Fortschritt & gute, nachhaltige, menschliche Technik für Alle statt Gier


Veröffentlicht am 21.12.2025 von Axel Mayer

Fortschritt & gute, nachhaltige Technik für Alle


Viele dieser Mitwelt-Seiten beschäftigen sich mit Problemtechnik, mit technischen Fehlentwicklungen wie Asbest, DDT, Atom- und Kohlekraftwerken, Contergan, Neonicotinoiden, Lufttaxis, Transhumanismus, atomaren, biologischen und chemische Waffen und menschengemachten Technikkatastrophen.

Und doch gibt es auch die gute, nützliche, menschenfreundliche Technik und die gute Entwicklung. Wer vor 100 Jahren zum Zahnarzt ging, hätte jeden heutigen Zahnarztpatienten beneidet.
Vor 200 Jahren lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Europa bei etwa 33 Jahren. Heute sind es global 73 Jahre. Vor 200 Jahren lebten 96 Prozent der Weltbevölkerung in extremer Armut, heute sind es rund acht Prozent. In allen Weltregionen ist die Bevölkerungszahl enorm gestiegen, der Anteil Armer fiel überall stark. Vor 100 Jahren mussten Menschen in Deutschland im Schnitt fast zwei Drittel ihres Einkommens für Essen ausgeben, heute ist es rund ein Siebtel. 1903 gab es zum ersten Mal überhaupt bezahlte Urlaubstage – und zwar drei pro Jahr. Heute haben Menschen in Deutschland im Schnitt 32,1 Tage pro Jahr frei – ohne Feiertage. Wer zur Zeit des Zweiten Weltkriegs geboren wurde, arbeitete zu Beginn seines Arbeitslebens regulär etwa 2500 Stunden im Jahr. Heute macht eine volle Stelle 1700 Stunden im Jahr aus – das sind rund 100 Achtstundentage weniger.
Quelle: Christian Jakob
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Fortschritt, gute Technik und Technologieoffenheit
Technologieoffenheit wäre eigentlich eine gute Sache, wenn man alles tut, um zu besseren Lösungen als den bekannten schlechten Lösungen (Atomkraft, Öl, Gas) zu gelangen. Doch genau um die Fortschreibung alter Risikotechnologie, von Atomkraft, Öl und Gas geht es aktuell den atomar-fossilen Lobbyisten, die den positiv besetzten Begriff gezielt missbrauchen. Es sind die Konzerne und "Wir erlauben Konzernen & Milliardären immer alles-Parteien", die mithilfe der Springerpresse jahrzehntelang den Ausbau der zukunftsfähigen Energien massiv behindert haben. Diese "Technologieoffenheit" ist rückwärtsgewandt.

Das zentrale Problem ...
"Ein Milliardär ist so klimaschädlich wie eine Million Menschen", sagt eine Oxfam-Studie aus dem Jahr 2022. Millionäre wären gerne Milliardäre und Gutverdienende wollen Millionäre sein. Deutsche Arme wäre gerne Gutverdienende & "der arme Rest der Welt" würde gerne so verschwenderisch leben wie wir. Das kann auch mit "guter Technik" nicht gutgehen & die einzige (ziemlich unwahrscheinliche) Lösung wäre globale Gerechtigkeit.


Ich möchte hier eine kurze Zusammenstellung der "guten Technik" erstellen, doch dieser Text ist noch eine im Aufbau befindliche Textbaustelle und Ideensammlung.

Es gibt sie, die gute sinnvolle Technik, die Menschen und Umwelt nützt.
  • Antibiotika
  • Schutzimpfungen: Als durch Impfung ausgerottete Krankheiten gelten in Deutschland Pocken, Tetanus, Röteln, Polio und Diphtherie.
  • In wenigen Jahrzehnten hat es im Bereich Windenergie, Tiefengeothermie und Fotovoltaik ungeheure Fortschritte gegeben, sodass die zukunftsfähigen Energien nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch kostengünstiger als die atomar-fossilen Energiequellen sind.
  • Wikipedia
  • ...


Wir haben das Wissen und die Technik, um mit Gerechtigkeit und einem wesentlich verringerten Input von Energie, Rohstoffen und Arbeitszeit, allen Menschen der Welt ein gutes Leben zu ermöglichen. Es ist unsere Aufgabe, Fortschritt, Technik und Zukunft menschengerecht zu gestalten und Fehlentwicklungen zu kritisieren.

Dennoch gilt auch heute noch der Satz von Mahatma Gandhi: "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."


Textentwurf: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Solar: Fortschritt & gute Technik für Alle - Das gute Leben und die gute, umweltfreundliche Technik. Glück, Zufriedenheit & weniger Gier






Ich hatte meinen Freund Henner Wenzel gebeten, sich den oben stehenden Text einmal kritisch anzusehen. Er hat wichtige Anmerkungen und Ergänzungen gemacht, die ich in den Text einbauen werde. Vorab stelle ich seine Anmerkung allerdings erst einmal unter meinen Text

Lieber Axel,

Wenn Du schon mit den Antibiotika anfängst, dann darf man die Waschmaschine, die Spülmaschine und den Kühlschrank nicht vergessen - alles nicht mehr ganz taufrische Technik, die
aber unsere Freiheit befördert hat - Freiheit von Infektionen (um gar keine Antibiotika zu benötigen) beim Kühlschrank und Freiheit von Hausarbeit und krummem Buckel für Generationen
von Hausfrauen ...
Das bügelfreie Baumwollhemd geht auch in diese Richtung. Und die Melkmaschine (für deren Einsatz es ja keine Massentierhaltung braucht)! Und viele andere Maschinen und Erfindungen,
die Arbeit erleichtert und die Lebenserwartung verlängert haben.
Und weil Du den Zahnarztbesuch erwähnst: Die fluoridhaltige Zahnpasta hat in den ca. 50 Jahren, die es sie gibt, für mögliche Freiheit von Karies gesorgt, damit viel Schmerz und Leid und Kosten den Menschen erspart, die sie klug genutzt haben ...
Auch wenn das Automobil sicher keinen Platz auf Deiner Liste bekommt - der Sicherheitsgurt, der Katalysator und der Airbag sind dennoch sinnvolle und positive Technik! Ich erinnere mich an über 20.000 Verkehrstote jährlich bei ganzen 2 Mio PKW in der damaligen BRD: Das hatte natürlich auch andere Gründe, aber der Gurt hat die Wende gebracht.
Ein ganz aktuelles Beispiel ist die Wärmepumpe, die durch kluges Nutzen thermodynamischer Grundprinzipien aus nicht nutzbarer Wärme mit wenig Energieeinsatz nutzbare Wärme macht. Das
weiß der Ingenieur zwar schon lange, aber dank Herrn Putin begreifen jetzt doch immer mehr
Menschen, was für eine feine Erfindung das war!
Dass der Transistor in all seinen Formen bis hin zur CPU, die Millionen davon in sich vereint, in den 60er Jahren die stromfressenden Röhren abgelöst hat, war auch kein Schaden - natürlich sind heutige Serverfarmen zum Bunkern digitalisierten Unfugs ein Exzess, aber für den Unfug kann der Transistor ja nichts.

Bei dieser Gelegenheit will ich - so wie Dein Artikel aufgebaut ist - vor einem schwierigen Missverständnis warnen:
Die technische Entwicklung als solche (sofern sie nicht von vorneherein für militärische Zwecke entwickelt wurde) war eigentlich immer gut und positiv - aus ihrer Zeit heraus gesehen!
Dem Erfinder vom Eternit war die Gefahr, die von Asbest ausgeht, schlicht nicht geläufig, und Alexander Fleming, der Erfinder des Penicillins, würde sich heute im Grabe herumdrehen, wenn er sähe, wie Reserveantibiotika in riesigen Schweineställen missbräuchlich verwendet werden!
Die Erfindung des Telefons hat viele beschwerliche Reisen erspart, viele Leben gerettet - damals konnte niemend ahnen, dass Generationen später Millionen von Kindern mit "Telefonen" in der Hand fett und spielsüchtig werden würden!
Mit "guter" und "schlechter" Technik tue ich mich daher wirklich schwer.
Wissen wir heute, was mit der zweifellos (heute) guten Entwicklung von Wikipedia in ein paar Jahrzehnten - in der Hand von skrupellosen Autokraten - vielleicht für eine schreckliche, psychologische Waffe werden kann?

Liebe Grüße
Henner


Und hier noch einige Ergänzungen und Gedanken von meinem Freund Gottfried May Stürmer


Lieber Axel,
von deiner "Jahresendanzeige" angeregt hab ich mir mal deinen Ansatz für einen Beitrag über Fortschritt und gute Technik und den Kommentar von Henner angeschaut. Klar ist das Leben heute sehr viel leichter und dauert meist länger als in früheren Zeiten - auch wenn wir heute aus den meisten Bächen nicht mehr trinken können und weit reisen müssen, um richtige Flüsse erleben zu können. Angeregt von deiner angefangenen Aufzählung und Henners Beitrag habe ich darüber nachgedacht, welches die entscheidenden Schlüssel-Innovationen für "gute Technik" waren und sind. Die Auswahl ist sicher vom persönlichen Horizont bestimmt - ich bin auf folgende gekommen:

- Kugellager

- Leguminosenanbau

- Elektromotor/Generator

- Narkose und sterile Operationstechnik

- Biologische Kläranlage

- Photovoltaikzelle

Das Kugellager (korrekter: Wälzlager) war die Schlüsselerfindung, die alle möglichen mit Muskelkraft betriebene Maschinen, die zu bedienen vorher schwere Sklavenarbeit (von Mensch oder TierI) war, gewaltig erleichtert hat. Wichtige Folgeerfindungen sind leichtgängige Mühlen (für Getreide, Öl, Kaffee etc.) und Fahrrad.

Der gezielte Anbau von Leguminosen in Fruchtfolgen hat durch die Stickstoff-Fixierung ihrer Knöllchenbakterien die Produktivität landwirtschaftlicher Flächen gewaltig gesteigert, ohne die Böden übermäßig auszulaugen und war entscheidend für die Beendigung der Hungersnöte auch in Europa. Er ist heute ein zentrales Element im Öko-Landbau.

Der Elektromotor ermöglicht Bewegungen aller Art ohne Muskelkraft, ohne Lärm und Emissionen, beliebig skalierbar und mit ziemlich gutem Wirkungsgrad. Sein großer Nachteil bei Betrachtung des Gesamtsystems - dreckiger Strom aus fossilen Brennstoffen oder Atomspaltung - ist seit der Marktreife von Wind- und PV-Anlagen weggefallen. Die von Henner genannten Alltagshelfer wie Waschmaschine, Spülmaschine und Kühlschrank sind eigentlich nur Nutzanwendungen von Kugellager und Elektromotor.

Die chemische Narkose hat die humane Durchführung von Operationen ermöglicht, Beachtung der Hygiene und sterile OP-Technik haben die Sterblichkeit in der Chirurgie drastisch gesenkt und waren die Grundlage für so tolle Sachen wie Einbau von künstlichen Gehörknöchelchen, Anschluss von Prothesen an Nervenzellen oder Aufweiten von Blutgefäßen mit Mini-Ballons und Drahtgeflechten, die die Chirurgen heute hinbbringen.

Ohne biologische Kläranlagen hätten Bevölkerungszunahme und Verstädterung schon längst zur finalen Versauung sämtlicher Gewässer geführt.

Die Photovoltaikzelle ist der geniale Trick, überall wo die Sonne hinscheint Strom zu erzeugen, ermissionsfrei, ohne bewegliche Teile, praktisch ohne Abnutzung und ohne wirkliche Konflikte und damit die notwendige Ergänzung, auf die der Elektromotor gewartet hat, um wirklich als umweltfreundliche Technik gelten zu können.

Ich gebe Henner grundsätzlich recht, wenn er im Schlussabsatz schreibt, dass Technik nicht grundsätzlich gut oder schlecht ist, sondern dass die Bewertung davon abhängt, was wir daraus machen. Ich denke aber schon, dass verschiedene Technologien sehr unterschiedliches Potential für gute oder schlechte Auswirkungen haben. Als Anregung zum Nachdenken über gute oder schlechte Potentiale schlage ich folgende Reihe vor:

Kugellager - Elektromotor - Verbrennungsmotor - Chlorchemie - Atomkernspaltung

Vielleicht kannst Du meine Gedanken bei der Weiterentwicklung der Seite nutzen.

Herzliche Grüße

Gottfried