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Ökologismus 2020: Industriepropaganda gegen Mensch, Natur und Umwelt


Ökologismus: Der Kampfbegriff einer industriegesteuerten Kampagne gegen Mensch, Natur und Umwelt



Mit neuen Durchsetzungsstrategien, Greenwash, Neusprech, industriegesteuerten "Bürgerinitiativen" und geschickter Propaganda sollen Menschen an Atomkraftwerke, Gentechnik, Kriege für Öl und Umweltzerstörung gewöhnt werden. Nicht die Umweltkatastrophe, der Reaktorunfall oder das bekanntgewordene Massaker sind für Umweltzerstörer und Diktatoren das Problem sondern die "schlechte Krisenkommunikation". Auch industriegelenkte "Angriffe" auf Umweltorganisationen und UmweltschützerInnen nehmen zu, wenn es um ökonomische Interessen geht. Ein Beispiel dafür sind die Ökologismus - Kampagnen verschiedenster neoliberaler Netzwerke, angeführt u.a. von den als Journalisten getarnten Industrielobbyisten Maxeiner und Miersch und der Zeitschrift Novo. Geben Sie bei einer Suchmaschine den Begriff "Ökologismus" ein und schauen sie, welche Interessengruppen Sie dort finden...


Sie finden dort die gut organisierte Lobby der Öl- und Kohlekonzerne,
die immer noch die Aktionen der Klimawandelleugner unterstützt und die industriegelenkten Initiativen der Atom- und Genlobby, teilweise auch in Schein-Bürgerinitiativen organisiert.
Am stärksten vertreten und organisiert wird die Ökologismus - Kampagne von neoliberalen Netzwerken und Think-Tanks. Gerade diese Gruppen haben in den letzten Jahrzehnten die neoliberale Deregulierung der Wirtschaft und des Bankenwesens durchgesetzt und sie sind die Mitverantwortlichen für die aktuelle weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise. Immer wieder taucht in diesen Traktaten der Begriff der "Freiheit" auf. Es geht aber nicht um die Freiheit der Menschen und des Denkens oder um Menschenrechte sondern um die "Freiheit der Industrie" auf Kosten von Mensch, Umwelt und Natur. Es geht um die "Freiheit" Mensch, Natur und Umwelt rücksichtslos ausbeuten zu dürfen.

Es geht um Macht und Geld
Gerade auch AKW-GegnerInnen stehen im Fadenkreuz der Ökologismuskampagnen. Bei der geplanten AKW-Laufzeitverlängerung geht es um viel Geld.

Die Heinrich Böll Stiftung hat die satten Gewinne berechnet, welche die Triebfeder der Atomlobby sind:
„Für die älteren – und in den nächsten Jahren zur Stillegung anstehenden – Atomkraftwerke ergeben sich „Zusatz“erträge von durchschnittlich 200 bis 300 Mio. Euro jährlich, für die neueren Anlagen summieren sich die jährlichen Zusatzerträge auf 300 bis 400 Mio Euro. Über alle (aktuell noch betriebenen) Atomkraftwerke und alle Betreiber summieren sich diese Zusatzerträge für jeweils ein Jahr Laufzeitverlängerungen auf ein Gesamtvolumen von 4,6 bis 6,2 Mrd Euro.
  • für die Atomkraftwerke des RWE etwa 1,2 bis 1,6 Mrd. Euro jährlich;
  • für die Atomkraftwerke von E.ON etwa 1,9 bis 2,6 Mrd. Euro jährlich;
  • für die Atomkraftwerke von EnBW etwa 1,0 bis 1,3 Mrd. Euro jährlich;
  • für die Atomkraftwerke von Vattenfall Europe etwa 0,3 bis 0,4 Mrd. Euro jährlich.“

Kein Wunder, dass die Kampagnen der Atomlobby heftiger werden. RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW treten bei solchen Kampagnen nicht selber in Erscheinung. Das Schmutzgeschäft machen andere.

Mit dem Ökologismus - Begriff
wird der Umweltbewegung gezielt der Vorwurf gemacht, eine Ideologie geschaffen zu haben, die nicht mehr die Interessen des Menschen, sondern die Interessen einer gegen die wirtschaftliche und politische Vernunft handelnden Randgruppe vertritt. Es geht darum, positiv besetzte Begriffe wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ökologie und Zukunftsfähigkeit zu diskreditieren und die Umweltbewegung in die politische Nähe von Sekten zu stellen.

Ökologismus & Propaganda


Hier ein typischer Leserbrief von der Seite oekologismus.de
"Die sektiererischen Ökologisten wollen Europa in die Steinzeit zurückführen, um ihre ureigenen idiotischen Ideale zu verwirklichen. Daher reiten sie auf der Welle des “Klimawandels” - nur ein Mittel zum Zweck. Der neue Hitler sind die Ökologisten - im Deckmantel eines Gutmenschen verkleidet." Zitatende


Ökologismus, Sozialdemokratismus und Europäismus
kritisiert insbesondere Václav Klaus, der europafeindliche Präsident der Tschechischen Republik. Zu diesen Themen hielt er im März 2007 am Cato Institute, Washington D.C. einen Vortrag. Das Cato-Institut ist eine der großen neoliberalen "Denkfabriken" in den USA. Die Kritik von Václav Klaus an Ökologismus, Sozialdemokratismus und Europäismus könnte direkt aus der Feder eines Mitarbeiters dieses Instituts stammen.

Solche gezielten Kampagnen
(hinter denen häufig auch gut bezahlte Werbeagenturen stecken) gehören in den USA zum politischen Tagesgeschäft der Gentechnik- und Atomlobby und der Öl- und Kohleindustrie, die immer noch aggressiv den Klimawandel leugnet. In Deutschland stehen solche Angriffe auf die Umweltbewegung und Zersetzungskampagnen noch am Anfang.

Erschreckend ist die politische Naivität der Umweltbewegung
für die diese Kampagnen (noch) kein Thema sind.




Ökologismus 2018: Industriepropaganda gegen Mensch, Natur und Umwelt



Übersicht 2019: Greenwash, Kriegspropaganda, Propaganda, Krisenkommunikation, Klimawandelleugner, Umweltlügen



Aktuell:
"Bauer" Willi, gut getarnter Agro-Chemie-Lobbyist: Grüne Kreuze, Kritik, Agrarpaket, Gift & Glyphosat


Die gut organisierten Angstkampagnen gegen das Agrarpaket und das Volksbegehren Artenschutz laufen auf Hochtouren. Ängste werden geschürt und einzelne Landwirte und Öko-KritikerInnen des Volksbegehrens gezielt in die PR-Kampagnen eingebaut.
Bayer-Monsanto, Syngenta, Genlobby, CDU, CSU, FDP & Bauernverbände haben kein Interesse an kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben. Sie träumen den zerstörerischen Traum von der großen, giftdominierten, global aufgestellten Agrarfabrik.
Jetzt schickt der Agro-Chemie-Lobbyist "Bauer Willi" mit Grünen Kreuzen die Landwirte vor damit diese den Ärger bekommen und nicht die Konzerne! Die Ängste der Landwirtschaft vor einem Bauernsterben sind allerdings mehr als berechtigt. Nur lenkt die gut organisierte Lobby mit der Kreuz-Aktion von den tatsächlichen Ursachen gerne und erfolgreich ab und auch die Mehrzahl der Medien zeigt diese Zusammenhänge nicht auf.


Leitartikel:
  • Greenwash, Kriegspropaganda, Klimawandelleugner, PR und neue Durchsetzungsstrategien für Umweltzerstörung, Atomkraftwerke und Krieg









    Mitwelt-Warnungen 2019 & Hinweise zu diesen Seiten...


    • 1) Diese Mitwelt-Internetseiten der Mitwelt Stiftung Oberrhein sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleine Minderheit, die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
    • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
    • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

    Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein


    Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)





    Aktueller Nachtrag:
    Bauernsterben, Insektensterben & Artensterben / Grüne Kreuze, Mahnfeuer & Bauerndemos in Berlin


    Die aktuelle, bundesweite Bauern-Kampagne mit grünen Kreuzen, Mahnfeuern & Bauerndemos hat die Zielrichtung: "Rettet die Bauern durch ein Ja zu Agrargiften, Glyphosat und Massentierhaltung". Die tatsächliche Not der kleinen und mittleren Landwirtschaft hat andere Ursachen und sie wird von Lobbyisten gerade gezielt missbraucht. Die Ausrichtung der Kampagne nützt den Agrochemiekonzernen und den giftdominierten, großen Agrarfabriken und schadet Mensch, Natur, Grundwasser und Umwelt und sie schadet auch den letzten kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland. Die von CDU, CSU und von der FDP politisch gewollten Agrarfabriken brauchen keine Bauern sondern "landwirtschaftliche Fachangestellte". Gemeinsam Lösungen finden die Artenvielfalt, aber auch die Vielfalt echter bäuerlicher Betriebe erhält, wäre eine gemeinsame Aufgabe für Umweltverbände und Landwirtschaft. Hier versagen die lobbygelenkten alten Bauernverbände total.
    Die Groß-Demo Agrarwende anpacken, Klima schützen am Samstag 18.1. in Berlin kämpft für Bauern und Umwelt!
    Mehr Infos: Bauernsterben-Artensterben





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    Dieser Artikel wurde 4949 mal gelesen und am 25.12.2019 zuletzt geändert.