balakovo-1, Russian Federation, PWR/VVER
    Balakovo-2, Russian Federation, PWR/VVER
    Balakovo-3, Russian Federation, PWR/VVER
    Balakovo-4, Russian Federation, PWR/VVER
    Beaver Valley-1, United States, PWR
    Beaver Valley-2, United States, PWR
    Belleville-1, France, PWR
    Belleville-2, France, PWR
    Beloyarsk-3 (BN-600), Russian Federation, FBR
    Beznau-1, Switzerland, PWR
    Beznau-2, Switzerland, PWR
    Biblis-A, Germany, PWR
    Biblis-B, Germany, PWR
    Bilibino unit A, Russian Federation, LWGR/EGP
    Bilibino unit B, Russian Federation, LWGR/EGP
    Bilibino unit C, Russian Federation, LWGR/EGP
    Bilibino unit D, Russian Federation, LWGR/EGP
    Blayais-1, France, PWR
    Blayais-2, France, PWR
    Blayais-3, France, PWR
    Blayais-4, France, PWR
    Bohunice-1, Slovak Republic, PWR/VVER
    Bohunice-2, Slovak Republic, PWR/VVER
    Bohunice-3, Slovak Republic, PWR/VVER
    Bohunice-4, Slovak Republic, PWR/VVER
    Borssele, Netherlands, PWR
    Braidwood-1, United States, PWR
    Braidwood-2, United States, PWR
    Brokdorf, Germany, PWR
    Browns Ferry-2, United States, BWR
    Browns Ferry-3, United States, BWR
    Bruce-3, Canada, PHWR/CANDU
    Bruce-4, Canada, PHWR/CANDU
    Bruce-5, Canada, PHWR/CANDU
    Bruce-6, Canada, PHWR/CANDU
    Bruce-7, Canada, PHWR/CANDU
    Bruce-8, Canada, PHWR/CANDU
    Brunsbuttel, Germany, BWR
    Brunswick-1, United States, BWR
    Brunswick-2, United States, BWR
    Bugey-2, France, PWR
    Bugey-3, France, PWR
    Bugey-4, France, PWR
    Bugey-5, France, PWR
    Byron-1, United States, PWR
    Byron-2, United States, PWR
    Callaway-1, United States, PWR
    Calvert Cliffs-1, United States, PWR
    Calvert Cliffs-2, United States, PWR
    Catawba-1, United States, PWR
    Catawba-2, United States, PWR
    Cattenom-1, France, PWR
    Cattenom-2, France, PWR
    Cattenom-3, France, PWR
    Cattenom-4, France, PWR
    Cernavoda-1, Romania, PHWR/CANDU
    Chasnupp-1, Pakistan, PWR
    Chin Shan-1, Taiwan, BWR
    Chin Shan-2, Taiwan, BWR
    Chinon-B1, France, PWR
    Chinon-B2, France, PWR
    Chinon-B3, France, PWR
    Chinon-B4, France, PWR
    Chooz-B1, France, PWR
    Chooz-B2, France, PWR
    Civaux-1, France, PWR
    Civaux-2, France, PWR
    Clinton-1, United States, BWR
    Cofrentes, Spain, BWR
    Columbia (WNP-2), United States, BWR
    Comanche Peak-1, United States, PWR
    Comanche Peak-2, United States, PWR
    Cooper, United States, BWR
    Cruas-1, France, PWR
    Cruas-2, France, PWR
    Cruas-3, France, PWR
    Cruas-4, France, PWR
    Crystal River-3, United States, PWR
    Dampierre-1, France, PWR
    Dampierre-2, France, PWR
    Dampierre-3, France, PWR
    Dampierre-4, France, PWR
    Darlington-1, Canada, PHWR/CANDU
    Darlington-2, Canada, PHWR/CANDU
    Darlington-3, Canada, PHWR/CANDU
    Darlington-4, Canada, PHWR/CANDU
    Davis Besse-1, United States, PWR
    Diablo Canyon-1, United States, PWR
    Diablo Canyon-2, United States, PWR
    Doel-1, Belgium, PWR
    Doel-2, Belgium, PWR
    Doel-3, Belgium, PWR
    Doel-4, Belgium, PWR
    Donald Cook-1, United States, PWR
    Donald Cook-2, United States, PWR
    Dresden-2, United States, BWR
    Dresden-3, United States, BWR
    Duane Arnold-1, United States, BWR
    Dukovany-1, Czech Republic, PWR/VVER
    Dukovany-2, Czech Republic, PWR/VVER
    Dukovany-3, Czech Republic, PWR/VVER
    Dukovany-4, Czech Republic, PWR/VVER
    Dungeness-A1, United Kingdom, GCR (Magnox)
    Dungeness-A2, United Kingdom, GCR (Magnox)
    Dungeness-B1, United Kingdom, AGR
    Dungeness-B2, United Kingdom, AGR
    Embalse, Argentina, PHWR
    Emsland, Germany, PWR
    Enrico Fermi-2, United States, BWR
    Farley-1, United States, PWR
    Farley-2, United States, PWR
    Fessenheim-1, France, PWR
    Fessenheim-2, France, PWR
    Fitzpatrick, United States, BWR
    Flamanville-1, France, PWR
    Flamanville-2, France, PWR
    Forsmark-1, Sweden, BWR
    Forsmark-2, Sweden, BWR
    Forsmark-3, Sweden, BWR
    Fort Calhoun-1, United States, PWR
    Fukushima-Daiichi-1, Japan, BWR
    Fukushima-Daiichi-2, Japan, BWR
    Fukushima-Daiichi-3, Japan, BWR
    Fukushima-Daiichi-4, Japan, BWR
    Fukushima-Daiichi-5, Japan, BWR
    Fukushima-Daiichi-6, Japan, BWR
    Fukushima-Daini-1, Japan, BWR
    Fukushima-Daini-2, Japan, BWR
    Fukushima-Daini-3, Japan, BWR
    Fukushima-Daini-4, Japan, BWR
    Genkai-1, Japan, PWR
    Genkai-2, Japan, PWR
    Genkai-3, Japan, PWR
    Genkai-4, Japan, PWR
    Gentilly-2, Canada, PHWR/CANDU
    Goesgen, Switzerland, PWR
    Golfech-1, France, PWR
    Golfech-2, France, PWR
    Grafenrheinfeld, Germany, PWR
    Grand Gulf-1, United States, BWR
    Gravelines-1, France, PWR
    Gravelines-2, France, PWR
    Gravelines-3, France, PWR
    Gravelines-4, France, PWR
    Gravelines-5, France, PWR
    Gravelines-6, France, PWR
    Grohnde, Germany, PWR
    Guangdong-1 (Daya Bay 1), China, mainland, PWR
    Guangdong-2 (Daya Bay 2), China, mainland, PWR
    Gundremmingen-B, Germany, BWR
    Gundremmingen-C, Germany, BWR
    H B Robinson-2, United States, PWR
    Hamaoka-1, Japan, BWR
    Hamaoka-2, Japan, BWR
    Hamaoka-3, Japan, BWR
    Hamaoka-4, Japan, BWR
    Hamaoka-5, Japan, ABWR
    Hartlepool-1, United Kingdom, AGR
    Hartlepool-2, United Kingdom, AGR
    Hatch-1, United States, BWR
    Hatch-2, United States, BWR
    Heysham-A1, United Kingdom, AGR
    Heysham-A2, United Kingdom, AGR
    Heysham-B1, United Kingdom, AGR
    Heysham-B2, United Kingdom, AGR
    Hinkley Point-B1, United Kingdom, AGR
    Hinkley Point-B2, United Kingdom, AGR
    Hope Creek-1, United States, BWR
    Hunterston-B1, United Kingdom, AGR
    Hunterston-B2, United Kingdom, AGR
    Ignalina-2, Lithuania, LWGR/RBMK
    Ikata-1, Japan, PWR
    Ikata-2, Japan, PWR
    Ikata-3, Japan, PWR
    Indian Point-2, United States, PWR
    Indian Point-3, United States, PWR
    Isar-1, Germany, BWR
    Isar-2, Germany, PWR
    Jose Cabrera-1 (Zorita), Spain, PWR
    Kaiga-1, India, PHWR
    Kaiga-2, India, PHWR
    Kakrapar-1, India, PHWR
    Kakrapar-2, India, PHWR
    Kalinin-1, Russian Federation, PWR/VVER
    Kalinin-2, Russian Federation, PWR/VVER
    Kalinin-3, Russian Federation, PWR/VVER
    Kanupp, Pakistan, PHWR
    Kashiwazaki Kariwa-1, Japan, BWR
    Kashiwazaki Kariwa-2, Japan, BWR
    Kashiwazaki Kariwa-3, Japan, BWR
    Kashiwazaki Kariwa-4, Japan, BWR
    Kashiwazaki Kariwa-5, Japan, BWR
    Kashiwazaki Kariwa-6, Japan, ABWR
    Kashiwazaki Kariwa-7, Japan, ABWR
    Khmelnitski-1, Ukraine, PWR/VVER
    Khmelnitski-2, Ukraine, PWR/VVER
    Koeberg-1, South Africa, PWR
    Koeberg-2, South Africa, PWR
    Kola-1, Russian Federation, PWR/VVER
    Kola-2, Russian Federation, PWR/VVER
    Kola-3, Russian Federation, PWR/VVER
    Kola-4, Russian Federation, PWR/VVER
    Kori-1, Korea RO (South), PWR
    Kori-2, Korea RO (South), PWR
    Kori-3, Korea RO (South), PWR
    Kori-4, Korea RO (South), PWR
    Kozloduy-3, Bulgaria, PWR/VVER
    Kozloduy-4, Bulgaria, PWR/VVER
    Kozloduy-5, Bulgaria, PWR/VVER
    Kozloduy-6, Bulgaria, PWR/VVER
    Krsko, Slovenia, PWR
    Krummel, Germany, BWR
    Kuosheng-1, Taiwan, BWR
    Kuosheng-2, Taiwan, BWR
    Kursk-1, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Kursk-2, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Kursk-3, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Kursk-4, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Laguna Verde-1, Mexico, BWR
    Laguna Verde-2, Mexico, BWR
    LaSalle-1, United States, BWR
    LaSalle-2, United States, BWR
    Leibstadt, Switzerland, BWR
    Leningrad-1, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Leningrad-2, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Leningrad-3, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Leningrad-4, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Limerick-1, United States, BWR
    Limerick-2, United States, BWR
    Lingao-1, China, mainland, PWR
    Lingao-2, China, mainland, PWR
    Loviisa-1, Finland, PWR/VVER
    Loviisa-2, Finland, PWR/VVER
    Maanshan-1, Taiwan, PWR
    Maanshan-2, Taiwan, PWR
    Madras-1, India, PHWR
    Madras-2, India, PHWR
    McGuire-1, United States, PWR
    McGuire-2, United States, PWR
    Mihama-1, Japan, PWR
    Mihama-2, Japan, PWR
    Mihama-3, Japan, PWR
    Millstone-2, United States, PWR
    Millstone-3, United States, PWR
    Mochovce-1, Slovak Republic, PWR/VVER
    Mochovce-2, Slovak Republic, PWR/VVER
    Monticello, United States, BWR
    Muehleberg, Switzerland, BWR
    Narora-1, India, PHWR
    Narora-2, India, PHWR
    Neckarwestheim-1, Germany, PWR
    Neckarwestheim-2, Germany, PWR
    Nine Mile Point-1, United States, BWR
    Nine Mile Point-2, United States, BWR
    Nogent-1, France, PWR
    Nogent-2, France, PWR
    North Anna-1, United States, PWR
    North Anna-2, United States, PWR
    Novovoronezh-3, Russian Federation, PWR/VVER
    Novovoronezh-4, Russian Federation, PWR/VVER
    Novovoronezh-5, Russian Federation, PWR/VVER
    Oconee-1, United States, PWR
    Oconee-2, United States, PWR
    Oconee-3, United States, PWR
    Ohi-1, Japan, PWR
    Ohi-2, Japan, PWR
    Ohi-3, Japan, PWR
    Ohi-4, Japan, PWR
    Oldbury-1, United Kingdom, GCR (Magnox)
    Oldbury-2, United Kingdom, GCR (Magnox)
    Olkiluoto-1, Finland, BWR
    Olkiluoto-2, Finland, BWR
    Onagawa-1, Japan, BWR
    Onagawa-2, Japan, BWR
    Onagawa-3, Japan, BWR
    Oskarshamn-1, Sweden, BWR
    Oskarshamn-2, Sweden, BWR
    Oskarshamn-3, Sweden, BWR
    Oyster Creek, United States, BWR
    Paks-1, Hungary, PWR
    Paks-2, Hungary, PWR
    Paks-3, Hungary, PWR
    Paks-4, Hungary, PWR
    Palisades, United States, PWR
    Palo Verde-1, United States, PWR
    Palo Verde-2, United States, PWR
    Palo Verde-3, United States, PWR
    Paluel-1, France, PWR
    Paluel-2, France, PWR
    Paluel-3, France, PWR
    Paluel-4, France, PWR
    Peach Bottom-2, United States, BWR
    Peach Bottom-3, United States, BWR
    Penly-1, France, PWR
    Penly-2, France, PWR
    Perry-1, United States, BWR
    Phenix, France, FBR
    Philippsburg-1, Germany, BWR
    Philippsburg-2, Germany, PWR
    Pickering-1, Canada, PHWR/CANDU
    Pickering-4, Canada, PHWR/CANDU
    Pickering-5, Canada, PHWR/CANDU
    Pickering-6, Canada, PHWR/CANDU
    Pickering-7, Canada, PHWR/CANDU
    Pickering-8, Canada, PHWR/CANDU
    Pilgrim-1, United States, BWR
    Point Beach-1, United States, PWR
    Point Beach-2, United States, PWR
    Point Lepreau, Canada, PHWR/CANDU
    Prairie Island-1, United States, PWR
    Prairie Island-2, United States, PWR
    Qinshan-1, China, mainland, PWR
    Qinshan-2, China, mainland, PWR
    Qinshan-3, China, mainland, PWR
    Qinshan-4, China, mainland, PHWR/CANDU
    Qinshan-5, China, mainland, PHWR/CANDU
    Quad Cities-1, United States, BWR
    Quad Cities-2, United States, BWR
    R E Ginna, United States, PWR
    Rajasthan-1, India, PHWR
    Rajasthan-2, India, PHWR
    Rajasthan-3, India, PHWR
    Rajasthan-4, India, PHWR
    Ringhals-1, Sweden, BWR
    Ringhals-2, Sweden, PWR
    Ringhals-3, Sweden, PWR
    Ringhals-4, Sweden, PWR
    River Bend-1, United States, BWR
    Rovno-1, Ukraine, PWR/VVER
    Rovno-2, Ukraine, PWR/VVER
    Rovno-3, Ukraine, PWR/VVER
    Rovno-4, Ukraine, PWR/VVER
    Salem-1, United States, PWR
    Salem-2, United States, PWR
    San Onofre-2, United States, PWR
    San Onofre-3, United States, PWR
    Santa Maria de Garona, Spain, BWR
    Seabrook-1, United States, PWR
    Sendai-1, Japan, PWR
    Sendai-2, Japan, PWR
    Sequoyah-1, United States, PWR
    Sequoyah-2, United States, PWR
    Shearon Harris-1, United States, PWR
    Shika-1, Japan, BWR
    Shimane-1, Japan, BWR
    Shimane-2, Japan, BWR
    Sizewell-A1, United Kingdom, GCR (Magnox)
    Sizewell-A2, United Kingdom, GCR (Magnox)
    Sizewell-B, United Kingdom, PWR
    Smolensk-1, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Smolensk-2, Russian Federation, LWGR/RBMK
    Smolensk-3, Russian Federation, LWGR/RBMK
    South Texas-1, United States, PWR
    South Texas-2, United States, PWR
    South Ukraine-1, Ukraine, PWR/VVER
    South Ukraine-2, Ukraine, PWR/VVER
    South Ukraine-3, Ukraine, PWR/VVER
    St. Alban-1, France, PWR
    St. Alban-2, France, PWR
    St. Laurent-B1, France, PWR
    St. Laurent-B2, France, PWR
    St. Lucie-1, United States, PWR
    St. Lucie-2, United States, PWR
    Surry-1, United States, PWR
    Surry-2, United States, PWR
    Susquehanna-1, United States, BWR
    Susquehanna-2, United States, BWR
    Takahama-1, Japan, PWR
    Takahama-2, Japan, PWR
    Takahama-3, Japan, PWR
    Takahama-4, Japan, PWR
    Tarapur-1, India, BWR
    Tarapur-2, India, BWR
    Tarapur-4, India, PHWR
    Temelin-1, Czech Republic, PWR/VVER
    Temelin-2, Czech Republic, PWR/VVER
    Three Mile Island-1, United States, PWR
    Tianwan-1, China, mainland, PWR/VVER
    Tihange-1, Belgium, PWR
    Tihange-2, Belgium, PWR
    Tihange-3, Belgium, PWR
    Tokai-2, Japan, BWR
    Tomari-1, Japan, PWR
    Tomari-2, Japan, PWR
    Torness unit A, United Kingdom, AGR
    Torness unit B, United Kingdom, AGR
    Tricastin-1, France, PWR
    Tricastin-2, France, PWR
    Tricastin-3, France, PWR
    Tricastin-4, France, PWR
    Trillo-1, Spain, PWR
    Tsuruga-1, Japan, BWR
    Tsuruga-2, Japan, PWR
    Turkey Point-3, United States, PWR
    Turkey Point-4, United States, PWR
    Ulchin-1, Korea RO (South), PWR
    Ulchin-2, Korea RO (South), PWR
    Ulchin-3, Korea RO (South), PWR
    Ulchin-4, Korea RO (South), PWR
    Ulchin-5, Korea RO (South), PWR
    Unterweser, Germany, PWR
    Vandellos-2, Spain, PWR
    Vermont Yankee, United States, BWR
    Virgil C Summer-1, United States, PWR
    Vogtle-1, United States, PWR
    Vogtle-2, United States, PWR
    Volgodonsk-1 (Rostov), Russian Federation, PWR/VVER
    Waterford-3, United States, PWR
    Watts Bar-1, United States, PWR
    Wolf Creek, United States, PWR
    Wolsong-1, Korea RO (South), PHWR
    Wolsong-2, Korea RO (South), PHWR
    Wolsong-3, Korea RO (South), PHWR
    Wolsong-4, Korea RO (South), PHWR
    Wylfa-1, United Kingdom, GCR (Magnox)
    Wylfa-2, United Kingdom, GCR (Magnox)
    Yonggwang-1, Korea RO (South), PWR
    Yonggwang-2, Korea RO (South), PWR
    Yonggwang-3, Korea RO (South), PWR
    Yonggwang-4, Korea RO (South), PWR
    Yonggwang-5, Korea RO (South), PWR
    Yonggwang-6, Korea RO (South), PWR
    Zaporozhe-1, Ukraine, PWR/VVER
    Zaporozhe-2, Ukraine, PWR/VVER
    Zaporozhe-3, Ukraine, PWR/VVER
    Zaporozhe-4, Ukraine, PWR/VVER
    Zaporozhe-5, Ukraine, PWR/VVER
    Zaporozhe-6, Ukraine, PWR/VVER

    Legende:

    AKW & Atombombe
    PWR = Pressurized Water Reactors
    BWR = Boiling Water Reactors
    CANDU = Pressurized Heavy Water Reactor
    AGR = Advanced Gas-cooled Reactor
    VVER = Vodo-Vodyanoi Energetichesky Reactor
    PHWR = Pressurised Heavy Water Reactor
    LWGR = grahite moderated light water cooled
    RBMK = Reaktor Bolshoy Moshchnosti Kanalniy
    ABWR = Advanced Boiling Water Reactor
    EGP = graphite channel power reactor with steam overheat
    FBR = Fast Breeder Reactor
    GCR (Magnox) = Gas Cooled Reactor

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    Dieser Artikel wurde 30890 mal gelesen und am 28.1.2018 zuletzt geändert.