SUV, Umwelt, CO₂, Lärm & Klimaschutz... Dinosaurier in Zeiten der Klimakatastrophe


Veröffentlicht am 20.04.2025 in der Kategorie Verkehr von Axel Mayer

SUV, Umwelt, CO₂ & Klimaschutz ... Dinosaurier in Zeiten der Klimakatastrophe


SUV, Sports Utility Vehicles sind Energiefresser und schlecht fürs Klima


Sports Utility Vehicles (SUV) sind eine Mischform von fetten Limousinen und übergroßen Geländewagen. Die sehr schweren Fahrzeuge verfügen über sehr große Leistung und einen dadurch großen Energieverbrauch. SUVs haben einen enormen CO₂-Ausstoß.
SUVs sehen zwar aus wie Geländefahrzeuge, werden aber fast ausschließlich auf der Straße gefahren. Durch ihre Größe und das hohe Gewicht ist der Energieverbrauch dieser Fahrzeuge erheblich größer als bei "normalen" PKW.
Zusätzlich zum erhöhten Verbrauch von fossilen Kraftstoffes oder elektrischer Energie während des Betriebs, verursacht die Produktion der oft überdurchschnittlich großen und schweren SUV auch einen erhöhten Bedarf an natürlichen Ressourcen. Der CO₂-Ausstoß bei einem SUV liegt nach einer Beispielrechnung der Deutschen Energie-Agentur (dena) beim Geländewagen mit 198 Gramm pro gefahrenen Kilometer mehr als doppelt so hoch wie bei einem Kleinstwagen mit 90 Gramm pro Kilometer.


Dicker Geldbeutel - lautes Auto?
Auch der Lärm der extrem laute PS-Protzer ist ein Problem. Der Skandal ist nicht nur die illegale Krachverstärkung durch manipulierte Auspuffanlagen bei Motorrädern. Der politische Skandal ist der legalisierte Lärm für teure SUV´s und "Sport"wagen.
Eigentlich dürfen neue Pkw-Typen mit einer Leistung von bis zu 163 PS seit dem 1. Juli 2016 nur noch 72 statt der bisherigen 74 Dezibel (dB) an ihre Umwelt abgeben.
Unglaublich ist allerdings die Regelung für Sportwagen und SUVs. Ab einem Leistungsgewicht von 272 PS pro Tonne dürfen diese nach der Neuregelung nämlich bis zu 4 dB lauter sein als ein durchschnittlicher Pkw. 4 dB klingt nach wenig, doch ist für den Menschen deutlich lauter hörbar. Bei gerade einmal 3 dB Unterschied verdoppelt sich die Schallintensität, bei 6 dB verdoppelt sich der Schalldruckpegel und ab 10 dB Erhöhung empfindet der Mensch das Geräusch sogar als etwa doppelt so laut. Eine kleine reiche, laute Minderheit hat sich wieder einmal in der Politik durchgesetzt. Teure Autos dürfen lauter sein, je höher das Leistungsgewicht – berechnet in PS je Tonne – ist. Gerade diese fetten Autos bieten genügend Platz, um die beste Technik für Lärmminderung einzubauen. Dicker Geldbeutel - lautes Auto? Da stellt sich schon die Frage, ob die Menschen in diesem Land wirklich "gleich" sind.


Der Boom der Auto-Panzer sagt viel aus über die Käufer und den Zustand der Gesellschaft. Über ihr Verhältnis zu ihrer Umwelt und zu anderen Verkehrsteilnehmern, über Ängste einer zutiefst verunsicherten Gesellschaft und über altbackenes Prestigedenken. Manche Menschen fühlen sich in den automobilen Panzern besonders geschützt. An den Unfallschutz für Fußgänger oder Radfahrer denken sie nicht. So passt der SUV gut in eine (End-) Zeit des perfekt organisierte Egoismus und der Gier.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein





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Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.


Getragen von der kleinen Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)



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