Die Wahrscheinlichkeit von atomaren Katastrophen, von GAU und Atomunfällen in AKW


Veröffentlicht am 10.12.2025

Die Wahrscheinlichkeit von atomaren Katastrophen, von GAU und Atomunfällen in AKW
Aus einer frühen Pro-Atomkraft Broschüre der deutschen Energieversorgungsunternehmen


Broschüre der HEW/NWK 1973: 66 Fragen 66 Antworten. Zum besseren Verständnis der Kernenergie
Frage 42: Sind Kernkraftwerke sicher?
Antwort: Ja. Kernkraftwerke sind sicher.
(...) Der Technische Überwachungsverein hat einmal ausgerechnet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit für den sogenannten „Größten anzunehmenden Unfall“ (GAU), das heißt eines hypothetischen Unfallablaufes, für den jede Kernkraftanlage ausgelegt ist, 1:100 000 pro Jahr beträgt. Mit anderen Worten: Hätte der bekannte König Cheops aus der 4. altägyptischen Dynastie statt der von ihm errichteten Pyramide 20 große Kernkraftwerke gebaut und diese wären bis heute in Betrieb gewesen, dann müsste man damit rechnen, dass sich seither einmal ein solcher Unfall hätte ereignen können. Die Auswirkungen dieses Unfalls wären überdies so gewesen, dass jedermann am Kraftwerkszaun tagaus tagein hätte zuschauen können, ohne dabei mehr als die zulässige Strahlendosis zu empfangen. Nimmt man an, dass sämtliche Sicherheitseinrichtungen des Kernkraftwerkes nicht funktioniert hätten, dann wäre dies mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1 Milliarde pro Jahr passiert. Das bedeutet, dass die Vormenschenaffen im Alt-Tertiär vor 50 Millionen Jahren besagte 20 Kernkraftwerke hätten bauen und seither betreiben müssen, dann hätte man einen solchen Unfall vielleicht einmal registrieren können."

Die atomaren Katastrophen (nicht nur) in Tschernobyl, Fukushima, Harrisburg und Lucens zeigten, wie schnell "eine Milliarde Jahre" vorbeigehen können.


Heute werden die alten Märchen des 100 % sicheren Atomkraftwerks von AfD, CDU, CSU und FDP, aber auch von "ökomodernen" atomaren Tarnorganisationen wie Nuklearia, Weplanet oder Tech for Future erneut erzählt.
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

"Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht" schreibt dasMax-Planck-Institut für Chemie, Mainz
"Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa – inklusive Deutschland – wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem Cäsium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv kontaminiert. Die Forscher fordern aufgrund ihrer Erkenntnisse eine tiefgehende Analyse und Neubetrachtung der Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen."




40 Jahre Tschernobyl & die Wahrscheinlichkeit und die Realität von atomaren Katastrophen und Atomunfällen in AKW
Eine Kurzdarstellung der IPPNW auf Basis eines Wikipedia-Beitrages.





Neue AKW, Thorium Reaktoren und die Wahrscheinlichkeit von atomaren Katastrophen und Atomunfällen