*Hier entsteht seit dem 1.1.2026 ein umweltpolitischer Rückblick. Noch ist diese Seite eine ungeordnete Ideensammlung ...
AfD-Chef Tino Chrupalla: „Für mich war das ein ganz normaler Sommer.“
Der ganz normale Sommer war ein klimabedingt extremer Hitzesommer 2026: Deutschland erlebte den zweitwärmsten Sommer seit Messbeginn. Beispiellose Hitze und extreme Trockenheit belasteten Menschen, Natur und Wirtschaft.Rund 16.000 Menschen starben Schätzungen zufolge in Deutschland an den Folgen der Hitze. Dürre, Niedrigwasser und Ernteausfälle trafen Landwirtschaft und Versorgung; Arbeitsausfälle und Gesundheitskosten kamen hinzu. Die volkswirtschaftlichen Schäden werden allein für Deutschland auf mindestens 36 Milliarden Euro geschätzt – bis zu 0,9 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Europaweit verschärfte sich die Lage: Frankreich erlebte den heißesten Sommer seit 1900, mit rund 40 Prozent weniger Niederschlag und historisch großen Waldbrandflächen. Die Erde steuert den Vereinten Nationen zufolge mit der aktuellen weltweiten Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf katastrophale 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zu.
Jahresrückblick 2026: Vom Großen zum Kleinen
Im Jahr 2026 verschärften sich die ökologischen, politischen und ökonomischen Krisen. Die Ursache von Klimakatastrophe, Artenausrottung und den Mega-Krisen liegt in der "Großen Beschleunigung"(The Great Acceleration). Jahrzehntelang hatten wir den Ländern des Südens versprochen, dass, "fleißige Arbeit vorausgesetzt", die Menschen in China und Indien sich auch irgendwann "einen Mercedes leisten können". Jetzt ist die Schwelle zur «Große Beschleunigung» überschritten und die Produktivität in vielen Ländern des globalen Südens so stark gestiegen, dass sie selbst konkurrenzfähige Autos und andere Produkte herstellen. China, Indien, die Türkei und andere Länder wachsen exponentiell. Dazu kommt der Energie- und Rohstoffhunger, ausgelöst durch KI und immer mehr Rechenzenzten. Aus der "Großen Beschleunigung" mit all ihren verheerenden Folgeproblemen wird immer mehr eine Turbo-Beschleunigung
Die verheerende "Große Beschleunigung" geht immer deutlicher in eine Phase der globalen "Turbo Beschleunigung" über.
Das Lieblingsfeindesland von Herrn Trump und den klimaterroristischen Fossilisten in den USA hat ein Alleinstellungsmerkmal. Venezuela besitzt enorme Ölreserven. Das südamerikanische Land verfügt mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel (je 159 Liter) über die größten Ölreserven der Welt. Und in diesen Ländern machen die US-Konzerne keine Profite.
Der durchgeknallte US-Präsident Trump hat den Anspruch der USA auf Grönland bekräftigt. Er sagte dem US-Magazin “The Atlantic”, Venezuela sei möglicherweise nicht das letzte Land, in dem die Vereinigten Staaten intervenierten. Die USA brauchten Grönland unbedingt.
25 Jahre nach den verbrecherischen Angriffen von 9/11 haben wir zurecht viel über die 3000 Opfer in den USA erfahren. Wenig erfahren haben wir über bis zu 4,7 Millionen Tote der auf die Anschläge folgenden Kriege des globalen „War on Terror“.
Bei der Energieversorgung in Deutschland setzt die scheinkonservative Atompartei CSUauf eine Rückkehr der teuren und gefährlichen Atomkraft. Woher kommt die Liebe der "heimatliebenden" Rechtsparteien auf eine heimatgefährdende Technologie, wo es doch kostengünstige umweltfreundliche Alternativen gibt?
Die EU beschließt das Mercosur-Freihandelsabkommen. Dies wird negative Folgen für Umwelt (Abholzung, Pestizide), Menschenrechte (indigene Völker, Kinderarbeit), Landwirtschaft (Verdrängung Kleinbauern, Tierschutz) und soziale Gleichheit (Nachteile für Frauen) bringen und das Bauernsterbenin Deutschland beschleunigen. Getragen wird Mercosur in Deutschland insbesondere von den marktradikalen "Bauernverstehern" aus CDU und CSU.
Der letzte Atomwaffen-Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland lief am 5.2.2026 aus. Das sogenannte „New START“-Abkommen war 2010 von US-Präsident Obama und dem damaligen russischen Präsidenten Medwedew unterzeichnet worden. Russland hatte den USA vorgeschlagen, das Abkommen um ein Jahr zu verlängern, doch US-Präsident und Rüstungslobbyist Trump reagierte nicht. Die Wahrscheinlichkeit massiver atomarer Aufrüstung und eines Atomkrieges steigt.
Mit dem völkerrechtswidrigen Angriff der USA und Israels auf die Mullah-Autokratie begann ein Krieg um Öl und Atomkraftwaffen. Politik und Medien beklagen, dass der Iran über die Nutzung der Atomkraft an Atomwaffen kommen könnte. Häufig „vergessen“ wird in der Berichterstattung der Baubeginn des ersten iranischen AKW Buschehr durch die deutsche Kraftwerksunion, durch Siemens und AEG. Der Beginn des iranischen Atomprogramms war "Made in Germany".
AfD-Chef Tino Chrupalla im ARD-„Sommerinterview“ vom 23. August 2026: „Für mich war das ein ganz normaler Sommer.“
Die „BILD“-Zeitung titelte am 14. Mai 2026: „Prognosen völlig falsch! Klimaforscher streichen ihr schlimmstes Angst-Szenario.“ Die rechtslibertäre Springerpresse hat schon die perfekt organisierte „Heizungs-Hammer-Kampagne“ der Fossilisten organisiert. Erneut argumentiert sie im Sinne von Öl, Gas, Kohle und Klimawandelleugnern.
Eine Opfer-Täter-Umkehrung gab es am 10.08.2026 in der FAZ: „Wenn nun Klimaschützer und Umweltaktivisten folgern, die Politik habe noch immer nicht begriffen, was die Klimakrise bedeute, richtet sich ihre Kritik in Wahrheit gegen sie selbst. Zu lange wurde das Phänomen dämonisiert, ohne die Symptome zu bekämpfen.“ Quelle: Deutschlandfunk.
Das Problem der Umweltbewegung: Sie bekommt diese Desinformationskampagnen nicht mehr mit, weil sie sich nur noch in der eigenen Blase bewegt und informiert.
2026 ist das Jahr, in dem die Umweltbewegung auch auf vier "Jubiläen" zurückschaut - auf drei Katastrophen und einen hoffnungsvollen Anfang.