Kritik: FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2034 in der Öl-, Gas, & Folter-Diktatur Saudi-Arabien / It's a rich man's football World Cup
Veröffentlicht am 20.06.2025 von Axel Mayer
Kritik: FIFA Fußballweltmeisterschaft 2034 in der Öl-, Gas, & Folter-Diktatur Saudi-Arabien / It's a rich man's football World Cup
Geld regiert die Welt und den Fußball. FIFA-Boss Gianni Infantino, der nach Angaben von statista.com im Jahr 2024 etwa 2,7 Millionen Euro "verdient", hat sich wie immer durchgesetzt … Die FIFA Fußballweltmeisterschaft 2034 soll in der Öl- und Gasdiktatur, bei den Klimakatastrophen-Verantwortlichen in Saudi-Arabien stattfinden. Erneut geht die Fußball-WM an ein Land, in dem Minderheitenrechte nicht zählen: Hinrichtungen sind in Saudi-Arabien an der Tagesordnung, Arbeitsmigranten werden brutal ausgebeutet. Fortschritte, über die gerne berichtet wird, sind eher kosmetischer Natur. Enttäuschend ist die Haltung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Mit teuren Kampagnen wirbt der Verband für Fairness und Antirassismus. Andererseits unterstützte er die Wahl Saudi-Arabiens als Austragungsort für die Weltmeisterschaft.
Die Fußballweltmeisterschaft 2034 in der Öl- & Gasdiktatur Saudi-Arabien zeigt mehr als deutlich die Machtverhältnisse in dieser Welt, Fußball und unsere "Westlichen Werte". "It's a rich man's world." und "It's a rich man's football World Cup."
Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass 2022 knapp 4000 Milliarden US-Dollar an Gewinnen und davon 2000 Milliarden US-Dollar Übergewinne aus der weltweiten Öl- und Gasförderung angefallen sind. (Eine Milliarde sind tausend Millionen!) Ein satter Anteil dieser in Deutschland nie diskutierten Übergewinne ist an die Öl- und Gas produzierenden Feudalstaaten am Golf geflossen. Saudi-Arabien ist das Land der Klimakatastrophen-Verantwortlichen!
Saudi-Arabien:
bekämpft bei Klimaschutzkonferenzen den ökologischen Fortschritt und den Ausstieg aus den fossilen Energien
hat mit 17,2 Tonnen den höchsten CO₂-Ausstoß je Person, von allen G20-Staaten.
fördert täglich rund 10,6 Millionen Barrel Öl und ist so das klimazerstörendste Land der OPEC
Im Jahr 2034, dem Jahr der Fußball-WM, werden die klimatischen Folgen der Klimakatastrophe noch verheerender sein als heute. Die FIFA-Fehlentscheidung sagt viel über die Macht des Geldes und der Gier und über den aktuellen Zustand der Welt.
Was tun? Wir haben 10 Jahre Zeit, die Fußballweltmeisterschaft 2034 und den Austragungsort zu kritisieren. Einheimische Energien, Solaranlagen, Windräder, aber auch Wärmepumpen, gefährden Macht, Profit und Einfluss der fossilen Feudalstaaten. Die von Fossil-Lobbyisten massiv bekämpfte Energiewende ist nicht nur ein Beitrag für Klimaschutz. Sie stärkt auch die Demokratie.
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
Kritik: Gier & FIFA Fußballweltmeisterschaft 2034 in der Öl- und Gasdiktatur Saudi-Arabien
FIFA Fußballweltmeisterschaft 2034 Erst Jamal Khashoggi, dann Turki al-Dschasser: Journalistenmord in der „befreundeten“ Diktatur Saudi-Arabien
Der saudi-arabische Journalist Jamal Khashoggi wurde am 2. Oktober 2018 im Konsulat seines Landes in Istanbul ermordet. Einst war er noch ein Vertrauter des saudischen Königshauses. Doch dann hatte er sich in seinen letzten Lebensjahren zunehmend kritisch über dessen Politik geäußert, zuletzt als Kolumnist der US-Zeitung Washington Post. Die Untersuchung der UN-Sonderberichterstatterin kam zu dem Ergebnis, dass es genügend Anhaltspunkte für eine Verwicklung der saudi-arabischen Führung einschließlich des Kronprinzen Mohammed bin Salman gebe, um weitere Ermittlungen zu rechtfertigen. Einem türkischen Medienbericht zufolge wurde Jamal Khashoggi gefoltert, zerstückelt und in Säure aufgelöst …
Am 14. Juni 2025 wurde der Journalist Turki al-Dschasser wegen angeblichem Hochverrat und Terrorismus in Saudi-Arabien hingerichtet. Schon 7 Jahren zuvor war al-Dschasser in den Foltergefängnissen des Königreiches verschwunden. Auf seinem Nachrichtenblock hatte al-Dschasser kritisch über die Vorgänge in der absoluten Monarchie der Familie Saud berichtet.
Ist Saudi-Arabien ein gutes Königreich, eine schlechte Autokratie oder eine böse Diktatur?
Es gibt die „bösen“ Diktaturen, über deren Verbrechen unsere Medien intensiv berichten. Sie werden verachtet und häufig mit deutschen Waffen bekämpft.
Es gibt aber auch die „guten“, nützlichen, befreundeten Diktaturen, über deren Verbrechen unsere Medien großzügig hinweg schauen. Mit ihnen treiben wir intensiven Handel und liefern Waffen.
Wer entscheidet eigentlich in einer Demokratie, was eine „böse“ und was eine „gute“ Diktatur ist? Die BILD-Zeitung und die Springerpresse, die gerade die Hegemonie über Denkweise, Überzeugungen und Werte in Deutschland haben? Die viel beschworenen „Westlichen Werte“ spielen bei dieser Unterscheidung zwischen guter und böser Diktatur keine Rolle.
Im Jahr 2034 soll die Endrunde der 25. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Saudi-Arabien stattfinden. Jamal Khashoggi und Turki al-Dschasser werden nicht über die Spiele berichten. Was tun? Politisch ächten, Fußball-WM boykottieren und den Öl- und Gas-Oligarchen mit Energiesparen und Strom aus Sonne und Wind den Öl- und Geldhahn zudrehen!
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
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Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.
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