CDU, CSU & Werteunion: Konservativ? Zur aktuellen Richtungsdebatte


Veröffentlicht am 25.10.2021 in der Kategorie Sonstiges von Axel Mayer

CDU, CSU & Werteunion: Konservativ? Zur aktuellen Richtungsdebatte


In den konservativen Parteien CDU und CSU wird nach der verlorenen Bundestagswahl gerade eine Richtungs- und Werte-Debatte geführt.

Der Begriff konservativ kommt von lateinisch conservare „erhalten, bewahren“ oder auch „etwas in seinem Zusammenhang erhalten“. Zu diesem Thema wird gerade in der CDU / CSU eine heftige Werte-Debatte geführt.

Gerade Christen und echte Wertkonservative sind häufig gegen den rückwärtsgewandten, industriegesteuerten und zerstörerischen Fortschrittsglauben der Parteifunktionäre in CDU, CSU in Deutschland und der SVP in der Schweiz.

Warum standen und stehen CDU und CSU
und Lobbyisten wie Friedrich Merz fast immer für Umweltzerstörung, (früher) für Laufzeitverlängerung von AKW, für Gentechnik in Nahrungsmitteln, für Glyphosat und für geldverschwendende Protzprojekte wie Stuttgart 21? Warum war der Steuerskandal um CUM-EX unter CDU geführten Regierungen möglich?
Nach Fukushima und angesichts eines massiven globalen Artensterbens sollten doch gerade konservative Parteien wie CDU und CSU unnötige und teure Projekte kritisch hinterfragen und nicht nach jeder Wurst schnappen, auf die eine Interessengruppe "Fortschritt" geschrieben hat.

Die Idee einer nachhaltigen und ökologischen Moderne,
die Bewährtes erhält und dennoch notwendige Veränderungen begrüßt, die sich gegen Umweltzerstörung, Innenweltverschmutzung, Konsumismus und Ungerechtigkeit wehrt, könnte eine Chance für CDU und CSU sein. Doch die Werte-Debatte wird nicht von Wertkonservativen, sondern leider häufig von habgiergelenkten Interessengruppen bestimmt.

Aussagen von Papst Franziskus, die in der Werte-Debatte von CDU, CSU & SVP keine Rolle spielen:
  • "Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil nur in Katastrophen enden kann."
  • "Die Unterwerfung der Politik unter die Technologie und das Finanzwesen zeigt sich in der Erfolglosigkeit der Weltgipfel über Umweltfragen."


Gerade die christlichen Kirchen
in Deutschland haben sich den Themen Umwelt, Nachhaltigkeit, Toleranz und sozialer und globaler Gerechtigkeit weit geöffnet und entfernen sich immer weiter von den sogenannten christlichen Parteien. Die kirchliche Jugend, früher das Nachwuchsreservoir von CDU und CSU, hat mit zerstörerischen, neoliberalen Konzepten nichts mehr zu tun.

CDU und CSU sind gerade dabei, sich ihre eigenen Wurzeln abzuschneiden.




Frage:


Welche politische Farbe hatte die Mehrzahl der Bundes-Landwirtschaftsminister, als bundesweit innerhalb der letzten 17 Jahre 42 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe starben? Und welche politische Farbe haben die Parteien, die für einen ungeregelten Freihandel die Landwirtschaft bedingungslos opfern?


Wenn der letzte Apfelbaum fällt, dann liegt das nicht am „bösen Bauern“, sondern an einer verfehlten Agrarpolitik. Giftgeduschte, von Billigstlöhnern gepflückte Äpfel aus China füllen unsere Schorleflaschen und zerstören bäuerliche Betriebe und Natur. Naturschutz & Landwirtschaft stehen gemeinsam für eine menschengerechte Globalisierung, bei der nicht nur der Preis zählt! Hier bräuchte es bei CDU / CSU dringend ein Umdenken.


"Einige" Themen, Aufgaben und Probleme denen sich endlich auch einmal CDU und CSU stellen sollten:
In einem Jahr verbrauchen wir gerade weltweit so viele fossile Rohstoffe, wie die Erde innerhalb einer Million Jahre herausgebildet hat." Quelle: Zukunftsfähiges Deutschland. Gleichzeitig erzeugen wir Atommüll der eine Million Jahre sicher gelagert werden muss.

Immer noch gehören auch wir Deutschen zu den, zumeist unzufrieden gehaltenen, 20% der Menschheit, die 80% der Energie und Rohstoffe verschwendet und die damit für den Großteil der weltweiten Umweltverschmutzung verantwortlich sind. Und die restlichen 80% der Welt (insbesondere China und Indien) sind gerade dabei unser zerstörerisches Modell einer Raubbauwirtschaft nachzuahmen. Zur Umweltzerstörung kommt im Zeitalter der Globalisierung ein zunehmend ungehemmter Konsumismus, eine Gefährdung der Demokratie, Ungerechtigkeit und Sozialabbau und eine verstärkte Innenweltverschmutzung. Hundertfünfzig Jahre Industrialisierung haben dazu geführt, dass die in vielen Millionen Jahren geschaffenen Energievorräte und die Rohstoffreserven der Welt zur Neige gehen und gleichzeitig haben wir u.a. mit Atommüll Gifte produziert, die über eine Million Jahre sicher gelagert werden müssen. Das menschengemachte Artensterben und der Klimawandel nehmen zu und eine Milliarde Menschen hungert. Die nachfolgenden Generationen werden unser Zeitalter eine Zeit des Raubbaus und der Barbarei nennen. "Gut leben statt viel haben" ist die Zukunftsdevise. Es gilt, eine tatsächlich nachhaltige Entwicklung einzuleiten und Fortschritt neu zu definieren und es wäre wichtig, dass CDU und CSU bei diesen Debatten nicht immer nur unbeteiligt am Rande stehen oder eifrig mithelfen, die Zerstörungsprozesse noch zu beschleunigen.

Axel Mayer



CDU, CSU, SVP: Konservativ? Umweltschutz? Naturschutz?




Die SVP, die Schweizerische Volkspartei, ist die "große" Atompartei der Schweiz
Sie ist die einzige große Partei der Schweiz, die keinerlei Lehren aus den Atomunfällen in Tschernobyl und Fukushima gezogen hat. Stur und unbeirrbar steht sie für die Gefährdung der Menschen durch den Weiterbetrieb der ältesten AKWs der Welt. Sie will die finanziellen Interessen der Atomindustrie durchsetzen und sogar neue Atomkraftwerke in der Schweiz bauen. Die zukunftsfähigen alternativen Energien werden von ihr massiv bekämpft.
Ein schwerer Atomunfall oder ein Anschlag auf Leibstadt, Beznau, Mühleberg oder Gösgen könnte große Teile der Schweiz unbewohnbar machen. Es ist erstaunlich, dass gerade die Atomlobbyisten in der SVP vor diesen Gefahren die Augen verschließen. Ansonsten wird "Heimatschutz" ja großgeschrieben. Doch die wirtschaftlichen Interessen der Atomindustrie gehen vor Heimatschutz. Konservativ ist dies nicht.

Mehr Infos:Atompartei SVP










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  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer,Mitwelt am Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)


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