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CDU - CSU & Atom: die konservativen Atomparteien und die Atomenergie / Kernenergie / Laufzeitverlängerung


CDU & CSU & AKW


Die Christlich Demokratische Union präsentierte am 23 Juni 2008
in einem neuen Grundsatzpapier, wie sie "die Schöpfung bewahren" will. Atomkraftwerke und Autolobby können weitermachen wie bisher. Der CDU-Generalsekretär Pofalla sagte in diesem Zusammenhang: „Kernkraft ist für die CDU Öko-Energie“

Skandalöse Entscheidung
Die schwarz-gelbe Atomkoalition hat am 28.10.2010 die Forderung der Atomkonzerne EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON erfüllt und und im Bundestag eine Verlängerung der Gefahrzeiten für die deutschen Atomkraftwerke durchgewunken. Der schon zuvor bekannt gewordene Geheimvertrag zwischen der CDU / CSU / FDP Regierung und den Atomkonzernen zeigt beinah mafiös anmutende, demokratiegefährdende Verstrickungen zwischen CDU / CSU / FDP und den Konzernen.

Die Bundesregierung verlängert die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre. Bleibt es bei dieser skandalösen Entscheidung, dann geht das letzte deutsche AKW frühestens 2040 vom Netz. Es ist zu erwarten, dass die AKW noch länger betrieben werden sollen und dies nach dem Prinzip der Salamitaktik durchgesetzt werden soll. Die Entscheidung bedeutet mehr Atommüllproduktion, mehr Kinderkrebs in der Umgebung von Atomkraftwerken und insbesondere mehr atomares Risiko durch überalterte Atomanlagen. Es bedeutet aber auch satte Profite für die Atomkonzerne auf Kosten der Allgemeinheit.

Der jetzt bekannt gewordene Geheimvertrag zwischen der CDU / CSU / FDP Regierung und den Atomkonzernen zeigt beinah mafiös anmutende, demokratiegefährdende Verstrickungen zwischen Politik und Konzernen.

Der riskante Betrieb von Atomkraftwerken funktioniert nur in Ländern, in denen die politisch Verantwortlichen nicht damit rechnen müssen, im Falle eines schweren Unfalls zur Rechenschaft gezogen zu werden.


Konservativ und AKW?
Der Begriff konservativ kommt von lateinisch conservare „erhalten, bewahren“ oder auch „etwas in seinem Zusammenhang erhalten“. Zu diesem Thema wird gerade in der CDU / CSU eine heftige Debatte geführt. Doch in der öffentlichen Diskussion wird hier häufig "wertkonservativ" mit "strukturkonservativ oder reaktionär" verwechselt.

Konservativ: Rückwärtsgewandter Fortschrittsglaube?

Gerade Christen und echte Wertkonservative sind häufig gegen den rückwärtsgewandten, industriegesteuerten und zerstörerischen Fortschrittsglauben der Parteifunktionäre.

Warum standen und stehen CDU und CSU fast immer für Umweltzerstörung, für Laufzeitverlängerung von AKW, für Gentechnik in Nahrungsmitteln und für geldverschwendene Protzprojekte wie Stuttgart 21?
Bei einer Staatsverschuldung im September 2010 von 1.776.986.500.980 Euro (1777 Milliarden), sollten doch gerade konservative Parteien wie CDU und CSU unnötige und teure Projekte kritisch hinterfragen und nicht nach jeder Wurst schnappen auf die eine Interessengruppe "Fortschritt" geschrieben hat.

Die Idee einer nachhaltigen und ökologischen Moderne, die Bewährtes erhält und dennoch notwendige Veränderungen begrüßt, die sich gegen Umweltzerstörung, Innenweltverschmutzung, Konsumismus und Ungerechtigkeit wehrt, könnte eine Chance für CDU und CSU sein. Doch die Konservatismusdebatte wird nicht von Wertkonservativen sondern leider häufig von habgiergelenkten Interessengruppen und Reaktionären bestimmt.

Gerade die christlichen Kirchen in Deutschland haben sich den Themen Umwelt, Nachhaltigkeit, Toleranz und sozialer und globaler Gerechtigkeit weit geöffnet und entfernen sich immer weiter von den so genannten christlichen Parteien. Die kirchliche Jugend, früher das Nachwuchsreservoir von CDU und CSU, hat mit zerstörerischen, neoliberalen Konzepten, von der habgiergesteuerten Idee "mit Atomkraftwerken die Schöpfung zu bewahren", nichts mehr zu tun.

CDU und CSU sind gerade dabei, sich ihre eigenen Wurzeln abzuschneiden.



"Einige" Themen, Aufgaben und Probleme denen sich endich auch einmal CDU und CSU stellen sollten:
In einem Jahr verbrauchen wir gerade weltweit so viele fossile Rohstoffe, wie die Erde innerhalb einer Million Jahre herausgebildet hat." Quelle: Zukunftsfähiges Deutschland 2008. Gleichzeitig erzeugen wir Atommüll der eine Million Jahre sicher gelagert werden muss und die von CDU und CSU beschlossene Laufzeitverlängerung für AKW verschäft das Problem.

Immer noch gehören auch wir Deutschen zu den, zumeist unzufrieden gehaltenen, 20% der Menschheit, die 80% der Energie und Rohstoffe verschwendet und die damit für den Großteil der weltweiten Umweltverschmutzung verantwortlich sind. Und die restlichen 80% der Welt (insbesondere China und Indien) sind gerade dabei unser zerstörerisches Modell einer Raubbauwirtschaft nachzuahmen. Zur Umweltzerstörung kommt im Zeitalter der Globalisierung ein zunehmend ungehemmter Konsumismus, eine Gefährdung der Demokratie, Ungerechtigkeit und Sozialabbau und eine verstärkte Innenweltverschmutzung. Hundertfünfzig Jahre Industrialisierung haben dazu geführt, dass die in vielen Millionen Jahren geschaffenen Energievorräte und die Rohstoffreserven der Welt zu Neige gehen und gleichzeitig haben wir u.a. mit Atommüll Gifte produziert, die über eine Million Jahre sicher gelagert werden müssen. Das menschengemachte Artensterben und der Klimawandel nehmen zu und eine Milliarde Menschen hungert. Die nachfolgenden Generationen werden unser Zeitalter eine Zeit des Raubbaus und der Barbarei nennen. "Gut leben statt viel haben" ist die Zukunftsdevise. Es gilt, eine tatsächlich nachhaltige Entwicklung einzuleiten und Fortschritt neu zu definieren und es wäre wichtig, daß CDU und CSU bei diesen Debatten nicht immer nur unbeteiligt am Rande stehen oder eifrig mithelfen die Zerstörungsprozesse noch zu beschleunigen.


Doch beginnen wir mit dem Erfreulichen
Noch immer gibt es an der Basis der CDU und der CSU erfreulich viele Menschen die sich für das Leben und gegen die Atomindustrie engagieren. Doch die organisierten"Christdemokraten gegen Atomkraft" sind leider nur eine kleine Minderheit in der Christlich Demokratischen Union.

Ein erfreulich kritischer Geist in der CDU
ist der ehemalige Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge. Er spricht sich gegen längere Laufzeiten von Kernkraftwerken aus. Er warne davor, "ausgerechnet die Laufzeit der älteren Reaktoren zu verlängern", sagte Troge in der ZEIT. Er sei dafür, die Kernkraftwerke mit den häufigsten Störungen so bald wie möglich stillzulegen und das seien die älteren.
Heftige Kritik übte Troge (CDU) am Atomenergiekurs der Union. Wer die Kernkraftwerke sechs oder acht Jahre länger am Netz lassen wolle, schade dem inneren Frieden in Deutschland, sagte Troge. Wenn CDU-Mitglieder die Kernenergie als Ökoenergie bezeichneten, verschlage es ihm geradezu die Sprache. Dies sei "vorsätzlich eindimensional". Mit nachhaltiger Entwicklung habe die Nutzung der Kernkraft nichts zu tun.
Irritiert von seiner Kritik am Unionskurs könnten nur jene CDU-Mitglieder sein, an denen die Programmdebatte der CDU vorbeigegangen ist, sagte Troge weiter. Schon im CDU-Umweltprogramm von 1989 sei die Kernenergie als Übergangsenergie bezeichnet worden. Wenn er heute von seiner Partei höre, die Kernenergie sei immer noch eine Übergangsenergie, dann frage er sich, was in 20 Jahren gemacht worden sei.


CDU: AKW & KKW

Die Nutzung der Atomenergie ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt
auch wenn die Mehrzahl der CDU CSU Politiker dies nicht wahrhaben wollen. Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im so genannten Normalbetrieb geben Atomkraftwerke krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete dauerhaft unbewohnbar machen. Atomkraftwerke und Atomwaffen sind "siamesische Zwillinge" und die „zivile“ Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer und unsicherer als AKW sind die Wiederaufarbeitungsanlagen. Die Macht und der Einfluss der Atomkonzerne EnBW, RWE, E.ON, Vattenfall und Siemens auf die CDU CSU - Politik ist undemokratisch. Der heute produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.

Atomunfälle und Reaktorkatastrophen – Die große Gefahr
In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in einem Atomkraftwerk mit 1200 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1200 Hiroshima-Bomben entsteht. Die „Freisetzung“ nur eines kleinen Teils dieser Radioaktivität hätte verheerende Folgen für die betroffene Region. Große Landstriche müssten für lange Zeiträume evakuiert werden. Dies wäre eine menschliche und ökonomische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten wie in Zentraleuropa. Alternde, laufzeitverlängerte AKW vergrößern die Unfallgefahr. CDU und CSU PolitikerInnen, die vor diesen Gefahren die Augen verschließen, sind apokalypseblind. Der Unfall von Tschernobyl wird sich so kein zweites Mal wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, Japan oder Amerika, wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Ereignisabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt keine Fehler. Sie ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge.


CDU CSU: AKW und Terrorismus
Terrorismus ist für die CDU ein wichtiges Thema,
doch die Gefährdung von Atomkraftwerken durch potentielle Anschläge und Terror wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Mit dem Hinweis auf drohende Terrorgefahren wird der Überwachungsstaat ausgebaut und die Bürgerrechte werden mehr und mehr eingeschränkt. Im Bereich der Atomanlagen, dort wo tatsächlich ernstzunehmende Gefahren drohen, gibt es eine ideologische Blindheit. Doch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet.
Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:
  • 1. Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertes Uran-235...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden.
  • 2. Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen.
  • 3. Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen. (Schmutzige Bombe)
  • 4. Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungs-anlage oder sonstige Atomanlage


Während die Punkte 1 und 2 technisch extrem aufwändig
und sehr unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) sind, müssen die letzten beiden Punkte als konkrete Bedrohungen angesehen werden. Ein Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf jedes Kernkraftwerk der Welt hätte verheerende Auswirkungen. Panzer-und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus. Solange Atomanlagen nicht abgestellt sind, gehören sie zumindest besser gesichert als bisher, aber die CDU will die Laufzeitverlängerung für AKW.

Folgen möglicher Unfälle in Atomkraftwerken
(aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen)

Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF-/EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: „Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall.“ (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.)

Eine mit dem Unfall von Tschernobyl durchaus vergleichbare Katastrophe für die Menschheit ist jedes neue Land, das mit Hilfe der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird. Gerade konservative Politiker wie Herr Sarkozy und Herr Bush gefährden die Welt durch Atomexporte.



Atomkraftwerk + Atomwaffen = Atomkraftwaffen
Das größte Atomproblem ist die Gefährdung allen Lebens mit der weltweiten Verbreitung von Atomkraftwaffen durch den Bau von Atomkraftwerken, Urananreicherungsanlagen und dem Schwarzmarkt für Plutonium. Wieso haben Länder wie Pakistan und Israel Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Siemens Euroreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische bzw. nordkoreanische Atomprogramm und die iranische bzw. nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger der CDU CSU in Richtung Nordkorea und Iran gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und UrananreicherungsanlagenAtomkraftwaffen stehen. Woher kommt die Anmaßung der Atomstaaten, anderen Ländern das verbieten zu wollen, was sie selber haben? Wie der Kolonialismus lässt sich eine weltweite atomare Zweiklassengesellschaft auf Dauer nicht aufrecht erhalten. Wer im eigenen Land Atomkraftwerke betreibt und länger laufen lässt, wer heimlich auf den Bau neuer Siemens Druckwasserreaktoren spekuliert, liefert dem Rest der Welt gute Gründe, neue Atomkraftwerke und Atomwaffen zu bauen, fördert die Proliferation und gefährdet so diesen Planeten und alles Leben. Konservative Politik kann dies nicht sein.

Die von der CDU / CSU, im Auftrag von E.ON, Vattenfall, RWE und EnBW geplante AKW-Laufzeitverlängerung ist Gefahrzeitverlängerung
Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke bedeutet mehr Atommüll, mehr atomares Risiko durch die Alterung der Atomkraftwerke, mehr Gefahr durch die Versprödung der Reaktordruckgefäße, durch die Weitergabe von Atomkraftwaffen und die zunehmende Gefahr von Atomterrorismus. Die aktuelle Debatte um die Laufzeitverlängerung, als Einstieg in den zukünftig geplanten Neubau von AKW, zeigt auch die undemokratische Machtfülle der Atomkonzerne EnBW, RWE, E.ON, Vattenfall und Siemens. Laufzeitverlängerung für AKW ist eine unverantwortliche Gefahrzeitverlängerung.


CDU: AKW & Krebs
Krebs und Druckwasserreaktor
Alle AKW geben über den Schornstein und das Abwasser auch im so genannten "Normalbetrieb" und bei Störfällen ständig Radioaktivität an die Umwelt ab. Aus einer Studie, die das Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) im Dezember 2007 veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Die Studie mit Daten von über 6000 Kindern liefert die bislang deutlichsten Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern in der Nähe von Kernkraftwerken. Das Risiko ist demnach im 5-km-Radius für Kinder unter fünf Jahren um 60 Prozent erhöht, das Leukämierisiko um etwa 120 Prozent. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Akw-Standorten.
Es ist davon auszugehen, dass Krebs nicht nur bei Kleinkindern auftritt, sondern dass auch Kinder und Erwachsene betroffen sind – deren Erkrankungsraten wurden bisher
allerdings weltweit noch nicht in einer vergleichbaren Weise systematisch untersucht.




Atomkraft und die Klimakatastrophe
„Atomkraftwerke schützen das Klima“. Damit werben die Atomkonzerne und die Atomparteien CDU und CSU für den scheinbar CO2-freien Atom-Kraftwerkspark. Diese geschickte Werbebotschaft der AKW-Betreiber soll Akzeptanz für alte und neue AKW schaffen. Im Zeitalter der organisierten Desinformation erleben wir hier ein spannendes Exempel.
Die Forderung nach neuen Atomkraftwerken dient auch der psychologischen Entlastung viele Politiker der Atom- und Kohleparteien CDU und CSU. Sie tragen die Hauptverantwortung für die bisherige und zukünftige Verschwendung von Energie, Rohstoffen und für die drohende Klimaveränderung. Die Werbeabteilungen der Atomkonzerne bieten Ihnen jetzt eine schöne Illussion, sich scheinbar aus der Verantwortung stehlen zu können. Mit vorgeschobenen Umweltargumenten wird Umweltschutz verhindert und umweltgefährdente Anlagen "grüngewaschen". Die Propaganda der Umweltzerstörer ist besser geworden. Die Nutzung der Atomenergie ist nicht nur lebensbedrohend, sondern auch die teuerste Art von Klimaschutz. Der Bau neuer AKW kommt uns wesentlich teurer als das Energiesparen oder die Errichtung moderner Gaskraftwerke.
Erst die Laufzeitverlängerung- dann neue Atomkraftwerke
Die Atomkonzerne und ihre CDU - CSU Vertreter in den Parlamenten haben ein zweistufiges "Zukunftskonzept": Zuerst der Ausstieg aus dem „Atomausstieg“ und dann den Neubau von Atomkraftwerken. Die Planung des EPR (Europäischer Druckwassereaktor) wird von den Atomkonzernen mit unseren Stromgeldern finanziert, solange wir dort Strom beziehen. Gebaut werden soll er von Siemens und Areva. Der Euroreaktor ist groß statt sicher. Die elektrische Leistung von 1600 Megawatt ist eine Abkehr von der einst geforderten "inhärenten Sicherheit". Doch um die Kosten nicht völlig ausufern zu lassen, setzt man bei Siemens und Areva "mehr auf supergroß als auf supersicher". Der EPR verfügt nicht über genügend passive Sicherheitssysteme, sondern setzt immer noch auf störanfällige Armaturen und Pumpen mit Motorantrieb, die bei einem Ausfall der Stromversorgung versagen.

Schwerer Atomunfall - verheerende Konsequenzen
Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer um Ihren Heimatort. Wenn es in einem der Atomkraftwerke in diesem Kreis zu einem schweren Unfall kommt, zu einer Katastrophe die unwahrscheinlich ist und dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben. Warum sehen die Spitzenpolitiker von CDU und CSU dies nicht?



Atomkraftwerke, Laufzeitverlängerung und Geld
Bei der Debatte um Nutzung der Kernenergie verwundert immer wieder die Vehemenz mit der die Atomlobby, Atomkonzerne und die CDU CSU für ein höheres Atomrisiko streiten. Gerade die Ministerpräsidenten Günther Oettinger und Roland Koch kämpfen mit Vehemenz für die Gefahrzeitverlängerung von AKW und gegen Windräder. Warum werden die Gefahren nicht gesehen? Die Antwort ist einfach. "Its the economy stupid“ Es geht ums Geld, um sehr viel Geld. Die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken bringt uns allen viele Risiken, den Atomkonzernen und vermutlich auch den Lobbisten aber viel Geld: Die Heinrich Böll Stiftung hat die satten Gewinne berechnet, welche die Triebfeder der Atomlobby sind:
Für die älteren – und in den nächsten Jahren zur Stillegung anstehenden Atomkraftwerke ergeben sich „Zusatz“erträge von durchschnittlich 200 bis 300 Mio. Euro jährlich, für die neueren Anlagen summieren sich die jährlichen Zusatzerträge auf 300 bis 400 Mio Euro. Über alle (aktuell noch betriebenen) Atomkraftwerke und alle Betreiber summieren sich diese Zusatzerträge für jeweils ein Jahr Laufzeitverlängerungen auf ein Gesamtvolumen von 4,6 bis 6,2 Mrd Euro.

Nachhaltig, konservativ und christlich
ist die CDU / CSU Atompolitik nicht. Diese Politik ist nicht einmal fortschrittlich sondern nur fortschrittsgläubig. Es wird Zeit, dass die Basis von CDU und CSU endlich gegen diese Politik aufbegehrt. Volksvertreter sollten das Volk vertreten und nicht nur die Interessen der Atomkonzerne.
Axel Mayer



Stuttgart 21: Gute Argumente gegen das CDU-Immobilienprojekt


Kurzinfos zu allen deutschen AKW


AKW Biblis
AKW Brokdorf
AKW Brunsbüttel
AKW Emsland
AKW Grohnde
AKW Grafenreinfeld
AKW Gundremmingen
AKW Isar
AKW Krümmel
AKW Neckarwestheim
AKW Philippsburg
AKW Unterweser



Angela Merkel und Atomkraft
Rede bei der Anti-Atomkundgebung in Ravensburg am 21.11.09


(Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident TRAS. Es gilt das gesprochene Wort)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
liebe AtomkraftgegnerInnen in Ravensburg

Ich stehe heute hier für den BUND

Ich soll heute hier für Euch eine Rede halten!
Warum soll ich für Atomkraftgegner eine Rede halten?

Ihr wisst doch schon alles
Zur Kundgebung kommen immer die Verkehrten

Darum halte ich heute hier in Ravensburg keine Rede
für Euch, keine Rede an Euch

Wer hätte eine solche Rede nötig?
Herr Oettinger? Herr Westerwelle? Frau Merkel?

Ich halte eine Rede an und für Frau Merkel!
(auch wenn Herr Westerwelle es nötiger hätte)

Sehr geehrte Frau Merkel
Sie sind die Bundeskanzlerin
Sie sind die Parteivorsitzende der CDU
Sie treffen in Deutschland die Entscheidungen
Sie sind an der Macht (oder sind die Konzerne an der Macht?)

Die Atom- und Kohlekonzerne, Ihre Partei und Sie sind für die Laufzeitverlängerung von AKW

Angela Merkel und die Atomenergie

Sehr geehrte Frau Parteivorsitzende
Ihre Partei, die CDU, hat sich den "Schutz des Lebens" auf die Fahnen geschrieben.
Sie wollen die Gefahrzeitverlängerung von AKW
Sie wollen u.a. die Gefahrzeitverlängerung für das AKW Neckarwestheim

Im Reaktorblock 1 von Neckarwestheim ensteht jährlich die Radioaktivität von 855 Hiroshimabomben

Wenn es im Uralt-AKW Neckarwestheim oder in Biblis zu einem Unfall kommt, dann hört Deutschland auf in der bisherigen Form zu existieren

Dann hört ein Teil Zentraleuropas auf in der bisherigen Form zu existieren

Wie lässt sich diese Tatsache mit ihren Parteizielen, mit dem Schutz des Lebens, in Übereinstimmung bringen?

Sehr geehrte Frau Merkel
Atomkraftwerke machen Krebs
Atomkraftwerke machen Kinderkrebs
Die Bewahrung der Schöpfung und AKW passen nicht zusammen

Sehr geehrte Frau Merkel
"Zukunft" ist heute ein wichtiges Wort für die CDU
Wie sieht es aus mit der Zukunft von Atommüll?

Vor 4550 Jahren war Herr Cheops "Parteivorsitzender in Ägypten"

Hätte er damals nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern das AKW Biblis
und hätte er die beiden Blöcke nur zwei Jahre betrieben, dann wären ca. 1000 kg Plutonium angefallen.

Raten Sie einmal Frau Merkel, wie viel Plutonium aus dem ägyptischen Biblis heute noch vorhanden wäre, bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren?

Heute wäre noch 877 kg vorhanden. Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden.

Wenn die CDU als konservative Partei über Zukunft spricht, dann darf sie Zukunft nicht verbauen.

Laufzeitverlängerung bedeutet mehr Atommüll,
Laufzeitverlängerung bedeutet mehr atomares Risiko durch die Alterung des AKW
Laufzeitverlängerung bedeutet mehr Gefahr durch die Versprödung der Reaktordruckgefäße, durch die Weitergabe von Atomkraftwaffen und die zunehmende Gefahr von Atomterrorismus.


Laufzeitverlängerung ist Gefahrzeitverlängerung



Sehr geehrte Frau Merkel
Manchmal haben sie ja Recht
Die Atomlobby ist aktiv, aber wo bleibt die Anti Atom Bewegung?

Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen AKW und Gefahrzeitverlängerung

Doch wie viele haben den Stromanbieter gewechselt?

Ich würde ja wetten, dass 50% der DemonstrantInnen hier immer noch Atomstrom von eon, Vattenfall, EnBW und RWE beziehen

Das empfindlichste Körperteil der Atomkonzerne ist der Geldbeutel
Stromwechsel zu echten Ökostromanbietern könnte unsere schärfste Waffe sein.

Sehr geehrte Frau Parteivorsitzende
Wir brauchen AKW um die drohende Energiekrise abzuwenden sagen die CDU-Flüsterer der Atomkonzerne
Wir brauchen AKW um die drohende Energiekrise abzuwenden sagt darum auch die CDU.

Sie haben Recht Frau Merkel
Uns droht eine gigantische Energiekrise und die Energiepreise werden explodieren.

In wenigen Jahrzehnten gehen Erdöl und Erdgas zu Neige, auch weil wir unsere Raubbauwirtschaft so erfolgreich nach China und Indien exportiert haben

Doch auch Ihre "Wunderwaffe" Uran ist endlich

Auch Uran reicht nur noch für wenige Jahrzehnte.

Die Lösung heißt Energiesparen, Sonne, Wind, Geothermie und ein Ende der Verschwendungs- und Raubbauwirtschaftwirtschaft

Fortschritt, Frau Merkel, ist nicht die beschleunigte Umwandlung von Energie, Rohstoffen und menschlicher Arbeitskraft in Müll

Warum werden aus den atomaren Technikoptimisten mancher Parteien immer Technikpessimisten, wenn es um Sonnenenergie und Windkraft geht?

Warum behindert die CDU gerade hier in Baden-Württemberg (Oettinger) den Fortschritt, dort wo der Fortschritt zukunftsfähig ist?

Sehr geehrte Frau Merkel
Jetzt kommt Ihr aktuelles CDU-Hauptargument
„Atomenergie ist ein Beitrag zum Klimaschutz.“

Woher kommt dieses Argument?
Es kommt aus der Werbeabteilung von RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW

Frau Merkel
Wer trägt die Verantwortung für die Klimaveränderung?
Die bisherige Klimaveränderung ist mit ein Ergebnis der Raubbaupolitik der alten Atom- und Kohleparteien
und wir wissen:
Das ist nicht alleine die CDU

Frau Bundeskanzlerin
Wie häufig hat die CDU (und auch die anderen Parteien) für klimaschädliche Projekte gestimmt

Neue Straßen, neue Landebahnen, neue Kohlekraftwerke wie aktuell bei der EnBW, keine Steuer auf Flugbenzin...

Und jetzt bieten Ihnen die Atomkonzerne den ersehnten Strohhalm

Alle alten und neuen Klimasünden eines Politikerlebens sind vergessen und vergeben wenn Sie für Atomenergie sind.

Endlich ein Ablass auf vergangene und zukünftige Klima – Schuld

Ich glaube Ihnen gerne, dass Sie das gerne glauben
Die Parteiflüsterer der Konzerne sind perfekt

Aber ich muss Ihre schön gestrickte Illusion zerstören


Alle Experten wissen:
Das Klimaschutzargument der Atomlobby ist eine gut gemachte Klimalüge

Atomkraftwerke können das Klima nicht retten
Atomkraftwerke sind die teuerste und gefährlichste Form von Klimaschutz

Energiesparen, Sonne, Wind, Erdwärme, eine nachhaltige Politik und ein Ende der globalen Raubbauwirtschaft könnte das Klima retten

Sehr geehrte Frau Merkel,
wir kennen Ihren Cher Ami
wir kennen Ihren Cher Ami Sarkozy

Ihr Cher Ami Sarkozy will Herrn Ghadafi AKW liefern

Und wir?
Wir denken mit Sorgen an den Nordkoreanischen Atomwaffentest

Warum haben Länder wie Nordkorea, Pakistan und zukünftig auch der Iran Atomwaffen?

Weil Sie Atomkraftwerke haben
Wer Atomtechnologie hat, kann auch Atomwaffen bauen

Und da exportiert Ihr Cher Ami Sarkozy AKW in Spannungsgebiete?
Und auch Siemens will AKW und die Todestechnologie exportieren

Es gibt tatsächlich eine größere Bedrohung als AKW

Atomkraftwaffen sind eine Bedrohung für alles Leben auf diesem Planeten

Alle Atomkraftwaffen aller Staaten sind eine Bedrohung

Auch unsere nationale Atompolitik trägt zur Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen bei und gefährdet alles Leben auf der Erde.
Die Atomkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW, aber auch Siemens gefährden das Leben und die Zukunft

Sehr geehrte Frau Merkel
Sehr geehrter Herr Westerwelle
Sehr geehrter Herr Oettinger

Sie erinnern sich an den Atomunfall in Tschernobyl ?

Sie erinnern sich an die radioaktive Wolke die bis Deutschland reichte?
Noch heute findet sich in Waldpilzen radioaktives Cäsium mit überhöhten Werten

Liebe Damen und Herren Politiker
Diese kleinen Pilze mit ihrem kleinen Pilzkopf erinnern sich noch an Tschernobyl
Pilze haben ein längeres Gedächtnis als manche Politiker



Mehr Infos CDU & AKW

Angela Merkel & CDU: AKW, KKW, Atomenergie



Roland Koch, Biblis und Geld: Rede an den Atomlobbyisten


Redebeitrag beim AKW Biblis vom 04.11.2006
Kundgebung am Samstag, 04. November 2006

Axel Mayer, BUND Geschäftsführer / Vizepräsident Trinationaler Atomschutzverband (es gilt das gesprochene Wort)

Liebe Freundinnen und Freunde
Liebe AKW GegnerInnen hier in Biblis,

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Roland Koch
Zur Kundgebung kommen immer die Verkehrten
Warum soll ich eine Rede an Diejenigen halten, die schon informiert sind?
Sehr geehrter Herr Koch
Sie sind der Ministerpräsident des Landes
Sie treffen in Hessen die Entscheidungen
Sie sind an der Macht
Sie sind für die Laufzeitverlängerung des AKW Biblis

Sehr geehrter Herr Parteivorsitzender
Ihre Partei die CDU hat sich den "Schutz des Lebens" auf die Fahnen geschrieben.
In Biblis stehen zwei sehr alte Atomreaktoren mit 2500 MW Leistung
In den beiden Reaktorblöcken von Biblis ensteht jährlich die Radioaktivität von 2500 Hiroshimabomben
Wenn es in den Uraltreaktoren von Biblis zu einem Unfall kommt, dann hört Hessen auf in der bisherigen Form zu existieren
Dann hört ein Teil Zentraleuropas auf in der bisherigen Form zu existieren
Wie lässt sich diese Tatsache mit ihren Parteizielen, mit dem Schutz des Lebens, in Übereinstimmung bringen?
Sehr geehrter Herr Roland Koch
"Zukunft" ist heute ein wichtiges Wort für Parteien
Wie sieht es aus mit der Zukunft von Atommüll?
Hätte der bekannte Pharao Cheops, der vor 4550 Jahren "Parteivorsitzender" war nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern das AKW Biblis und hätte er die beiden Blöcke nur zwei Jahre betrieben, dann wären ca. 1000 kg Plutonium angefallen.
Raten Sie einmal Herr Koch, wie viel Plutonium aus dem ägyptischen
Biblis heute noch vorhanden wäre, bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren?
Heute wäre noch 877 kg vorhanden. Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden. Wenn die CDU als konservative Partei über Zukunft spricht, dann darf sie Zukunft nicht verbauen.
  • Laufzeitverlängerung in Biblis bedeutet mehr Atommüll,
  • Laufzeitverlängerung in Biblis bedeutet mehr atomares Risiko durch die Alterung des AKW
  • Laufzeitverlängerung in Biblis bedeutet mehr Gefahr durch die Versprödung der Reaktordruckgefäße, durch die Weitergabe von Atomkraftwaffen und die zunehmende Gefahr von Atomterrorismus.
  • Laufzeitverlängerung ist Gefahrzeitverlängerung

    Sehr geehrter Herr Parteivorsitzender
    Ihre Partei, die CDU führt zur Zeit eine Wertedebatte
    Beim Wort "Wert" fällt mir leider immer der Begriff Geld ein
    und ich muss immer an den hessischen CDU Parteispendenskandal
    denken

    Bei der Laufzeitverlängerung um AKW geht es langfristig um den Neubau von Euroreaktoren
    wenn die bisherigen 17 deutschen AKW durch neue Euroreaktoren
    ersetzt werden sollen, dann geht es um einen Bausumme von mindestens 50 Milliarden Euro

    Gehen wir mal von 5% Werbekosten aus...
    Mir wird schwindlig

    Sehr geehrter Herr Koch
    Sie haben ja manchmal recht
    die Atomlobby ist aktiv aber wo bleibt die Anti Atom Bewegung?
    Da ist die Mehrheit der Bevölkerung immer noch gegen AKW
    und wie viele haben den Stromanbieter gewechselt?

    Ich würde ja wetten, dass 50% der DemonstrantInnen hier immer noch von eon, Vattenfall, EnBW und RWE ihren Strom beziehen
    Das empfindlichste Körperteil der Atomkonzerne ist der Geldbeutel
    Stromwechsel zu echten Ökostromanbietern könnte unsere schärfste Waffe sein.

    Oh, Herr Koch, was muss ich da sehen?
    Sie greifen über die Schulter und holen ein Pfeil aus dem Köcher
    Wir brauchen AKW um die drohende Energiekrise abzuwenden steht auf dem Pfeil
    Sie haben wieder recht Herr Koch
    Uns droht eine gigantische Energiekrise und die Energiepreise werden
    explodieren.
    In wenigen Jahrzehnten gehen Erdöl und Erdgas zur Neige, auch weil wir unsere Raubbauwirtschaft so erfolgreich nach China und Indien exportiert haben
    Doch auch ihre "Wunderwaffe" Uran ist endlich
    Auch Uran reicht nur noch für wenige Jahrzehnte.
    Die Lösung heißt Energiesparen, Sonne, Wind, Geothermie und ein Ende der Verschwendungswirtschaft

    Fortschritt, Herr Koch, ist nicht die beschleunigte Umwandlung von Energie, Rohstoffen und menschlicher Arbeitskraft in Müll
    Warum werden aus den atomaren Technikoptimisten mancher Parteien immer Technikpessimisten wenn es um Sonnennenergie und Windkraft geht?
    Warum behindern Sie den Fortschritt dort wo er zukunftsfähig ist?
    Oh, Herr Koch, noch ein Pfeil aus Ihrem Köcher
    Das Atomkraftwerk Biblis ist Ihr ganz persönlicher Beitrag zum Klimaschutz.
    Da ist der Pfeil
    Was steht hier im Kleingedruckten auf dem Pfeil?
    Werbeabteilung: RWE, eon, Vattenfall und EnBW
    Wer trägt die Verantwortung für die Klimaveränderung?
    Die bisherige Klimaveränderung ist mit ein Ergebnis der Politik der alten Atom- und Kohleparteien
    Herr Koch, wann haben Sie im Verlauf Ihres Politikerdaseins jemals gegen ein klimaschädliches Projekt gestimmt?
    Neue Strassen, neue Landebahnen, kein Steuer auf Flugbenzin....
    Und jetzt bieten Ihnen die Atomkonzerne den ersehnten Strohhalm
    Alle alten und neuen Klimasünden Ihres Politikerlebens sind vergessen und vergeben weil Sie für Atomenergie sind.
    Endlich ein Ablass auf vergangene und zukünftige Klima – Schuld
    Ich glaube Ihnen gerne, dass Sie das gerne glauben
    aber ich muss Ihre schön gestrickte Illusion zerstören
    Alle Experten wissen: das Klimaschutzargument der Atomlobby ist eine gut gemachte Klimalüge
    Atomkraftwerke können das Klima nicht retten.
    Sonne, Wind, nachwachsende Rohstoffe, Erdwärme und eine nachhaltige Politik, ein Ende der Raubbauwirtschaft könnte das Klima retten

    Herr Roland Koch,
    sie wollen noch etwas werden in der deutschen Politik
    Dann müssen Sie sich auch mit Außenpolitik beschäftigen
    Nein: Ich meine nicht die alte "Kinder statt Inder"- Kampagne von Herrn Rüttgers
    Ich denke an den Nordkoreanischen Atomwaffentest

    Warum haben Länder wie Nordkorea, Pakistan, Israel und die USA Atomwaffen?
    Weil Sie Atomkraftwerke haben
    Wer Atomkraftwerke hat kann auch Atomwaffen bauen
    Und da bieten Politiker wie Sie und Herr Bush die Atomenergie als Exportschlager an?

    Es gibt tatsächlich größere Bedrohungen als AKW
    Atomkraftwaffen sind eine Bedrohung für alles Leben auf diesem Planeten
    Alle Atomkraftwaffen aller Staaten sind eine Bedrohung
    Ihre nationale Atompolitik trägt zur Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen bei und gefährdet alles Leben auf der Erde.
    Die Atomkonzerne RWE, eon, Vattenfall und EnBW gefährden das Leben.

    Sehr geehrter Herr Koch
    Sie erinnern sich an den Atomunfall vor 20 Jahren in Tschernobyl ?
    Sie erinnern sich an die radioaktive Wolke die bis Hessen reichte?
    Noch heute findet sich in Waldpilzen radioaktives Cäsium mit überhöhten Werten

    Lieber Herr Koch
    Diese kleinen Pilze mit ihrem kleinen Pilzkopf erinnern sich noch an Tschernobyl
    Pilze, Herr Koch, haben ein längeres Gedächtnis als manche Politiker

    Aktueller Einschub:



    AfD: Atompartei, Kohlepartei & Partei der Klimawandelleugner
    Auf ihrem Parteitag zur Bundestagswahl am 23.4.2017 in Köln waren die AfD-Aussagen eindeutig:
    Das EEG soll abgeschafft werden, Atomkraftwerke sollen länger laufen. Im Wahlprogramm wird geleugnet, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt.
    Die AfD gibt sich gerne "konservativ & heimatschützend". Wer Heimat mit Atomkraftwerken und Klimawandel bedroht, ist eine Gefahr für dieses Land und die Bedrohung kommt nicht nur aus dem energiepolitischen Teil des Wahlprogrammes.
    Mehr Infos: Hier



    Den aktuellen Artikel "Kein Klimawandel mit der AfD" von Klimaretter.info finden Sie hier.


















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    Dieser Artikel wurde 16245 mal gelesen und am 9.1.2015 zuletzt geändert.