2026 / Kernfusionsreaktor & Kernfusion: Kritik & teure Illusionen / Milliarden für das Schwarze Loch ...


Veröffentlicht am 03.08.2026

Kernfusionsreaktor & Kernfusion: Kritik & teure Illusionen / Milliarden für das Schwarze Loch ...


Aktueller Einschub:

Kernfusion & Gier:

Deutschland hat seine unrealistische Fusionsstrategie 2026 deutlich ausgebaut. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis Ende der 2030er Jahre einen Demonstrator und in den 2040er Jahren ein erstes kommerzielles Fusionskraftwerk in Deutschland zu realisieren. Dafür wurden neue Förderprogramme aufgelegt und Deutschland ist dem europäischen Förderprogramm IPCEI für Fusionstechnologien beigetreten. Doch die Kernfusion wird nie so preisgünstigen und umweltfreundlichen Strom liefern wie Wind und Sonne. Die unkritische Liebe der politischen Rechten und der Marktradikalen zur Kernfusion ist erstaunlich. Unflexible und teure Kernfusionsreaktoren passen immer weniger zum international vordrängenden kostengünstigen Strom aus Sonne und Wind.

Geplant sind drei neue Fusion-Hubs:
  • Garching: Magnetfusion (Tokamak/Stellarator)
  • Biblis: Laserfusion
  • Karlsruhe: Brennstoffkreislauf und Materialien
  • Beim Kernfusionsreaktor & der Kernfusion werden ungeheure Geldsummen versenkt.

In ca. 25 Jahren wird ein Fusionsreaktor kostengünstig Strom liefern!
Diese wunderbare Grundregel gilt seit Jahrzehnten zu jedem Jahresanfang neu



Union und SPD planen massive Investitionen in die extrem teure Erforschung der Kernfusion. Seit Jahrzehnten träumt die Industrie weltweit auf Kosten der SteuerzahlerInnen einen teuren Traum. Der Kernfusionsreaktor soll die Energieprobleme der Welt lösen. Kernfusionsreaktoren oder Fusionsreaktoren sind technische Anlagen, die dazu dienen sollen, die Kernfusion kontrolliert ablaufen zu lassen und zur Energiegewinnung zu nutzen. Doch dazu sind sehr hohe Temperaturen und Drücke notwendig, die aufwändiger Techniken bedürfen. Die bisher gebauten Fusionsreaktoren waren technische Versuche und nicht zur Energieerzeugung geeignet. Seit Jahrzehnten kommt die Forschung in diesem Bereich nicht voran und verschlingt (ähnlich wie früher einmal die Hochrisikotechnologie des Schnellen Brüters) ungeheure Geldsummen. Es entsteht tatsächlich ein "Schwarzes Loch" in dem unser Steuergeld verschwindet

In ca. 25 Jahren wird ein Fusionsreaktor kostengünstig Strom liefern!
Diese wunderbare Grundregel gilt seit Jahrzehnten zu jedem Jahresanfang neu


"Das Großprojekt-Syndrom hat wieder zugeschlagen.
Betroffen ist ein alter Bekannter: Der internationale Fusionsreaktor ITER, der seit nunmehr fast 20 Jahren in Südfrankreich zusammengebaut wird. Die Anlage, die zeigen soll, dass sich aus der kontrollierten Verschmelzung von Atomkernen große Mengen an Energie gewinnen lässt, wird definitiv teurer und Jahre später in Betrieb gehen, als zuletzt geplant. Statt in 2025, wird ITER erst in Jahr 2034 für den Testbetrieb fertiggestellt sein.
(...) Ursprünglich war die Inbetriebnahme für das Jahr 2020 vorgesehen und Kosten von fünf Milliarden Euro eingeplant. Zuletzt wurden die Gesamtkosten auf rund 20 Milliarden Euro geschätzt.
Quelle: FAZ vom 3.07.2024

Die Kernfusion ist leider keine „saubere“ Energiequelle. Die Reaktionskammer des Fusionsreaktors wird mit radioaktivem Tritium/Deuterium verseucht. Für die Fusion braucht es das extrem seltene Tritium. Das ist überschwerer Wasserstoff, der hochradioaktiv ist und in nur zwölf Jahren zerfällt. Tritium ist extrem selten, auf der ganzen Erde gibt es nur wenige Kilogramm des Wasserstoff-Isotops.

Fusionsreaktor, CDU, CSU & AfD: Fortschritt wohin?

Es gibt gerade bei marktradikalen Konservativen und der AfD ein erstaunliches Phänomen. Da gibt es für ein Problem eine gute, nachhaltige, kostengünstige und umweltfreundliche Lösung. Bei der globalen Energiefrage sind Windenergie, Solaranlagen und Wasserstofftechnologie die zukunftsfähige Lösung für Deutschland und die Welt. Doch gerade konservative, "bewahrende" Parteien setzen unbeirrt auf teure, komplizierte und häufig auf hochriskante Lösungsansätze wie Mini-AKW, Thorium-Reaktoren oder den Fusionsreaktor. Warum setzenindustriegelenkte "Ökooptimisten" und CDU, CSU und AfD auf Fusionsreaktoren, wenn wir kostengünstige, umweltfreundliche Alternativen haben? Woher kommt diese unerklärlich-unkritische Technikbesoffenheit der rechten und konservativen Parteien?

Es spricht nichts gegen eine kluge, verantwortungsvolle Forschung zum Thema Kernfusion. Die Gefahren und die Kosten-Nutzen Relation dürfen dabei aber nicht aus den Augen verloren werden.

Die Sonne ist unser Kernfusionsreaktor!


Es gibt allerdings tatsächlich einen Kernfusionsreaktor, der schon lange problemlos funktioniert und der bereits heute kostengünstig Strom liefert. Sein Sicherheitsabstand zur Erde beträgt beruhigende 149.597.870 Kilometer. Neben Sonnenbrand und Hautkrebs bei zu intensiver Nutzung dieser nachhaltigen Form der Kernfusion gibt es nur einen einzigen "Kritikpunkt". Die Sonne wird in etwa fünf Milliarden Jahren ihren Wasserstoffvorrat im Kern verbrauchen und erlöschen.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein


Kernfusionsreaktor liefert nur Grundlast / Altmodische Technik


Die teure Kernfusion wird für die deutsche Stromversorgung in Zukunft keine Rolle spielen. Zu diesem Ergebnis kommt das Büro für Technikfolgen-Abschätzung im Deutschen Bundestag in einer Studie. „Um die schwankende Einspeisung von Solar- und Windstrom auszugleichen, sind schnell regelbare Kraftwerke mit niedrigen Investitionskosten nötig“, heißt es darin. Selbst wenn Fusionskraftwerke ab Mitte des Jahrhunderts in großem Maßstab zur Verfügung stünden, könnten sie diese Aufgabe absehbar nicht erfüllen.
Hier gehts zur Studie



Kann durch die Kernfusion, durch einen Kernfusionsreaktor ein "Schwarzes Loch" entstehen?

  • Ja! Beim Bau des ITER ist schon ein "Schwarzes Loch" entstanden. Ein gigantisches Loch, in dem Dein Steuergeld verschwindet.
  • Nein! Ein Kernfusionsreaktor wird keine Schwarzen Löcher im kosmologischen Sinne erzeugen. Einige Theorien legen jedoch nahe, dass die Entstehung winziger, ungefährlicher „Quanten“-Schwarzer Löcher möglich sein könnte.

Es spricht nichts gegen kluge, verantwortungsvolle Forschung zum Thema Kernfusion. Die Kosten-Nutzen Relation darf dabei aber nicht aus den Augen verloren werden.




Mitwelt Stiftung Oberrhein: Warnungen & Hinweise zu diesen Mitwelt-Seiten

  • 1) Die Internetseiten der Mitwelt Stiftung Oberrhein sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleiner werdende Minderheit, die noch in der Lage ist, längere Texte zu lesen und zu erfassen.
  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern, Ideologen, vom Krieg bestärkten Ewiggestrigen und Verschwörungstheoretikern. Haben Sie Mut, Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
  • 3) Im Zweifel, gerade in Kriegszeiten, ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.


Getragen von der kleinen Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)



Sie wollen uns und unsere Arbeit unterstützen?

  • Sie können gerne spenden und unsere Beiträge über Ihre (Un-)Sozialen Netzwerke weiter leiten, aber bitte nicht über X. Wir boykottieren den Oligarchen Elon Musk, seine Produkte und Dienstleistungen.
  • Links von Ihrer Homepage auf unsere Seiten wären eine große kostenlose Unterstützung.
  • Hier geht's zu unseren Newslettern.