Der Biber: Schädling oder Vorbild? Dezentrale Wasserrückhaltung in Zeiten der Dürre & des Klimawandels


Veröffentlicht am 10.03.2023

Der Biber: Schädling oder Vorbild? Dezentrale Wasserrückhaltung in Zeiten der Dürre & des Klimawandels


Auch in Zeiten, in denen wir Menschen gerade täglich bis zu 150 Arten ausrotten, wird der Biber von manchen Menschen immer noch als Schädling dargestellt. Doch der Biber macht ohne Bauantrag und verbotenerweise genau das, was eigentlich unsere Städte, Gemeinden und Behörden machen müssten, nämlich dezentrale Wasserrückhaltung.

Der von Lobbyisten geleugnete
und von der Wissenschaft und der Umweltbewegung angekündigte menschengemachte Klimawandel ist längst in Deutschland angekommen. Dies zeigt sich in sommerlichen Hitzephasen, Extremwetterereignissen, einem massiven Waldsterben 2.0 im Schwarzwald, trocken fallenden Quellen, Bächen und anderen Gewässern, Blaualgen in Badeseen, Problemen der Wasserversorgung, "Verpoolung" der Werbeprospekte und Gärten, Ernteausfällen der Landwirtschaft und erhöhter Sterblichkeit in Hitzephasen. Jetzt rächt sich die Behinderung der aufgeschobenen, massiv behinderten und fast verhinderten Energiewende durch Kohle-, Öl und Atomlobbyisten.

Angesichts trocken fallender Bäche und der damit verbundenen Vernichtung von Flora und Fauna könnte langfristig eine möglichst naturnahe Wasserrückhaltung für unsere Bäche nötig sein, um Natur, Mensch, Fischen, Wasserkraftbetreibern und Landwirtschaft zumindest mit einer Mindestwassermenge in Extremsommern dienen zu können.

Der Biber ist hier ein Vorbild und kein Schädling!

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (Alt-)BUND-Geschäftsführer