Waldbrände / Trockenheit / Dürre: Auswirkungen auf Wildtiere
Veröffentlicht am 19.08.2026

Waldbrände & Wildtiere / Trockenheit / Dürre - Auswirkungen auf Wildtiere / Milliarden verbrannte Tiere
Bei den australischen Buschfeuern 2019/20 waren nach einer Untersuchung australischer Forschender schätzungsweise fast 3 Milliarden einheimische Wirbeltiere betroffen: etwa 143 Millionen Säugetiere, 2,46 Milliarden Reptilien, 181 Millionen Vögel und 51 Millionen Frösche. Die Zahl bedeutet allerdings nicht, dass 3 Milliarden Tiere unmittelbar verbrannten. Sie umfasst auch verletzte, verdrängte und durch den Verlust von Nahrung und Lebensraum gefährdete Tiere.
Die konzern- und menschengemachten Hitzesommer 2003, 2018, 2019, 2022 und 2026
brachten historische Temperaturrekorde, schwere Dürren, Wassermangel und Zehntausende Hitzetote mit sich.
Ein Aspekt fehlt allerdings zumeist in der Auflistung. Die Auswirkungen der Waldbrände auf Wildtiere.
Hitzesommer und Trockenheit und klimabedingte Dürren setzen Wildtiere mehrfach unter Druck: Hohe Temperaturen führen zu Hitzestress, Dehydrierung und verändertem Verhalten. Gleichzeitig trocknen Gewässer aus, Nahrungspflanzen vertrocknen und Insektenbestände können zurückgehen. Im Hitzesommer 2026 sind junge Schwalben viel zu früh aus ihren überhitzten Nestern gesprungen und verendet. Besonders kritisch ist die Kombination aus Hitze, Wassermangel und reduziertem Nahrungsangebot. Bei Säugetieren kann dies zu Energiemangel, verringerter Fortpflanzung und erhöhter Sterblichkeit führen; auch bei Vögeln, Reptilien, Amphibien und Insekten können extreme Temperaturen die Überlebens- und Reproduktionsraten beeinträchtigen. Thermischer Stress stört die Fortpflanzungsleistung vieler Tiergruppen bereits unterhalb tödlicher Temperaturen vermindert.
Waldbrände wirken zusätzlich extrem, direkt und indirekt. Wildtiere verbrennen, ersticken oder sterben durch extreme Hitze. Noch gravierender sind die langfristigen Folgen: Brände zerstören Nahrungsquellen, Brutplätze, Deckung und Rückzugsräume. Häufigere und intensivere Feuer können Lebensräume so stark verändern, dass spezialisierte Arten verschwinden oder Populationen sich nicht mehr ausreichend erholen.
Der Klimawandel verschärft diese Risiken, weil höhere Temperaturen Vegetation austrocknen und die Feuergefahr erhöhen. Der IPCC stellt fest, dass sich die Feuersaison seit 1979 auf etwa einem Viertel der bewachsenen Landflächen verlängert hat und dass zunehmende Brände Lebensräume und Biodiversität erheblich beeinträchtigen. Besonders gefährlich sind aufeinanderfolgende oder gleichzeitig auftretende Extremereignisse: Ein heißer, trockener Sommer schwächt Tiere und Ökosysteme bereits vor dem Brand. Nach einem Feuer fehlen Nahrung, Wasser und Schutz. Damit können Hitzewellen, Dürre und Großbrände zusammen wesentlich stärkere Auswirkungen auf Wildtierpopulationen haben als jedes einzelne Ereignis.
Waldbrände, verbrannte Wildtiere und Artensterben
Hier ein Beispiel:
Bei den australischen Buschfeuern 2019/20 waren nach einer Untersuchung australischer Forschender schätzungsweise fast 3 Milliarden einheimische Wirbeltiere betroffen: etwa 143 Millionen Säugetiere, 2,46 Milliarden Reptilien, 181 Millionen Vögel und 51 Millionen Frösche. Die Zahl bedeutet allerdings nicht, dass 3 Milliarden Tiere unmittelbar verbrannten. Sie umfasst auch verletzte, verdrängte und durch den Verlust von Nahrung und Lebensraum gefährdete Tiere.
Die Zahl der unmittelbar verbrannten Tiere ist wahrscheinlich nur ein Teil des Problems. Überlebende Tiere können anschließend sterben durch:
- fehlende Nahrung und Wasser
- Verlust von Deckung und Brutplätzen
- Rauch und Hitzestress
- Verletzungen und Dehydrierung
- erhöhte Prädation
- Konkurrenz um die verbliebenen unversehrten Lebensräume
- spätere Krankheiten und Verhungern.
Der australische Bericht des WWF nennt genau diese direkten und indirekten Mortalitätsfaktoren.

Feuer, Waldbrände, Tiere, Wildtiere & Energie aus Wind & Sonne
Immer noch argumentieren Klimawandelleugner und Energiewendegegner mit gezielt vorgeschobenen "Artenschutz-Argumenten" gegen Energie aus Wind & Sonne. Selbst die jagdnahe Deutsche Wildtierstiftung argumentiert so. Bei den großen klimawandelverursachten Bränden sind Milliarden Tiere auf eine entsetzliche Art und Weise gestorben. Die menschengemachte Klimakatastrophe wird die globale Artenausrottung und das Waldsterben massiv beschleunigen.
Diese Fakten müssen, auch wenn's uns Naturschützern manchmal schwerfällt, in die immer notwendige Artenschutz-Betrachtung einbezogen werden.
Genau in dieser Frage unterscheiden sich gemeinwohlorientierte Naturschutzverbände von egoistischen Bürgerinitiativen.
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
Hier einige wichtige Studien zum Thema Feuer, Waldbrände, Tiere, Wildtiere
- Animal mortality during fire – https://doi.org/10.1111/gcb.16044
- Effects of fire history on animal communities: a systematic review – https://doi.org/10.1186/s13717-021-00357-7
- Ecological implications of the direct effects of fire on neotropical vertebrates – https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2025.179437
- Impacts of the unprecedented 2019–20 bushfires on Australian animals – https://www.wwf.org.au/news/2020/three-billion-animals-impacted-by-australian-bushfires
- Climate Change 2022: Impacts, Adaptation and Vulnerability – Chapter 2: Terrestrial and Freshwater Ecosystems – https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg2/chapter/chapter-2/

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- 3) Im Zweifel, gerade in Kriegszeiten, ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.
Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.
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