Koalitionsvertrag: Keine AKW-Wiederinbetriebnahme! AKW Isar, Emsland & Neckarwestheim
Veröffentlicht am 11.04.2025
Schwarz-roter Koalitionsvertrag: Keine AKW-Wiederinbetriebnahme! AKW Isar, Emsland & Neckarwestheim
Aktueller Einschub:
Die neue schwarz-rote Koalition in Deutschland hat laut Koalitionsvertrag beschlossen, die Rückkehr zur Atomkraft nicht weiter zu verfolgen. Stattdessen liegt der Fokus auf der Förderung der Fusionsforschung, auf Kernfusion und Kernfusionsreaktoren.
Das ist ein großer Teilerfolg für die Umweltbewegung, denn die maroden alten AKW werden nicht wieder hochgefahren. Die Wiederinbetriebnahme der alten AKW wäre technisch und organisatorisch schwierig, teuer und gefährlich gewesen.
Das Wort "Atom" kommt im Koalitionsvertrag nur ein einziges Mal vor. In diesem Satz: "Wir regulieren die Fusionskraftwerke außerhalb des Atomrechts." Ansonsten verlieren Union und SPD kein Wort darüber. Gemessen an den irrwitzigen Plänen, vor allem aus der CSU, ist dieses atomare Nichts sensationell.
Die Fusionsforschung war bisher allerdings stets ein Milliardengrab.
In ca. 25 Jahren wird ein Fusionsreaktor kostengünstig Strom liefern! Diese wunderbare Grundregel gilt seit Jahrzehnten zu jedem Jahresanfang neu
Es spricht nichts gegen eine kluge, verantwortungsvolle Forschung zum Thema Kernfusion. Die Gefahren und die Kosten-Nutzen Relation dürfen dabei aber nicht aus den Augen verloren werden.
Es gibt allerdings tatsächlich einen Kernfusionsreaktor, der schon lange problemlos funktioniert und der bereits heute kostengünstig Strom liefert. Sein Sicherheitsabstand zur Erde beträgt beruhigende 149.597.870 Kilometer. Neben Sonnenbrand bei zu intensiver Nutzung dieser nachhaltigen Form der Kernfusion gibt es nur einen einzigen "Kritikpunkt". Die Sonne wird in etwa fünf Milliarden Jahren ihren Wasserstoffvorrat im Kern verbrauchen und erlöschen. Axel Mayer
Hier beginnen die älteren Texte
Union will sechs AKWs reaktivieren / Wenn die Privatwirtschaft kein Interesse an einer Reaktivierung von Atomkraftwerken hat, soll eben der Staat einspringen, heißt es aus der Unionsfraktion. CDU und CSU haben den Staatssozialismus wieder für sich entdeckt.
Die Atomlobbyisten in CDU, CSU und AfD haben die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima vergessen. Sie reden im Wahlkampf gerne von Heimat und setzen gleichzeitig unkritisch technikbesoffen auf die teure, gefährliche und heimatgefährdende Atomkraft. Insbesondere Ministerpräsident Söder, aber auch Friedrich Merz würden die alten und gefährlichen Atomkraftwerke Isar II, Emsland und Neckarwestheim gerne wieder hochfahren. "Die Union will zurück zur Atomkraft – und hat einen Plan ausgearbeitet, wie sich die sechs stillgelegten Kernkraftwerke in Deutschland wieder in Betrieb nehmen lassen. Sollten die Betreiberunternehmen daran kein Interesse haben, könnte der Staat einspringen. Das geht aus einem Papier aus der Unionsfraktion hervor, das dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Sollte eine Überprüfung ergeben, dass ein Weiterbetrieb der zuletzt stillgelegten Reaktoren technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll sei, „werden die Betreiberunternehmen aufgefordert, sich hierzu zu positionieren“, heißt es darin. Notfalls „soll geprüft werden, inwieweit dies durch eine Bundesgesellschaft als Neueigentümer verantwortet werden kann“ schreibt das Handelsblatt.
In Deutschland war nach den Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima der Ausstieg aus der teuren Hochrisikotechnologie beschlossen worden. Trotz Atomausstieg bekommen die mächtigen, alten atomar-fossilen Seilschaften kriegsbedingt gerade weltweit Aufwind. Gemeinsam mit den anderenKriegsgewinnlern versuchen sie das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Wir erleben gerade den weltweiten Versuch, den ökologischen, sozialen und demokratischen Fortschritt zu behindern.
Aus diesem Grund ist es leider wieder nötig, die Gefahren und Risiken von Atomkraft, AKW und Atomkraftwerken aufzuzeigen.
Atomgefahren kurz zusammengefasst / Welche Risiken birgt die Atomenergie?
Massive Gesundheitsgefahren beim Uranabbau und im ganzen Brennstoffkreislauf
Krebserzeugende, radioaktive Strahlung im sogenannten Normalbetrieb
In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in einem Atomkraftwerk mit 1200 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1200 Hiroshima-Bomben entsteht
Unfallgefahr mit verheerenden Folgen
Atommüll gefährdet 30.000 Generationen und strahlt eine Million Jahre
Über den "Umweg" der sogenannten "friedlichen" Nutzung der Kernenergie kommen weltweit immer mehr Länder in den Besitz von Atomwaffen
Der Bau von neuen Atomkraftwerken und der damit erzeugte Strom ist wesentlich teurer als Strom aus Wind und Sonne
Warum sollten wir unter dem Druck von Atom-Lobbyisten, von FDP, CSU, CDU und AfD auf eine teure Hochrisikotechnologie setzen, wo wir doch umweltfreundliche und kostengünstige Alternativen haben?
Die AKW Isar, Emsland und Neckarwestheim werden nicht wieder hochgefahren! Selbst die AKW-Betreiber wollen keinen Wiedereinstieg in die teure und riskante Atomkraft.
RWE-Chef Markus Krebber lehnt die Rückkehr zur Atomkraft entschieden ab. Er nennt Genehmigungsprobleme, Personalmangel und hohe Kosten als Gründe, während Politiker von CDU, CSU und FDP für eine Reaktivierung kämpfen. Atomkraft zurück nach Deutschland? RWE-Chef Markus Krebber hat dazu eine klare Meinung! Der Chef des größten deutschen Energiekonzerns spricht sich deutlich gegen eine Rückkehr zur Atomkraft aus. Die letzten Atommeiler gingen 2023 in Deutschland vom Netz, doch die Debatte ist nicht vom Tisch. Laut Krebber sei es allerdings „unrealistisch", die abgeschalteten Kraftwerke wieder zu aktivieren: Es fehlen Genehmigungen, Personal und finanzielle Sicherheiten. „Jeden Tag reißen wir ein Stück mehr ab,“ betont er.
In Neckarwestheim gibt es keine Gefahrzeitverlängerung. Dies hat zumindest die EnKK sehr deutlich gemacht. Darüber hinaus ist der Rückbau in Neckarwestheim bereits in vollem Gange - so wurden beispielsweise auch die Hauptkühlmittelleitungen zum Reaktordruckbehälter bereits abgeschnitten. Diese wären jedoch für einen Betrieb der Anlage essenziell. Zudem haben die Betreiber keine Betriebsgenehmigung mehr.
Selbst die AKW-Betreiber in Bayern widersprechen. Das Atomkraftwerk Isar 2 bei Landshut kann aus Sicht des Betreibers nicht mehr in Betrieb genommen werden. «Wir konzentrieren wir uns voll und ganz auf den zügigen Rückbau der beiden Kraftwerksblöcke 1 und 2 am Standort. Vor diesem Hintergrund ist eine Wiederinbetriebnahme von KKI 2 für Preussen Elektra kein Thema», teilte eine Sprecherin auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Die Abkürzung KKI 2 steht für Kernkraftwerk Isar 2. Explizit bestätigte die Sprecherin dabei, dass die zum ersten Jahrestag des deutschen Atomausstiegs am 15. April 2024 von Preussen Elektra Geschäftsführer Guido Knott gemachte Aussage zur technisch unmöglichen Reaktivierung des Kraftwerks weiter gelte. Konkret sagte er damals: «Für uns gibt es als kein Zurück mehr: Das Thema Wiederinbetriebnahme ist für uns damit definitiv vom Tisch.»
CDU, CSU, AfD und FDP: Wiederinbetriebnahme der Atomkraftwerke und Tschernobyl und Fukushima
Vier Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl finden sich in manchen Waldpilzen immer noch Spuren von Radioaktivität. Sie „erinnern“ an die atomare Katastrophe. Keinerlei „Spuren von Erinnerung“ finden sich dagegen bei den Atomparteien CDU, CSU, AfD und FDP. Sie reden gerne von Heimat & setzen auf eine teure, heimatgefährdende Technologie. Insbesondere Ministerpräsident Söder, aber auch Friedrich Merz würden die alten und gefährlichen Atomkraftwerke Isar II, Emsland und Neckarwestheim gerne wieder hochfahren.
AKW Isar, Emsland, Neckarwestheim: Wiederinbetriebnahme nach Abschaltung? CDU, CSU, FDP, AfD: Nichts gelernt aus Tschernobyl & Fukushima