28.11.2013: Landtag Baden-Wüttemberg stimmt gegen CDU,FDP, Säger, Jäger & Lobby für den Nationalpark Nordschwarzwald


15.12.2022 bis 29.12.2022





Was für ein unsäglicher Streit war der Gründung des viel zu kleinen Nationalparks Schwarzwald vorausgegangen.

Am 28. November 2013 nahm der Landtag in namentlicher Abstimmung mit 71 zu 63 Stimmen das Gesetz an. Der 28. November 2013 war ein guter Tag für Baden-Württemberg.
Der Landtag von Baden-Württemberg beschloss endlich das Gesetz zur Errichtung eines Nationalparks Schwarzwald mit 71 zu 63 Stimmen. Die FDP und fast die gesamte CDU stimmen gegen Natur und Nationalpark. GRÜNE und SPD stimmen dafür. Der von "schwarz-gelben Seilschaften" bekämpfte Nationalpark Nordschwarzwald umfasst leider nur die Mindestfläche von ca. 10.000 Hektar (100 Quadratkilometer).

Der tägliche Flächenverbrauch in Deutschland lag 2013 bei ca. 100 Hektar am Tag. Der Park bekamt also diejenige Fläche, die in Deutschland in hundert Tagen bebaut, zersiedelt, entwertet und zerstört wird.

Auch der BUND am Südlichen Oberrhein hat mit Veranstaltungen, Plakaten, Aufklebern und Aktionen für den Nationalpark gekämpft.

Dennoch ärgert uns unsere eigene Argumentation. Wir mussten stets in der zerstörerischen „Mehr-Haben-Logik“ argumentieren, also beispielsweise mit den vielen zusätzlichen Arbeitsplätzen im Tourismus, die ein neuer Nationalpark schaffen wird.

Der „Wert der Natur an sich“ spielt in Zeiten der Gier in der öffentlichen und veröffentlichten Debatte überhaupt keine Rolle. Da gibt es eigentlich keinen Unterschied zwischen Nationalparkdebatten im Schwarzwald, in Afrika oder Amazonien.

Mehr Infos zum damaligen Konflikt: Nationalpark Schwarzwald