"Schmutzige Bomben", neue AKW / Atomkraftwerke, Proliferation und Atombomben (Israel-USA-Iran Krieg)


Veröffentlicht am 22.07.2025

"Schmutzige Bomben & radiologische Waffen": Neue AKW / Atomkraftwerke, Proliferation und Atombomben (Israel-USA-Iran Krieg)


Jedes neue Land, das mithilfe der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomkraft in den Besitz von Atomwaffen kommt, ist eine Gefahr für die Menschheit.


Der Israel-USA-Iran-Krieg


und die Angriffe auf die iranischen Atomanlagen zeigt die Gefahren der Weiterverbreitung von Atomwaffen durch den Bau von AKW. Dennoch gibt es weltweit den rechtskonservativen (Alb-)Traum von den kleinen, neuen AKW. Diese sind teuer und gefährlich und werden immer mehr Länder in den Besitz von Atombomben bringen. Das ist ein globales Selbstmordprogramm, passt aber gut in unsere Zeit marktradikaler Gier.

Nach den amerikanischen Angriffen auf die iranischen Atomanlagen denken viele Menschen, die atomare Gefahr im Nahen Osten sei zumindest temporär gebannt. Sie täuschen sich. Auch ohne Atombomben besteht jederzeit die Möglichkeit, mit einigen großen "Schmutzigen Bomben & radiologischen Waffen" schwere gesundheitliche Schäden anzurichten. Teile von Brennstäben, Plutonium oder einfach nur stark radioaktiver Atommüll in einer Rakete ... da nützt auch ein Raketenabwehrsystem nichts, denn der Abschuss einer solchen Waffe verteilt Radioaktivität über große Gebiete, auch ohne atomare Explosion.

"Schmutzige Bomben" sind Waffen mit konventionellem Sprengstoff, denen radioaktive Stoffe beigemischt oder beigefügt sind. Der konventionelle Sprengstoff soll bei diesen Sprengsätzen dazu dienen, die radioaktiven Stoffe in der Umwelt zu verteilen.


"Die IPPNW hat 1996 eine Studie zur Wirkung einer primitiven Dispersionswaffe in Auftrag gegeben, deren 35 Kilogramm Plutonium in einem Ballungsraum von der Größe und Bevölkerungsdichte Londons explodiert. Die IPPNW stellte fest, dass die gesundheitlichen Auswirkungen einer radiologischen Waffe, die Plutonium in beschaffbarer Menge enthält, vor allem in einem langfristig vermehrten Auftreten von Krebs, insbesondere Lungen-, Knochen- und Leberkrebs, bestehen. Die dramatischen Initialfolgen akuter Strahlenkrankheit und Strahlentod (die im Falle von alpha-Bestrahlung der Lunge als Lungensyndrom bekannt sind), wären bei der Detonation einer radiologischen Dispersionswaffe nicht zu erwarten – auch dann nicht, wenn bei den ungünstigsten Wetterbedingungen eine Waffe explodierte, die zehnmal größer wäre als in der Studie angenommen. Die geschätzte Anzahl von Personen, die von Spätfolgen betroffen wären, bewegte sich – je nach lokaler Bevölkerungsdichte und Wetterverhältnissen – zwischen 2.000 und 10.000. Die Zunahme der Krebsfälle und -sterblichkeit würde nach der bei den meisten Krebsarten üblichen Verzögerung von 20 bis 30 Jahren, bei Leukämien nach fünf Jahren ihren Höhepunkt erreichen. Die gesundheitlichen Schäden würden zu drei Viertel auf das Konto von Lungenkrebs gehen, der eine vergleichsweise häufige Erkrankung ist."
Quelle:IPPNW




"Energiepolitisch sind AKW in Sonnenregionen nicht zu rechtfertigen. 2019 wurde in Abu Dhabi ein Solarkraftwerk in Betrieb genommen, das Strom für zwei US-Cent pro Kilowattstunde erzeugt. Ein Nachfolgeprojekt wird gar für 1,35 Dollar-Cent produzieren – Strom aus neuen AKW ist zehnmal so teuer. Somit liegen in der Golfregion vielmehr militärische Beweggründe für den AKW-Bau nahe."
Bernward Janzing in der TAZ vom 11.3.2021


Neue kleine weltweit exportierte AKW sind Diktators Liebling und ein globales Selbstmordprogramm, vor dem rechts-libertäre Parteien und Atomlobbyisten gerne die Augen verschließen.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein



"Schmutzige Bomben & Radiologische Waffen": Neue Atomkraftwerke, Proliferation und Atombomben sind Diktators Liebling