Greenfacts - Kritik: Propaganda & Greenwash


Veröffentlicht am 14.05.2020

Greenfacts - Kritik: Propaganda & Greenwash



Mit neuen Durchsetzungsstrategien, Greenwash, Mediation, Neusprech, industriegesteuerten "Bürgerinitiativen", mit perfiden Ökologismus - Kampagen und geschickter Propaganda sollen Menschen an Atomkraftwerke, Gentechnik, Klimawandel, Kriege für Öl und Umweltzerstörung gewöhnt werden. Nicht die Umweltkatastrophe oder der Reaktorunfall sind das Problem für Konzerne sondern "schlechte Krisenkommunikation".

1975 besetzte im südbadischen Wyhl die Bevölkerung den Bauplatz eines AKW-Geländes und verhinderte so den Bau des Atomkraftwerks. Die Niederlage derAtomindustrie in Wyhl war der Beginn neuer, psychologisch geschickterer Durchsetzungsstrategien.

Gelogen wurde immer, aber die Lügen werden besser.
Die Niederlage der Atomindustrie im Wyhler Wald, das Erstarken des Bürgerprotestes, der Bürgerinitiativen, der Umweltverbände, Fridays for Future und des BUND wurden in den Chefetagen der Atom- und Kohleindustrie und der Wirtschaft sehr genau analysiert. Meinungsforschungsinstitute untersuchten den Widerstand und entwickelten neue, geschicktere Durchsetzungsstrategien. Akzeptanzforschung mit dem Ziel, Akzeptanz für gefährliche und umstrittene Anlagen und Technologien durchzusetzen, war angesagt. Auch die scheinobjektiven Internetseiten von GREEN FACTS passen in diese Konzepte. Welche ökonomischen Interessen und welche Konzerne hinter diesen Seiten stecken, ist nicht erkennbar.


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" Eine NGO mit dem irreführenden Namen Green Facts wurde mit finanzieller Unterstützung des Chemie-Konzerns Solvay aus der Taufe gehoben. Heute wird Green Facts, neben Solvay, u.a. von Total, Ferrari, CEFIC und der „European Crop Protection 2Association“ (Verband der europäischen Gentechnikkonzerne wie Monsanto und Perstizidherstellern wie Bayer und BASF) unterstützt. Green Facts versichert, dass sie nur “komplizierte wissenschaftliche und konsensorientierte Reports über Gesundheit und Umwelt an „Nicht-Experten“ verbreiten will – sprich an Eurokraten und Medienvertreter. Hier wird mit Green Facts die Grenze zwischen NGOs und Wirtschaft systematisch verwischt, indem mit angeblich ausgewogenen und auf jeden Fall mit grün angestrichenen Reports z.B. Gentechnik in Lebensmitteln und Atomenergie positiv dargestellt werden."

Quelle: http://www.fouadhamdan.org/cms/upload/pdf/Kommunikation_in_EU_FouadHamdan_Berlin_GERMAN_29sept2006.pdf



Mehr Infos: GreenFacts Foundation
GreenFacts (formerly GreenFacts Foundation, sometimes misspelled "Green Facts") is a Brussels-based non-profit organization that was founded in 2001 with funding from the Belgian chemical and pharmaceutical company Solvay. It also claims to be "an independent, non-advocacy, multi-stakeholder non-profit organization based in Brussels. Its mission is to provide non-specialists with unbiased and accessible scientific information on environment and health matters."
Quelle: www.sourcewatch.org



Greenfacts und Greenscamming


"Greenscamming ist eine PR-Technik, bei der umweltfreundlich klingende Namen und Bezeichnungen für Organisationen oder Produkte ausgewählt werden, die nicht umweltfreundlich sind. Eine häufig angewandte Greenscamming-Methode besteht z.B. darin, dass sich Anti-Umwelt-Organisationen umweltfreundlich bzw. „grün“ klingende Namen geben, die ein Interesse am Umweltschutz suggerieren, um die Öffentlichkeit über ihre wahren Absichten und Motive zu täuschen. (…) In diesem Zusammenhang verweist er auf eine von der Union of Concerned Scientists angefertigte Liste von Klimaleugnerorganisationen, die auch 43 vom Ölkonzern Exxon finanzierte Organisationen enthalte. Keine einzige dieser Organisationen trage dort einen Namen, aus dem man ihr Eintreten gegen Klimaschutz ableiten könne. (...)
Beispiele für Greenscamming-Organisationen sind die National Wetland Coalition, Friends of Eagle Mountain, The Sahara Club, The Alliance for Environment and Resources, The Abundant Wildlife Society of North America, die Global Climate Coalition, das National Wilderness Institute, die Environmental Policy Alliance des Center for Organizational Research and Education und das American Council on Science and Health. Hinter diesen vorgeblichen Umweltschutzorganisationen verbergen sich vor allem die Interessen von Wirtschaftsbranchen. Beispielsweise stehen hinter der National Wetland Coalition Erdöl-Bohrunternehmen und Immobilienentwickler, während sich hinter den Friends of Eagle Mountain ein Bergbauunternehmen verbarg, das Tagebaugruben in Mülldeponien umwandeln möchte. Hinter der Global Climate Coalition standen wiederum Wirtschaftsunternehmen, die gegen staatlich verordnete Klimaschutzmaßnahmen kämpften. Weitere Greenscam-Organisationen sind das US Council for Energy Awareness, hinter dem die Kernenergieindustrie steht, die Wilderness Impact Research Foundation, die Holzfäller- und Viehzüchter-Interessen vertritt, und die American Environmental Foundation, die eine Interessenvertretung von Grundstücksbesitzern ist."
Quelle und mehr Infos:Wikipedia


Infos aktuell: Greenwash, Kriegspropaganda, Propaganda, Krisenkommunikation, Klimawandelleugner, Umweltlügen


*Hier finden Sie eine Vielzahl von Texten und Infos zum Thema Greenwash, Neusprech & Propaganda
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  • Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein


Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)




Wichtig:
Diese Kritik gilt nicht dem Magazin DVGW, greenfacts - Das Magazin für die Energiewende